Leihopa werden in Österreich- Verdienstmöglichkeiten & Voraussetzungen – Leihgroßeltern werden – Kinderbetreuung

Der Wunsch nach eigenen Kindern rückt zeitlich immer weiter nach hinten. Wer in späten Jahren Kinder zeugt, hat meist nicht mehr die Möglichkeit die Kinder mit den eigenen Großeltern aufwachsen zu lassen. Der Kinderwunsch wird der Karriere hintenangestellt.

Aufgrund der realen Altersstruktur ist auch ein Überschuss an Senioren zu erkennen. Die Senioren von heute fühlen sich fit und aktiv und möchten Ihr Leben dementsprechend gestalteten.

Warum also nicht Leihopa werden? Folgender Ratgeber zeigt alles was Sie darüber wissen sollten.

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Toll: Gemeinsame Zeit mit den Großeltern verbringen (oder mit einem Leihopa)
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Warum Leihopa werden?

Die Betätigung Leihopa wird in der Gesellschaft immer beliebter. Die Tätigkeit ist eine ideale Alternative zu üblichen Betreuungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Hunde- und Katzensitting.

Die Vielzahl alter Menschen hat keine eigenen Kinder und Enkel. Der Wunsch etwas an die jüngere Generation weiter zu geben ist dennoch sehr stark. Auch ein familiärer Anschluss ist für viele ältere Menschen erstrebenswert. Die Leihenkel profitieren ebenfalls von der Möglichkeit des Leihopas.

Was sind die Vorteile eines Leihopas?

Ein Leihopa profitiert während der Betreuung mehrfach, wie zum Beispiel

  • Verpflichtungen im Alltag
  • Verantwortung übernehmen
  • Fürsorge tragen
  • Ein Gefühl gebraucht zu werden

Viele Pensionsten in Österreich möchten jung und fit bleiben. Die junge Generation hilft Ihnen dabei sich weniger einsam zu fühlen und ein erfülltes Rentnerleben zu führen.

Auch die kognitive Leistung und die Integration in ein soziales Leben werden durch die Betreuung gefördert. Wer sich als alter Mensch nicht mehr gebraucht fühlt bekommt schnell körperliche und psychische Probleme. Die Patenschaft ist eine ideale Möglichkeit ein soziales Umfeld aufzubauen.

Kinder haben eine wichtige Anlaufstelle

Kinder erhalten durch die Betreuung Verständnis, Fürsorge und eine ständige Begleitung. Die Großeltern stehen oft mit Rat und Tat zur Seite. Die Lebenserfahrung hilft dabei gute Ratschläge zu erteilen.

Auch der Abstand zum gestressten Alltag hilft mit mehr Ruhe zur Seite zu stehen. So sind Oma und Opa die erste Anlaufstelle der Kinder, wenn es Herausforderungen und Probleme zu bewältigen gibt.

Aufgrund der Geborgenheit werden den Großeltern nicht selten Geheimnisse anvertraut. Sind mehrere Generationen an der Erziehung der Kinder beteiligt, wirkt sich dass positiv auf die Kinder aus. Der Kreis der Familie ist durch die komplette Familie geschlossen.

In der heutigen Arbeitswelt haben Eltern nur selten genügend Zeit für Ihre Kinder. Ein Leihopa stellt ein wichtiges Verbindungsstück zwischen Eltern und Kindern dar. Außerdem kann der Opa dabei helfen, eine geregelte Tagesstruktur zu schaffen.

Was sind die Aufgaben eines Leihopas?

Die jahrelange Erfahrung der Großeltern kann dabei helfen die Kinder ausreichend zu versorgen. Zu den gängigen Aufgaben zählen:

  • Zubereitung von Mahlzeiten
  • Mit den Kindern spielen
  • Hausarbeiten übernehmen
  • Unterstützung bei den Hausaufgaben
  • Kinder zur Schule begleiten

Dass entlastet nicht nur die Eltern sondern hilft den Großeltern auch kognitiv fit zu bleiben. Zudem stärkt das soziale Umfeld das Selbstbewusstsein der Rentner.

Eine wichtige Bezugsperson

Kinder brauchen neben den Eltern noch weitere Bezugspersonen. Ein Leihopa wird zum wahren Familienmitglied und kann den Eltern in Erziehungsfragen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Auch bei alltäglichen Problemen wie Auseinandersetzungen kann der Leihopa helfen. Großeltern sind bei den Kindern meist sehr beliebt. Da ist es nicht verwunderlich, dass eine zunehmende Nachfrage nach Leihgroßeltern besteht.

Kinder möchten gerne so viel Zeit wie möglich mit dem Leihopa verbringen. Sie genießen es einen zusätzlichen Ansprechpartner zu haben. So können die alltäglichen Probleme besser angegangen werden.

Nicht zu vergessen ist, dass die Kinder durch die Großeltern wichtige Erfahrungen mit älteren Menschen machen können. Sie verstehen, dass ältere Menschen ein wichtiger Teil der Gesellschaft sind denen Respekt gebührt und die nicht ausgeschlossen werden dürfen. Der Leihopa übernimmt somit eine maßgebliche soziale Aufgabe und einen wichtigen Teil in der Erziehung.

Wie kann ich Leihopa werden?

Wer Leihopa werden möchte kann beispielsweise einen Antrag bei der Caritas stellen. Auch die Diakonie gibt Auskunft über entsprechende Angebote. Eine weitere Möglichkeiten sind regionale Kleinanzeigen. Häufig werden hierüber Betreuer für die Kinder gesucht. Zudem ist die Arbeiterwohlfahrt eine häufige Vermittlungsstelle.

Wie viel verdient ein Leihopa?

Wie viel ein Leihopa verdient entscheiden die Familien flexibel. In der Regel erhält man ein Stundenlohn zwischen 10 und 15 Euro.

Das erste Treffen

Das erste Kennen Lernen sollte in jedem Fall ohne das Kind stattfinden. Leihopa und Eltern müssen Vertrauen ineinander finden und ein freundschaftliches Verhältnis entwickeln. Eine gewisse Grundsympathie muss unbedingt vorhanden sein. Schließlich geht es hier um ein zukünftiges Familienmitglied.

Das zweite Treffen sollte mit allen gemeinsam stattfinden. Erst wenn das erste gemeinsame Treffen gut verlaufen ist, sollten sich die Eltern langsam zurückziehen. Das Kind wird sich gerade in der Anfangszeit versuchen bei den Eltern zurück zu versichern, ob der Kontakt okay ist. Zu Beginn kann es helfen feste Opa-Tage einzuplanen. Dass hilft dem Leihopa die Treffen besser in den Alltag einplanen zu können.

Fazit: Ein Leihopa ist eine tolle Sache. Zum einen werden die kognitiven Fähigkeiten der Senioren trainiert zum anderen entsteht ein soziales Umfeld. Der Leihopa fühlt sich integriert und wertgeschätzt. Auch die Eltern und der Enkel profitieren. Sie knüpfen Vertrauen und werden im Alltag entlastet. Für die Enkel sind die Leih-Großeltern eine tolle Möglichkeit ihre Ängste und Sorgen loszuwerden.

Quellen und Tipps zum Thema Leihopa in Österreich

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