Outsourcing in Österreich – Definition, Vorteile, Beispiele, Nachteile

Das Thema Outsourcing spielt in vielen Unternehmen eine essentielle Rolle.

Auch in Österreich gab es in den vergangenen Jahren viele Firmen, die dazu übergegangen sind, einzelne Prozesse und Aufgaben via Outsourcing nach Außen zu tragen und an andere Firmen zu vergeben. Das Outsourcing selbst muss jedoch erst einmal verstanden werden, um zu erkennen, welche Vorteile sich daraus ergeben können.

Was steckt hinter dem Begriff Outsourcing?

Outsourcing einfach erklärt: Der Begriff Outsourcing kommt aus dem Englischen. Er bezeichnet die Auslagerung von Leistungen an externe Partner oder Dienstleister. Dabei handelt es sich in der Regel um Leistungen, die durch interne Kräfte erbracht worden sind.

Welche Vorteile bietet das Outsourcing in Österreich?

In der Regel bietet das Outsourcing in Österreich den Vorteil, dass ganze Prozesse durch Dienstleister erbracht werden und somit nicht mehr im Unternehmen erbracht werden müssen. Die Firma erhofft sich dadurch zahlreiche Vorteile.

Outsourcing: Auch der Faktor Zeit kann wichtig sein!

Zum einen ist es meist der wichtige Aspekt, dass durch das Outsourcing Kosten gespart werden können. Dies führt dazu, dass viele Firmen im Bereich Externalisierung von Ausgaben auf Unternehmer zurückgreifen, die ihren Firmensitz im Ausland haben und die entsprechend günstiger arbeiten, als es bei den eigenen internen Arbeitskräften der Fall ist.

Die Kosten können durch das Outsourcing deutlich reduziert werden. Das bedeutet konkret, dass es möglich ist, dass man im Rahmen des Outsourcings in jedem Fall sehr viel Geld sparen kann, wenn man die richtigen Partner gefunden hat.

Vor rund 20 Jahren wurde durch das Outsourcing sehr viel an Arbeit nach Osteuropa abgegeben. Hier wurden Firmen konsultiert, die zu deutlich günstigeren Konditionen gearbeitet haben, als es in der Heimat in Österreich der Fall ist.

Einige Unternehmen haben kein komplettes Outsourcing betrieben, sondern z.B. ihr Werk durch einen zusätzlichen Standort im Ausland erweitert. Dies führte dazu, dass zu günstigeren Kosten produziert werden kann, jedoch kein komplettes Outsourcing betrieben wird.

Beim Outsourcing wird die Aufgabe komplett an einen externen Partner vergeben. Dieser kümmert sich eigenständig mit seinen eigenen Ressourcen um die Aufgabe und darum, dass alles zur Zufriedenheit des Auftraggebers erledigt wird.

Dieser hat nicht nur den Vorteil, dass die Kosten reduziert werden, sondern z.B., dass die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich auf andere Aufgaben konzentrieren können. Durch gezieltes Outsourcing kann die Produktivität deutlich verbessert werden. Auch das Wachstum innerhalb einer Firma kann deutlich vergrößert werden, so dass es möglich ist, dass neue Geschäftszweige etabliert werden können.

Welche Tätigkeiten können ausgelagert werden?

In der Regel entscheidet man sich dazu, Tätigkeiten nicht nur an einen externen Dienstleister auszulagern, sondern diese auf mehrere verschiedene Partner zu übertragen. Diese kümmern sich dann darum, dass die Aufgaben schnell und zeitnah erledigt werden. Für den Unternehmen sinkt somit das Risiko, da verschiedene Firmen mit den Aufgaben beschäftigt werden.

In der Regel sind es zunächst vor allem einfache Tätigkeiten, die durch Outsourcing an neue Partner vergeben werden.

Die digitale Archivierung von Dokumenten ist ein Thema, dass in vielen Firmen gerne an Dienstleister vergeben wird, die sich damit auskennen und die dafür sorgen, dass diese Prozesse schnell und effizient gestaltet werden können.

In der Praxis wird somit dafür gesorgt, dass die Vorgänge deutlich schneller vollzogen werden können und gleichzeitig Geld eingespart werden kann. Es gibt Firmen, die sich komplett auf die Archivierung von Dokumenten spezialisiert haben und die somit in der Lage sind, zahlreiche Dokumente schnell in den entsprechenden Systemen abzulegen.

