Investitionsprämie im Oktober 2022 für Unternehmen – Antrag, Höhe, Richtlinie – AWS Fördermanager

  • AWS Kontaktdaten:  Telefon: +43 (1) 501 75 – 400 – E-Mail: [email protected]
  • ICHTIG: Alternative Antragsstellung beim AWS Fördermanager! Aufgrund der aktuellen Auslastung gibt es eine alternative Antragsstellung für die Investitionsprämie in Österreich.
    Zurzeit erhalten wir überwältigend viele Anträge. Daher ist der aws Fördermanager stark ausgelastet. Wir bitten um Verständnis – und keine Sorge: Damit Sie Ihren Investitionsprämien-Antrag fristgerecht einreichen können, gibt es unter https://www.aws.at/corona-hilfen-des-bundes/aws-investitionspraemie/antragstellung/Ak aktuelle Informationen zur Einreichung!
    UPDATE: Investitionsprämie – Antrag nur noch bis zum 28. Februar 2021 möglich – JETZT Antrag auf Investitionsprämie beim AWS stellen!
  • TIPP: Sie müssen beim Antrag noch keine Rechnung vorlegen bzw. müssen die Investition auch nicht bezahlt haben.“
  • Empfehlung: Bedenken Sie, dass Investitionen für die nächsten zwei Jahre auch förderbar sind. Gegebenenfalls sollte vorsorglich ein Antrag eingebracht werden.
  • Pro Förderantrag, die Summe aller Investitionen, gibt es eine Untergrenze von EUR 5.000.
  • Sie bekommen die Prämie für Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen, grundsätzlich auch für gebrauchte Wirtschaftsgüter.

Zur Stärkung der Wirtschaft in Österreich und als Maßnahme in Zeiten von Coronavirus hat die Bundesregierung nun das Instrument der Investitionsprämie in Österreich vorgestellt. Die Abwicklung und Auszahlung mit Antrag erfolgt hierbei über das AWS – Austria Wirtschaftsservice. Wir informieren zur aktuellen Richtlinie, Details zur Investionsprämie im Oktober 2022 in Österreich

Vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie hat der Ministerrat am 20. Jänner 2021 Erleichterungen bei der Beantragung der aws Investitionsprämie beschlossen.

Wichtigster Punkt ist die Fristverlängerung für den Beginn der sogenannten „ersten Maßnahme“. Diese wurde auf vom 28.2.2021 auf den 31.5.2021 ausgedehnt. Nicht geändert hat sich das finale Abgabedatum für die Anträge auf Investitionsprämie.

  • Diese müssen nach wie vor spätestens am 28.2.2021 bei der austria wirtschaftsservice gmbh (aws) vorliegen. Stand 20. Jänner 2021 belief sich das Antragsvolumen auf zwei Milliarden Euro.
  • Durch eine geplante Gesetzesänderung sollen die Fördergelder so aufgestockt werden, dass jeder fristgerecht eingegangene Antrag berücksichtigt werden kann.

Hintergrund für die Fristverlängerung und Gesetzesänderung ist die Übererfüllung der Nachfrage nach der Prämie. Die österreichische Wirtschaft setzt in großem Umfang auf die staatliche Hilfe.

Ziel der Investitionsprämie

Das Ziel der Investitionsprämie liegt darin, durch Investitionen Betriebsstätten zu sichern, Arbeits- und Ausbildungsplätze zu erschaffen und zu erhalten, und den Wirtschaftsstandort Österreich auch nach der Pandemie und trotz der erlittenen Einbußen international wettbewerbsfähig zu halten.

Verwendung der Investitionsprämie

Die Investitionsprämie steht Unternehmen für die Anschaffung materieller und immaterieller aktivierungspflichtiger Güter zur Verfügung. Als erste Maßnahmen zur Umsetzung, die spätestens per 31. Mai 2021 erfolgen müssen, gelten

  • Bestellungen
  • Kaufverträge
  • Lieferungen
  • Der Beginn von Leistungen
  • Anzahlungen
  • Zahlungen
  • Rechnungen
  • Baubeginn

Antrag für Covid-19 Investitionsprämie noch bis Februar 2021 möglich

Damit Unternehmen geplante Investitionen Corona-bedingt nicht aufschieben müssen, stellt die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) insgesamt zwei Milliarden Euro bereit. Voraussetzung ist allerdings auch die Antragstellung bis 28.2.2021.

