Pädagogik Paket – Schulreform 2019 in Österreich – Änderungen

Das Thema “Bildung” und Reformen in diesem Bereich sind in Österreich immer wieder Thema.

Aktuell ist von Bildungsminister Heinz Faßmann ein neues Pädagogik Paket vorgestellt worden. Die Änderungen bzw. eine Schulreform/Bildungsreform wird vermutlich erst 2019 greifen. Wir geben einen Überblick über die aktuellen Änderungen.

Erneute Einführung von Ziffernnoten für Volksschüler

Ab dem kommenden Jahr ist im Bereich der Volksschule eine Änderung in der Form der Benotung geplant. In Zukunft soll es ab dem Ende der zweiten Schulklasse wieder eine Benotung mit Ziffern/Schulnoten geben. Ergänzend dazu gibt es jedoch die Pflicht einer alternativen Beurteilung.

Kommende Änderungen für LehrerInnen und SchülerInnen

Änderungen bei der “Neuen Mittelschule” – NMS

In der NMS gibt es eine Änderungen beim Namen – Von “NMS” (Neue Mittel Schule) erfolgt eine Änderung auf “Mittelschule”, d.h. die NMS ist nicht mehr “Neu”. Weiters gibt es eine neue Notenskala zur Beurteilung und die Möglichkeit der Einführung von Leistungsgruppen.

Verbale Beurteilung oder Noten in der Volksschule?

Aktuell ist es für Volksschulen möglich selbständig die Auswahl zwischen einer verbalen Beurteilung oder einer Beurteilung der erbrachten Leistungen der Schülere mit Schulnoten zu wählen. Dies gilt für die ersten drei Volksschulklassen, ab der vierten Klasse ist aktuell eine Noten-Beurteilung vorgeschrieben.

In Zukunft sollen paralell beide Möglichkeiten von den Volksschulen genützt werden können. So ist beispielsweise bis zum Halbjahres-Zeugnis der zweiten Klasse eine alternative Beurteilung möglich. Ergänzend dazu haben Eltern aber die Option, auf eine Beurteilung mit einer Note (Ziffernnote) zu bestehen. Ab 2019/2020 kommt die Änderung für die Volksschulen dass eine Beurteilung mit Ziffern erfolgen MUSS, ergänzend ist aber die verabel Beurteilung in jedem Fall vorgesehehn.

Hilfestellung für Pädagogen durch Bewertungsraster

In Zukunft wird durch die Änderung bei den Ziffernnoten die verbale Beurteilung auch für alle Schulen Pflicht, die bis jetzt nur mit Noten eine Beurteilung vorgenommen haben. Um die verbale Beurteilung transparent zu machen und die Pädagogen zu entlasten gibt es aktuell eine Entwicklung für einen Bewertungsraster mit transparenten Kriterien, die für die verbale Beurteilung und Formulierung genutzt werden können.

“Sitzenbleiben” bereits für Volksschüler – Änderungen

Während bisher das Sitzenbleiben nur für die 4. Klasse in der Volksschule möglich war betrifft das nun bereits Volksschüler ab der zweiten Klassen. Zusätzlich sollen regelmässige Bewertungsgespräche mit Eltern geführt werden. Dies soll den Austausch über Leistungsstärken und Leistungsstand der SchülerInnen mit den Eltern ermöglichen. Aktuell war diese Vorgabe nur bei alternative Beurteilung gültig. Je nach Bedarf ist es auch möglich, SchülerInnen zum Förderuntericht zu verpflichten.

Leistungs-“Gruppen” an der NMS

In Zukunft kommt es auch zu Änderungen an der NMS im Zuge der geplanten Schulreform/Bildungsreform in Östereich. Ab der sechsten Schulstufe (2. Klasse NMS) sollen zukünftig SchülerInnen in zwei verschiedene Leistungsniveaus eingeteilt werden können. Aktuell gab es die Trennung in “grundlegende Allgemeinbildung” sowie “vertiefende Allgemeinbildung”. In Zukunft heissen die Niveaus “Standard” sowie “Standard AHS”. Weiteres folgt die Abschaffung der bisherigen siebenteiligen Notenskala in der NMS. Diese wird durch 2 fünfteilige Skalen (überlappend) ergänzt.

Wechsel der Gruppen bei Leistungsänderung möglich

Die NMS (in Zukunft Mittelschulen) haben individuell (schulautonom) die Option, ab der 6. Schulstufe eine Einteilung in Gruppen nach Leistung vorzunehmen. Dies ist für die Unterrichtsfächer Deutsch, Mathematik und Englisch möglich. Eine Änderung gibt es hierbei bei der Zuteilung – Die Schüler sollen in Zukunft die Gruppen während einem Schuljahr wehcseln können und je nach ihrer Leistung im jeweiligen Gegenstand auch in verschiedenen Gruppen eingeordnet sein.

Einschätzung zur Schulreform 2019 – Pädagogik Paket

Der Bildungsminister Heinz Faßmann von der ÖVP spricht von einem Meilenstein, während die Opposition bei den geplanten Änderungen eine Rückkehr in die Nachkriegszeit (SPÖ) bzw. e
ein Zurück in die 50er Jahre (NEOS) bzw. einen “Rückschritt als neuen Fortschritt” (Liste Pilz) wahrnimmt.

Paul Kimberger, der Vorsitzende der Pflichtschullehrer-Gewerkschaft, reagierte vorsichtig positiv mit der Meinung, dass das Pädagogik Paket für Österreich in die richtige Richtung gehe.

Quellen und weitere Informationen

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