  • Archivierungstätigkeiten
  • IT Support via Telefon
  • Programmierleistungen
  • Betreuung von Applikationen

Neben der Archivierung von Dokumenten spielt auch der IT Support meist eine Rolle, wenn es darum geht, dass Potential für das Outsourcing zu entfalten. Das bedeutet konkret, dass man z.B. den telefonischen Support durch externe Dienstleister steuern kann.

Diese sind in der Lage, zahlreiche Prozesse anders zu steuern und zu beschleunigen. In der Regel wird dem externen Dienstleister dazu ein Katalog vorgelegt, der genau beschreibt, wie der IT Support zu leisten ist. Dabei werden typische Fehlerquellen beschrieben, die dann mit Hilfe des Kataloges bearbeitet werden können.

Programmierungen und Applikationen zählen ebenfalls zu den Dingen, die häufig ausgelagert werden.

Das liegt daran, dass es gerade in Ländern, die über niedrigere Löhne verfügen sehr häufig gute Programmierer gibt.

Zahlreiche Firmen aus dem asiatischen oder aus dem indischen Bereich sind auf Programmierungen von Software spezialisiert oder kümmern sich darum, dass Applikationen betreut werden. Installationen, Programmierungen, Wartungen oder Umzüge in die Cloud werden sehr häufig und sehr gerne ausgelagert und werden auch in der Zukunft zu den Arbeitsschritten gehören, die immer häufiger durch Ressourcen externer Natur gestaltet werden.

Welche Nachteile werden mit dem Outsourcing in Österreich verbunden?

Das Outsourcing bietet in erster Linie jede Menge Vorteile und sorgt dafür, dass sehr viele verschiedene Leistungen nicht mehr im Unternehmen selbst erbracht werden müssen, sondern durch externe Dienstleister erbracht werden können.

Dies sorgt dafür, dass die Kosten im Unternehmen deutlich gesenkt werden können und gleichzeitig die internen Ressourcen, die meist teurer sind, für andere Arbeiten eingesetzt werden.

Viele Firmen haben die Devise, dass einfache Arbeiten gerne ausgelagert werden und vor allem Arbeiten, die einen hohen Bildungsstandard erfordern und z.B. für das Unternehmen von besonders hoher Bedeutung sind, im Unternehmen verbleiben und vor Ort durchgeführt werden.

Zahlreiche Unternehmen entscheiden sich dafür, dass gewisse Prozesse nur noch durch interne Manager gesteuert werden, jedoch nicht mehr die Details im eigenen Haus durchgeführt werden.

  • „einfache“ Aufgaben werden gerne ausgelagert
  • Aufgaben für qualifiziertes Fachpersonal bleiben meist in der Firma

Eine der größten Sorgen vieler Firmen besteht darin, dass die Qualität der Arbeit leidet.

Dies ist gerade dann eine große Sorge, wenn zum Beispiel die Produktion von Produkten ausgelagert wird, oder wenn z.B. komplette Teile einer Produktfertigung nicht mehr in house erledigt wird, sondern durch externe Firmen erledigt werden soll.

Vendor Analyse für die Qualitätssicherung

Damit es zu keinen Abstrichen in der Qualität kommt, wird extrem darauf geachtet, dass im Rahmen der Vendor Analyse Firmen identifiziert werden, die wirklich gute Qualität liefern und die auch in der Lage sind, Normen und Standards zu erfüllen.

Dies gilt für die Fertigung von Produkten aber auch z.B. für den Support im Rahmen der IT oder für Protokolle und Validierungsaktivitäten, die im Rahmen der Software geleistet werden müssen. Die Sorge vor sinkender Qualität zählt zu den Themen, die täglich viele Firmen beschäftigt, wenn sie sich dazu entscheiden, mit einem externen Partner zusammenzuarbeiten und einzelne Prozesse und Aufgaben nach Außen abgeben.

Sicherheit beim Thema Outsourcing

Neben der Qualität ist es auch die Sicherheit, die oft im Fokus steht, wenn es darum geht, dass im Bereich Outsourcing Produkte ausgelagert werden oder Dienstleistungen durch externe Firmen erbracht werden. Viele Firmen haben sorge, ihre Pforte für externe Firmen zu eröffnen. Das bedeutet konkret, dass es durchaus möglich sein kann, dass man Zugang zu Systemen geben muss und Daten offenlegen muss, die man sonst nicht offenlegen würde.

