Mitarbeitergespräch in Österreich- Tipps,Vorbereitung und Fragen

Ein Mitarbeitergespräch wird oftmals einmal pro Jahr durchgeführt. Dieses Zusammentreffen zwischen dem Vorgesetzen und dem Mitarbeiter ist nicht immer einfach, aber eine passende Vorbereitung kann für Entspannung sorgen.

Bei dem Gespräch geht es darum, die Ansichten von beiden Seiten darzustellen. Dazu müssen beide Seiten ihre Fakten direkt ansprechen, sowohl positives, wie auch negatives, denn nur so kann für die Zukunft ein gemeinsames Ziel geschaffen werden.

Die Vorbereitung

Bei der Vorbereitung auf das Mitarbeitergespräch, kommt es für den Vorgesetzten vor allem auf eine genaue Zielsetzung an. Hierzu ist es sehr hilfreich den Ablauf von einer solchen Unterredung zu strukturieren.

Vor allem der Inhalt, wie auch die Struktur sind dabei entscheidend. Besonders Offenheit und ein genaues Gespür sind gefragt, um vom Mitarbeiter ein Feedback zu bekommen. Dazu ist es sehr hilfreich Eckpunkte für den Verlauf festzulegen. Zudem sollte der Zeitpunkt und Ort genau geplant werden.

Wichtig: Selbstsicheres Auftreten und eine gute Vorbereitung für das Mitarbeitergespräch

Eine Eingrenzung für das Gespräch hilft dabei, nicht vom eigentlichen Thema abzukommen. Müssen zu dem Gespräch spezielle Dokumente vorbereitet werden, sollten diese im Vorfeld genau recherchiert werden. Eine sorgfältige Vorbereitung kann den Gesprächsverlauf deutlich vereinfachen. Ein paar Notizen können während der Gesprächsrunde als eine Art Leitfaden dienen.

Gesprächsinhalte genau festlegen

Zu Beginn eines Mitarbeitergesprächs ist es wichtig eine lockere und gelöste Stimmung zu erzeugen, denn so wird die befragte Person deutlich entspannter. Außerdem wird dadurch die Kritikfähigkeit gestärkt, was für beiden Parteien gilt.

– Die eigentlichen Themengebiete sollte genau abgesteckt und eingegrenzt werden. Die Inhalte müssen dabei sachgezogen angesprochen und diskutiert werden. Zudem sollten unbedingt konkrete Maßnahmen beschlossen werden, denn diese sorgt für eine Steigerung der Motivation.
– Wie erfolgt die eigentliche Wahrnehmung? Da jeder Mensch eine andere Empfindung besitzt, sollten Gefühle genau ausgedrückt werden können, ohne dabei einen Angriff auf eine direkte Person zu starken. Denn dies könnte für eine Abschreckung sorgen.
– Ein Lob hören Mitarbeiter besonders gerne, doch es müssen auch Probleme angesprochen werden, denn nur so können Fehler für die Zukunft abgestellt werden, was sich positiv auf das Arbeitsklima auswirkt. Wichtig bei diesem Gespräch ist es, diese Probleme ganz offen anzusprechen, dabei auf keinen Fall übertreiben und mit etwas Fingerspitzengefühl agieren.
– Um für Fairness zu sorgen, sollten sich Kritik und Lob in etwa im Gleichgewicht haben. Dabei die positiven Aspekte zuerst auf den Tisch bringen und dann mögliche Fehler ansprechen. Wenn Kritik ausgeübt wird, sollte der Vorgesetzte auch gleich Anregungen oder passende Lösungen dazu liefern.

Worauf beim Gespräch achten?

Bei einem Gespräch unter vier Augen muss eine gewisse Transparenz hergestellt werden. Dazu ist es wichtig, dass der Vorgesetzte dem Mitarbeiter seine Einschätzung genau darstellt und begründen kann, denn dies ist für die Beurteilung sehr wichtig. Denn so ist der Mitarbeiter in der Lage dies nachzuvollziehen und das Urteil zu akzeptieren.

