Motorrad Wert ermitteln – Wieviel ist mein Motorrad noch wert? – Österreich, Deutschland, Fahrzeugbewertung, Verkauf

Das Motorrad gehört zu eines der beliebtesten Hobbys.

Ein Motorrad bedeutet Freiheit und Unabhängigkeit. Zudem verleiht es ein besonderes Gefühl beim Fahren. Doch jeder Traum vom Motorrad endet irgendwann wieder.

Eventuell ist es doch nicht das richtige Hobby oder die ganze Situation scheint zu gefährlich. Eventuell möchte man nur ein anderes Modell mit mehr Leistung kaufen.

Genau in solchen Fällen stellt sich die Frage – wie das Motorrad am besten verkauft werden kann. Generell gibt es beim Verkauf auf unterschiedliche Dinge zu achten. Dazu gehören unter anderem der Zustand sowie der Kilometerstand. Worauf es sonst noch ankommt, wird im folgenden Artikel erklärt.

Wie wird der Wert eines Motorrads ermittelt?

Früher musste man noch sich Stunden im Internet umsehen sowie die Angebote in den Fachzeitschriften und den Tageszeitungen vergleichen. Dank dem DAT = Marktspiegel der Deutschen Automobil Treuhand gehört das der Vergangenheit an. Tipp: Für eine Motorrad Wert bzw. Fahrzeugbewertung gibt es in Österreich und Deutschland verschiedene Quellen.

Laut den Angaben des ADACs wird jeden Monat eine aktualisierte Liste veröffentlicht. Allerdings muss man um die 3 Monate warten, um auf aktuelle Daten zurückgreifen zu können. Des Weiteren kann es je nach regionalen Trends zu Veränderungen kommen.

Tipp: Für die Motorrad Wert Ermittlung in Östererreich kann auch die bekannte EUROTAX Liste genutzt werden. Auf diese hat man beispielsweise als ÖAMTC, ARBÖ, Arbeiterkammer oder über Tools wie Autoscout24 oder wirkaufendeinauto.at Zugriff. Am besten holt man mehrere Motorrad Wert Beispiele ein um eine Orientierung für den möglichen Verkaufswert für ein Motorrad zu haben.

Im Grunde genommen ist es egal was bewertet werden muss – die Schwacke-Liste umfasst sowohl Motorräder als PKWs.

Durch die ermittelten Werte ist es wesentlich einfacher online den passenden Preis zu finden. Jedoch gibt es noch weit mehr Möglichkeiten, um den richtigen Preis für sein Motorrad herausfinden zu können. Generell werden bei der Online Vermittlung folgende Daten benötigt:

  • -> Marke
  • -> Modell
  • -> Monat und Jahr der Erstzulassung
  • -> Laufleistung
  • -> Sonderausstattung

Danach kommt der Algorithmus ins Spiel. Dieser bestimmt anhand der eingegebenen Daten den Zeitwert und gibt einen Preis für das Motorrad an. Miteinbezogen wird unter anderem der aktuelle Gebrauchtmarkt sowie die üblichen Preise der Motorräder.

Nutzer sollten aber auch Beschränkungen achten. Motorräder, welche älter als 12 Jahre sind, lassen sich nur noch schwer ermitteln. Die Bewertung an sich ist nicht nur vor dem Verkauf relevant, sondern auch beim Kauf eines Motorrads. Die Einschätzung des Restwerts kann dort sehr hilfreich sein. Außerdem lässt sich ein Fehlkauf damit vermeiden.

Welche Faktoren spielen bei der Wertermittlung eine Rolle?

