KSV in Österreich – Bonität in Österreich – Prüfung der Kreditwürdigkeit

Alle Informationen über die Bonität beim Kreditschutzverband (KSV) in Österreich finden Sie hier:

Was ist die Bonität?

Die Bonität bezeichnet die finanzielle Zuverlässigkeit eines Unternehmens oder einer Person. Sie ist vor allem für Finanz- oder Kreditinstitute und Banken wichtig, um die Kreditwürdigkeit vor der Vergabe zu überprüfen. Eine Bonitätsprüfung soll die Zahlungsfähigkeit des Kreditnehmers überprüfen und dient daher als Sicherheit für den Kreditgeber.

Die Bonitätsprüfung bezeichnet die Prüfung der Zahlungsfähigkeit und Kreditwürdigkeit eines Vertragspartners vor dem Abschluss eines Vertrages. Dabei unterscheiden sich, die Prüfung der Kreditwürdigkeit oder im Aktienhandel, die Durchführung eines Ratings. An der Börse werden das Emittentenrating und das Emissionsrating unterschieden.

Begriffserklärung

Der Begriff Bonität entstammt dem lateinischen Wort „bonitas“ und steht für „Vortrefflichkeit“. Es ist die Fähigkeit einer natürlichen Person, eines Unternehmens oder eines Staates, aufgenommene Schulden zurückzuzahlen. Ien Bezug auf Wertpapieremittenten handelt es sich um die Möglichkeit, die Emission plus die Zinsen zu tilgen. Die Bonität trifft damit Aussagen über die Fähigkeit eines Kreditnehmers, aufgenommen Schulden zurückzuzahlen.

Wichtig: Vor einem Kredit steht die Bonitätsprüfung via KSV

 

Die Kreditvergabe

In Österreich ist die Kreditvergabe an den Kreditschutzverband (KSV) gekoppelt. Wer ohne negativen KSV-Eintrag einen Kredit beantragt, hat Chancen einen Kredit zu bekommen. Wer allerdings einen negativen Eintrag nachweisen muss, hat kein Glück. Der KSV führt deshalb Überprüfungen für Gläubiger durch.

Mit einer positiven Bonitätsprüfung besteht die Möglichkeit, trotz negativem Eintrag einen Kredit zu erhalten. Der negative Eintrag findet sich, wenn ein Kreditnehmer seine bisherigen Schulden nicht beglichen hat. Für Kreditnehmer ist deshalb der Begriff der Bonität eine Möglichkeit, sich trotz dessen finanzieren zu lassen. Die Kreditinstitute aus der Schweiz sind oft Gläubiger, die auch ohne Einträge beim Kreditschutzverband Darlehen oder Kredite vergeben.

Was ist bei der Überprüfung zu beachten?

Bonitätsprüfungen können von Unternehmen in Auftrag gegeben werden, die Lieferantenkredite vergeben oder von Kredit- oder Finanzinstituten. Bonitätsprüfung bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Bonität auch während der Vertragslaufzeit geprüft und festgestellt wird.

Damit behält der Kreditgeber im Auge, ob und wie sich das Risiko des Zahlungsausfalls verschärft oder entspannt. Ergibt sich bei der Prüfung ein negatives Ergebnis, leitet der Kreditgeber entsprechende Schritte ein.

Tipp: Selbst vorab KSV Auskunft einholen

Voraussetzungen

Bei der Bonitätsprüfung spielen insbesondere Kreditfähigkeit und Kreditwürdigkeit eine Rolle. Die Kreditfähigkeit gibt an, ob der Kreditnehmer Forderungen erfüllen und innerhalb der vorgegebenen Zeit den Kredit tilgen kann.

Die Kreditwürdigkeit sagt aus, ob die wirtschaftlichen und persönlichen Verhältnisse den Kreditnehmer als würdig des Kredites ausweisen. Analysiert werden gesamt- und branchenspezifische Aspekte und Bedingungen bezüglich des Risikos eines eventuellen Zahlungsausfalls. Die Kriterien der Bonitätsprüfung sind qualitativer und quantitativer Natur. Integrität, Marktchancen und Vorhaben spielen ebenso eine Rolle, wie Einkommenshöhe und Ertragskraft des zukünftigen Unternehmens.

Kriterien

Ohne eine Überprüfung der Bonität bekommt der zukünftige Kreditnehmer keinen Kredit. Je nach Bonitätskriterien fällt auch das Ergebnis der Bonitätsprüfung aus. Die Bonitätseinstufung bestimmt die Zinsaufschläge für den Kredit. Je positiver die Prüfung ausfällt, desto niedriger sind die Kreditzinsen.

