Mediendesign Ausbildung in Österreich – Kosten, Dauer und Voraussetzungen – Mediengestalter, Grafikdesigner, Webdesign – Kurse

Zur heutigen Zeit stellen die Medien einen Großteil unserer Kommunikation dar.

Denn neben den bekannten „traditionellen“ Medien wie beispielsweise Film und Fernsehen sowie Zeitung spielen audiovisuelle Multimediaprodukte in den letzten Jahrzehnten eine immer größer werdende Rolle. Der Begriff „Multimedia“ ist dabei bezeichnend für unzählige Medien-Elemente, darunter Bild und Grafik, Schrift, Ton, Computer-Animationen, Video/Film sowie für viele weitere.

Mediendesign Ausbildung in Österreich – Webdesign, Kurse, Weiterbildung

Unter den modernen Medien versteht man entweder elektronisch bearbeitete oder auch elektronisch hergestellte Videos. Hinzu kommen computergesteuerte Präsentationsprogramme, multimedial kreierte Internet-Seiten sowie Multi-Media-Programme, die sich auf der CD-Rom befinden.

Den wohl wichtigsten Arbeitsbereich der Mediengestaltung nimmt die Werbung ein. Denn dort wird auf jede mögliche mediale Ebene Mediendesign angewendet.

In unserem Alltag kommen wir damit oftmals bewusst als auch unbewusst in Kontakt (z. B. Plakate, Werbeprospekte, Internet-Seiten, Radio-, Kino- sowie Fernsehwerbung, elektronische Leuchtreklame etc.).

Die Gestaltung als auch Herstellung von Medien wurde in den letzten Jahren zu einem stetig wachsenden sowie bedeutenderen Wirtschaftszweig. Die Beschäftigten werden dabei oft vor hohe Anforderungen gestellt, ob nun aus gestalterischer oder fachlicher Hinsicht.

Gemeinsam mit dem Lehrberuf „Medienfachfrau/-mann – Medientechnik“ bildet der Lehrberuf „Medienfachfrau/-mann – Mediendesign“ den zusammenfassenden Lehrberufs-Bereich der „Medienwirtschaft“.

Beide Lehrberufe weisen sehr starke Ähnlichkeiten auf, dennoch haben sie verschiedene Schwerpunkte: Medientechnik umfasst die technische Umsetzung sowie Produktion, während sich Mediendesign ausschließlich der Gestaltung bzw. dem Design widmet.

Wichtig: Genau zur Ausbildung und Möglichkeiten als Designer informieren!

Einblicke in die Welt einer Mediendesignerin/eines Mediendesigners

Medienfachleute für Mediendesign sind zum einen für die Planung sogenannter Mediengestaltungs-Projekte zuständig und konzipieren auf der anderen Seite zusätzlich Medienproduktionen. Während dieser Zeit betreuen und beraten sie den Kunden bzw. die Kundin bezüglich des geplanten Projektes. So erhalten Mediendesigner Vorlagen (beispielsweise Bilder, Texte, Video- und Tonaufnahmen etc.), die dann wiederum rechnergestützt umgesetzt werden.

Die für eine Multimedia- bzw. Medienproduktion vorgesehen Vorlage kann sowohl in „analoger“ Form (Grafiken, Fotos, Videos, Tonband-Aufzeichnungen, Text-Manuskripte etc.) als auch in digitalisierter Form (beispielsweise Klangdateien, Digitalfotografie) vorliegen.

Mediendesignern ist es möglich mit beiden Vorlagen umzugehen, denn sie können unter anderem analoge Formen in digitale Vorlagen umwandeln (beispielsweise mithilfe der sogenannten Scanner-Technik oder auch mittels spezieller Computerprogramme, die für die Digitalisierung von Videos vorgesehen sind).

Die Scanner dienen dabei der Bilddaten-Übernahme in die digitale Bildbearbeitung sowie -korrektur. In den meisten Fällen werden dann auch eigene Vorlagenmaterialien erstellt, sodass zum Beispiel Digital-Fotos aufgenommen werden. Des Weiteren fallen auch das Planen, Konzipieren sowie Produzieren von Videos in den Aufgabenbereich der Mediendesigner.

Mediendesigner verfügen darüber hinaus über enorme Kenntnisse des EDV-Bereiches. So kennen sie sich auch umfassend mit der Anwendung von Soft- und Hardware aus. Darüber hinaus können sie stets auf ihr Wissen der sogenannten Netzwerktechnik (Datenbanken, Internet) zurückgreifen.

Das Wort „Netzwerktechnik“ umfasst dabei zum einen die Verbindung einzelner Computer-Arbeitsplätze sowie Workstations im betriebsinternen Bereich (s.g. Intranet) und zum anderen das weltweite Computernetz bzw. das Internet (s.g. World Wide Web). Diese Netzwerke verbreiten heutzutage Unmengen von Informationen, die sich mit sämtlichen Wissens- und Lebensbereichen befassen. Immer mehr Wert wird bei Internet-Seiten (z. B. „Homepages“ oder s.g. „Sites“) auf eine übersichtliche, benutzerfreundliche und ansprechende Gestaltung gelegt, sodass sowohl Institutionen als auch Firmen diese für ihre Werbezwecke nutzen können.

