Lehramtsstudium Bewegung und Sport in Österreich- Unterrichtsfach

Sowohl in der Grundschule, als auch in der freien Zeit von Berufstätigen sind Bewegung und Sport Themen, mit denen man sich unbedingt beschäftigen sollte.

Sie sorgen nicht nur für eine gute Kondition, grundlegende Ausdauer, Kraft und Muskelmasse, sondern haben auch nachweislich auf die eigene körperliche Gesundheit äußerst positive Auswirkungen.

Wer als Unterrichtender für die Gesundheit vieler Menschen aber mitverantwortlich sein, und sie auf ihrem Weg in ein sportliches Dasein aktiv unterstützen möchte, dem werden vorher ein paar Stolpersteine in den Weg gelegt: In erster Linie wäre da das Lehramtsstudium für Bewegung und Sport.

Doch um überhaupt einmal zu den Aufnahmeprüfungen für das Studium zugelassen zu werden – wobei noch nicht einmal gesagt ist, dass man diese auch besteht – ist eine Befähigung erforderlich: die Matura, eine Berufsreife- oder eine Studienberechtigungsprüfung.

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Anforderungen und Grundinformation

Das Lehramtsstudium kann in Österreich an den Universitäten Wien, Graz, Innsbruck und Salzburg studiert werden. An jeder Örtlichkeit beträgt die Studienzeit acht Semester, also vier Jahre, wobei eine Studiengebühr nur dann zu entrichten ist, wenn ordentliche Studierende ihre Studienzeit um mehr als zwei Semester überschreiten. Diese beträgt dann rund € 364,-. Das Lehramtsstudium Bewegung und Sport ist ein Bachelorstudium, mit anschließend freiwilligem Masterstudium.

Das Bachelorstudium ist eine Vorbildung zum Beruf und ermächtigt mit Abschluss (Bachelor of Education) zur Ausübung des selbigen. Dabei wird im Unterricht auf pädagogische Weise theoretisch sowie praktisch vorgegangen. Das Studium ist jedoch mit einem zweiten Unterrichtsfach zu kombinieren; diese einheitliche Regelung gilt für alle Lehramtsstudien in Österreich.

Die Voraussetzungen

Um in Österreich studieren zu können, muss der Anwärter bestimmte Voraussetzungen mit sich bringen.
Eine Matura – meist entweder parallel zum Gymnasium oder einer Lehre absolviert – ist in diesem Fall das absolute Optimum, da sie in jeder österreichischen Universität und in jeder Fachhochschule zu jedem Studium berechtigt. Eine Ausnahme stellen Privatuniversitäten dar.

Die Berufsreifeprüfung ist die beste Alternative zur Matura; prinzipiell hat man mit ihr die selben Berechtigungen, wie mit einer Matura. Der Unterschied ist jedoch jener, dass die Berufsreifeprüfung einen Fachgegenstand beinhaltet, der sich nach dem aktuell ausgeübten Beruf richtet. Das bedeutet: Berufsreifeprüfungen werden meist berufsbegleitend und privat absolviert, wenn nicht durch Glück durch das AMS oder ähnliche Einrichtungen gesponsert.

Die einfachste Variante ist eine Studienberechtigungsprüfung. Diese ist eine eingeschränkte Berechtigungsprüfung, vor deren Absolvierung man bereits wissen muss, was man studieren möchte. Besteht man die Prüfung, so erhält man die Berechtigung (nicht jedoch die Zulassung) zum Studium.

Bewegung und Sport – die Themeninhalte

Der gesamte Studienplan gliedert sich in verschiedene Abschnitte, beginnend mit einer grundlegenden Einführung, bishin zu praktischen Ausführungen.

Der erste Abschnitt beinhaltet das Inkrafttreten des aktuellen Studienplans sowie die gesetzlichen Gegebenheiten, gefolgt von Abschnitt Nummer zwei: jegliche Bestimmungen hinsichtlich Organisation und Administration (zB. Anmeldefristen, Anzahl der Studierenden, verpflichtende Prüfungen und Praktika, …).

Der dritte Punkt wird nun schon ein wenig interessanter, denn er beschreibt den Aufbau des Studiums, wie beispielsweise die Mindest- und die Maximaldauer, die einzelnen Abschnitte, Struktur, …). In Punkt vier wird dem Hauptteil des Studiums nachgegangen, welcher für die Möglichkeiten der Kombinationen einzelner Unterrichtsfächer von Bedeutung ist. Weiters findet man hier das Qualifikationsprofil, sowie die Mindeststundenanzahl einzelner Fächer, Lehrveranstaltungen und die Prüfungs(ver)ordnung.

Der fünfte, und somit der letzte Abschnitt gibt Auskünfte über die fachlich spezifischen Angelegenheiten.

Die Inhalte des Studiums selbst sind jedoch noch wesentlich detaillierter, als man im ersten Moment vielleicht vermuten mag.

Die einzelnen unterkategorisierten Fächer sind:

  • Sportmedizin
  • Bewegungswissenschaften
  • Trainingswissenschaften
  • Sportpädagogik
  • Theorie und Praxis einzelner Sportarten
  • die spezielle Methodenlehre
  • Förderung der Gesundheit und Prävention von Verletzungen
  • Krankheitsbilder sowie Trainingstherapien
  • Bachelorarbeit
  • eine Praxisarbeit außerhalb der Einrichtungsräumlichkeiten des Studienanbieters
  • Wahlfächer nach eigenem Entscheid

Das Studienziel

Das Bachelorstudium vermittelt die grundlegenden Fachkenntnisse über den Gegenstand der Sportwissenschaften; das Ziel kann jedoch nur mit entsprechender Disziplin und eigenständiger Erarbeitung der vorgegebenen Lernziele erreicht werden. Oberstes Ziel ist das erfolgreiche Bestehen der Abschlussprüfung, im Anschluss an die vorangegangenen Eignungsprüfungen.

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