Kriterien für Privatpersonen:

  • Einkommenshöhe
  • Angestelltenverhältnis: Ist er Beamter oder leitender Angestellter?
  • Arbeitgeber
  • Wohnsitz
  • Einträge bei Bonitätsunternehmen
  • Haushaltsbuch
  • Vermögen
  • Familienstand
  • bestehende Kredite und Bürgschaften

Kriterien für Unternehmen:

  • Bankauskünfte
  • Auskünfte von Wirtschaftsauskunfteien
  • Rechtsform
  • Unternehmenssatzung
  • Jahresabschluss
  • Eigenkapitalquote
  • Cash-Flow
  • Gewinn- und Verlustsituation
  • Managementqualität
  • Unternehmensplanung
  • Investitionspolitik
  • Vermögens- und Schuldenniveau

Je nach Gewichtung durch den Gläubiger nehmen bestimmte Kriterien mehr oder weniger Einfluss auf das Ergebnis der Bonitätsprüfung.

Zu den Kriterien einer Bonitätsprüfung gehören die Zuverlässigkeit und die Zahlungswilligkeit des Kreditnehmers einerseits und die wirtschaftlichen Möglichkeiten Verbindlichkeiten zu tilgen, andererseits.

Je besser die Bonität desto mehr Kredit kann aufgenommen werden

Bei einer Bonitätsprüfung, zum Beispiel durch die KSV Österreich, werden die persönliche Kreditwürdigkeit ebenso kontrolliert, wie die persönliche Zuverlässigkeit und Zahlungswilligkeit. Dazu gehören berufliche und fachliche Qualifikation des Kreditnehmers. Vergangene, wirtschaftliche und voraussichtlich zukünftige wirtschaftliche Verhältnisse werden bei Unternehmen kontrolliert.

Ermitteln Rating-Agenturen die Bonität eines Gläubigers, liegt die Zielsetzung beim Verkauf dieser an die Gläubiger. Bei negativer Bonität wird kein Kredit gewährt. Sie ist ein Ausdruck für eine hohe Risikohöhe bezüglich einer Schuldenrückzahlung, weshalb Kreditgeber in dem Fall eine Kreditvergabe ablehnen. Für den Kreditgeber ist das Geschäft dann nicht mehr lukrativ.
Bonitätskriterien

In Bezug auf Privatpersonen gibt besonders die KSV Auskunft über die Bonität. Unter Wirtschaftsauskunft erhält man Informationen zur Wirtschaftslage.

Zu den Auskünften gehören, die Finanzlage mit dem Bonitätsindex, das Zahlungsverhalten des zukünftigen Kreditnehmers oder Auskünfte über die Branche. Dazu kommen Niederlassungen von Firmen, Beteiligungen, Immobilien, Bankverbindungen und Bilanzen, die in die Bonitätsprüfung miteinbezogen werden.

Negativkriterien

Negativkriterien weisen auf eine schlechte Bonität hin. Zu den Einflussdaten zählen unter anderem Alter und Wohnort. Diese Kriterien werden von den Positivdaten getrennt, die eine Bonitätsprüfung positiv beeinflussen.

Einstufungen

Für die Gläubiger wird durch die KSV Österreich bei Bonitätsprüfung der Kreditnehmer nach bestimmten Kriterien eingestuft. Da es keine einheitlichen Bonitätskriterien gibt, werden jeweils individuelle Kriterien entsprechend gut oder schlecht unterschiedlich gewichtet.

Die individuelle Bonität schlägt sich in der Einstufung durch Scores und Ratings nieder. Ratings können eine sehr gute Bonität belegen oder im schlechteren Fall, eine gerade noch tragbare Bonität. Diese gilt, wenn der Schuldner gerade noch für die Kreditvergabe geeignet ist.

Die Ratingstufen können zum Beispiel von AAA bis C- gehen. Demnach wird den Kreditnehmer eine statistische Ausfallwahrscheinlichkeit angegeben. Es gibt keine allgemein festgelegten Angaben für die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Kreditnehmers. Die Kriterien sind regelmäßigen Änderungen unterworfen, die sich in Kennzahlen ausdrücken. Die Kennzahlen beziehen Demografie, Makroökonomie, Finanzdaten und Zahlungserfahrungen mit ein.

Wichtig bei Schulden: Lassen Sie sich beraten!

Was tun, wenn die Bonität negativ ausfällt?

Im Fall einer negativen Bonitätsbescheinigung bleibt die Möglichkeit einen Kredit ohne Bonitätsprüfung zu erhalten. Kreditgeber sind beispielsweise Schweizer Banken. Die Kreditgeber informieren sich vorher allerdings, ob der Kreditnehmer regelmäßig seine Kreditraten gezahlt hat.

Weitere Informationen zur Kreditwürdigkeit und Bonität in Österreich findet man unter:

https://www.foerderportal.at/sofortkredit-vergleich-fuer-oesterreich/
http://diepresse.com/home/meingeld/verbraucher/642381/Schwarze-Listen_Sie-sind-leider-nicht-kreditwuerdig
https://www.sofortkredit-jetzt.at/ohne-bonitaetspruefung/
https://www.ksv.at/bonitaetspruefung

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