Leasingübernahme in Österreich – Wie funktioniert das?

Leasingfahrzeuge sind in Österreich sehr beliebt und werden sehr gerne von Firmen genutzt. In der Regel werden die Leasingfahrzeuge über einen Zeitraum von 2 bis 5 Jahren genutzt. Die Dauer und auch der Umfang der Nutzung werden durch einen Leasingvertrag definiert.

In der Regel kann im Anschluss überlegt werden, ob das Fahrzeug übernommen wird, oder ob es zurückgegeben wird.
Ebenfalls besteht die Option, dass im Rahmen einer Leasingübernahme ein Leasingvertrag übernommen wird. Grundsätzlich ist dies interessant, da in der Regel keine Anzahlung geleistet werden muss.

Das bedeutet konkret, dass ein bereits bestehender Vertrag übernommen wird und zwar inklusive der Leasingrate und inklusive des entsprechenden Fahrzeuges. Der Leasingnehmer übernimmt den kompletten Leasingvertrag vom vorherigen Vertragsnehmer inklusive aller Details und Konditionen. Hinzu kommt, dass er natürlich auch das Fahrzeug übernimmt.

Wann ist eine Leasingübernahme möglich und wie kommt es dazu?

Wichtig auch bei einer Leasingübernahme: Konditionen genau prüfen

In der Regel werden Leasingverträge nicht weitergegeben, bzw. nicht übernommen. Der Normalfall sieht vor, dass ein Leasingvertrag aufgesetzt wird und dieser Vertrag bis zum Ende der Laufzeit gezahlt wird.
Im Anschluss kann der Leasingnehmer entscheiden, ob er das Fahrzeug übernimmt, oder ob er es zurück gibt und damit den Leasingertrag komplett erfüllt. Grundsätzlich ist anzumerken, dass der Leasingvertrag auch einer Langzeitmiete gleicht, in welcher das Fahrzeug genutzt werden kann.

  • Leasingverträge können nicht mehr bezahlt werden
  • Firmen können die Verträge nicht mehr gebrauchen, da sie z.B. nicht passend aufgesetzt wurden

Zu einer Leasingübernahme kommt es in der Regel vor allem dann, wenn ein Leasingnehmer seinen Vertrag nicht mehr erfüllen kann, oder sich z.B. die Rahmenbedingungen geändert haben. In vielen Fällen ist es möglich, dass z.B. eine Firma Insolvenz anmeldet, oder z.B. der Fuhrpark drastisch reduziert werden muss, um Kosten zu sparen.

Sollte dies der Fall sein, so bietet es sich an, den Leasingvertrag an eine andere Person zu übergeben, welche diesen inklusive des Fahrzeuges übernimmt. Die Leasingbank unterstützt dieses Vorhaben in der Regel, da sie ein großes Interesse daran hat, dass der komplette Vertrag erfüllt wird.

Welche Vorteile ergeben sich bei einer Übernahme eines Leasingvertrages?

Es ist zu erwähnen, dass bei einem Leasingvertrag gleich mehrere Parteien profitieren können, wenn dieser übernommen wird. Das bedeutet konkret, dass zum Beispiel der Leasingnehmer, der den Vertrag ursprünglich aufgesetzt hat, davon profitiert, dass dieser weitergeführt wird und er keine Probleme bekommt. Hinzu kommt die Bank, die ein großes Interesse daran hat, dass der Vertrag fortgeführt wird.

  • Der alte Vertragspartner kann aus dem Vertrag aussteigen
  • Die Bank erhält eine Fortführung des Vertrages
  • Der neue Vertragspartner erhält einen kurzen Leasingvertrag und muss keine Anzahlung leisten

Der neue Vertragspartner profitiert davon, dass er einen Leasingvertrag über eine deutlich kürzere Laufzeit vereinbart hat. Das bedeutet konkret, dass nur noch die Restlaufzeit des Vertrages gezahlt werden muss. Ebenfalls zu erwähnen ist, dass keine Anzahlung geleistet werden muss, so wie es beim Aufsetzen des Vertrages der Fall ist.

Welche Nachteile ergeben sich durch die Übernahme eines Leasingvertrages?

Es gibt eine Reihe an Nachteilen, die natürlich auch beleuchtet werden müssen, wenn ein Leasingvertrag aufgesetzt wird.

