Photovoltaik Förderung Österreich 2020 & Stromspeicher – PV Anlagen Notpaket

Förderung auf Photovoltaikanlagen und Stromspeicherlösungen in Österreich

In Österreich startet am 11. März 2020 die bundesweite Investmentförderung auf Photovoltaik-Anlagen und Stromspeicherlösungen.

Der Beschluss des PV-Anlagen-Notpakets umfasst insgesamt 36 Millionen Euro, wobei 24 Millionen für die Umsetzung von Solaranlagen vorgesehen sind und 12 Millionen für Energiespeicher zur Verfügung stehen.

  • Die finanzielle Förderung richtet sich vor allem an PV-Projekte, welche eine eigenständige Stromversorgung vorsehen und auf die Einspeisung in das öffentliche Stromnetz verzichten. Eine zusätzliche Förderung gibt es für PV-Projekte mit Stromspeicherlösungen.
  • PV-Anlagenbetreibern winken 250 Euro pro kWp (Kilowattpeak), 200 Euro gibt es pro kWh (Kilowattstunde) bei Solarenergiespeichern.
  • Trotz des angehobenen Förderbudgets in Österreich gibt es eine Beschränkung für die maximale förderbare Stromspeicherkapazität. PV- und Stromspeicheranlagen können selbstverständlich größer gebaut werden, eine Förderung gibt es jedoch nur für Projekte bis 500 kW für Solaranlagen und 50 kWh bei Energiespeichern.

Der Verband Photovoltaic Austria machte sich für die Erhöhung des Förderbudgets stark. Das übergeordnete Ziel ist die Verzehnfachung der PV-Kapazität in Österreich bis 2030. Um dieses Ziel zu erreichen ist es bisher nur ein erster Schritt die Fördermittel auf Solaranlagen anzuheben. So setzt sich der Verband auch für die Ausarbeitung eines sogenannten Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes ein, wodurch neue Anwendungs- und Umsetzungsmöglichkeiten geschaffen werden.

Der Weg zur eigenen Solaranlage – Organisatorischer Ablauf

Förderung für Photovoltaik-Anlagen mit mehr als 5 kWp im Rahmen des Ökostromgesetzes:

  • 1. Klärung grundsätzlicher Fragen zur Realisierung eines PV-Projektes: Größe der Anlage, Standort des Wechselrichters, Leitungsführung
  • 2. Um die Tarifförderung zu erhalten, muss die Engpassleistung der Solaranlage größer als 5 kWp sein.
  • 3. Konkrete Angebote einholen und vergleichen (Komplettangebote für Solarprojektierer – Solarinstallateur, Dachdecker, Elektriker)
  • 4. Abklären der Finanzierung mit Banken, Versicherungen etc.
  • 5. Die zuständige Gemeinde über das PV-Projekt informieren und gegebenenfalls eine Baugenehmigung einholen.
  • 6. Netzzugangsvertrag mit zuständigem Stromnetzbetreiber abklären
  • 7. OeMAG-Förderantragen stellen
  • 8. Entscheidung über Tarifförderung der OeMAG abwarten
  • 9. Innerhalb von 9 Monaten die Auftragsvergabe und Anlagenerrichtung klären
  • 10. Parallelschaltung des Stromnetzes durch den Stromnetzbetreiber sowie Installation des eigenen Stromzählers

Investmentförderung für Solaranlagen kleiner als 5 kWp

Hinweis: Auf Photovoltaikanlagen gibt nicht gleichzeitig eine Tarifförderung sowie eine Investitionsförderung

  • 1. Klärung grundsätzlicher Faktoren: Größe der PV-Anlage, Gebäudeeigenschaften (Haustyp, Dachneigung, Dachausrichtung etc.), Standort des Wechselrichters sowie die Leitungsführung prüfen. Eine Solarberatung im Vorfeld kann hier hilfreich sein.
  • 2. Konkrete Angebote von Solarunternehmen, Solarprojektierern etc. einholen
  • 3. Informationen von Banken, Versicherungen etc. bzgl. der Finanzierung einholen
  • 4. Die zuständige Gemeinde über die Errichtung einer PV-Anlage informieren und gegebenenfalls bei der Baubehörde eine Baugenehmigung einholen
  • 5. Netzzugangsvertrag mit zuständigem Stromnetzbetreiber abschließen
  • 6. Auf Rückmeldung und Bestätigung warten
  • 7. Investitionsförderung: Antrag bei der Förderstelle KPC stellen. Das Förderbudget wird nach Antragsstellung reserviert und ausgezahlt, nach dem die Anlage errichtet und die Förderunterlagen übermittelt wurden.

