Kunde zahlt nicht – Mahnung, Inkasso, Ablauf/Anleitung, Kosten, Anbieter & Möglichkeiten, Inkassobüro

Betrachtet man das Bruttosozialprodukt (BIP) und die Arbeitslosigkeit, so zählt Österreich zu den wohlhabendsten Ländern Europas. Viele Menschen wissen jedoch nicht, dass Österreicher schlechte Bezieher sind.

Lesen Sie in diesem Artikel, wie das Lastschriftverfahren Österreich funktioniert, und erfahren Sie, wie Ihre Forderungen in Österreich schnell und entschlossen eingetrieben werden.

Österreich ist in neun Bundesländer aufgeteilt, die mit den anderen Staaten eine Union bilden. In Übereinstimmung mit der österreichischen Verfassung haben diese neun Bundesländer ein eigenes Recht, das neben dem Bundesrecht (Verfassungsrecht) besteht.

Inkasso in Österreich – Ablauf

Außergerichtliche Sammlung in Österreich (Inkassobeauftragung oder Vorgerichtliche Forderungsverfolgung)

Um die Zahlungschancen zu optimieren, starten Inkassounternehmen ihre Strategiekollektion in Österreich vorzugsweise mit der außergerichtlichen Phase. Diese Phase beginnt in den meisten Fällen mit einer individuellen Fristsetzung. Darüber hinaus suchen sie häufig Kontakt zu dem Schuldner.

Dies geschieht unter anderem durch Ladung per Post, per E-Mail, SMS und Telefon. Es wird alles versucht, um Ihren Anspruch wiederzugewinnen.

Während der außergerichtlichen Phase haben Sie Zugriff auf alles, damit Sie den Fall verfolgen. Dies ist ein exklusives Benutzerrecht. Nur Sie haben Zugang.

In bestimmten Situationen ist es auch möglich, mit dem Gerichtsverfahren die Lastschrift Österreich zu beginnen.

Quelle: https://www.akv.at/inkasso/inkasso-inland

Wie ist der Ablauf des österreichischen Zahlungsauftrags (Mahnverfahren) – mahnungen

Das Mahnverfahren kann auf Forderungen bis zu 75.000 € angewandt werden. Mit diesem Verfahren kann eine bedingte Zahlungsanweisung (Stipulator Zahlungsbefehl) eingeholt werden, ohne dass hierfür ein substanzielles Verfahren eingeleitet werden muss.

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Wichtig: Rechtzeitig ihre Forderungen mahnen und bei Bedarf an ein Inkasso Unternehmen in Österreich übergeben!
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Dies sorgt für schnelle Klarheit.

Die Zahlungsanweisung wird dann an Ihren Schuldner zugestellt, dem eine Frist von 14 Tagen für die Zahlung von Kapital und Zinsen und Kosten eingeräumt wird.

Ihr Schuldner kann sich auch für eine Einspruch erheben entscheiden. In Fällen, in denen das Bezirksgericht zuständig ist, kann Ihr Schuldner dies selbst ohne Einschaltung eines Anwalts tun.

Ihr Schuldner muss sich innerhalb von vier Wochen verteidigen. Die Erfahrung zeigt, dass sich nur wenige österreichische Schuldner verteidigen, da die Gefahr besteht, dass die Schuldner sonst vom Gericht zur Zahlung der Verfahrenskosten verurteilt werden.

Wenn Ihr Schuldner eine Verteidigung macht, wird das Verfahren gemäß den Regeln des unteren Verfahrens fortgesetzt (siehe unten). Wenn Ihr Schuldner jedoch nicht oder zu spät reagiert, wird die Anordnung rechtskräftig. Dies bedeutet, dass der Gerichtsvollzieher Ihre Forderung auf der Grundlage einer Vollstreckbarerklärung, die der Rechtsanwalt in Österreich abholt, mit Pfändung einziehen kann.

Das normale Verfahren

Dieses Verfahren wird auch als reguläres Verfahren bezeichnet und gilt für Ansprüche von mehr als 75.000 €. Die untere Prozedur kann zu zwei Zeitpunkten gestartet werden.