 

aws bietet spezielle Covid-19 Investitionsprämie – (Quelle Bild: https://foerdermanager.aws.at/#/)

Für viele Unternehmen brachte Corona einen massiven Umsatzeinbruch. Geplante Investitionen, die für eine Ausdehnung des Geschäftsbetriebes gedacht waren, mussten zurückgestellt werden. Damit wurde zunächst eine kontraproduktive Abwärtsspirale eröffnet.

Mit der Covid-19 Investitionsprämie will das Bundesministerium „Digitales und Wirtschaftsstandort“ gegensteuern. Neben inhaltlichen Voraussetzungen ist allerdings auch das Datum der Antragstellung, der 28. Februar 2021, entscheidend.

Die Höhe der Prämie orientiert sich zunächst am Geschäftsgegenstand der Firma.

  • Sieben Prozent Prämie auf Investitionen erhalten „klassisch“ ausgerichtete Firmen.
  • Für Unternehmen aus den Bereichen Digitalisierung, Ökologisierung, Gesundheit und Life Science gilt ein Prämiensatz von 14 Prozent.

Die Förderung erfolgt in Form nicht-rückzahlbarer Zuschüsse. Damit bietet der Staat eine zusätzliche Entlastung gegenüber zinslosen oder nur niedrig verzinsten Investitionsdarlehen, die zumindest getilgt werden müssen.

Was wird gefördert?

Im Fokus der Covid-19 Investitionsprämie stehen Maßnahmen, die nach dem 1. August 2020 und vor dem 28. Februar 2021 gesetzt werden. Zu den förderungsfähigen Maßnahmen zählen

  • Bestellungen
  • Kaufverträge
  • Lieferungen
  • der Beginn von Leistungen
  • Anzahlungen
  • Zahlungen
  • Rechnungen
  • Baubeginn

Nicht als Maßnahme gelten Anträge bei Behörden oder Finanzierungsanfragen.

Förderungsbandbreite auch für kleine Unternehmen attraktiv

Die österreichische Wirtschaft besteht nicht nur aus Konzernen. Kleine und mittelständische Unternehmen gelten als Pfeiler der Wirtschaft, leiden noch stärker unter Corona. Vor diesem Hintergrund wendet sich das Prämienprogramm auch an diejenigen, die eher niedrige Investitionsvolumen aufweisen, aber auch darauf dringend angewiesen sind.

Die Untergrenze für eine Förderung beträgt 5.000 Euro netto. Für Konzerne mit einer Verpflichtung zum Konzernabschluss gemäß Paragraf 244 UGB läuft die Obergrenze für die Covid-19 Investitionsprämie bei 50 Millionen Euro aus. Die Beträge verstehen sich ohne Umsatzsteuer rein netto.

Neben der Auflage in Bezug auf den zeitlichen Rahmen für den Beginn der Maßnahme sieht das Investitionsprämiengesetz auch zeitliche Rahmen für die Umsetzung der Maßnahmen vor. Liegt das Investitionsvolumen unter 20 Millionen Euro, muss die Inbetriebnahme respektive Bezahlung bis zum 28. Februar 2023 erfolgen. Für Fördervolumen zwischen 20 Millionen Euro und 50 Millionen Euro läuft das Fertigstellungsprinzip am 28. Februar 2024 aus.

Nicht förderbare Maßnahmen

Die Covid-19 Investitionsprämie sieht allerdings auch Ausschlüsse vor. In erster Linie fallen Maßnahmen im Zusammenhang mit fossilen Energieträgern durch das Raster. Maßnahmen, die bereits vor dem 1. August 2020 initiiert wurden, finden ebenfalls keine Berücksichtigung. Die vollständige Liste der Ausschlüsse findet sich in Abschnitt 5.4 „Nicht förderungsfähige Investitionen“ der „Richtlinie zur Investitionsprämie“.

Antragstellung erfolgt ausschließlich online

Unternehmen mit Interesse an der Covid-19 Investitionsprämie können ihren Antrag ausschließlich über die Homepage der aws stellen. Für die Antragstellung wurde speziell das Portal „aws Fördermanager“ eingerichtet.

FAQs

Wer wird gefördert?

Grundsätzlich gilt jedes Unternehmen als förderfähig, welches im Wettbewerb mit anderen Unternehmen steht und keine hoheitlichen Aufgaben erfüllt. Hinsichtlich der Unternehmensgröße gibt es keine Beschränkungen.

Sind auch Neugründungen förderfähig?

Ja, sofern das Unternehmen über eine Steuernummer verfügt und die Gründung zum Zeitpunkt der Antragstellung vollzogen war.

Was wird nicht gefördert?