Kontakt: Serviceteam Photovoltaik; Telefon: +43 (1) 31 6 31-730; E-Mail: pv@kommunalkredit.at

  • 8. Mit zuständigem Energieversorger Vertrag schließen, um überschüssige Solarenergie in das Netz einzuspeisen
  • 9. Auftrag an Solarunternehmen erteilen und PV-Anlage errichten lassen
  • 10. Abrechnen und Hochladen der benötigten Unterlagen für die Solarförderung
  • 11. Netzparallelschaltung durch den Netzbetreiber und Installation des Stromzählers

Ablauf bei Installation einer Inselanlage

  • 1. Klärung grundsätzlicher Faktoren: Größe der PV-Anlage, Gebäudeeigenschaften (Haustyp, Dachneigung, Dachausrichtung etc.), Standort des Wechselrichters sowie die Leitungsführung prüfen. Eine Solarberatung im Vorfeld kann hier hilfreich sein.
  • 2. Konkrete Angebote von Solarunternehmen, Solarprojektierern etc. einholen
  • 3. Informationen von Banken, Versicherungen etc. bzgl. der Finanzierung einholen
  • 4. Die zuständige Gemeinde über die Errichtung einer PV-Anlage informieren und gegebenenfalls bei der Baubehörde eine Baugenehmigung einholen
  • 5. Förderung: Wird die PV-Anlage gewerblich genutzt, kann die Österreichische Kommunalkredit AG um Investmentförderung ersucht werden. In Oberösterreich gilt: Eine Investmentförderung kann bei privater als auch gewerblicher Nutzung ersucht werden.
  • 6. Auftrag an Solarunternehmen erteilen und PV-Anlage errichten lassen

Förderung von Photovoltaikanlagen in Wien (Privatpersonen und Unternehmen)

Grundsätzlich gilt:

  • Es werden ausschließlich Anlagenleistungen über 5 kWp gefördert
  • Bis 5 kWp kann eine Förderung durch den Klima- und Energiefonds beantragt werden – das Land Wien fördert dies jedoch nicht

Was wird in Wien gefördert?

  • PV-Anlagen mit mindestens 900 Volllaststunden im Jahr. Hier muss der Nachweise über standardisierte Berechnungsmethoden eingereicht werden.
  • Solaranlagen mit Einspeisung in das öffentliche Stromnetz
  • Die Kosten immaterieller Leistungen (Planung, Beratung, Erstellen von Gutachten einschließlich Vorleistungen etc.)

Welches Ausmaß hat die finanzielle Förderung der PV-Anlage?

  • Solaranlagen mit einer Leistung bis zu 100 kWp werden gefördert mit 250 Euro pro kWp
  • Es gilt für PV-Anlagen mit einer Leistung größer als 100 kWp: bis zu 100 kWp werden mit 250 Euro pro kWp gefördert; jedes kWp über 100 wird mit 200 Euro gefördert

Förderung stationärer Stromspeicher im Land Wien

Grundsätzlich gilt: Die Förderung läuft bis zum 31.12.2020 oder bis das Budget ausgeschöpft ist.

Wesentliche Voraussetzungen für die Förderung von Energiespeicherlösungen:

  • Anlagenstandort und PV-Anlagenstandort müssen sich im Land Wien befinden
  • Der Akkuzellen-Hersteller muss eine Zeitwertersatzgarantie von 7 Jahren und/oder eine Rücknahmeverpflichtung eingehen
  • Anzeigebestätigung MA 64 des Wiener Elektrizitätswirtschaftsgesetz muss vor Auszahlung der Förderung vorliegen

Was wird gefördert?

  • Bis zu 30 % der möglichen, förderungsfähigen Gesamtkosten
  • Stromspeicher für Einfamilienhäuser bis zu 5 kWh
  • Stromspeicher für Mehrfamilienhäuser oder Unternehmensgebäude mit einer maximalen Nennkapazität von 10 kWh
  • Lastmanagementsysteme

Förderung Stromspeicher: Art und Ausmaß

  • Privatpersonen: die ersten 5 kWh Speichernennkapazität werden mit 500 € / kWh Speicherkapazität bis 30% der förderbaren Kosten unterstützt.
  • Mehrfamilienhäuser/Unternehmen: die ersten 10 kWh Speichernennkapazität werden mit 500 € / kWh Speicherkapazität bis 30% der förderbaren Kosten unterstützt.
  • Lastmanagementsysteme zur Eigenverbrauchsoptimierung: einmalige, nichtrückzahlbare Förderung von 300 €

Förderung von Photovoltaikanlagen in Kärnten (Privatpersonen und Unternehmen)

Richtlinie gilt für:

  • Unternehmen jeglicher Art
  • Unternehmerisch tätige Organisationen
  • Öffentliche Einrichtungen
  • Landwirte
  • Gemeinnützige Vereine

Von dieser Richtlinie ausgeschlossen sind:

  • Inselanlagen
  • PV-Anlagen mit erhöhtem Einspeisetarif
  • Gebrauchte Solarmodule

Wesentliche Voraussetzungen für PV-Förderung in Kärnten:

Hinweis: Das Gebäude muss zwingend öffentlich, gewerblich, gemeinnützig oder landwirtschaftlich genutzt werden

  • Das Solarprojekt muss eigenverbrauchsoptimiert geplant und installiert worden sein
  • Der Energieertrag der PV-Anlage sowie die Eigenverbrauchsquote müssen dokumentiert werden
  • Mindestens 10 Jahre muss die PV-Anlage betrieben werden
  • Die Förderung gilt für eine PV-Anlage und ein Unternehmen

Welches Ausmaß hat die finanzielle Förderung der PV-Anlage?

