Mistelbach: Bis zu 50.000 Euro Ärzteförderung & Primärversorgungseinheit geplant

Im Rahmen einer Förderung, um einen Kassenarzt dabei zu unterstützen, sich in der Stadt anzusiedeln, nimmt die Gemeinde Mistelbach bis zu 50.000 Euro Förderung in die Hand. Diese Förderung wurde nun in der aktuellen Gemeinderattssitzung am Montag beschlossen.

Im Rahmen einer Förderung, um einen Kassenarzt dabei zu unterstützen, sich in der Stadt anzusiedeln, nimmt die Gemeinde Mistelbach bis zu 50.000 Euro Förderung in die Hand. Diese Förderung wurde nun in der aktuellen Gemeinderattssitzung am Montag beschlossen.

Warten auf einen Arzt seit 1. Oktober

Da seit dem 1. Oktober eine Stelle für einen praktischen Kassenarzt nicht besetzt ist und die Nachfrage sich in Grenzen hält (die Ordination ist ohne Hausapotheke), möchte man nun mit einer Förderung für getätigte Investitionen bis zu einem Maximum von 50.000 Euro nun hier die Atrraktivität für ÄrztInnen für diese Kassenarzt Stelle erhöhen.

Weiters gibt es folgende zusätzliche Förderungsmöglichkeiten:

  • Rückerstattung der anfallenden Abgaben für die Gemeinde wie Kommunalabgaben, Kanalgebühr und Wassergebühren für fünf Jahre
  • Unterstützung mit einem Beratungs und Dienstleistungsscheck, einzulösen bei lokalen Steuerberatungen oder bei Unternehmensberatern for Ort.
  • Hilfe bei der Suche nach passenden Räumlichkeiten bei Gemeinde-Immobilien sowie am freien Markt

Die aktuellen Parteien der Stadtregierung in Mistelbach stehen geschlossenen hinter der Förderung und sind sich einig, dass dies eine sinnvolle Lösung ist.

Wer kann die Förderung in Anspruch nehmen?

  • Verfügbar für praktische Ärzte mit Kassenvertrag
  • Die Förderung ist eventuell auch in Zukunft sinnvoll, wenn weitere Ärzte in Pension gehen

Mistelbach setzt sich für Primärversorgungseinheit ein

Neben der beschlossenen Ärzteförderung für die Suche nach einem praktischen Kassenarzt wird an den Plänen für eine Primärversorungseinheit geplant. Man informiert sich nun zum Thema und möchte von anderen lernen, welche Fehler man vermeiden kann, so der Bürgermeister.

Was macht eine Primärversorungseinheit?

  • Ordinationen mit mindestens drei Kassenallgemeinmedizinern
  • Fixe Öffnungszeiten von Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr
  • Verwaltung durch einen Manager
  • Übernahme von Wundmanagement und Pflege durch diplomiertes Pflegepersonal
  • Physiotherapeuten und Sozialarbeiter sind ebenfalls integriert
  • Abrechnung über die Krankenkasse.
  • Der Vorteil ist, dass die Patienen einfach die Primärversorgungseinheit aufsuchen können.

Ausblick & Schwierigkeiten

Die Gemeinde darf gesetzlich Ärzte nicht direkt bei sich anstellen, dies muss über die PVE-Gesellschaft erfolgen. Der Zeithorizont bzw. Plan ist die Gründung der Gesellschaft bis 2021, danach möchte man über einen Standort nachdenken.