Grundsätzlich ist zu erwähnen, dass ein Fahrzeug natürlich nicht individuell konfiguriert werden kann. Das bedeutet, dass z.B. vor der Übernahme darauf geachtet werden muss, dass alles genau so bestellt wurde, wie man es auch haben möchte.

Wer einen Firmenwagen über einen Leasingvertrag nutzen möchte und damit viel im Ausland unterwegs ist, braucht zum Beispiel ein Navi. Grundsätzlich ist bei der Ausstattung genau zu prüfen, was angeboten wird und wie diese aussieht. Nur wenn hier alle Merkmale genau so sind, wie man sie haben möchte, ist es zu empfehlen, einen entsprechenden Vertrag auch zu übernehmen.

Auch was die Konditionen im Vertrag angeht, ist genau zu prüfen, ob diese entsprechend passend gemacht wurden. Das bedeutet konkret, dass die Leasing Laufzeit passen sollte und auch die Kosten sowie die Kilometer, die laut Vertrag möglich sind, passend gewählt werden sollten.

Die Kilometerleistung ist ein besonders wichtiger Punkt, denn wenn diese nicht passend aufgesetzt wurde bedeutet dies in vielen Fällen, dass erhebliche Mehrkosten entstehen. Das bedeutet konkret, dass für jeden Kilometer, der über den Vertrag hinaus gefahren wird, zusätzliche Kosten entstehen, die beglichen werden müssen.

Was habe ich bei einer Leasingübernahme in Österreich zu beachten?

Wer in Österreich eine Leasingübernahme vollziehen möchte, der sollte in jedem Fall auf die richtige Dokumentation achten. Ebenfalls ist es wichtig, dass das Fahrzeug natürlich geprüft wird. Hierzu ist es zu empfehlen, dass ein externer Gutachter beauftragt wird, der unabhängig ein entsprechendes Gutachten über das Fahrzeug erstellt. Schäden und auch optische Mängel müssen hier in jedem Fall unter die Lupe genommen werden.

Ferner ist ein Übergabeprotokoll anzufertigen, welches in jedem Fall auch sehr wichtig ist, um z.B. den Zustand des Fahrzeuges zu dokumentieren. Wenn sich alle Parteien unter dem Strich einig sind, ist es durchaus möglich, dass die komplette Leasingübernahme vollzogen wird.

Wie lange werden Fahrzeuge beim Leasing eingesetzt?

In den meisten Fällen werden Leasingverträge über eine Laufzeit von etwa 2 bis 5 Jahren aufgesetzt. Das liegt daran, dass die entsprechenden Fahrzeuge in diesem Zeitraum als neu bis neuwertig gelten und auch kaum bis keine Reparaturen zu erwarten sind. Wer mit einem Fahrzeug viel unterwegs ist und auch Kunden besucht, sollte darauf achten, dass der Wagen entsprechend repräsentativ ist und einen entsprechenden Eindruck beim Kunden hinterlässt.

Dies führt dazu, dass immer recht neue Leasingfahrzeuge genutzt werden, wenn es darum geht, dass Kunden besucht werden. Wer ein Leasingfahrzeug nutzt, wird meist große Strecken damit zurück legen. Viele Unternehmen, die ihren Sitz in Österreich haben, fahren z.B. mit den Fahrzeugen nach Deutschland, weil eine große Anzahl der Kunden in Deutschland ansässig ist. Für solche Fahrten und für den Besuch von Messen, Seminaren und anderen Dingen werden entsprechende Fahrzeuge in jedem Fall häufig eingesetzt.

So kommt es nicht gerade selten dazu, dass ein Leasing Fahrzeug im Laufe seines Lebens schnell über 100 tkm oder sogar über 200 tkm nach wenigen Jahren gelaufen hat. Viele Leasingfahrzeuge werden gepflegt, da sie z.B. alle Service Termine und Inspektionen durchlaufen. Dies führt dazu, dass die Fahrzeuge meist viele Kilometer gelaufen haben, jedoch ohne Probleme noch deutlich länger gefahren werden können.

Auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt werden Leasingfahrzeuge meist ohne Probleme verkauft. Bedingt durch die hohe Laufleistung sind sie meist etwas günstiger, als es bei Gebrauchtwagen der Fall ist, die von privat verkauft werden. Somit ist es in jedem Fall zu empfehlen, sich auch Leasingfahrzeuge anzuschauen, wenn ein neues gebrauchtes Auto gekauft werden soll, was dann auch nicht zu teuer sein darf.

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