Besonders gefragt in einem solchen Gespräch ist die Sozialkompetenz, dazu gehört es auch über Ziele zu sprechen, welche vorwiegend auftragsbezogen sind. Besonders gefragt in Unternehmen ist die Kommunikationsfähigkeit untereinander. Der Mitarbeiter sollte während des Gespräches nicht den Eindruck bekommen, dass es hier vorwiegend nur um nackte Zahlen und Leistung geht. Vor allem die Sozialkompetenz sollte betrachtet werden und zur Sprache kommen.

Viel Reden allein hilft nicht immer, wichtig ist vor allem, dass gegen Ende des Gespräches auch Ergebnisse vorliegen. Dies können zum Beispiel neu gesteckte Ziele, oder bestimmte Vereinbarungen sein.

Handelte es sich vorwiegend um eine Art Konfliktgespräch, können bestimmte Lösungen mit einem Protokoll festgehalten werden. Somit ist es möglich, nach einer Zeit auf die festgelegten zurückgreifen zu können, um sich das Gespräch noch einmal vor Augen zu führen.

Mitarbeitergespräch – Fragen für den Mitarbeiter

Beim Gespräch sollten Fragen direkt und offen an den Mitarbeiter gestellt werden, dazu ist es hilfreich im Vorfeld einige festzulegen, wie zum Beispiel:

– Kommen Sie mit der aktuellen Arbeit / Projekt soweit klar?
– Was motiviert Sie bei dieser Tätigkeit?
– Gibt es Probleme, wenn ja welche?
– Wie können wir als Vorgesetzte Ihnen helfen?
– Wie schätzen Sie die Arbeitsatmosphäre / Arbeitsklima ein?
– Erhalten Sie genügend Feedback?
– Was wünschen Sie sich von ihren Vorgesetzen?

Wie sollte sich der Mitarbeiter verhalten?

Beim Gespräch mit dem Vorgesetzen, sollte der Mitarbeiter auf jeden Fall großes Interesse zeigen. Dazu muss ein entsprechendes Feedback kommen, was zurzeit richtig gut läuft, wie die weiteren Interessen aussehen und ob eine Weiterbildung in Frage kommt.

Besonders positiv kommen immer Verbesserungsvorschläge an, aber auch nur wenn diese eine überzeugende Qualität haben. Als Mitarbeiter muss eine hohe Loyalität dem Unternehmen vorliegen. Der Mitarbeiter sollte im Gespräch seine persönlichen Erfolge in Bezug auf seine konkrete Tätigkeit hervorbringen, damit es eine entsprechende Beurteilung geben kann.

Auf keinen Fall sollte er als Bittsteller auftreten, außer er befindet sich noch in einer Ausbildungsphase. Frust und Ärger darf nicht beim Vorgesetzen abgeladen werden, bei einem solchen Gespräch sind starke Emotionen fehl am Platze. Hier geht es nur um sachliche Argumente und einer konstruktiven Kritik.

Feedback abgeben

Vorgesetzte möchten unbedingt Feedback von den Mitarbeitern erhalten. Dazu gehören neben positiven auch negative Aspekte. Allerdings sollten die negativen Punkte in einer diplomatischen und eher zurückhaltenden Erläuterung erwähnt werden. Mitarbeiter sollten unbedingt ihre eigenen Stärken benennen und genau darstellen, warum das Unternehmen von ihnen profitieren kann.

Dabei sollten unbedingt passende Beispiele genannt werden und keine allgemeinen Formulierungen. Ein wichtiger Punkt stellt oftmals die Zusammenarbeit mit anderen Kollegen oder Abteilungen dar, auch hierzu sollte eine konkrete Stellungnahme zu Stande kommen.

Nach dem Gespräch

Ist das Mitarbeitergespräch beendet, sollten die besprochenen Ziele dokumentiert und für die nächste Zeit genau verfolgt werden.

Sollten sich allerdings die Arbeitsbedingungen ändern, zum Beispiel durch interne Umstrukturierungen, muss auch die getroffene Vereinbarungen umgeschrieben werden. Dazu können bei Gelegenheit neue Vereinbarungen auf den Tisch kommen, denn das nächste Mitarbeitergespräch kommt mit Sicherheit.

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