Pensionserhöhung 2018 in Österreich – Staffelung

Die Entscheidung ist gefallen, im Jahr 2018 werden die Pensionen erhöht. Die Umsetzung erfolgt nach einem gestaffelten System und nicht nach einer festen Prozentzahl, wie zunächst geplant.

Der Gesetzesentwurf, der diese Änderung möglich macht, wurde am 2. Januar 2018 von Sozialminister Stöger beschlossen. Die konkrete Umsetzung erfolgt im Herbst dieses Jahres.

Wer eine Pension bis zu 1500 Euro brutto erhält darf sich über einen Zuwachs von ganzen 2,2 Prozent freuen. Grob gesprochen profitieren fast alle Bürger, bis auf einige pensionierte Beamte.

Die Staffelung der Pensionserhöhung

Die gestaffelte Erhöhung der Pensionen wird noch in diesem Jahr umgesetzt. Die Weichen dafür stellte der Ministerrat in seiner Dienstag-Sitzung am 2. Januar 2018.

Tipp: Rechtzeitig an die Altersvorsorge/Pension denken

Daran trägt besonders die SPÖ ihren Anteil. Denn diese sorgte für massiven Druck, die Pensionserhöhung bereits vor dem 15. Oktober in die Wege zu leiten. Die Entscheidung sollte somit weit vor der nächsten Nationalratswahl gefallen sein. Von der SPÖ stammt auch die Idee, die Erhöhung mit einer Staffelung umzusetzen.

Denn zunächst war eine einheitliche Erhöhung der Pensionen um 1,6 Prozent vorgesehen. In Zusammenarbeit mit dem Sozialminister Alois Stöger wurde jedoch das mittlerweile beschlossene Modell umgesetzt. Die niedrigeren Pensionen, die nur bis 1500 Euro pro Monat reichen, sollen dabei am meisten profitieren. Die Steigerung beträgt dann 2, 2 Prozent.

Die Staffelung betrifft allerdings nur Pensionen, die unterhalb oder genau 4980 Euro brutto liegen. Darüber hinaus wird keine Erhöhung gewährt. Dieser Zusatz der neuen Regelung betrifft besonders die führenden Beamten, die sich mittlerweile im Ruhestand befinden. Sie erhalten keine Erhöhung ihrer Pension.

Christian Kern: Die Pensionserhöhung ist kein Wahlgeschenk

Für die Gegner der SPÖ hat die Pensionserhöhung allerdings einen faden Beigeschmack. Denn von dieser Seite kommt der Verdacht auf, es würde sich dabei um eine Art verfrühtes Wahlgeschenk handeln.

Die SPÖ würde sich dadurch kurz vor der Wahl im Herbst die Stimmen der Wähler sichern. Der SPÖ-Bundeskanzler kann allerdings nicht nachvollziehen, warum Kritiker die Erhöhung der Pension als eine Art Wahlgeschenk sehen. Schließlich stand die Anpassung der Pensionen bereits seit einiger Zeit auf der „to-do-Liste“ und wäre somit unabhängig von der Wahl. Selbst ohne eine Wahl, wäre sie früher oder später umgesetzt worden.

Die Erhöhung sei außerdem sozial ausgewogen. Die kleineren Pensionen können damit über die Inflationsrate angehoben werden. Alleine schon aus diesem Grund, wäre das Vorgehen nötig und somit die richtige Entscheidung.

Auch die Tatsache, dass die höheren Pensionen nicht berücksichtigt werden, spricht schließlich gegen die Theorie des Wahlgeschenkes. Sozialminister Alois Stöger widerspricht solchen Behauptungen damit, dass er anmerkt, dass die Pensionisten nun endlich erhalten würden, was ihnen zusteht.

Im September folgt der Gesetzesbeschluss

Die gestaffelte Erhöhung muss allerdings noch durch einen Gesetzesbeschluss umgesetzt werden. Dieser wird vermutlich am 20. September 2018 erfolgen.

Denn dann hält der Nationalrat seine erste Sitzung nach der Sommerpause. Die gestaffelte Erhöhung der Pensionen wird Mehrkosten von rund 860 Millionen Euro verursachen. Wenn eine reguläre Erhöhung gewählt geworden wäre, würden sich die Kosten auf rund 640 Millionen Euro belaufen. Für Kritiker der gestaffelten Erhöhung ist diese Tatsache natürlich interessant.

Die Erhöhung der Mindestpensionen anhand konkreter Zahlen

Besonders für Personen, welche die Mindestpension erhalten ist es natürlich wichtig zu wissen, mit welchem zusätzlichen Kapital sie im Jahr 2018 rechnen dürfen. In diesem Fall beträgt die Erhöhung 2,2 Prozent. Bei der Mindestpension ergibt sich damit ein Plus von knapp 20 Euro. Dem Pensionsbezieher stehen dann monatlich 909 Euro zur Verfügung.

Die Zahlen beziehen sich auf eine alleinstehende Person.
Bei einem Alleinstehenden, der 30 Versicherungsjahre vorweisen kann, ergibt sich ein Plus von 22 Euro. Er hat demnach eine monatliche Pension von 1022 Euro. Wenn der Pensionsbezieher ein Kind hat, wird die Pension um 140, 32 Euro erhöht.

Außerdem wird die Geringfügigkeitsgrenze erhöht

Neben der Erhöhung der Pensionen, wird auch die Geringfügigkeitsgrenze erhöht. Die Anhebung beträgt 12 Euro, womit die Grenze nun bei 438,05 Euro liegt. Besonders für Frühpensionisten ist dies wichtig zu wissen, da sie diesen Betrag neben der Pension steuerfrei hinzuverdienen können. Bei der Überschreitung erlischt immerhin der Anspruch auf den Ruhebezug.

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