Polizist Ausbildung in Österreich – Kosten, Dauer und Voraussetzungen, Polizist werden, Bewerbung, Polizeischule, Aufnahmeprüfung

Der Beruf des Polizisten ist ein sehr wichtiger Beruf, denn es werden immer Menschen gebraucht, welche mit ihrer Hilfe zur Seite stehen, dafür sorgen, dass das Recht eingehalten wird und Menschen, welche sich nicht an das Recht halten zur Rechenschaft gezogen werden.

Wo die Polizei vor Ort ist, fühlen sich die Menschen in der Regel direkt sicherer.

Wer zu dem allgemeinen und guten Sicherheitsgefühl der Menschen beitragen und einen spannenden und interessanten Alltag in seinem Beruf erleben möchte, der ist bei der Polizei bestens aufgehoben.

Der Beruf des Polizisten

Als Polizist hat man eine sehr große Verantwortung und muss auch in schweren und heiklen Situationen immer einen kühlen Kopf bewahren. Das ist nicht immer einfach, doch durchaus spannend und bringt ein sehr großes Maß an Abwechslung mit sich.

Stockfoto-ID: 295009294 Copyright: cherokee4, Bigstockphoto.com

Polizei im Einsatz
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Man muss sich aber auch darauf einstellen, dass man zu Einsätzen gerufen wird, welche mit dem Tätigkeitsbereich der Polizei eher weniger zu tun haben. Denn immer mehr Menschen rufen wegen Kleinigkeiten die Polizei. Das kann an einem sehr langweiligen Tag durchaus erfrischend sein, doch in den meisten Fällen sind solche Einsätze eher nervig und anstrengend.

Doch auch in diesen Fällen gilt es in der Regel einen kühlen Kopf zu bewahren und stets freundlich zu bleiben, um die Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass sich die Polizei in der Regel nicht um Streits in der Familie kümmern, sofern diese nicht drohen auzuarten.

Alles in allem kann man aber festhalten, dass es sich bei dem Beruf des Polizisten um einen sehr spannenden Beruf handelt, bei welchem kein Tag wie der andere ist. Jeden Tag warten neue Situationen und Herausforderungen, bei welchen man innerhalb von Sekunden handeln und eine richtige Entscheidung treffen muss.

Die Bewerbung bei der Polizei

Wie es bei jedem anderen Ausbildungsberuf der Fall ist, muss man sich auch bei der Polizei mit einer Bewerbung bewerben. Allerdings reicht ein Bewebungsschreiben und ein Lebenslauf in diesem Fall nicht aus.

Das liegt unter anderem an der Tatsache, dass man als Polizist durchaus fähig sein muss einem Täter, welcher auf der Flucht ist, hinterherzulaufen oder diesen mit aller Kraft festzuhalten und zu Boden zu drücken, um diesen bewältigen zu können.

Nicht alle Menschen sind dafür geeignet, weshalb man, bevor man sich auf eine Ausbilung bei der Polizei in Österreich freuen darf, einem Eignungstest unterziehen muss. Nur, wenn man diesen besteht, kann man bei der Polizei zum Polizisten ausgebildet werden.

Wie sind die Perspektiven bei der Polizei?

Bei dem Beruf als Polizist erwartet die Menschen ein sehr interessanter und vor allem vielfältiger, zudem aber auch sehr erfüllender Beruf, welcher so erfüllend wie kaum ein anderer Beruf ist. Denn als Polizist hilft man nicht nur, sondern man schützt die Menschen, man ermittelt und vertritt das Recht.

Als Polizist arbeitet man mit anderen Kollegen in einem eingespielten Team, welches zusammen für die Sicherheit der Bürger sorgt.

Dazu kommt die Tatsache, dass man mit der Polizei als Arbeitgeber einen sicheren und vor allem aber einen sehr spannenden und abwechslungsreichen Arbeitsplatz erhält.

Ein sehr guter Pluspunkt ist dabei, dass die Ausbildung zum Polizisten bezahlt ist und man sehr viele unterschiedliche Felder zur Auswahl hat, in welchen man nach der abgeschlossenen Ausbildung tätig werden kann.