  • Klimaschädliche Investitionen
  • Aktivierte Eigenleistungen
  • Leasingfinanzierte Investitionen
  • Keine unternehmensrelevanten Kosten
  • Der Ankauf von Gebäuden und Grundstücken.
  • Der Bau und Ausbau von Wohngebäuden, die an Privatpersonen verkauft oder vermietet werden sollen.
  • Unternehmenskäufe und Beteiligungen
  • Finanzanlagen
  • Umsatzsteuer

In welcher Höhe wird gefördert?

Prozentual beträgt der Zuschuss für allgemeine Investitionen sieben Prozent, für Investitionen in Gesundheit, Ökologie und Digitales 14 Prozent. In absoluten Zahlen beläuft sich die Mindestfördergröße auf 5.000 Euro netto, das maximale Volumen auf 50 Millionen Euro netto pro Unternehmen.

Hinsichtlich der Mindestgröße gilt, dass auch mehrere kleine Einzelpositionen auf einem Antrag zusammengefasst werden können, um so den Mindestförderbetrag zu erreichen.

Was passiert, wenn sich die Inbetriebnahme oder Bezahlung verzögert?

Werden für als förderfähig anerkannte Investitionen Fristen überschritten, so mindert sich der förderfähige Betrag um die jeweilige Einzelinvestition. Unterschreitet das Fördervolumen durch Verzögerungen die Untergrenze von 5.000 Euro, gilt die gesamte Investition als nicht mehr förderungswürdig.

Muss die Investitionsprämie zurückgezahlt werden?

Nein, wenn die Fördervoraussetzungen erfüllt sind, muss die Investitionsprämie nicht zurückgezahlt werden. Darüber hinaus unterliegt sie auch nicht der Besteuerung.

Die Zielsetzung dieser Prämie & Förderung in Form der Investitionsprämie in Österreich ist es, einen gezielten Anreiz für Investitionen für Unternehmen in Österreich zu schaffen und damit Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze zu schaffen und etwas für die Wettbewerbsfähigkeit für den Wirtschaftstandort Österreich zu tun.

Wir informieren an dieser Stelle über Beispiele, Höhe der Investitionsprämie, den Antrag, Infos zur Richtlinie sowie häufigen Fragen und Antworten rund um die Investitionsprämie in Österreich.

Richtlinie zur COVID 19 Investitionsprämie – Investitionsprämiengesetz: Dieses wurde am 25.07.2020 veröffentlicht und kann unter https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/I/I_00288/index.shtml online abgerufen werden.

Wer sich über bestimmte Details zur Förderung in Form der Covid 19 Investitionsprämie in Österreich informieren möchte, kann dies über den Blick auf die Förderungsrichtlinie bzw. das Investitionsprämiengesetzt durchführen.

Welche Unternehmen können die Förderung in Anspruch nehmen?

  • Die Förderung ist sowohl für bestehende als auch für neugegründete Unternehmen verfügbar. Es gibt hierbei keine Beschränkung auf bestimmte Branchen oder Unternehmensgrenzen.
  • Auschluss: Nicht gefördert werden können Unternehmen, bei denen ein Insolvenzverfahren anhängig ist.
  • Was wird gefördert? – Die Investitionsprämie gilt für sowohl materielle als auch immaterielle aktivierungspflichtige Neuinvestitionen für das abnutzbare Anlagevermögen. Es muss sich dabei um Investitionen an Standorten in Österreich handeln.
  • INFO: Klarstellung des Wirtschaftsministeriums zur COVID-19-Investitionsprämie: Alle in der Zeit von 1.9.2020 – 28.2.2021 richtliniengerecht eingebrachten Anträge werden gefördert. Kein „First come, first serve“-Prinzip.

Höhe

Je nachdem, in welchem Bereich die jeweilige Neuinvestition durch das Unternehemn erfolgt, beträgt die Investitionsprämie entweder 7 %, oder beispielsweise 14 % bei einer Investition in den Bereichen laut Richtlinie – diese sind beispielsweise Klimaschutz, die Digitalisierung, der Bereich Gesundheit sowie Life-Science – in diesem Fall erfolgt eine Förderung in Form von einem steuerfreien, nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von 14 %.

  • Im Rahmen der COVID 19 Investitionsprämie Richtlinie für Österreich werden erste Maßnahmen definiert.
  • Diese dürfen erst nach dem 1.8.2020 gesetzt werden. Hierbei werden beispielsweise Bestellungen, Kaufverträge sowie Lieferungen und Anzahlungen oder ein Baubeginn gesetzt werden.

