Nein zu Airline-Rettungsgeldern! Fridays for Future fordert Investitionen in eine klimagerechte Zukunft

Die Bundesregierung will mit einem 800 Millionen Euro-Rettungsschirm die Austrian Airlines auffangen. Dabei sind es Fluggesellschaften und fossile Großkonzerne, die unser Klima und somit die Zukunft aller gefährden! Gelder müssen in den Aufbau eines klimagerechten Mobilitätssystems und erneuerbare Energieträger gesteckt werden.

So können viele Arbeitsplätze langfristig gesichert werden.

Die österreichische Bundesregierung reagiert auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid19-Pandemie. Unterstützt werden aber nicht nur Kleinunternehmer: Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg ist die Fluggesellschaft AUA derzeit mit der Regierung über Staatshilfen in Höhe von 800 Millionen Euro im Gespräch.

Fridays for Future besteht darauf, dass dieser Deal nicht zustande kommt. Das Geld wird woanders dringender gebraucht. Schon jetzt fließen laut einer heute veröffentlichten Studie von Greenpeace in Österreich jährlich bis zu 4,7 Milliarden Euro in klimaschädliche Subventionen.

Ist die Klimakrise in Vergessenheit geraten?

Bei den anstehenden Investitionsgeldern darf die Klimakrise nicht vergessen werden. Die Bundesregierung steht vor einer Richtungsentscheidung: Wie können langfristig gesicherte Arbeitsplätze geschaffen werden? Auf dem Spiel steht das Wohlergehen der österreichischen Bevölkerung in den kommenden Jahren.

Deshalb sollten Verhandlungen darüber nicht, wie derzeit der Fall, hinter verschlossenen Türen stattfinden, sondern klare sozio-ökologische Richtlinien dafür festgelegt werden.

“Gelder müssen zum Wohlergehen der Menschen, und nicht in Kohle, Öl und Gas oder fossile Konzerne wie Fluggesellschaften investiert werden.” fordert Laurenz Faber (18) von Fridays for Future.

Investition in hundtertausende zukunftssichere Jobs

Die Wirtschaftskrise gibt uns die Chance, neue Wege zu gehen. Mit Subventionen an den richtigen Stellen können zukunftsfähige Jobs in nachhaltigen Sektoren für Österreicherinnen und Österreicher geschaffen werden – diese Jobs werden für den ökologischen Umbau der Wirtschaft ohnehin gebraucht.

  • Eine Studie des Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft zu den Corona-Wirtschaftshilfen zeigt, dass Potential in erneuerbaren Energien steckt: Das sofortige Umsetzen des Photovoltaik-Ziels im Regierungsprogramm schafft 200.000 Arbeitsplätze durch den Bau neuer Anlagen.

Stabiles Wirtschaftssystem

Angelika Lauber (25): “Wir spüren alle, dass Wirtschaft und Planet immer mehr an ihre Grenzen stoßen.”

Die Förderung von Kreislaufwirtschaft, erneuerbaren Energien und regionalen Produkten schützen das Klima und machen unsere Wirtschaft zugleich widerstandsfähiger und weniger abhängig von Öl- und Gasimporten aus dem Ausland.

  • Deshalb gilt der Appell an die Regierung: Um ein stabiles Wirtschaftssystem und eine lebenswertes Österreich sicherzustellen, braucht es eine Ökologisierung der Wirtschaft!
  • Dazu muss die Regierung Planungssicherheit für Unternehmen gewährleisten, wie klare Rahmenbedingungen für die kontinuierliche Senkung der Treibhausgasemissionen, Fördergelder für nachhaltige Technologien und Festlegungen beim Phase-Outs für Gas.

Der weltweite Klimastreik am 24. April ist als Streik im eigenen Wohnzimmer in Vorbereitung. Agnes Pürstinger: “Damit wird die Regierung an ihre Versprechen erinnert, denn die Klimakrise schreitet mit rasantem Tempo voran.

In diesem Jahr brauchen wir nicht nur Lösungen für die Coronakrise, sondern zusätzlich eine Vielzahl an klimapolitischen Maßnahmen, um die Klimaneutralität 2040 einhalten zu können.”

Jetzt gratis Förderportal Newsletter abonnieren!

Aktuelle Themen & die neuesten Fördernews erfahren! Bleiben Sie am Laufenden zum Thema Finanzen & Förderungen in Österreich.

Fragen & Meinung zum Thema? Jetzt kommentieren!

*