Private Banking in Österreich – Anbieter & Voraussetzungen

Das Thema Private Banking spielt 2018 nicht nur in Österreich, sondern in den meisten Ländern in Europa eine wichtige Rolle.

Da die Schere zwischen Arm und Reich in Österreich und auch in vielen weiteren Ländern, wie zum Beispiel in Deutschland und auch in Frankreich immer weiter geöffnet wird, bedeutet dies, dass es folglich auch viele Menschen gibt, die besonders wohlhabend oder vermögend sind.

Was ist überhaupt das Private Banking?

Das Thema Private Banking widmet sich allen Finanzdienstleistungen, die von den Kreditinstituten, bzw. Banken an vermögende Privatkunden angeboten werden. Es gibt meist einzelne Abteilungen in den Banken, die unter dem Namen Private Banking agieren und entsprechend die Kunden hier beraten.

Wichtig: Vor einer Wahl der Privatbank umfassend beraten lassen

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um Private Banking Kunde zu werden?

Grundsätzlich ist zu erwähnen, dass es in den Banken eigene Abteilungen gibt, die sich ganz dem Thema Private Banking widmen. Dabei ist die Grenze, die an Vermögen erreicht werden muss, um als Kunde bei einer Bank hier wahrgenommen zu werden oftmals eine Summe in Höhe von 1 Millionen Euro.

Das bedeutet, dass das Vermögen, welches durch die Bank verwaltet wird, eine Summe in Höhe von mindestens 1 Millionen Euro haben muss. Gerade im Inhouse Consulting haben sich einige Unternehmen auf das Thema spezialisiert und entsprechende Erhebungen vollzogen.

Viele Banken legen die Grenze für das Private Banking auf eine Summe von 1 Millionen Euro, bei einigen Instituten liegt die Grenze bei 500.000 Euro, wiederum andere Banken haben sich auf Kunden spezialisiert, die deutlich über 1 Millionen Euro Kapital zu verwalten haben.

Überblick – Welche Private Banking Angebote gibt es in Österreich?

Die Auswahl der Private Banking Angebote in Österreich ist recht groß. Es gibt viele Angebote, bei denen nicht unbedingt 1 Millionen Euro an Kapital vorhanden sein muss, damit man als Private Banking Kunde wahrgenommen werden kann. Grundsätzlich ist anzumerken, dass die Privatbanken ihren Sitz oftmals in Wien haben, viele Banken jedoch über das Gebiet der Republik Österreich verteilt anzutreffen sind.

Auch die Sparkasse in Österreich hat einen eigenen Private Banking Bereich, der sich um entsprechend wohlhabende Kunden kümmert.

  • Bank Gutmann
  • Kathrein Privatbank
  • Sparkasse Private Banking
  • Schoellerbank
  • VKB Private Banking
  • Partnerbank
  • Oberbank
  • Euram Bank
  • Bank Winter
  • Liechtensteinische Landesbank
  • LGT Bank
  • Meinl Bank
  • Capital Bank
  • Deutsche Bank Österreich
  • Walser Privatbank
  • Ells Bank
  • Wiener Privatbank

Die Auswahl der Banken ist recht groß und es gibt in Österreich deutlich mehr Banken im Segment Private Banking, als hier aufgelistet werden.

Viele Bankhäuser, die in Österreich als Privat Bank gelten, haben schon eine lange Tradition. Diese dürften in den kommenden Jahren weiterhin viel zu tun haben, denn es gibt einige Millionäre, die in Österreich hinzu gekommen sind und es ist davon auszugehen, dass die Zahl derer, die gut verdienen und die es über die Grenze der Millionen schaffen, in den kommenden Jahren weiter steigen wird.

Besonders viele Millionäre gibt es neuerdings im asiatischen Raum, wobei auch in Europa ein Wachstum zu beobachten ist, welches jedoch deutlich langsamer von statten geht, als es in anderen Kontinenten der Fall ist.