Die oben genannten Punkte sind nur ein Teil und beschränken sich zum Teil auf die Suche im Internet. Doch beim echten Verkauf kommt es auf wesentlich mehr Kriterien an. Eine Wertermittlung wird außerdem beim TÜV und bei der Dekra durchgeführt. Berücksichtigt werden dabei folgende Faktoren:

  • Marke
  • Modell
  • Hubvolumen (in cm)
  • Anzahl an PS
  • Datum der Erstzulassung
  • letzte Hauptuntersuchung
  • Anzahl an gefahrenen Kilometern
  • Art des Kraftstoffes (Benzin, Diesel, …)
  • Getriebeart
  • Vorbesitzer
  • Ausstattungen (ABS, Tempomat, Alarmanlage, etc.)
  • Extras

Grundsätzlich lässt sich aber sagen: Je älter das Motorrad und umso deutlicher die Gebrauchsspuren sind, desto weniger wert ist es. Ebenfalls nicht vergessen werden dürfen die Kosten, wenn es von einem Sachverständigen untersucht wird.

Nicht selten entstehen Beträge im dreistelligen Bereich. Des Weiteren wird oft eine Probefahrt vollzogen, um ganz sicher zu gehen. Deswegen sollte sich jeder Motorradverkäufer von Beginn an überlegen, wie er sein Motorrad verkaufen möchte.

Was steigert den Wert eines Motorrads?

Wer schon vor dem Kauf weiß, dass er sein Motorrad zu einer bestimmten Zeit wieder verkaufen möchte, der kann unterschiedliche Tricks anwenden, um den Wert beim Verkauf zu steigern. Folgende Maßnahmen können den Wert erhöhen:

1) ein gepflegtes äußeres Erscheinungsbild
Der erste Eindruck ist bekanntlich der wichtigste. Denn das äußere Erscheinungsbild lässt potentielle Käufer darüber entscheiden, ob sie das Modell kaufen oder gar im Internet anklicken. Wenn das Kraftrad optisch einen schlechten Eindruck macht, dann spiegelt sich das spätestens beim Preis wieder.

Deswegen empfiehlt es sich das Motorrad auf seinen Wert schätzen zu lassen. Hier gilt: Je mehr Kratzer der Lack hat, desto weniger wollen Käufer ausgeben.

Schließlich kostet die Beseitigung der Kratzer einiges an Geld. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der bringt spezielle Folien an. Diese gibt es in transparenter Form oder in Form eines Sprays. Dadurch kann das Motorrad vor mehreren Verschleißspuren geschützt werden.

Das gilt auch für die Waschanlage. Im Großen und Ganzen wird sich der Aufwand bezahlt machen. Grundsätzlich sind Kunden bereit mehr Geld für ein gut aussehendes Motorrad auszugeben als für ein verkratztes Modell. Je gepflegter das Motorrad, umso höher das Kaufinteresse.

2) kaum Vorbesitzer
Ebenfalls nicht vergessen werden sollte die Anzahl an Vorbesitzer. Diese Zahl gilt es so gering wie möglich zu halten und zwar aus einem einzigen Grund. Käufer haben keinen Einblick darin was genau bei den Erstbesitzern gemacht wurde. Meist sind es Fragen wie:

  • Wurde das Motorrad auch von den Vorbesitzern gut gepflegt?
  • Wie sah es mit den Untersuchungen aus?
  • Gab es einen Unfall?

Viele Besitzer sind ein Warnsignal für Käufer. Achte deswegen schon beim Kauf des Motorrads auf die Anzahl der Vorbesitzer. Ansonsten empfiehlt es sich sämtliche Untersuchungen und co. dokumentieren zu lassen. Wenig Vorbesitzer wirken sich also positiv beim Verkauf des Motorrads aus.

3) gültige Hauptuntersuchung
Auch interessant ist die gültige Hauptuntersuchung. Käufer sind bereit mehr zu zahlen, wenn das Motorrad eine gültige HU vorzuweisen hat. Die Plakette bestätigt Verkehrssicherheit. Ob jedoch eine gültige Hauptuntersuchung vorliegt, kann erst bei der Wertermittlung überprüft werden.

4) Extras und Sonderausstattung
Der letzte Punkt sind die Extras und die Sonderausstattung. Manche der Ausstattung hat einen großen Einfluss auf den Wert und andere hingegen keinen. Das hängt von Marke, Modell und dem aktuellen Trend ab. Bestimmte Ausstattungsmerkmale können sich durchaus positiv auf den Verkauf auswirken.