Demzufolge ist das Gestalten der Internet-Seiten ein Arbeitsschwerpunkt der Mediendesigner. So verfügen sie außerdem über die notwendigen Kenntnisse über Textverarbeitungs- und Datenbank-, Bearbeitungs-, Layout-, Zeichen- und Grafikprogramme.

Während dreidimensionale Multimediaprodukte dann geplant und hergestellt werden, kommt es gleichzeitig zur Digitalisierung der Bild-, Text- sowie Tonsequenzen. Diese Elemente werden dann im sogenannten Medienprodukt verbunden. Mediendesigner planen während dieses Prozesses oftmals voraus, während sie gleichzeitig die Möglichkeiten bezüglich einer Mehrfachnutzung der Daten konzipieren.

Die Qualitätssicherung gehört bei Mediendesigner zu einem anderen wichtigen Arbeitsbereich. Dabei kommt es zur Beurteilung und Prüfung der Arbeitsergebnisse, vorbei es vor allem um die Einhaltung der Vorgaben geht. Das bedeutet, ob beispielsweise bestimmte Kundenwünsche erfüllt oder auch technische Standards eingehalten wurden wie zum Beispiel die Systemanforderungen der EDV-Programme und -Geräte.

Gegen Ende kommt der wohl wichtigste Part: die Produktpräsentation. Für eine professionelle Produktpräsentation erlernen Medienfachleute – Mediendesign bereits in der Ausbildung unterschiedliche Präsentationstechniken. Sollte es mal zur Klärung gestalterischer oder technischer Einzelheiten kommen kommt auch der richtige Umgang mit dem Kunden bzw. der Kundin hinzu.

Die gestellten Anforderungen im Bereich Mediendesign

  • Die Handgeschicklichkeit
    Zum einen ist es wichtig Geräte für die Medienproduktion und -gestaltung richtig Bedienen zu können. Bereits selbstverständlich sollte auch der Umgang mit der Computer-Maus sein, sodass Grafiken erstellt werden und Bildbearbeitungs- sowie Layoutprogramme bedient werden können.
  • Die Fingerfertigkeit
    Auch der Umgang mit der Computer-Tastatur ist sowohl während der Ausbildung als auch der Ausübung des Berufes wichtig.
  • Die Hand-Auge-Koordination
    Hierbei ist die Arbeit am Bildschirm gemeint, sowie das Arbeiten mit unterschiedlichen Zeichen- und Grafikprogrammen. Zusätzlich spielen auch Layout- und Bildbearbeitungsprogramme eine wichtige Rolle.
  • Das Sehvermögen
    Für die Qualitätskontrolle ist ein gutes Sehvermögen unabdingbar. Auch das korrekte Bearbeiten der grafischen Medienelemente ist nur mit einem guten Sehvermögen und dem Erkennen feinster Farbunterschiede machbar.
  • Das Hörvermögen
    Mediendesigner müssen in Medienprodukten oftmals auch Musik-, Klang- oder Sprachelemente erstellen sowie bearbeiten als auch überprüfen
  • Das technische Verständnis
    Dazu gehören zum einen die Medientechnik und zum anderen die Kommunikations-, Netz- und Computertechnik.
  • Das Organisationstalent
    Zur Planung und Durchführung der Medienprojekte, ist doch auch ein gewisses Organisationstalent gefragt.
  • Die Kontaktfähigkeit
    Beratung und Betreuung der Kundinnen und Kunden sind im Beruf des Mediendesigner gang und gäbe. Hinzu kommt auch die abschließende Präsentation der Medienprodukte.
  • Die Teamfähigkeit
    Zusammenarbeit spielt im Bereich des Mediendesigns ebenfalls eine überaus wichtige Rolle, da man oftmals mit anderen Computer- und auch Medienfachleuten im Team arbeitet.
  • Die Sprachfertigkeit
    Mündlich zählt hierzu die Beratung und Betreuung des Kunden, sowie die Präsentation der Medienprodukte. Auch sollte stets ein gewisses Fach-Vokabular angewendet werden, das gespickt ist mit englischen Fachausdrücken.
    Im schriftlichen Sinne sollte das Verfassen von Überschriften, Texten, Benutzerhinweisen etc. keine Probleme darstellen.
  • Das logisch-analytische Denken
    Hierzu gehören die Planung der Medienprodukte sowie die logische Vernetzung der Medienelemente (insbesondere im Hinblick auf Computermedien).
  • Die gestalterischen Fähigkeiten
    Nicht nur Medienprodukte werden von Mediendesignern gestaltet, sie erstellen und bearbeiten darüber hinaus auch Medienelemente (darunter: Tabellen, Grafiken, Fotos und Bilder, Textelemente, Videos).
  • Die Innovationsfähigkeit
    Während Mediendesigner stets neue Mediendesign-Möglichkeiten entwickeln kommt es gleichzeitig auch zur Berücksichtigung des bisherigen Standes bezüglich der technischen Möglichkeiten.
  • Die Selbstständigkeit
    Man muss, als Mediengestalter auch eigene Ideen im Zuge der Mediengestaltung selbst Entwickeln als auch Umsetzen können.
  • Die Lernfähigkeit
    Die Mediendesign-Branche ist schnelllebig, sodass man sich bei neuen Medienprojekten rasch umstellen muss und auch regelmäßig auf Fortbildungsseminare gehen sollte, um sich regelmäßig neu gewonnene Kenntnisse, ob nun im technischen oder gestalterischen Bereich, anzueignen.

