Krypto-Investor Qiao Wang – Krypto-Marktforscher übt Kritik am Grayscale Bitcoin Fonds

Der weltweit renommierte und ebenso erfahrene Krypto-Investor Qiao Wang kritisierte jüngst öffentlich, dass der Grayscale Bitcoin-Fonds keine kurzfristigen Auszahlungen ermögliche. In diesem Zusammenhang unterstellt Wang Grayscale, dass Kunden Geld „quasi“ an den Fond spenden.

Kurse könnten abrutschen und Verluste verursachen

Qiao Wang ist seines Zeichens Analyst, Investor und darüber hinaus Produktchef beim Marktforschungsinstitut Messari. Wang kritisierte den einflussreichen Bitcoin-Fonds von Greyscale am 11. Juni 2020 auf Twitter öffentlich.

  • Zunächst hatte er von der offiziellen Greyscale-Webseite zitiert und hervorgehoben, dass das Unternehmen nach eigener Aussage keinerlei Möglichkeiten für eine kurzfristige Auszahlung bietet.
  • Außerdem behält es sich Greyscal vor, bei Bedarf langfristige Auszahlungen vollständig auszusetzen.
  • Genau an dieser Stelle sieht Wang ein grundlegendes Problem, da diese Aussage von Greyscale dem Anleger keinerlei Optionen bietet, sein Geld möglichst schneller wiederzubekommen.
  • Wie Wang mitteilte, sei keine Korrektur zu erwarten, wenn das jeweils dazugehörige Wertpapier und den Bitcoin-Kurs fällt.

Kurzfristige Auszahlungen gelten als ein Schutzmechanismus

Sowohl bei ETFs als auch bei Indexfonds können Händler ein Wertpapier bei Kurseinbußen aufkaufen und sich auf diese Weise den Gegenwert auszahlen lassen. Durch die Nutzung dieser Möglichkeit steigt wiederum die Nachfrage, sodass sich der Indexfonds langsam wieder dem abgebildeten Vermögenswert annähern kann.

Demnach sind kurzfristige Auszahlungsoptionen als eine Art von Schutzmechanismus zu verstehen. Beim Bitcoin-Fonds von Greyscale fehlt dieser Schutz vollständig, da es sich bei diesem um keinen Indexfonds bzw. ETF handele, so Wang weiter in seiner Erklärung. Seiner Meinung nach spenden Anleger Geld an Greyscale, solange es keine kurzfristige Auszahlungsmöglichkeit gebe.

Die Krypto-Fonds von Greyscale dominieren den Markt

  • Die Krypto-Fonds von Greyscal besitzen einen großen Einfluss auf den Markt, wie in den vergangenen Wochen sehr deutlich wurde. Bereits gegen Ende Mai hatte der Cointelegraph berichtet, dass der Bitcoin-Fonds von Greyscale sein dem sogenannten Halving (11. Mai 2020) rund 150 Prozent alle geschöpften Einheiten von Bitcoin aufgekauft hat.
  • Kurze Zeit später hat die Greyscale-Managerin Ray Sharif-Askary bekanntgegeben, dass auch die Krypto-Währung Ether (ETH) in großen Mengen angehäuft wurde.

Im Hinblick auf die Kritik des Analysten Qiao Wang hat sich der Vermögensverwaltung allerdings nicht geäußert. Demnach bleibt es nach wie vor unklar, wie Greyscale in den kommenden Monaten oder gar Jahren zu einer kurzfristigen Auszahlungsmöglichkeit steht.

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