Motorrad kaufen – Gebrauchte Motorräder, 125 ccm Motorrad – Gebrauchtkauf Vorteile

Das Motorrad gilt als eines der beliebtesten Hobbys. Das Zweirad ist eine Abwechslung zum normalen Autofahren und wesentlich spannender. Fahrten mit dem Motorrad lohnen sich vor allem an sonnigen Tagen im Sommer.

Doch wer ein Motorrad mit 125 ccm oder mehr kaufen möchte, der sollte auf verschiedene Dinge achten. Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit ein neues oder gebrauchtes Motorrad zu kaufen. Der folgende Artikel dreht sich rund um gebrauchte Motorräder.

Der Markt war noch nie zuvor so vielfältig wie im Jahr 2019. Der Erwerb einer gebrauchten Maschine kann sich also durchaus lohnen. Worauf es ankommt und was beim Kauf beachtet werden soll, wird im folgenden Artikel erklärt.

Wo liegen die Vorteile ein gebrauchtes Motorrad zu kaufen?

Bevor es an die eigentlichen Kaufkriterien geht, sollten die Vorteile beim Kauf eines gebrauchten Motorrads nochmal erwähnt werden. Der Gebrauchtkauf bietet sich vor allem für folgende Personengruppen an:

  • => Fahranfänger
  • => Wiedereinsteiger
  • => Personen, die Geld sparen wollen

Viele der gebrauchten Modelle sind nur wenige Jahre alt und alles andere als zweite Ware. Zudem verfügen sie über weniger Laufleistung. Das gilt auch für den Zustand. Gebrauchte Motorräder müssen nicht immer verkratzt oder ähnliches sein.

Stockfoto-ID: 291101743 Copyright: ognennaja, Bigstockphoto.com  Kazan, RUSSIA, May 26, 2018: Opening of the motorcycle season - auto-motor show. Motorcycle wheels on the spokes and alloy wheels with brakes and clutch.


Stockfoto-ID: 291101743
Copyright: ognennaja, Bigstockphoto.com – Motorrad Saison beginnt –
Kazan, RUSSIA, May 26, 2018: Opening of the motorcycle season – auto-motor show. Motorcycle wheels on the spokes and alloy wheels with brakes and clutch.

Viele davon sind in einem guten Zustand und sehen fast aus wie neu: Der große Vorteil: Sie kosten um einiges weniger Geld als komplett neue Motorräder. Zum Teil gibt es ab und zu Notverkäufe, bei denen echte Schnäppchen gejagt werden können.

Moderne Motorräder zeichnen sich durch folgende 3 Eigenschaften aus: Standfestigkeit, Zuverlässigkeit und lange Lebensdauer. Das spiegelt sich auch in deren Laufleistung wieder. Größere Kilometerzahlen sind heutzutage kein Grund mehr ein Modell für den Kauf auszuschließen.

100.000 Kilometer und mehr sind für viele der Maschinen kein Problem mehr. Die meisten Kilometer davon wurden zudem auf längeren Strecken gesammelt. Schädlich wäre es nur, wenn sie nur durch Kurzstrecken gesammelt worden wären.

Welche Vorbereitungen können getroffen werden?

Schon vor dem Kauf können Betroffene die ersten Maßstäbe für später setzen. Zunächst einmal sollte der Markt gründlich durchsucht werden. In Zeiten des Internets sollte das zu keinem Problem mehr werden.

In unterschiedlichen Gebrauchtmärkten ist die Auswahl groß. Deswegen sollte man sich bei der Vorbereitung viel Zeit lassen.

Nach und nach bekommt man ein Gespür beim Kauf eines Motorrads. Danach geht es an die Besichtigungstermine. Doch was genau beim Kauf zu beachten ist, wird im Folgenden erklärt.

Worauf sollte beim Kauf eines Motorrads geachtet werden?