In Österreich gibt es eine Reihe von Familien, die schon seit vielen Generationen als wohlhabend gelten und die ihr Vermögen durch Private Banking Institute verwalten lassen. Anzumerken ist, dass die Private Banking Anbieter jede Menge Dienstleistungen anbieten, dazu jedoch später mehr.

Wie alt sind die Privatbanken in Österreich?

Viele der traditionsreichen Bankhäuser in Österreich haben ihren Ursprung im 19. Jahrhundert. Zu den ältesten zählt zum Beispiel das Bankhaus Carl Spängler, welches seinen Sitz in Salzburg hat und im Jahr 1828 gegründet wurde. Ebenso ist das Bankhaus Schelhammer & Schattera sehr bekannt, welches in Wien im Jahr 1832 gegründet wurde

(Quelle der Informationen: http://m.gewinn.com/geld-und-boerse/persoenliche-finanzen/artikel/private-banking-in-oesterreich/).

Zu Beginn des 20. Jahrhundert wurden ebenfalls einige Bankhäuser in Österreich gegründet, die heute noch geöffnet haben. Zum Beispiel die BKS in Kärnten, oder aber auch das Bankhaus Krentschker, welches in Graz gelegen ist.

Wie unterscheiden sich die Mindestsummen bei den Bankhäusern im Thema Private Banking?

Wer in Österreich beim Private Banking aktiv werden möchte, kann bei der Wiener Privatbank schon ab deutlich unter 50.000 Euro ein Konto eröffnen und zum Beispiel ein Festgeld führen. Ab 50.000 Euro Investitionssumme besteht die Möglichkeit, das bei der Hypo Vorarlberg eine Investition gesucht wird.

Bei der BKS werden 200.000 Euro erforderlich und wer bei der Zürcher Kantonalbank Österreich oder bei der LLB eine Anlage sucht, der muss mindestens 500.000 Euro auf den Tisch legen, um hier einen Termin zur Beratung zu bekommen und als Kunde aufgenommen zu werden.

Es gibt eine Reihe an Privatbanken, bei denen mindestens ein Budget von 1 Millionen Euro Vermögen vorhanden sein muss, damit ein Konto eröffnet werden kann, bzw. eine entsprechende Beratung wahrgenommen werden kann. Wer bei der Kathrein Privatbank vorstellig sein möchte, muss mindestens eine Summe in Höhe von 1 Millionen Euro zur Verfügung haben und diese anlegen wollen. Bei einigen Banken ist es nicht notwendig, dass die entsprechenden Summen auf dem Konto vorhanden sein müssen.

Häufig ist es lediglich erforderlich, dass zum Beispiel Immobilien als Vermögen angerechnet werden können oder ein hohes Einkommen dazu führt, dass die Privatbanken einen neuen Kunden aufnehmen werden. Bei einigen Banken wird offensiv darüber gesprochen, welche Summe notwendig ist, damit entsprechend eine Beratung oder eine Aufnahme als Kunde stattfindet. Dies ist jedoch nicht bei allen Banken der Fall, denn es gibt auch Institute, bei denen gar keine Zahlen genannt werden.

Welche Vorteile und Nachteile gibt es beim Private Banking in Österreich?

Wer sich für das Private Banking in Österreich interessiert wird feststellen, dass es sehr verschiedene Vorteile und Nachteile gibt. Mit der Bank muss ein entsprechendes Vertrauensverhältnis bestehen, da es sonst wohl kaum möglich ist, beim Private Banking aktiv zu werden und solch hohe Summen zu investieren.

Wie hier investiert wird und welche Aktivitäten dabei von der Bank getroffen werden, muss im Vorfeld genau definiert werden. Nur so kann es dazu kommen, dass der Anleger nachher Glücklich ist und die Partnerschaft über mehrere Jahre hinweg geführt werden kann.