Der Streifendienst

Ein Tätigkeitsbereich der Polizei ist der Streifendienst. Diesen führt die Polizei in Österreich an allen 365 Tagen am Jahr rund um die Uhr durch. Dabei handelt es sich bei diesem Streifendienst um die größte tragende Säule des Polizeidienstes.

Denn in diesem Zusammenhang fahren die Polizistinnen und Polizisten nicht einfach nur mit dem Auto durch die Gegend und schauen sich um, sondern sie stehen immer bereit, wenn sie zum Einsatz gerufen werden.

Dabei bekommt man es in dem Rahmen des Streifendienstes mit den unterschiedlichsten Fällen zu tun. Es kann dabei zu Fahndungen oder zu Verkehrsunfällen, zu Diebstahl und Gewaltdelikten, aber auch zu Todesfällen kommen, zu welchen die Polizisten gerufen werden.

Die Aufgaben des Streifendienstes bestehen somit darin, immer und direkt zur Stelle zu sein und akute Gefahren abzuwehren. Die Polizisten helfen den Opfern, nehmen Anzeigen auf und leiten unter Umständen auch die Ermittlungen ein.

Der Streifendienst ist in der Regel der erste Dienst, welchen die jungen Polizisten und Polizistinnen kennenlernen. Denn der Beruf muss von der Basis an erlernt werden. Mit dem Streifendienst können sich diese die Voraussetzungen aneingnen, welche für die restliche Polizeiarbeit wichtig sind.

Die Bereitschaftseinheit

60 Polizistinnen und Poliziste bilden das sogenannte und vor allem permanente Team der Bereitschaftseinheit. Diese wechselt sich in einem Sechs-Monats-Turnus ab und besteht in dem Fahren der Streifen in der U-Bahn oder auch in anderen öffentlichen Verkehrsmitteln, sowie auch in Bahnhöfen durch.

Es werden dabei verdächtige Personen kontrolliert und Drogendelikte bekämpft. Zu den Aufgaben gehören dabei auch die Einsätze bei Großveranstaltungen. Dazu gehören unter anderem Sportveranstaltungen oder auch Demonstrationen.

Die Kriminalpolizei

Wer sich für Mord und Totschlag interessiert, der ist bei der Kripo, also bei der Kriminalpolizei genau an der richtigen Stelle. Denn diese kommt immer dann zum Einsatz, wenn es um sehr schwere Delikte geht.

Mord und Raub, Sexualdelikte und Einbruch, sowie Betrugsfälle gehören dabei zu dem Alltag der Kripo. Zudem kümmert sich dieser auch um die Bekämpfung des Menschenhandels oder der Wirtschaftsdelikte.

Die Kripo ist das, was man in dem Krimis in der Regel zu sehen bekommt. Dabei hat man es mit dem vollen Programm samt Hausdurchsuchungen und der Tatortarbeit zu tun.

Der Schichtdienst

Ein sehr großer Bestanteil des Berufes als Polizist ist die Tatsache, dass es sich bei diesem Beruf um einen Beruf handelt, welcher sich im Schichtdienst abspielt. Das ist aus dem Grund so wichtig, da die Polizei den Bürgern rund um die Uhr zur Verfügung stehen und im Notfall schnell zur Stelle eilen können muss.

Dabei erfolgt dieser Schichtdienst in festgelegten Dienstgruppen, wobei eine Schicht in der Regel zwölf Stunden dauert. Eine Schicht geht von 7 bis 19 Uhr und eine von 19 bis 7 Uhr. Nach fünf Schichten hat man dann in der Regel 48 Stunden frei, wobei dieses „Wochenende“ oft auch auf zwei Wochentage fallen kann.

Die Aufnahmeprüfung

Um eine Ausbildung bei der Polizei anfangen zu können, muss man zunächst einmal, wie schon gesagt die Eigungsprüfung bestehen.

Damit ist aber noch nicht genug. Denn neben dieser muss man auch an einer Aufnahmeprüfung teilnehmen, welche darüber entscheidet, ob man für die Ausbildung zum Polizisten geeignet ist oder nicht.Dabei nimmt diese Prüfung in der Regel zwei Tage in Anspruch.