  • 1. unmittelbar nach der außergerichtlichen Phase;
  • 2. Wenn Ihr Schuldner das Verfahren des Mahnverfahrens (wie oben erläutert) anfechtet. Das Verfahren wird dann gemäß den Regeln des Basisverfahrens fortgesetzt.

In der Regel werden die grundlegenden Verfahren schriftlich durchgeführt. In einigen Fällen lädt der Richter die Parteien im Gerichtssaal ein, um den Fall zu erläutern. Der Richter trifft dann eine Entscheidung und informiert die Parteien entsprechend.

Quelle: https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/101/Seite.1010321.html

Europäischer Zahlungsauftrag

Das europäische Mahnverfahren ist ein Verfahren für nicht umstrittene grenzüberschreitende Forderungen. Haben Sie einen unbestrittenen Anspruch?

Dann kann dieses Verfahren eine Lösung bieten. Im Rahmen des Europäischen Mahnverfahrens kann eine unbestrittene Forderung in allen EU-Mitgliedstaaten außer Dänemark schnell eingezogen werden.

Das Gericht kann dann einen europäischen Zahlungsbefehl an Ihren Schuldner senden. Ihr Schuldner hat dann 30 Tage Zeit, um zu antworten.

Wenn Ihr Schuldner nicht antwortet, können wir das Gericht dazu auffordern, die Zahlungsanweisung abzuschließen. Dieses Urteil wird in jedem EU-Mitgliedstaat akzeptiert.
Quelle: https://e-justice.europa.eu/content_order_for_payment_procedures-41-de.do

Warum funktioniert das System so gut?

In einem sogenannten Mahnverfahren oder einer österreichischen Petition wird beschrieben, wie hoch Ihr Anspruch ist und wer die Parteien sind.

Dieser Antrag wird an das zuständige Amtsgericht in Österreich gerichtet. Das zuständige Mahngericht übergibt dem Schuldner das vorgelegte Mahnverfahren. Der Schuldner erhält daraufhin eine gerichtliche Anordnung zur Zahlung: den Mahnbescheid. Gegen diese gerichtliche Mahnung kann der Schuldner innerhalb von zwei Wochen Klage erheben. Wenn er dies nicht tut, wird das Gericht einen Vollstreckungsbescheid ausstellen.

Der Vollstreckungsbescheid ist die Vollstreckungsanordnung, mit der eine Befestigung vorgenommen werden kann. Dieses Urteil wird auch dem Schuldner (vom Gericht) zugestellt. Wieder hat der Schuldner zwei Wochen Zeit, um sich zu widersetzen.

Zum Beispiel verläuft ein Gerichtsverfahren in Österreich im Vergleich zu anderen Ländern normalerweise relativ schnell.

Das österreichische Rechtssystem zeichnet sich durch sehr kurze Reaktionszeiten aus. Zu spät ist wirklich zu spät. Wenn sich ein Schuldner für die Verteidigung des Mahnbescheid entscheidet, muss er seine Verteidigung tatsächlich innerhalb von vier Wochen nach Zustellung dieses Mahnbescheid eingereicht haben. Wenn er dies nicht tut, wird der Richter sofort darauf hinweisen. Dies gilt auch, wenn der Schuldner keine rechtswidrige Handlung vornimmt, weil ein Rechtsanwalt dazu verpflichtet ist. Viele Schuldner weigern sich jedoch, Rechtsanwalt anzurufen, reagieren auf den Richter selbst und der Richter gibt seine gesamte Antwort ab.

Da das österreichische Gericht dem Schuldner die Kosten des Verfahrens auferlegen wird, wird ein österreichischer Schuldner zweimal überlegen, bevor er sich für eine Klage entscheidet. Wenn die Verteidigung unsinnig ist, wird der Schuldner beraubt.