Als Vorteil ist anzumerken, dass die Banker im Bereich Private Banking sich exklusiv um wohlhabende Kunden und um deren Vermögen kümmern. Wenn dieses Prinzip funktioniert, kann somit auf lange Sicht eine stabile und fruchtbare Partnerschaft ins Leben gerufen werden. Sollte dies nicht der Fall sein, so dürfte der Kunde schnell die Bank wechseln.

Als Nachteile beim Private Banking ist zu erwähnen, dass es deutliche Unterschiede bei den einzelnen Angeboten auf dem Markt gibt. Wichtig ist es, dass der Kunde in jedem Fall versteht, welche Vorteile das Private Banking bietet und wie die Anlagen funktionieren. Leider war es in den vergangenen Jahren immer wieder der Fall, dass die Kunden gar nicht verstanden haben, welche Geldanlage sie unterzeichnet haben und welche Vorteile, aber auch welche Risiken damit verbunden gewesen sind. Wer sich für das Private Banking interessiert, sollte auch die Risiken kennen.

Der Kunde muss dem Banker klarmachen, welches Risiko er eingehen möchte. Oftmals gibt es auch hier die Möglichkeit, dass der Handel mit Fonds, mit ETFs sowie mit CFDs wahrgenommen werden kann. Es gibt jedoch auch sichere Anlagen, wie zum Beispiel Festgelder, die ohne Probleme beim Private Banking über hohe Summen abgeschlossen werden.

Der Kunde kann in der Regel selbst bestimmen, wie groß das Risiko bei seiner Anlage ist. Gerade bei konservativen Bankhäusern ist es möglich, dass das Geld besonders sicher angelegt werden kann. Dies ist jedoch davon abhängig, ob der Kunde lieber auf Anleihen, oder lieber auf risikoreiche Geschäfte mit großer Gewinnspanne steht. Ziel ist es, dass ein Gewinn erzielt wird, der höher als die Inflationsrate liegt und der natürlich dem entspricht, was der Kunde sich als Ziel das Private Bankings vorgenommen hat, bzw. als Ziel mit dem Banker vereinbart hat.

Welche Privatbank ist die richtige für mich?

Unabhängig davon, wie hoch das Vermögen für einen Kunden ist, gibt es unterschiedliche Privatbanken, die überhaupt in Frage kommen. Das bedeutet konkret, dass es einige Banken gibt, bei denen zum Beispiel Anleihen im Fokus liegen, bei anderen sind es Aktien, die einen besonders großen Teil des Investments ausmachen. Auch Hedgefonds sowie Anleihen mit besonders hohen Zinserträgen können Teil eines Investments bei einer Bank sein.

Oftmals informieren die Banken ihre Kunden im Vorfeld darüber, in welchen Gebieten sie sich auskennen und wo sie besonders gerne Geld anlegen. Somit kann sich der Kunde entsprechend seinen Vorlieben auch für die richtige Privatbank entscheiden.

Bieten Privatbanken eine Finanzierung an?

In vielen Fällen bieten Privatbanken auch Finanzierungen an. Diese sind vor allem bei Unternehmern gefragt, die zwar über sehr hohe Kapitalmittel verfügen, jedoch in der Praxis meist nur schwer an einen Kredit kommen, da sie nicht als Angestellter gelten, oder andere Bedingungen nicht erfüllt werden können.

 

Wer als Selbstständiger mit entsprechendem Einkommen, Immobilien oder großen Firmen im Hintergrund bei einer Privatbank Kunde ist, kann hier meist ohne Probleme eine Finanzierung bekommen. Häufig werden die Finanzierungen eingesetzt, um zum Beispiel die eigene Firma zu erweitern, oder aber auch, um entsprechend neue Anlagen zu erwerben, so dass das Geld direkt wieder sinnvoll investiert wird.

Die Partnerschaft zwischen der Privatbank und dem Kunden ist nicht gerade selten eine Partnerschaft auf Dauer, die schon über mehrere Generationen gepflegt wurde und die auf gegenseitigem Vertrauen beruht und in jedem Fall langfristig einen deutlichen Mehrwert für beide Parteien bieten kann.

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