Monsanto in den USA vor Gericht: Krebserkrankung durch Gylphosat

290 Millionen US-Dollar, so hoch ist die Summe, die das amerikanische Unternehmen Monsanto einem Kläger zahlen soll. Dies stellte vor kurzem ein Gericht in den USA fest. Das Unternehmen Monsanto habe bereits angekündigt, in die Berufung zu gehen.

Bei dem vorangegangenen Prozess handelt es sich um den ersten, bei dem ein Kläger vor einem US Gericht gegenüber dem Konzern Monsanto in dieser Angelegenheit Recht bekommen hatte. Anzumerken ist, dass es darum geht, dass der Unkrautvernichter Roundup mit seinem Bestandteil Glyphosat im Verdacht steht, Krebs zu verursachen.

Kläger ist der ehemalige Hausmeister Dewayne Johnson, welcher in seiner Lebenszeit mit dem Unkrautvernichter von Monsanto intensiv gearbeitet habe. Johnson war an Lymphdrüsenkrebs erkrankt – eine unheilbare Krankheit. Dafür macht er das Unternehmen Monsanto und dessen Herbizide verantwortlich.

Stockfoto-ID: 216034261 Copyright: Pixavril/Bigstockphoto.com

RoundUp – Bekanntes Mittel das weltweit im Einsatz ist
Stockfoto-ID: 216034261 Copyright: Pixavril/Bigstockphoto.com

Der Prozess wurde in den USA durch eine Geschworenen-Jury geführt, welche das Urteil auch dadurch begründete, dass der Konzern Monsanto versäumt hätte, die Kunden über das Krebsrisiko durch die Produkte aufzuklären.

Immer wieder wird darüber spekuliert, ob Mittel des Konzerns Monsanto Krebs verursachen. Dabei sind es vor allem die Mittel Roundup sowie RangerPro, die unter Verdacht stehen. Anzumerken ist, dass beide die Chemikalie Glyphosat enthalten.

Roundup seit über 40 Jahren erfolgreich auf dem Markt

Laut Aussage von Monsanto sind die Produkte bereits seit 40 Jahren auf dem Markt und haben stehen für eine „sichere Anwendung“. Es wird erwähnt, dass es sich bei Roundup sowie als auch bei RangerPro um Mittel handle, die wirksam, wichtig und sicher seien und somit durch die Geschworenen eine falsche Entscheidung getroffen wurde.

Der Monsanto Konzern äußerte sein Mitgefühl für den Angeklagten und dessen Familie, jedoch gäbe es wissenschaftliche Befunde, nach denen Glyphosat harmlos bewertet wurde.

Der deutsche Bayer Konzern, zu welchem das Unternehmen Monsanto seit dem Juni 2018 zähle äußerste sich ebenfalls kritisch gegenüber dem Urteil. Bayer gehe davon aus, dass Glyphosat sicher und nicht krebserregend ist, so sei auch die Einschätzungen der Behörden über die letzten Jahrzehnte gewesen.

Ist Glyphosat krebserregend?

Es gibt sehr unterschiedliche Meinungen darüber, ob Glyphosat wirklich krebserregend ist, oder eben nicht. Die Umweltbehörde EPA in den USA und auch die entsprechenden Behörden in Deutschland sowie in der EU gehen davon aus, dass keine Krebsgefahr durch die Produkte und den Stoff Glyphosat verursacht wird.

Anders sieht es bei der Weltgesundheitsorganisation WHO aus, welche über die IARC definieren ließe, dass die Chemikalie Glyphosat wahrscheinlich krebserregend für Menschen sei.

Wie geht es mit Monsanto weiter?

Derzeit ist vollkommen unklar, wie es mit dem Monsanto Konzern nach dem Urteil weitergeht. Fakt ist, dass das Unternehmen in Berufung gehen wird und entsprechend von den Anwälten argumentiert wird.

Derzeit gibt es mehrere hundert Studien, die davon ausgehen, dass Glyphosat nicht krebserregend sie. Für den Konzern ist dieser Prozess sehr wichtig, da es sonst dazu kommen könnte, dass eine Klagewelle auf Monsanto hereinbricht und entsprechend weitere Urteile fallen könnten, die ähnlich laufen würden.

Die Anzahl der Menschen, die in den USA unter Krebs leiden und bei denen davon ausgegangen wird, dass Monsanto eine entsprechende Auswirkung hatte, ist nicht gerade gering. Es gibt tausende Prozesse, die gegen Monsanto angestrebt werden und die entsprechend dafür sorgen können, dass sich hier einiges in Zukunft ändern wird.

Artikel gefällt? Bitte bewerte diesen Beitrag.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (5,00/5 - 1 Bewertungen)
Loading...

Deine Meinung ist uns wichtig

*