Die Beschäftigungsmöglichkeiten

Mediengestalter in der Branche des Mediendesigns arbeiten entweder in Grafikstudios, Verlagen, Mediengestaltungsunternehmen oder in Werbeagenturen. Oftmals finden sich Mediendesigner auch in EDV-Unternehmen oder auch in Firmen der Druckvorlagen-Herstellung wieder. Viele Unternehmen beschäftigen Mediendesigner darüber hinaus in firmeninternen Werbeabteilungen.

Derzeitige Lehrstellensituation

Die letzten Jahre wiesen einen leichten Anstieg an der Zahl der Lehrlinge auf. Derzeit liegt diese Zahl im etwa dreistelligen Bereich.
Das Gehalt eines Mediendesigners

  • 1. Lehrjahr: etwa 600 Euro im Monat
  • 2. Lehrjahr: etwa 790 Euro im Monat
  • 3. Lehrjahr: etwa 940 Euro im Monat
  • 4. Lehrjahr: etwa 1250 Euro im Monat

Die Berufsaussichten im Bereich Mediendesign

Die Beschäftigungsmöglichkeiten zeigen sich immer Branchen-abhängig. So steigen beispielsweise die Arbeitsmarktchancen in Österreich in Werbeagenturen, während in der Medienbranche wiederum die Nachfrage an Mediendesignern eher abnimmt.

Medienfachleute, die ihren Schwerpunkt auf Mediendesign gelegt haben, können im Grunde mit guten Beschäftigungsaussichten rechnen. Grund dafür ist die konstante Nachfrage in Bezug auf elektronische und gedruckte Medienprodukte. Besitzt man dann noch gute Kenntnisse bei der Kundenbetreuung sowie -beratung und weist zusätzlich exzellente Präsentationsfähigkeiten vor, sind die Beschäftigungsaussichten so gut wie gesichert.

Die Weiterbildungsmöglichkeiten

Möglichkeiten zur Weiterbildung sind insbesondere im vom Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) und Berufsförderungsinstitut (bfi) bereitgestellten Kursangebot zu finden. So kann man beispielsweise seine Kenntnisse im Bereich der Computerprogramme oder Durckvorstufentechnik aufbessern.

Grundsätzlich sollten sich Mediendesigner außerdem mit gestalterischen Fragen auseinandersetzen, so kann man sich bereits mit einem Ausstellungsbesuch, dem Lesen von Fachbüchern oder -zeitschriften weiterbilden.

Doch auch Kurse die sich mit der englischen Sprache, der richtigen Präsentationstechnik befassen oder mehr in den kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Bereich gehen können zur Weiterbildung genutzt werden. In Österreich bieten vor allem private Bildungsinstitute Weiterbildungsmöglichkeiten für Mediendesigner an (beispielsweise Wien, TEAM WORK, SAE Wien).

Vom Karriereaufstieg bis zur Selbstständigkeit

Folgende Aufstiegsmöglichkeiten bieten sich Mediendesignern:

Position der Projektleiter/in
höhere Position im Firmen-Marketing oder im Bereich der Kundenbetreuung (hierbei sollte man beachten, dass in diesen Fällen oftmals auch eine längere Berufserfahrung kombiniert mit einer entsprechenden Weiterbildung notwendig ist)

Möglichkeiten zur Selbstständigkeit
Selbständige Berufsfelder für Mediendesigner bieten sich in den nun folgenden Gewerben an:

  • Werbeagentur
  • Werbegrafik-Designer/in
  • Multimedia-Agentur

In Österreich benötigt man für das freie Gewerbe keinen Befähigungsnachweis. Es ist ausschließlich ein Gang zur Gewerbebehörde zur Anmeldung des Gewerbes notwendig.

Was macht ein Multimedia Designer?

In diesem Berufsbild ist man als DesignerIn für die Gestaltung/Entwicklung sowie Umsetzung von multimedialen Anwendungen sowie Produkten im Einsatz. Die Kreativität sowie eigene Ideen sind im Bereich Multimedia Design wichtige Voraussetzungen.

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