Checkliste für den Motorradverkauf

Der Verkauf eines Motorrads ist keine leichte Sache, denn es gibt unterschiedliche Dinge zu beachten. Um die Übersicht nicht zu verlieren, soll die folgende Checkliste beim Motorrad Verkauf helfen.

=> Motorrad prüfen lassen
An erster Stelle muss das Motorrad geprüft werden. Dazu gehört eine ausführliche Wartung wie durch den TÜV. Für mehr Seriosität spricht ein Prüfbericht von der letzten Werkstattrechnung. Gerade beim Verkauf des Motorrads ein großer Vorteil.

=> für guten ersten Eindruck sorgen
Noch wichtiger ist ein erster guter Eindruck. Dazu gehört ein Waschgang mit anschließender Polierung. Darüber hinaus gehören die Kontrolle des Öl- und Wasserstandes dazu. Der Reifendruck darf dabei nicht vergessen werden. Vergiss auf keinen Fall die Elektronik auf Fehler zu untersuchen. Prüfe dabei die Blinker sowie die Funktion der Lichter.

Neben der Funktionalität muss auch die Optik passen. Vor dem Verkauf sollte man das Motorrad gut präsentieren. Denn ein dreckiges und zerkratztes Motorrad ist alles andere als verkaufsfördernd. Achte bei der Reinigung auf die Verkleidungen und Abdeckungen. Die Schmierung der Kette gehört ebenfalls dazu.

=> Preis festlegen
Nachdem die ersten 2 Schritte erledigt worden sind, kann der Preis festgelegt werden. Wie oben bereits erwähnt kann dabei das Internet helfen. Am besten orientiert man sich an den Zahlen der anderen Verkäufer, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Einfluss auf den Preis hat auch die Region. Es macht durchaus mehr Sinn den Preis zu Beginn etwas höher anzusetzen. Der Status Verhandlungsbasis lädt zudem mehr potentielle Käufer ein. Etwas Spielraum sollte es bei der Verhandlung immer geben.

=> Fotos und Anzeigen schalten
Danach geht es an die Fotos und die Anzeigen. Schließlich soll das Motorrad ja von anderen gefunden werden. Ein gutes Bild ist dafür ausschlaggebend. Ein gut gepflegter Look und gute Beleuchtung sind das A und O. Vergiss dabei nicht die Beschreibung. Dort können nützliche Infos zu Baujahr, Motorleistung oder mögliche Unfälle angegeben werden.

=> Gespräche aufnehmen
Nachdem sich die ersten Käufer gemeldet haben, geht es ans Gespräch. Dieses findet meist über das Telefon statt. Wenn die Gegebenheiten passen, ist ein persönlicher Besuch möglich.

=> Kaufabwicklung
Wenn die Besichtigung erfolgt gezeigt hat, geht es darum den Kaufvertrag abzuschließen. Folgende Unterlagen müssen dafür bereitgehalten werden:

  • -> Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief
  • -> Bedienungsanleitung
  • -> TÜV-Bericht
  • -> Wartungsheft
  • -> Schlüssel

Es ist wichtig nichts zu verschweigen. Denn verschwiegene Mängel können rückwirkend gemacht werden und sind zudem eine Straftat.

Fazit
Beim Verkauf eines Motorrads gibt es eine ganze Menge zu beachten. Das fängt bereits beim Kauf an und endet beim Verkauf. Wichtig ist eine gute Pflege des Motorrads. Regelmäßige Waschgänge sowie TÜV und co. sind Grundvoraussetzung für einen guten Wiederverkaufspreis.

Achte zudem auf die Art und Weise wie das Motorrad verkauft wird. Eine gut lesbare Beschreibung und ein aussagekräftiges Bild sind die halbe Miete. Auf keinen Fall darf man etwas verschweigen. Dann sollte dem Verkauf des Motorrads nichts mehr im Weg stehen.

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