Post in Österreich startet umfangreiches Investitionspaket

Die Post in Österreich ist teilverstaatlicht und teilprivatisiert. Der Konzern kündigte nun an, dass ein großer Teil der Paketzentren modernisiert werden soll. Dies dürften Auswirkungen der Ankündigungen des US Konzerns Amazon sein, der ab Herbst 2018 in Österreich selbst Pakete zustellen möchte.

Bei der Post in Österreich kenne man die Pläne des Handelsriesen Amazons und möchte entsprechend darauf reagieren können. Derzeit ist der Konzern Amazon noch einer der größten Paketkunden der Post in Österreich. Sollte Amazon selbst auf dem Markt in Österreich mit der Auslieferung der Pakete beginnen, so ist es möglich, dass der Post in Österreich einiges an Marktanteilen verloren gehen werden.

Großes Paket-Aufkommen in Österreich – Stockfoto-ID: 225502747 Copyright: Rost-9/Bigstockphoto.com

Derzeit ist es noch offen, wie hoch die Anzahl der Pakete ist, die bei Amazon in der Zukunft durch einen eigenen Lieferdienst zugestellt werden. Anzumerken ist, dass Amazon weiterhin ein Kunde der Post in Österreich bleiben soll.

Es ist jedoch schwer denkbar, dass Amazon unter Reduktion der Kosten nicht versuchen wird, einen großen Teil der Pakete selbst zuzustellen und weniger Leistungen bei der Post in Österreich einkaufen wird.

Wie groß ist das Postgeschäft in Österreich?

Die österreichische Post hat derzeit eine besondere Stellung auf dem Paketmarkt im Land. Anzumerken ist, dass etwas weniger als 60% der Paketgeschäfte über Privatkunden über die Post in Österreich verläuft.

Das Unternehmen möchte diese Stellung halten und sogar ausbauen, so dass jetzt in die Kapazitäten und auch in die Qualität investiert wird. Das bedeutet, dass die Ausgaben für entsprechende Entwicklungen gesteigert werden und zwar von derzeit rund 100 Millionen Euro im Jahr 2017 auf rund 150 Millionen Euro im Jahr 2018. Vor allem die Logistik soll bei der Post in Österreich deutlich verbessert werden.

Wie auch in anderen Ländern ist es in Österreich der Fall, dass das Volumen an Briefen im Land insgesamt sinkt. Die Menge der Pakete, die über die Post in Österreich verschickt wird, sollte jedoch deutlich steigen.

Derzeit sind es rund 100 Millionen Pakete (siehe Quelle: Die Presse), die jedes Jahr mit der Post in Österreich versendet werden. Das Unternehmen geht davon aus, dass diese Menge in den kommenden 4 Jahren um mindestens 50% auf rund 150 Millionen Pakte steigen wird.

Wer sich die Modernisierungen der Post in Österreich im Detail anschaut der wird feststellen, dass das Unternehmen derzeit im gesamten Lang mit sieben Zentren zur Paketverteilung arbeitet. Diese sollen alle komplett modernisiert und auch erweitert werden.

Zudem ist es erforderlich, dass ein weiteres Paketzentrum in Niederösterreich in Hagenbrunn errichtet wird, welches in der Lage ist ebenfalls Pakete zu sortieren und zu versenden. Die Anzahl der Pakete je Stunde liegt derzeit bei rund 50.000, die sortiert und versandt werden können. In den kommenden Jahren soll sich diese Zahl verdoppeln, so dass insgesamt rund 100.000 Pakete versandt je Stunde sortiert werden können.

Nicht nur über die Post Stationen sollen Pakete entsprechend empfangen und versandt werden können, sondern in der Zukunft auch über weitere Stellen. So wird es eine Kooperation mit dem Lebensmitteldiscounter Hofer geben, welcher ab September 2018 zunächst in einem Pilotprojekt mit dem Unternehmen zusammenarbeiten wird.

Darüber hinaus gibt es auch mit dem Unternehmen Hermes, welches in Deutschland in der Logistik inzwischen eine wichtige Rolle einnimmt, entsprechende Kooperationen gibt. Darüber hinaus sollen auch weitere so genannte Selbstbedienungsboxen aufgestellt werden, die von den Kunden quasi ohne Personal genutzt werden können.

Österreichische Post bei Aktionären beliebt

Die Aktie der Post in Österreich ist auch bei den Anlegern und Aktionären sehr beliebt. Das liegt unter anderem daran, dass es dem Unternehmen sehr gut geht und die Anleger mit einer attraktiven Dividende rechnen dürfen.

Der Umsatz liegt derzeit bei 955 Millionen Euro und ist sehr stabil. Für das Geschäftsjahr 2017 erhielten die Aktionäre eine Dividende in Höhe von 2 Euro je Aktie und für das Jahr 2018 konnte diese Summe auf 2,05 Euro je Aktie angehoben werden. Anzumerken ist, dass der Kurs der Aktie bei etwa 40 Euro notiert und entsprechend die Rendite bei knapp 4,9% liegt. Damit ist die Aktie der Österreichischen Post, welche im ATX gelistet ist ein sehr erfolgreiches und interessantes Papier, in das gerne investiert wird.

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