Laudamotion – Ultimatum an die Gewerkschaft vida – Zustimmung zum Kollektivvertrag gefordert

Der Streit zwischen dem Unternehmen Laudamotion und der Gewerkschaft geht weiter. Nun kommt es zu einem neuen Ultimatum vom Unternehmen Laudamotion (Ryanair-Tochter) an die Gewerkschaft vida. Das Thema ist hierbei ein billigerer Kollektivvertrag sowie die Zustimmung dazu durch die Gewerkschaft. Das zentrale Thema bzw. einer der wichtigsten Streitpunkte ist der Erhalt der Basis in Wien.

Eine aktuelle Stellungnahme von Laudamotion gibt es aktuell nicht, allerdings gab es von der Plattform Aviation Net die Information, dass die Basis in Wien fortgeführt wird, wen eine Unterschrift durch vida beim neuen Kollektivvertrag erfolge.

Wir informieren zum aktuellen Stand der Verhandlung, dem Ultimatium von Laudamotion sowie zum möglichen Erhalt der Basis in Wien bzw. der Schließung der Laudamotion Basis in Wien am 29. Mai 2020 wie bisher geplant.

Neues Ultimatum von Laudamotion im Überblick

  • Das angebotene Gehalt für einen Junio-Flugbegleiter liegt im neuen Laudamotion Kollektivvertrag (KV) bei 14.400 € brutto im Jahr, das wären umgerechnet 1.020 netto im Monat. Hinzu kommen noch unter anderem Provisionen und Zahlungen pro geleisteter Flugstunde.
  • Die Gewerkschaft vida sei zwar zu Gesprächen und Verhandlungen bereit, sie möchte jedoch die “Einstiegslöhne unter der Mindestsicherung in Wien” nicht bekanntgeben.
  • Sollte die Basis in Wien wie geplant geschlossen werden, würde dies 300 Mitarbeiter betreffen.

Standpunkt der Wirtschaftskammer & Vida

  • “Das Nettogehaltsniveau des garantierten Grundgehalts liegt unter der Mindestsicherung und selbst unter der Einrechnung der variablen Zulage pro Flugstunde liegt dieses immer noch unter der Armutsgrenze. Solche Regelungen sind inakzeptabel und der österreichischen Sozialpartnerschaft unwürdig. Die Vorlage eines solchen von der Wirtschaftskammer unterschriebenen Kollektivvertrags mit der Botschaft, dass die Gewerkschaft diesem zustimmen müsse – da sonst hunderte Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen gekündigt werden – ist eine Erpressung, die es bisher in der österreichischen Sozialpartnerschaft nicht gegeben hat und wohl eine der schwärzesten Stunden unseres Zusammenwirkens darstellt”, heißt es.
  • Die Wirtschaftskammer solle an den Verhandlungstisch zurückkehren, um gemeinsam mit der Gewerkschaft einen “rechtskonformen Kollektivvertrag mit Gehältern, von denen man leben kann”, zu schaffen.

Es bleibt abzuwarten, ob die Laudamotion die Basis in Wien wie geplant am 29. Mai schließt, oder es doch noch zu weiteren Verhandlungen oder einer Zustimmung von vida zum vom Laudamotion vorgelegten Kollektivvertrag kommt.

Ein “Last-Minute Kompromiss” zum Erhalt der Arbeitsplätze sowie der Basis in Wien wäre durch eine gemeinsame Lösung von Sozialpartnern, Lauda-Mitarbeitern sowie Laudamotion Geschäfsführung möglich.

Quelle und Infos:

https://www.austrianaviation.net/detail/lauda-geschaeftsfuehrung-stellt-wien-fortfuehrung-in-aussicht/

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