Quelle: https://www.parlament.gv.at/PERK/BET/PET/

Die Rolle des Gerichtsvollzieher

Ein österreichischer Gerichtsvollzieher ist Beamter, kein Unternehmer. Er ist nur vor Ort zugelassen und erhält entgegen dem niederländischen Gerichtsvollzieher Weisungen vom Amtsgericht. Ein Gläubiger, der ein Urteil, zum Beispiel einen Vollstreckungsbescheid, durchführen möchte, muss dies durch das Amtsgericht genehmigen lassen.

Der Gerichtsvollzieher hat weitreichende Möglichkeiten, die Forderung tatsächlich einzuziehen. Es wird erwartet, dass der Schuldner vollständig kooperiert. Wenn er dies nicht tut, kann er in Gewahrsam genommen werden.

Quelle: https://www.schuldnerberatung-wien.at/beratung/Gerichtsvollzieher.html

Vermögensauskunft und eidesstattliche Versicherung

In Österreich verurteilte Schuldner sind zur Mitwirkung in einer sogenannten Vermögensauskunft verpflichtet. Darüber hinaus ist ein Schuldner verpflichtet, eine Erklärung über sein gesamtes Vermögen (Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen) abzugeben.

Der Gerichtsvollzieher weiß dann genau, wohin er greifen muss. Der Schuldner muss auch erklären, dass er eine Aussage über seine Fähigkeit zur Wahrheit und zum besten Ehren und Gewissen gemacht hat. Er ist verpflichtet, eine sogenannte eidesstattliche Versicherung zu unterschreiben. Durch Fälschen und / oder Nichterklären wird sichergestellt, dass der Gerichtsvollzieher den Schuldner als Geisel bei der Polizei halten kann. Ein Gläubiger kann einen Haftbefehl anordnen.

Quelle: https://www.schuldnerberatungen.org/vermoegensauskunft/, https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/99/Seite.990028.html

Veröffentlichung des Vermögensverzeichnisses: ein wirksames Rechtsmittel für die Sammlung von Österreich

Nachdem der Schuldner das Vermögensverzeichnisses hinterlegt hat, veröffentlicht der Gerichtsvollzieher den Bericht in einem zentralen und öffentlichen Register. Gläubiger können unter bestimmten Voraussetzungen eine Kopie der Registrierung verlangen.

Ein in Österreich niedergelassener Schuldner wird dies verhindern wollen und zahlt häufig noch schnell.

Quelle: https://www.jusline.at/gesetz/eo/paragraf/47

Verjährungsfristen

Verschreibung bedeutet, dass eine Forderung nicht mehr rechtskräftig ist. Verzweifeln Sie nicht, wenn Ihr Anspruch abgelaufen ist. Selbst alte Forderungen können noch eingelöst werden. Dies liegt daran, dass Ihr Schuldner Revision einlegen muss. Die Erfahrung zeigt, dass nur wenige Schuldner dies tun.

Die allgemeine Verjährungsfrist für Ansprüche in Österreich beträgt 30 Jahre.

Quelle: https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/99/Seite.991339.html, https://www.wko.at/service/wirtschaftsrecht-gewerberecht/Wichtige_zivilrechtliche_Haftungs-_und_Verjaehrungsfristen.html, https://www.jusline.at/gesetz/stgb/paragraf/57

Wie hoch dürfen die Inkassokosten in Österreich sein? – Inkassobüro

Die zulässigen Höchstsätze für Inkassokosten sind in der Inkassogebührenverordnung (BGBl. Nr. 141/1996) geregelt.

Vorteile an dem österreichischen System

  • Landesweite Abdeckung in ganz Österreich
  • Verfahren in deutscher oder englischer Sprache
  • Erfahrene Sammlungsspezialisten
  • Nahtlose Verbindung im Falle eines Gerichtsverfahrens
  • Zusammenarbeit mit lokalen österreichischen Inkasso-Anwälten
  • Fachinformationen und Klarheit vorab
  • Schnelle Bearbeitungszeiten sowie 24/7 Zugang über Online Portale
  • Das österreichische System steht für Qualität!

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