E-Mobilität & Investitonsprämie – Förderung von 14 %

  • Für bestimmte Fahrzeuge gibt es laut Richtlinie eine Förderung in Höhe von 14 % durch die Investitonsprämie in Österreich. Dies gilt beispielsweise für Elektro-Fahrzeuge, E-Fahrräder sowie bei der Umrüstung von bestehenden Fahrzeugen auf alternative, fossil-freie Antriebe aus erneuerbaren Energieträgern.
  • Info: Weiters gilt auch für E-Ladestationen die mit erneuerbaren Energieträgern versorgt werden, eine Prämie in Höhe von 14 %.

Ab wann und wo kann der Antrag gestellt werden?

Die Antragstellung ist ab dem 01.09.2020 bis zum 28.02.2021 über den AWS Fördermanager möglich. Dieser kann über https://foerdermanager.aws.at/ erreicht werden.

Quelle: AWS – Austria Wirtschaftsservice

Anleitung – Ablauf der Förderung

  • 1.) Antrag stellen über den AWS Fördermanager ab 1.September 2020
  • 2.) Prüfung des Antrags (Info: Vom Antrag bis zum Förderungsvertrag muss man mit 2-3 Werktagen Bearbeitungszeit rechnen)
  • 3.) Förderungsvertrag
  • 4.) Durchführungszeitraum für Neuinvestitionen – möglich vom 1.August 2020 bis spätestens 28.2.2022
  • 5.) Abrechnung – Erfolgt innerhalb von 3 Monaten ab Inbetriebnahme und Bezahlung. Die Auszahlung des Zuschuss erfolgt unmittelbar nach Abrechnungsprüfung.

Höhe der Investitionen – Überblick

  • ab 5000 Euro – Dies ist die Untergrenze für einen Antrag auf die Förderung bzw. die Investitionsprämie in Österreich, dies gilt für die gesamte Summe der Investitionen.
  • bis 20 Millionen – Der Zuschuss wird nach Prüfung und Vorlage der Abrechnung sowie Inbetriebnahme als Einmalzahlung ausgezahlt.
  • ab 20 Millionen Euro –  Eine Zwischenabrechnung ist nach der Hälfte des jeweiligen Projektes möglich.
  • bis 50 Mio € – Dies ist die Höchstgrenze für förderbare Investitionsprojekte

Beispiel für eine Förderung

Tischlereibetrieb mit 30 MitarbeiterInnen:

  •         investiert € 330.000 in die Vergrößerung und die gleichzeitige thermische Sanierung der bestehenden Werkshalle
  • (€ 100.000 davon entfallen auf die thermische Sanierung)
  • •       und schafft um € 70.000 neue Holzbearbeitungsmaschinen an.

Höhe der Investitionsprämie

Das Unternehmen erhält eine Investitionsprämie von

€ 35.000, die sich wie folgt zusammensetzt:

  •        7% Zuschuss für die Vergrößerung der Werkshalle (exklusive der thermischen Sanierung): € 16.100
  •       14% Zuschuss für die thermische Sanierung der Werkshalle, da die Kriterien des Schwerpunktes Ökologisierung erfüllt sind: € 14.000
  • 7% Zuschuss für die neuen Maschinen: € 4.900

Quelle: WKO

Nicht förderungsfähige Kosten sind:

  • Errichtung/Erweiterung von Anlagen, die der Förderung, dem Transport oder der Speicherung fossiler Energieträger dienen sowie Anlagen, die fossile Energieträger direkt nutzen.
  • aktivierte Eigenleistungen
  • Leasingfinanzierte Investitionen (Ausnahme: Aktivierung beim Antragsteller)
  • Kosten, die nicht iZm unternehmerischen Investition stehen (zB Privatanteile)
  • Gebäuden/Gebäudeanteilen, zB Geschäftslokalen (ausgenommen Direkterwerb von Befugten iSd § 117 Abs 4 GewO [Bauträger] unter sinngemäßer Anwendung der nachfolgenden beiden Punkte)
  • Grundstücke
  • Bau/Ausbau von Wohngebäuden (wenn zum Verkauf oder zur Vermietung an Private gedacht)
  • Kosten, die aus einem Unternehmenskauf oder Unternehmensübernahme resultieren
  • Erwerb von Beteiligungen, sonstigen Geschäftsanteilen oder Firmenwerten
  • Finanzanlagen

Beratung und Hotline zur AWS Investitionsprämie

  • Montag bis Freitag: 08:00 –18:00 Uhr
  • Samstag: 08:00 –15:00 Uhr
  • Tel.: +43 1 501 75 –400

Quellen und weitere Informationen