Kleine Ökostromnovelle bringt Wertschöpfung in die Steiermark

10 steirische Windkraftanlagen können in den nächsten Jahren errichtet werden

St. Pölten, am 6.5.2018: Die Förderstelle OeMAG konnte aufgrund der kleinen Novelle des Ökostromgesetzes letzten Jahres zusätzliche Förderverträge vergeben. 10 Windräder werden dadurch in den nächsten vier Jahren Wertschöpfung und Arbeitsplätze in die Steiermark bringen.

„Es freut mich, dass die Steiermark den Ausbau von grünem Strom weiter vorantreiben kann“, berichtet LH-Stellvertreter Michael Schickhofer. „Für weitere fertig genehmigte Windräder bedarf es noch einer raschen Lösung beim Ökostromgesetz, damit sie in dieser Legislaturperiode errichtet werden können“, ergänzt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft.

Windkraftbezirke: Weiz, Bruck-Mürzzuschlag und Deutschlandsberg

Durch die Mittel der kleinen Ökostromnovelle 2017 und das jährliche Förderkontingent konnte die Förderstelle ÖeMAG Verträge für 148 Windkraftwerke mit einer Leistung von knapp 500 MW vergeben. 10 steirische Windkraftanlagen in den Bezirken Bruck-Mürzzuschlag, Deutschlandsberg und Weiz haben auch einen Fördervertrag erhalten. Diese können in den nächsten vier Jahren errichtet werden und ein Investitionsvolumen von mehr als 46 Millionen Euro auslösen.

Windräder bringen Arbeitsplätze und Wertschöpfung in die Steiermark

Die 10 neuen Windräder bringen weiteren sauberen Windstrom für 18.000 Haushalte und sparen so viel CO2 ein, wie 17.000 PKW ausstoßen. 13 Millionen Euro Wertschöpfung entstehen bei der Errichtung der Anlagen. Dabei werden 170 Personen beschäftigt sein. 1,5 Millionen Euro werden die Windräder drüber hinaus durch Wartung und Betrieb Jahr für Jahr in die Steiermark bringen und 15 Menschen einen Dauerarbeitsplatz bieten.

Steiermark hat nach Niederösterreich zweitgrößtes Windpotential

Basierend auf der Klima- und Energiestrategie des Landes soll der Ausbau erneuerbarer Erzeugungsprojekte stark forciert werden. An der Überarbeitung des Sachprogramms Windenergie wird gerade gearbeitet.

„Die Windenergie sorgt für grünen Strom für die Steirerinnen und Steirer und bringt Investitionen in unsere steirischen Regionen“, berichtet Schickhofer und ergänzt: „Die Investitionen schaffen neue steirische Arbeitsplätze und stärken damit die gesamte Steiermark.“

Rasche Rechtssicherheit für Windkraftprojekte nötig

An der Situation der Windbranche in Österreich hat sich dennoch nur wenig geändert. Noch immer hängen 200 fertig genehmigte Projekte mit 650 MW in der Warteschlange bis zum Jahr 2023. Auch 10 Steirische Windräder sind davon betroffen.

„Diese Situation ist unverständlich, denn sie passt mit der Zielsetzung der Bundesregierung nicht zusammen, die erneuerbaren Energien für die Stromerzeugung bis 2030 auf 100% steigern zu wollen“, bemerkt Moid.

Es besteht Handlungsbedarf da die Neuentwicklung von Windparks droht eingestellt zu werden. „Mit Rechtsicherheit und der Aussicht, dass die im derzeitigen Ökostromgesetz bewilligten Projekte im bestehenden System umgesetzt werden können, würde man Planungssicherheit für die Branche herstellen. Dann könnte man schon jetzt mit der Planung der dringend benötigter Windkraftanlagen beginnen,“ so Moidl abschließend.

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