Montageversicherung in Deutschland – Anbieter, Kosten, Vorteile – Haftpflichtversicherung für Firmen

Wir werden im Folgenden das Thema Montageversicherung in Deutschland behandeln, um alle wichtigen Informationen in einem Text gesammelt wiederzugeben.

Es geht unter anderem um Versicherungsgesellschaften, die dies anbieten. Auch schauen wir uns die Kosten an, sowie die dahinter stehenden Leistungen. Abschweifen werden wir auch mal in die Themenbereiche Rechtsschutzversicherung, Haftpflicht- und Lebensversicherung.

Was ist überhaupt eine Montageversicherung?

Bei einer Montageversicherung handelt es sich um die Gefahrenabsicherung für Auftragnehmer. Auftragnehmer sind in diesem Falle Unternehmen, die einen Auftrag zur Montage von einem Projekt vom Auftraggeber angenommen haben.

Das bezieht sich auf den Zeitraum von der Planung bis hin zum Aufbau und endgültig zur Auftragsannahme durch den Auftraggeber. Montageauftragnehmer sind also im praktischen Beispiel Firmen, wie Lieferanten oder die montierende Firma. Es geht aber nicht nur um das Montageobjekt, sondern auch um die Hilfsstoffe und Zubehörteile.

Stockfoto-ID: 4353475 Copyright: Blaj Gabriel, Bigstockphoto.com

Wichtig: Genaue Planung der Arbeiten!
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Welche Leistungen bietet eine Montageversicherung?

Die Montageversicherung leistet grundsätzlich bei Schäden, die durch die Errichtung oder Veränderung des Montageprojekts (beispielsweise Fertigungsmaschinen, Brücken, elektrische Objekte,…) passieren. Dazu zählen auch Materialfehler, Vandalismus, Sturm, Brand oder Fahrlässigkeit eines Arbeiters bei der Montage oder dem Probelauf der neuen Maschine.

Das Montageobjekt muss im Versicherungsvertrag genau gekennzeichnet sein, damit eine richtige Zuordnung möglich ist. Viele Versicherungsgesellschaften bieten zusätzlich auch noch den Schutz der dazu benötigten Werkzeuge, Maschinen an.

Dadurch hätte man sozusagen einen erweiterten Schutz. Aufräumungskosten im Falle eines Absturzes oder Ähnlichem sind in der Regel auch Teil des Versicherungsumfangs.
Praxisbezogene Beispiele können sein, dass durch die versehentliche Falschmontierung einer Schraube oder eines Hilfsstoffs der Gegenstand nicht benutzbar ist.

Auch kann als Beispiel ein Brand vor Fertigstellung durch eine vergessene Zigarette eines Arbeiters genannt werden. Versichert ist der Kunde (also in dem Falle der Auftragnehmer) dann grundsätzlich gegenüber alles dazugehörigen Unternehmen (also nicht nur gegenüber dem Auftraggeber).

Viele Versicherungen bieten im Paket dann noch die Betriebsunterbrechungsversicherung an, wobei sogar auch die Ausfallkosten, wie Lohnzahlungen oder Gewinneinbuße, versichert wären.

Manchmal wird auch die Verlängerung der Versicherungsdauer um eine Garantiezeit angeboten. Das ist je nach Versicherungsgesellschaft sehr unterschiedlich.

Wie viel zahlt die Versicherung im Leistungsfall?

Das ist je nach Versicherungsgesellschaft ebenfalls sehr unterschiedlich. Anbieter in Deutschland sind unter anderem die HDI Versicherung, der AXA Konzern und auch Ergo Group.
Die Versicherungen können anhand der Montageobjekte einen ungefähren Versicherungswert ermitteln, der im Schadenfall gezahlt werden würde. Das entspricht in der Regel den Wiederherstellungskosten.

Die HDI Versicherung hat beispielsweise die Aufräumkosten sowie die Montageversicherungskosten auf 15.000 Euro begrenzt. Die AXA bietet online keine weiteren Informationen zu Versicherungssummen. Hierbei muss man sich bei einem Berater der AXA direkt informieren.

Die Ergo Versicherungsgesellschaft übernimmt grundsätzlich die Mehrkosten durch Ausfälle automatisch. Eine Versicherungssummenbegrenzung bei der Montageausrüstung von 5.000 Euro hat die AXA in ihren Versicherungbedingungen geregelt.

