Lebenslanges Lernen in Österreich – Vorteile, Anbieter, Ausbildungen

Bereits seit den 60er Jahren gibt es das Konzept des lebenslangen Lernens. Hiermit ist gemeint, dass ein Mensch sich nicht nur in seiner Kindheit und Jugend Wissen aneignen soll, sondern dieser Prozess soll bis ins hohe Alter stattfinden.

Viele Studien haben ergeben, dass zwar gewisse Lernleistungen im Laufe des Lebens abnehmen, doch insgesamt ist der menschliche Körper auch im hohen Alter dazu in der Lage, neues Wissen zu entdecken und aufzunehmen. Diese Thematik wurde auch lange in der Politik diskutiert.

Wichtig: Nicht nur um Studium lernen, sonderne in Leben lang

Gerade vor dem Hintergrund, dass es in vielen Berufen mittlerweile nicht mehr ausreicht, dass einfach nur einmal ein Studium abgeschlossen wird, rückt dieses Lernen immer mehr in den Fokus der Wirtschaftswelt.

Verschiedene Zusatzangebote und Schulungen sollen dafür sorgen, dass die Mitarbeiter ihr ganzes Leben über neue Dinge lernen können. So kann das Erlernen neuer Computerprogramme im Vordergrund stehen. Eventuell gibt es auch gerade ein neues Gerät für die Fabrik, welches mit Hilfe einer Schulung näher erkundet werden soll. Es gibt mittlerweile ein riesiges Angebot an unterschiedlichen Programmen von privaten und öffentlichen Einrichtungen, sodass jeder Mensch von diesem lebenslangen Lernen profitieren kann.

Neue Erkenntnisse sorgen für mehr beruflichen Erfolg

Schon vor vielen Jahrzehnten war der Wirtschaft klar, dass sich die Ausübung von Berufen stetig verändern wird. Gab es damals noch alle paar Jahre neue Geräte, kommen heute fast wöchentliche neue Errungenschaften auf den Markt. Diese sollen dabei helfen, dass die Produktivität erhöht werden kann. Es ist dabei jedoch wichtig, dass die Arbeiter überhaupt erst verstehen, wie die neuen Geräte funktionieren.

Vielleicht gibt es jedoch auch gerade neue Erkenntnisse aus der Forschung und verschiedenen Wissenschaftler benötigen dieses Wissen. Mit Hilfe einer Schulung oder einer Weiterbildung können sie sich dieses Wissen aneignen. Dies führt dazu, dass sie noch produktiver werden und neue Ideen und Konzepte entwickeln können. Natürlich bedeutet lebenslanges Lernen jedoch nicht, dass einfach nur für den Beruf gelernt wird.

Generell soll dieses Programm dabei helfen, dass sich Menschen immer weiterbilden können. Gerade in der modernen Zeit kann es auch im privaten Sektor wichtig sein, dass neues Wissen erworben wird. Besonders bei politischen Entscheidungen geht es darum, dass die Menschen diese verstehen, sich weiterbilden und anschließend dafür oder dagegen argumentieren können.

Das gesamte Leben ist auf Wissensaneignung ausgelegt

Für die Strategie “LLL:2020” wurden eine Reihe von Leitideen verfasst, die noch einmal aufzeigen, was mit dem lebenslangen Lernen überhaupt gemeint ist und ab wann dieses stattfinden sollte. Zunächst wird auf die Bildung im Vorschulbereich eingegangen.

Gerade in dieser Zeit werden die ersten Weichen für das lebenslange Lernen gestellt. Es ist demnach wichtig, dass es hierbei zu Chancengleichheiten kommt, denn ohne diese können nicht alle Kinder auf ein Bildungslevel gebracht werden. Ebenfalls wird hervorgehoben, dass die Menschen die Möglichkeit erhalten sollen, dass sie alle Anschlüsse nachmachen können. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass auch noch im hohen Alter ein Matura erreicht werden kann.

Es sollen auch alternative Übergangssysteme geschaffen werden, damit ein fließender Übergang zwischen dem Schulbereich und dem Berufsleben erreicht werden kann.

Nicht nur Menschen, die sich in einem Beschäftigungsverhältnis befinden, sollen am lebenslangen Lernen teilnehmen dürfen, sondern auch nach dem Berufsleben soll jede Person die Chance erhalten, sich weiterbilden zu können. All diese Punkte sollen im Laufe der nächsten Jahre realisiert werden, damit das Bildungsniveau innerhalb der Bevölkerung zunehmen kann.