Wer sich zum Kauf eines Motorrads überzeugen konnte, der sollte nun auf verschiedene Kriterien achten. Dazu gehören unter anderem Papiere, der Zustand sowie eine Probefahrt. Doch auch während der Besichtigung macht es Sinn folgende Dinge mitzunehmen:

  • – Lappen
  • – Taschenlampe
  • – Arbeitshandschuhe
  • – Schraubenzieher
  • – weiteren Begleiter, der objektiv beobachtet

Papiere und andere Sachen

Danach geht es an den ersten Punkt. Der befasst sich mit den Papieren. Hierbei sollte zunächst überprüft werden, ob die Fahrzeugnummer mit den Fahrzeugpapieren übereinstimmt. Die Nummer findet man meisten rechts unterhalb vom Lenker.

Betrachte zudem den äußeren Zustand der Sitzbank sowie den Lack und einzelne Chromteile. Sie sind sehr anfällig gegen Kratzer und ähnliches. Sie sollten auch zur gefahrenen Kilometeranzahl passen. Ein Motorrad mit nur wenigen Kilometer aber mit vielen Kratzern sollte mit Vorsicht genossen werden.

Ein weiterer Punkt sind nachträgliche Veränderungen am Motorrad. Bekannte Fälle sind die Verkleidung, der Auspuff oder die Blinker. Sie müssen, auch wenn sie nachträglich verbaut wurden, im Fahrzeugbrief eingetragen sein. Außerdem braucht es eine schriftliche Freigabe vom Hersteller und eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE). Ansonsten kann die Sicherheit nicht zu 100 % gewährleistet werden. Achte zusätzlich auf die Schlüssel. Davon sollte es in der Regel immer 2 geben. Einen Hauptschlüssel und der andere als Ersatz. Überprüfe dabei den reibungslosen Verschluss von:

  • – Helmverschluss
  • – Zündschloss
  • – Lenkradschloss

Bei verbogenen Schlüsseln lassen sich die Schlösser alles andere als leicht öffnen. Außerdem kann es nervig sein. Das Bordwerkzeug darf natürlich nicht fehlen. Dort befinden sich Sachen wie ein Zündkerzenschlüssel. Überprüfe am besten mit einem zusätzlichen Kollegen die Verformungen und Schweißnähte beim Motorrad. Untypische Nähte weisen auf einen Unfall hin. Eventuell lohnt sich bei Unklarheit eine Vermessung.

Bremsen und Gabel

Zusätzlich genauer betrachtet werden sollten die Bremsen und die Gabel vom Motorrad. Bitte den Verkäufer darum das Vorderrad in die Luft zu bekommen. Das gelingt schnell durch das Aufstellen des Hauptständers.

Danach einfach den Lenker von links nach rechts bewegen und auf dessen durchgehende Leichtigkeit testen. Geräusche dürfen dabei keine auftreten, ansonsten stimmt etwas nicht. Teste während der Probefahrt die Bremsen. Bei einer vorderen Bremsung darf das Lenkkopflager nicht klackern. Wenn es möglich ist, dann sollte man die Gummimanschetten an der Vordergabel hochschieben und überprüfen. Achte dabei auf die Übergangsstelle zwischen Tauchrohr und Standrohr. Dort kann je nach Fall Öl austreten. Wenn es feucht ist, dann ist dann ein Zeichen einer schlechten Abdichtung.

Noch geprüft werden sollten die Bremsbeläge. Viele Scheibenbremsen erlauben einen direkten Blick auf die Bremsbeläge oder dem Bremssattel. Mithilfe einer Taschenlampe lassen sich die Beläge sehen und mustern. Entscheidend dabei ist die Dicke des Belags.

Neue Beläge haben um die 5 mm Stärke. Ab 1 mm sollten diese aber gewechselt werden. Zusätzlich dürfen die Beläge keine starken Rillen aufweisen. Das weist meist auf einen stark abgenutzten Belag hin. Bei einer Trommelbremse hingegen lässt sich im Äußeren eine Verschleißanzeige finden. Der Pfeil zeigt zwischen einer Skala “am Ende” bis “neu” den aktuellen Zustand an.

Reifen und Räder

Verglichen mit Autos verfügen Motorräder nur über 2 Räder. Dementsprechend ist bei der Fahrt viel Balance gefragt. Bei erhöhter Geschwindigkeit können unebene beschädigte Reifen schnell zu einem Unfall führen.