Der Fördersatz wird in Höhe von 50% der Investitionskosten gewährt – einmalig, nicht rückzahlbar. Die maximale Förderung beträgt pro kWp 200 € in Kärnten.

Förderung von Stromspeichersystemen in Kärnten

Gilt für:

  • Privatpersonen und Landwirte
  • Unternehmen
  • Unternehmerische Organisationen
  • Öffentliche Einrichtungen
  • Gemeinnützige Vereine

Welches Ausmaß hat die finanzielle Förderung der Stromspeicherlösung?

Der Fördersatz wird in Höhe von 50% der Investitionskosten gewährt – einmalig, nicht rückzahlbar. Die maximale Förderung beträgt pro kWh Nennkapazität 350 € in Kärnten. Es werden pro Standort maximal 10 kWh Nennkapazität gefördert.

Förderung auf PV-Anlagen und Stromspeicherlösungen in Salzburg

Für betriebliche PV-Anlagen und Stromspeicher gilt grundsätzlich:

  • Die Förderaktion läuft zum 31.12.2020 aus
  • Gefördert werden PV-Anlagen ab einer Leistung ab 6 kWp bis maximal 2000 kWp
  • Die geförderte PV-Anlage muss zwingend eine Eigenverbrauchsquote von 60% oder höher erreichen, aber einer Leistung von 300 kWp muss dieser Wert mindestens 75% erreichen.
  • Stromspeicher: Systeme bis 40 kWh Brutto-Speicherkapazität werden mit 600 € / kWh gefördert – 40 % der Kosten werden gedeckelt
  • Eine zusätzliche Förderung durch den Klima- und Energiefond ist möglich.

Für PV-Anlagen und Stromspeicher für Privathaushalte und landwirtschaftliche Zwecke gilt grundsätzlich:

  • Gefördert wird eine Anlage mit maximal 0,3 kWp pro 1.000 kWh Stromverbauch bzw. 15 kWp
  • Förderhöhe: Solardachanlagen oder gebäudeintegrierte PV-Anlagen für bis zu 15 kWp – 600 € /

PV-Förderung in Burgenland

Förderung gibt es grundsätzlich für:

  • eine netzgeführte Stromerzeugungsanlage mit einer Höchstleistung von 5 kW
  • eine netzgeführte Stromerzeugungsanlage mit einer Höchstleistung von 5 kW in Kombination mit einem Energiespeichersystem
  • Die Nachrüstung eines Stromspeichersystems an eine bestehende PV-Anlage
  • Es wird die nutzbare Speicherkapazität bis maximal 5 kWh gefördert
  • Unabhängig von der tatsächlichen Größe der Anlage gilt: nur 5 kW werden gefördert
  • Eine Leistungserweiterung der PV-Anlage wird nicht finanziell gefördert

Förderbudget für PV-Anlagen in Burgenland

  • Eine netzgeführte, solare Stromerzeugungsanlage mit einer Höchstleistung von 5 kWp wird mit bis maximal 275 € / kWp gefördert
  • Eine netzgeführte, solare Stromerzeugungsanlage mit einer Höchstleistung mit einem Stromspeichersystem wird mit maximal 2.750 € gefördert. Diese Summe resultiert aus 5 kWp zu je 275 € und maximal 275 € zu je 5 kWh nutzbarer Speicherkapazität

Förderung für betriebliche und eigenverbrauchsoptimierte Solaranlagen in Steiermark

Grundsätzlich gilt:

  • Die Mindestgröße der Solaranlage beträgt 100 kWp
  • Die Mindestgröße der Solaranlage bei Großunternehmen beträgt 200 kWp
  • Das Photovoltaiksystem muss eigenverbrauchsoptimiert geplant und installiert werden.

Für wen gilt diese Förderung in Steiermark?

  • Kleinste bis große Unternehmen
  • Produkts-, Dienstleistungs- und Handelsbetriebe

Wofür können Fördergelder in Steiermark auf Photovoltaikanlagen beantragt werden?

  • Investitionskosten für die Realisierung einer PV-Anlage
  • Baumaßnahmen
  • Solaranlagen und Anlagenteile
  • Kosten für die Installation der PV-Anlage
  • Planungs- & Beratungskosten für den Zeitraum der Errichtung

Welches Ausmaß hat die Förderung?

Kleinere, mittlere Unternehmen:

  • 40 % der gesamten Investitionskosten
  • Minimum 50.000 € Projektvolumen

Großunternehmen:

  • 30 % der Investitionskosten
  • Minimum 50.000 Projekvolumen

Wichtige Informationen rund um die Förderung für Photovoltaikanlagen in Steiermark

  • Die Förderung muss vor Projektbeginn beantragt werden
  • Gleichzeitig erfolgt mit Einreichung des Förderantrags auch eine Förderbeantragung aus dem Fond für Regionale Entwicklung
  • Nur Kosten für das Einlangen des Ansuchens werden anfallen
  • Die Projektanträge werden beurteile nach formalen und inhaltlichen Projektselektionskriterien
  • Bei kofinanzierten Projekten gilt die EFRE-Richtlinie 2014 – 2020

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