Die richtigen Bildungsmaßnahmen nutzen

Bereits jetzt gibt es eine Reihe an Bildungsmaßnahmen, die dazu führen können, dass das Bildungsniveau auch noch im Erwachsenenalter erhöht werden kann. Viele Universitäten stellen hierfür verschiedene Programme und Kurse bereit. So können sich beispielsweise Gasthörer in die Vorlesungen der Universitäten einschreiben.

Sie müssen nicht selbst aktiver Student sein, sondern sie können aus einem breiten Angebot an unterschiedlichen Vorlesungen einige auswählen und diese dann besuchen. Ebenfalls bieten einige Hochschulen bereits Zertifikate an, die nach der Vorlesung erworben werden können.

Es gibt auch die Möglichkeit, an vergünstigten Sprachangeboten teilzunehmen, sodass auch noch im höheren Alter eine Sprache gelernt werden kann. Sehr beliebt sind ebenfalls Kurse der verschiedenen Volkshochschulen. Bei diesen erhalten Senioren und Berufstätige einen speziellen Rabatt. Hierdurch können sie günstige Kochkurse belegen oder sich rund um das Thema Energie weiterbilden.

Wer berufstätig ist, der erhält ebenfalls die Möglichkeit, an verschiedenen Schulungen teilnehmen zu können. Bei diesen können die Teilnehmer neues Wissen aus der Branche aufnehmen und dieses am Arbeitsplatz im Anschluss verwenden. Solche Fortbildungen gibt es häufig auch für Staatsdiener. So erhalten Lehrer in der Regel verschiedene Fortbildungen, die ihnen dabei helfen sollen, dass sie ihren Unterricht noch besser gestalten können.

Neues Wissen sorgt für mehr Selbstreflexion

In der heutigen Zeit ist es wichtig, dass in jedem Lebensalter neues Wissen generiert wird. Nur so können aktuelle Problematiken besser verstanden und Lösungen gefunden werden. Egal, ob es sich nun um die Bereiche Politik und Geschichte oder Umwelt und Natur handelt, es gibt immer wieder neue Probleme, denen sich die neue und alte Generation stellen muss.

Vor dem Hintergrund, dass auch die sozialen Medien für einen gesellschaftlichen Wandel gesorgt haben, müssen neue Problematiken immer wieder hinterfragt werden. Gerade im Alter ist es daher wichtig, dass auch auf den Umgang mit digitalen Medien geachtet wird.

Besonders Medienkompetenzen sind sehr wichtig, um sich mit anderen Menschen ordentlich austauschen zu können. Solche Kompetenzen führen ebenfalls dazu, dass die Betroffenen besser herausfiltern können, welche Dinge der Wahrheit entsprechen und welche nicht. Auch auf politischer Ebene lässt sich so um Netz gut diskutieren. Ebenfalls können ältere Menschen die Vorteile der digitalen Medien entdecken und für sich nutzen. Hierdurch sind sie nicht mehr abgehängt und können sozial voll am Leben teilnehmen.

Gegenwärtige und zukünftige Orte der Weiterbildung

In den Statistiken der KEBÖ kann genau nachgeschaut werden, welche Träger es aktuell bei der Erwachsenenbildung gibt. So gibt es dort beispielsweise den Ring Österreichischer Bildungswerke oder den Verband der Österreichischen Volkshochschulen. All diese Träger bieten eine Bandbreite an Weiterbildungsmöglichkeiten an, von denen profitiert werden kann.

Besonders im Bereich der beruflichen Weiterbildung werden viele Angebote von Menschen zwischen dem 24. und 65. Lebensjahr angenommen. Weniger hingegen werden solche Angebote von der Wohnbevölkerung in Anspruch genommen.

Auch in Zukunft sollen immer wieder neue Angebote im Bereich der Erwachsenenbildung stattfinden. Gerade in Hinblick auf die Industrie 4.0 ist es von zentraler Bedeutung, dass sich nicht nur die Arbeiter aus den verschiedenen Betrieben weiterbilden, sondern auch die Wohnbevölkerung an diesem Prozess teilnimmt. Es gibt daher auch immer häufiger digitale Lernangebote und Kurse, die absolviert werden können. Diese besitzen den großen Vorteil, dass sie auch von Zuhause aus erledigt werden können, sodass diese Form der Bildung tatsächlich alle Menschen erreicht.

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