Deswegen ist es umso wichtiger den Zustand der Räder und Reifen beim Kauf zu überprüfen. Hierbei kann ein Schraubenzieher zur Hand genommen werden. Fahre mit ihm am Innenrad der Felge bis über die Speichen. Sollten die Töne sich stark unterscheiden, dann müssen die Felgen nachgespannt werden. Das ist zum Glück aber mit wenig Zeit verbunden.

Schlimmer jedoch ist eine gebrochene Speiche. Diese muss schnellstmöglichst ersetzt werden. Dafür muss das Rad zunächst ausgebaut und dann der Reifen demontiert werden. Je nach Fall muss man sogar weitere Speichen ausbauen.

Wesentlich leichter ist die Überprüfung der Profilstärke. Vergleiche dabei die Stärke mit den montierten Größen sowie mit denen im Fahrzeugpapier. Bei fehlenden Angaben müssen sie durch den Hersteller freigegeben werden. Ansonsten könnte das Motorrad bei der nächsten TÜV Untersuchung durchfallen. Der letzte Punkt ist der Kettenantrieb. Der Fokus liegt hier auf die Kette und die Kettenräder. Bei einem Zahnriemenantrieb zum Beispiel können Schäden durch eingeschlossene Steinchen geprüft werden.

Fahrprüfung und Motor

Ganz am Schluss wird noch der Motor überprüft. Viele der Motorräder haben ein Schauglas zur Überprüfung des Ölstands. Bei einem kurzen Ölwechsel sollte das Öl noch nicht schwarz sein, sondern erinnert mehr an Honig.

Prüfe außerdem vorsichtig mit der Hand die Wärme vom Zylinderkopf. Sollte eine Restwärme zu spüren sein, dann sollte der Verkäufer danach gefragt werden. Denn meist liegt dann ein Problem mit dem kalten Motor vor, welches viele verschweigen. Verschleiert wird es durch kurzes Warmlaufenlassen.

Achte außerdem auf das Anlassverhalten vom Motor. Wenn beim Starten sofort eine bläuliche Wolke zum Vorschein kommt, dann sind die Kolbenringe nicht in Ordnung.

Lasse zudem den Motor etwas im Leerlauf laufen und stelle dir folgende Frage: Läuft der Motor rund oder kommen komische Geräusche zum Vorschein? Der Auspuff muss im kompletten Verlauf angehört werden.

Austretendes Abgas ist oft ein Zeichen für ein Loch. Wenn der Motor deswegen ausgehen sollte, dann macht es Sinn das Loch zu verschließen für weitere Tests. Es kann natürlich sein, dass der Motor trotzdem noch ausgeht. Dann liegt eine undichte Stelle vor.

Bei jedem Motorradkauf sollte es eine Probefahrt geben. Dort kann die Maschine auf folgende Dinge untersucht werden:

  • -> gleichmäßige Beschleunigung
  • -> Bremswirkung (gleichmäßig?)
  • -> Lichter, Hupe und Blinker
  • -> passt das Zusammenspiel zwischen Motor und Leistung
  • -> Fahrverhalten (gerade?)

Danach ist man so gut wie am Ende angekommen. Tipp: Halte sämtliche Mängel und Defekte schriftlich fest oder beauftrage deine Begleitperson damit. Denn es ist gut möglich ein paar Kleinigkeiten während der Besichtigung wieder zu vergessen. Die Mängel können später zur Verhandlung eingesetzt werden.

Ein Motorrad ist eine tolle Abwechslung und bereit unglaublich viel Spaß. Doch ähnlich wie bei einem Autokauf gibt es beim Motorrad auf mehrere Dinge zu achten. Schon vor dem Kauf sollten erste Vorbereitungen getroffen werden.

Informiere dich im Internet über die gewünschten Modelle und vergleiche deren Preise. So hat man für die Besichtigung einen guten Anhaltspunkt beim Verhandeln. Während der Besichtigung müssen auf Dinge wie Reifen, Motor, optische Dinge und Geräusche geachtet werden. Sehr hilfreich ist eine Begleitperson, die das Ganze objektiv betrachtet. Nur dann sollte dem Kauf eines gebrauchten Motorrads nichts mehr im Weg stehen.

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