Hierbei sieht man gleich, dass die Versicherungen sich einfach mit ihrem Einzelheiten unterscheiden. Hier ist es sinnvoll, sich davor genau zu informieren oder im besten Fall mit seinem Berater vor Ort über das genaue Montageprojekt zu sprechen.

Wie viel kostet diese Risikoabsicherung überhaupt?

Das hängt natürlich auch von der Versicherungsgesellschaft und deren Schadensummen ab. Die Versicherungsprämie ist abhängig vom Objekt oder Projekt, das versichert werden soll. Lasse ich nur ein kleines Projekt über einige Monate und wenigen Arbeitsschritten absichern, ist das natürlich günstiger als bei Großprojekten. Hier kann natürlich deutlich mehr schief gehen, als bei Kleinprojekten.

Eine eingebaute Selbstbeteiligung mindert die Höhe der Versicherungsprämie. Hierüber sollte auf jeden Fall gut nachgedacht werden. Bei einem Großprojekt kann sich die Versicherungsprämie auch mal um die 50.000-100.000 Euro belaufen.

Welche Vorteile kann ich aus dieser Versicherung erkennen?

Der riesengroße Vorteil ist die Übernahme der entstandenen Kosten durch die passierten Schäden. Als Unternehmer trägt man ja sowieso schon ein Risiko und das kann man damit deutlich eindämmen.

Unvorhergesehenes kann einfach nicht geplant werden und sollte unbedingt abgesichert werden. Man weiß nie, welche Schadensummen im Falle eines Falles auf eine Montagefirma zukommen. Um sein Betrieb dann aufrechtzuerhalten, wir der Abschluss der Montageversicherung wärmsten empfohlen.

Handelt es sich um eine Versicherung für nur ein Projekt oder alle meiner Projekte?

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass es sich immer um einzelne Versicherungspolicen handelt. Das heißt jedes Projekt wird einzeln und individuell berechnet abgesichert.

Es gibt aber auch schon Generalpolicen, die verschiedene Montagetätigkeiten abschließt. Hierüber sollte man sich als Unternehmer gut informieren, da Kostenunterschiede spürbar sind.

Was hat die Montageversicherung mit einer Haftpflicht- oder Rechtsschutzversicherung zutun?

Bei der Montageversicherung handelt es sich ja vorrangig um eine Sachversicherung.Wenn es sich um einen Materialfehler oder Montagefehler beläuft und die Montageversicherung die Schäden zahlt, kann es ja trotzdem sein, dass auch jemand durch diesen Fehler verletzt wurde.

In diesem Falle würde die unbedingt vorhandene Betriebshaftpflichtversicherung einschreiten. Die Haftpflichtversicherung sichert Betriebe in ihrem täglichen Handeln ab. Es kann immer was passieren und dieses Risiko muss gemindert werden, sonst bedeutet das für viele Firmen das Ende.

Es kann aber auch sein, dass die in Auftrag gebende Firma den Auftragnehmer wegen den entstandenen Schäden verklagt. Hier greift dann die Firmenhaftpflichtversicherung, die unbedingt vorhanden sein sollte, da es wahnsinnig teuer werden kann bei einem Rechtsstreit zwischen Firmen.

Die genaue Tätigkeit und Branche muss in der Firmenrechtsschutzversicherung detailliert beschrieben sein, dass im Schadenfall auch gezahlt wird. Bei einem Rechtsstreit zwischen Firmen sind meist nicht nur die Kosten höher als bei Privatstreitigkeiten, sondern die Laufzeit der Streitigkeiten kann sich oft auch auf mehrere Jahre verteilen.

Was ist eine Lebensversicherung und wie passt diese zur Montageversicherung?

Bei einer Lebensversicherung sichert man sich selber für ein bestimmtes Ereignis ab. Das ist oft der Todesfall oder der Berufsunfähigkeitsfall, wenn man nicht mehr seine selbstständige Tätigkeit ausführen kann. Das ist unserer Meinung nach auch ein Muss für jeden Selbstständigen! Informieren Sie sich hierzu am besten bei Ihrem Berater des Vertrauens.

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