Forschung – Förderung – Mathematik: Edmund und Rosa Hlawka-Preis

Seit 1992 wird in allen geraden Jahren der Edmund und Rosa Hlawka-Preis für besondere Leistungen in der Zahlentheorie (genauer: Geometrie der Zahlen und zahlentheoretische Analysis) vergeben. Als Preisträger kommen nur österreichische Staatsbürger jünger als 45 Jahre in Frage. Der Preis ist mit 4000 Euro dotiert.

Vergabeverfahren

  • Das Vergabeverfahren ist mehrstufig. Zunächst können an einer österreichischen Forschungseinrichtung beschäftigte ProfessorInnen der Mathematik ihrer Meinung nach geeignete Kandidaten vorschlagen.
  • Der Bewerbung werden eine Zusammenfassung über die wissenschaftliche Karriere und Bedeutung des Kandidaten sowie seiner Forschungsleistung beigefügt.
  • Ebenso muss ein tabellarischer Lebenslauf, eine Publikationsliste und eine maximal dreiteilige Auswahl über die bedeutendsten Veröffentlichungen in einem Onlineformular hochgeladen werden.

Die Entscheidung über die Vergabe des Preises obliegt der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der ÖAW (Österreichische Akademie der Wissenschaften) und basiert auf dem Gutachten einer Vergabekommission, die aus anerkannten Fachkollegen besteht. Dabei handelt es sich um ein in der Wissenschaft und Forschung etabliertes Verfahren. Eine Selbstnominierung ist nicht möglich.

Edmund Hlawka

Edmund Hwlaka wurde im November 1916 in Bruck an der Mur geboren und studierte die Fächer Mathematik, Physik und Astronomie in Wien. Im Laufe seines Lebens wurde er an der dortigen TU Professor für mehrere Teilbereiche der Mathematik. Darüber hinaus führten ihn Gastprofessuren nach Princeton, Padadena, an die Sorbonne und an die ETH in Zürich.

Später wurde er mehrfach ausgezeichnet und trat der ÖAW als „wirkliches Mitglied“ bei. Seine fachlichen Schwerpunkte lagen dabei auf Diskreter Geometrie, der Geometrie der Zahlen und der Theorie zur Gleichverteilung. Darüber hinaus beschäftigte er sich auch mit den philosophischen und geschichtlichen Hintergründen der Mathematik.

Nach seinem Tod im Februar 200 wurde ein Teil seines Vermögens für den Edmund und Rosa Hwlaka-Preis gestiftet.

Sonstiges

Die Bewerbungsfrist ist für die Vergabe im Jahr 2020 bereits vorüber. Nominierungen sind demnach erst wieder für das Jahr 2022 möglich. Für Detailfragen wenden Sie sich an [email protected]

Webseite: https://stipendien.oeaw.ac.at/preise/naturwissenschaften/edmund-und-rosa-hlawka-preis-fuer-mathematik