Im Vorfeld sind hinsichtlich der Sicherheit von Daten und hinsichtlich des Intellektuell Properties, kurz IP, einige Vorkehrungen und Verträge abzuschließen.

Die Sicherheit vor Datenklau oder Know How Klau ist recht groß und gerade bei Firmen aus Österreich oder Deutschland sehr groß im Thema. Anzumerken ist, dass die meisten Menschen in der Lage sind, entsprechende Daten zu kopieren und zu sichern.

Eine 100%ige Sicherheit gibt es nicht – weder bei externen Lieferanten, noch bei internen Linien der Kommunikation. Auch, wenn im Rahmen der Digitalisierung immer mehr Firmen dazu übergehen, Daten in der Cloud abzulegen sorgt dies in der Praxis dafür, dass diese Daten nicht unbedingt sicher abgelegt werden.

  • Angst vor sinkender Qualität
  • Sorge vor Lücken in der Sicherheit
  • Sorge um Abbau von Arbeitsplätzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können im Rahmen des Outsourcings die Sorge tragen, dass es möglich ist, dass ihre Stellen abgebaut werden. Diese Sorge ist in einigen Firmen durchaus angebracht.

Es gibt viele Unternehmen, die versuchen, die Profitabilität so sehr zu steigern, dass sie z.B. intern Stellen abbauen und die entsprechenden Tätigkeiten durch externe Firmen auslagern.

Ebenso kann es aber auch der Fall sein, dass zum Beispiel die internen Ressourcen für andere Tätigkeiten genutzt werden, oder zum Aufbau neuer Unternehmensfunktionen eingesetzt werden können.

Dies schafft in jedem Fall neues Vertrauen und sorgt dafür, dass das Unternehmen wachsen kann und in der Zukunft noch mehr Umsatz generieren kann, was zu einer Steigerung der Zufriedenheit der Mitarbeiter und zur Sicherung der Arbeitsplätze beitragen kann.

Wird das Outsourcing in Zukunft an Bedeutung gewinnen?

Bereits jetzt hat das Outsourcing in Österreich und auch in Deutschland einen hohen Stellenwert. Wer sich die großen Firmen im ATX und auch im DAX anschaut wird feststellen, dass zahlreiche Unternehmen viele ihrer Prozesse ausgelagert haben und somit jede Menge an Kosten sparen.

Das bedeutet konkret, dass zum Beispiel die Produktion oder Teile des Supports ausgelagert werden.

In der Regel ist jedoch kaum etwas komplett ausgelagert. Die Steuerung behalten die Firmen meist selbst in der Hand und auch z.B. beim Support ist es meist nur der Level 3 Support, der ausgelagert wird. Der Level 1 sowie der Level 2 Support werden meist nach wie vor inhouse gemacht.

  • Outsourcing wird in zahleichen Global Playern betrieben
  • Outsourcing wird in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen

Viele Firmen haben mit dem Outsourcing bereits schlechte Erfahrungen gemacht, denn nicht alles funktioniert besser, wenn es durch externe Dienstleister vollzogen wird. Das bedeutet, dass auch einige Funktionen wieder in das eigene Haus geholt werden, wenn sie extern auf dem Markt nicht gut entwickelt werden, bzw. wenn sie nicht gut funktionieren.

Sollte ein externer Dienstleister die vorgegebenen KPI´s nicht erfüllen kommt es schnell dazu, dass dieser gewechselt wird. Oftmals gehen Firmen auch dazu über, die Partnerschaft komplett zu beenden und auf andere strategische Partner zu setzen, wenn diese besser Leistungen erbringen, oder sich Kosten und Nutzen lohnen.

Grundsätzlich wird das Outsourcing jedoch in einigen Branchen auch in der Zukunft nach wie vor auf einem hohen Niveau bleiben. Das bedeutet, dass jede Menge Betriebe dazu übergeben, bestimmte Aufgaben von Drittanbietern oder Dienstleistern vollziehen zu lassen. Das bedeutet im Idealfall jede Menge an Einsparungen und gleichzeitig natürlich auch entsprechende Vorteile im Wettbewerb.

Artikel gefällt? Bitte bewerte diesen Beitrag.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (0,00/5 - 0 Bewertungen)
Loading...

Deine Meinung ist uns wichtig

*