Lange Nacht der Forschung 2018/2019 in Österreich

Seit 2005 findet die “Lange Nacht der Forschung” in Österreich statt. Was einst als vergleichsweise kleines Projekt begann, ist inzwischen eine Veranstaltung in ganz Österreich.

Die Ausstellungen, welche 2018 am 13. April erfolgte, durfte 87.000 Besucher verzeichnen. Diese Besucherzahlen waren nicht nur ein Rekord, sondern sie zeigen ebenfalls, dass die Veranstaltung von den Österreichern neugierig angenommen wird.

Lange Nacht der Forschung 2018 in Österreich – Videos

>> Das war Die Lange Nacht der Forschung 2018 – Quelle: BMVITube Infothek

>> Lange Nacht der Forschung 2018 – Quelle: Wirtschaftsuniversität Wien

>> Lange Nacht der Forschung 2018 – Quelle: Ars Electronica

Durch die Unterstützung der Bundesministerien für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort wie auch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie wird das Projekt alle zwei Jahre auf die Beine gestellt. Ausführende Kräfte sind Universitäten, Fachhochschulen, forschende Institute und innovative Unternehmen.

LNF 2018 Copyright: langenachtderforschung.at

Für das Jahr 2018 wurden an 265 Standorten dieser Einrichtungen 11 Themenbereiche aufbereitet und einem breiten Publikum präsentiert. Komplexe Themen können somit direkt von Experten auf diesem Gebiet erklärt, demonstriert oder interaktiv erforscht werden. Weiterhin ist die “Lange Nacht der Forschung” keine gewinnorientierte Aktion, sondern bietet für Besucher einen freien Eintritt, da es sich durch staatliche Förderung finanziert.

Interesse wecken und informieren

Da die “Lange Nacht der Forschung” eine riesige Vielfalt an Thematiken bietet, ist die Ausstellung sehenswert für Kinder und Erwachsene, die sich für Wissenschaft in jeglicher Form begeistern können. Zudem bieten die einzelnen Stationen die Möglichkeit Kindern und Jugendlichen ein Gefühl für Wissenschaft und Technologie zu geben sowie ihnen einen Weg weisen zu können, welche Sachverhalte sie für ihren zukünftigen Werdegang ansprechen.

Auch Aktualität ist ein Anspruch an die Aktion. Dadurch dass aktuelle Forschungsstandpunkte und neuste Technologien für Nichtkundige bereitgestellt werden, kann man die beispiellose Option nutzen sich selbst an neuen Eindrücken zu bereichern.

Da das Niveau der vermittelten Inhalte von vorwissenschaftlichen Aspekten bis in die Spitzenforschung reicht, sind geeignete Inhalte für die jüngeren Besucher ausgewiesen. Dies bietet die Zusammenstellung eines Zeitplans im Voraus, da Öffnungszeiten aufgrund der Verfügbarkeit der Einrichtungen begrenzt sind.

Von Architektur bis Wirtschaft

Das Angebot an Ausstellungen erstreckte sich 2018 über Themengebiete wie Energie, Humanmedizin, Geisteswissenschaften, technische Wissenschaften sowie Land- und Forstwirtschaft um 5 der 11 Vertretenen zu nennen.

Hochburg der Stationen war Wien, wo etliche Einrichtungen ihre Türen für die Besucher öffneten. Unter anderem bot das Museum für anwandte Kunst und Gegenwartskunst eine Sammlung an künstlerischen asiatischen Objekten, sowie einen Themenbereich der Virtuellen Realität durch Frederick Baker. Einen einmaligen Einblick in wissenschaftliche Arbeit gab es im Vienna Biocenter, in dem man sich über die neuste Stammzellentechnologie informieren konnte. Spezieller wurde es im Haus der Mathematik, wo die Gäste spannende mathematische Phänomene diskutieren konnten und Zusammenhänge den Besuchern näher gebracht wurden.

Demgegenüber bekam man auch allerhand in weiteren Forschungszentren in Österreich gezeigt. Sehr attraktiv für Wissenschaft und Wirtschaft ist der historische Mondsee. Dieser ist nicht nur ein beliebtes Urlaubsziel und geschätzter Unternehmensstandort, sondern bietet auch für Limnologen eine Fläche für ihre Forschung.

In der “Langen Nacht der Forschung” hatten Besucher die Möglichkeit mit dem Boot auf den See hinauszufahren und mit einem Echolot den See von Innen zu erkunden. Weiterhin wurden an diesem Standort Problematiken des Heimatschutzes und Klimawandels behandelt.

Darüberhinaus gab es unterschiedliche Schwerpunkte in auserwählten Städten auszuforschen. In Eisenstadt konnten Besucher im Zentrum für Flugtechnik eine Vorführung von Drohnenflügen ansehen und bekamen im Nachhinein die Grundlagen dieser Flugtechnik vorgetragen. Interaktive Vogelkunde mit Basteln von Masken speziell spielerisch für Kinder gab es in Illmitz. Im Anschluss ab 20:00 Uhr konnten die Gäste heimische Nachtfalter beobachten.

Sehr interaktiv ging es in Pinkafeld zu. Dort stellte die Fachhochschule Burgenland GmbH das Themengebiet erneuerbare Energie dar. Dazu konnten Besucher selbst Energie erzeugen oder der Funktionsweise von Photovoltaikanlagen auf den Grund gehen.

Das Angebot der “Langen Nacht der Forschung” ist enorm und trifft jährlich auf viel Zustimmung. Da man auch im Jahre 2018 Gäste mit Wissenschaft und Wissen anregen konnte, dürfen sich Begeisterte auf eine 9. Auflage der Veranstaltung im Jahre 2020 freuen.

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