Der erste Tag der Aufnahmeprüfung für die Polizei Ausbildung

An den ersten Tag der Prüfung wartet zunächst einmal eine schriftliche Aufnahmeprüfung auf die Teilnehmer. In dieser befindet sich unter anderem auch ein Rechtschreib- und Grammatiktest, um die Rechtschreib- und Grammatikfähigkeiten zu testen.

Dazu kommt auch eine sogenannte psychologische Eignungsdiagnostik, bei welcher viele unterschiedliche Aufgabengruppen bearbeitet werden müssen. Sobald alle Übungen vorbei sind, erhalten die Teilnehmer unittelbar danach eine Rückmeldung darüber, ob sie die Mindestanforderungen erfüllen oder nicht. Nur, wenn dies der Fall ist, kann man die Persönlichkeitsdiagnostik direkt danach bearbeiten.

Ebenfalls an dem ersten Tag der Prüfung erfolgt ein klinisch psychiatrisches Testverfahren. Bei diesem handelt es sich um ein sogenanntes Screeningverfahren Dieses dient dem Zweck Persönlichkeitsmerkmale und auch Risikoverhalten der einzelnen Teilnehmer abzubilden.

Die Bestätigung über den allgemeinen gesundeitlichen Zustand der Teilnehmer, liefert der Sporttest. Auf diesen sollte man sich gezielt vorbereiten und trainieren. Diesbezüglich kann man sich auch Tipps und Videos direkt auf der Homepage der Polizei ansehen. So kann man sich gezielt auf die körperlichen Anforderungen vorbereiten. Man muss dabei alle Diziplin erfüllen. Sollte das nicht gelingen, kann man diesen Test innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten noch einmal wiederholen. Andernfalls riskiert man, dass die Bewerbung verfällt.

Der zweite Tag – Aufnahmeprüfung Polizei in Österreich

An dem zweiten Tag findet eine ärztliche Untersuchung durch den Polizeiarzt statt und prüft in diesem Zusammenhang die beigebrachten Befunde. Bei den Untersuchungen, welche bei den Teilnehmern durchgeführt werden, handelt es sich um sehr viele unterschiedliche Untersuchungen.

Unter anderem erwarten die Teilnehmer des Tests die Harnabgabe, sowie ein Seh-und Hörtest, die Größen-und Gewichtsmessung und ein EKG, aber auch die Spirometrie und die Fahrradergometrie.

Ganz zum Schluss wird dann noch eine abschließende klinische Untersuchung durchgeführt.

Das Eignungsinterview ist ebenfalls an dem zweiten Tag fällig. Dieses ist sehr wichtig, da nicht nur die oben genannten Punkte, sondern unter anderem auch die Persönlichkeitsmerkmale eine wichtige Voraussetzung sind, um sich für den Polizeiberuf qualifizieren zu können. Innerhalb dieses Interviews lernen die Ausbilder die Teilnehmer besser und vor allem persönlich kennen, wobei sehr viele unterschiedliche Fragen gestellt werden, um die Eignung zum Polizisten zu prüfen.

Welche Inhalte werden in der Ausbildung behandelt?

Da es sich bei dem Beruf des Polizisten um einen sehr umfangreichen und vielfältigen Beruf handelt, überrascht es nicht, dass es sich bei der Ausbildung ebenfalls um eine sehr umfassende Ausbildung mit sehr vielen unterschiedlichen Themen handelt. Die Ziele, welche diese Ausbilung verfolgt sind zum einen die Handlungssicherheit und zum anderen die Bürgernähe auf der Basis von menschenrechtskonformen Verhaltensweisen.

Aus diesem Grund umfasst die spannende Ausbildung unter anderem einzelne Elemente aus der Psycholigie, sowie auch die Kommunikation und das Konfliktmanagement, die Berufsethik und die Menschenrechte. Da sich Polizisten auch mit dem Recht auskennen müssen, werden diverse Rechtsmaterien behandelt. Auch polizeispezifisches Wissen ist ein Teil der Ausbildung. Dazu gehört unter anderem der Bereich der Dienstvorschriften, sowie die Kriminalistik, Englisch und auch polizeispezifische Anwenderprogramme. Abgerundet wird die Ausbildung durch das Einsatztraining einschließlich der Schießausbildung und den Szenarientrainings, sowie zu guter Letzt Sport und Erste Hilfe.

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