Was ist eigentlich die Quellensteuer? – Rückerstattung – Deutschland

Die Quellensteuer ist der Name der Steuer, die direkt von der „Quelle“ erhoben wird, aus der die Einkünfte stammen.Die Quellensteuer ist eine Einkommensteuer, die direkt von der Leistungsquelle abgezogen und im Auftrag des Leistungserbringers (Entgeltgeber) an das zuständige Finanzamt gezahlt wird.

Wenn die Quellensteuer als Abgeltungssteuer gestaltet wurde, kann dies zu einer Vereinfachung des Verfahrens führen, insbesondere wenn sich ausländische Gläubiger in dem Land, in dem diese Steuer zu bestimmen ist, steuerlich nicht anmelden müssen.

Quellensteuern dienen auch der Sicherung der Steuereinnahmen des Staates, da bereits die Vergütung des (liquiden) Schuldners besteuert wird, die derzeit für die Übertragung an das Finanzamt zuständig ist.

Der Begriff Quellensteuer wird in Deutschland am häufigsten im Zusammenhang mit der Kapitalertragsteuer verwendet, mit der ab dem 1. Januar 2009 alle Einkünfte aus Kapitalanlagen steuerlich erfasst werden.

Dieser Grundsatz gilt auch für Steuerabzüge für Steuerpflichtige und insbesondere für die vom Arbeitgeber zu entrichtende Lohnsteuer. Darüber hinaus sind der Steuerabzug für Bauarbeiten und die Steuer auf für den Aufsichtsrat auch Quellensteuern.

Geldanlage: Quellensteuer beachten

Ausländische Steuern

Erhält ein gebietsansässiger Steuerpflichtiger dort ein an der Quelle besteuertes Einkommen, wird die ausländische Steuer unter bestimmten Voraussetzungen auf die deutsche Steuerschuld angerechnet.

Wenn es ein sogenanntes Doppelbesteuerungsabkommen zwischen einem ausländischen Staat (Herkunftsstaat) und Deutschland gibt, regelt es, welches der beiden Länder Einkommen in gleichem Umfang besteuern kann.

Hier wird auch der maximale Quellensteuerbetrag festgelegt. Wird im Ausland eine höhere Einkommensteuer einbehalten, als dies nach dem Doppelbesteuerungsabkommen zulässig ist, kann diese tatsächlich von einem ausländischen Staat erstattet werden.

Aufgrund der notwendigen Formalitäten und anfallenden Gebühren ist dies für einzelne Personen nicht vorteilhaft. In Einzelabkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung gibt es eine Sonderform – eine bedingte Steuer auf Veräußerungsgewinne.

Bei diesen bedingten Quellensteuern handelt es sich um ausländische Quellensteuern, die auf die deutsche Steuerbelastung angerechnet werden, unabhängig davon, ob sie tatsächlich angefallen sind. Dies ist eine Form der Entwicklungshilfe, bei der Anleihen bevorzugter kreditwürdiger Länder für deutsche Anleger attraktiver werden, während der Emittent keinen höheren Kupon zahlen muss.

Ausländische Aktienhalter besitzen oder über einen Fonds verfügen, der ausländische Aktien enthält, kennen möglicherweise den Wortlaut der jährlichen Steuererklärung der Bank: Diese gibt an, ob die Einnahmequellen im Ausland “anrechenbar” sind. Aber was steckt hinter der ausländischen Quellensteuer, welcher Teil davon kann angerechnet werden und warum?

Was ist die Quellensteuer?

Im Allgemeinen ist die Quellensteuer eine Kapitalertragssteuer auf Zinsen oder Dividenden, die ausländische Investoren an den Quellstaat zahlen müssen. Angenommen, ein deutscher Investor investiert in Aktien eines amerikanischen Unternehmens und erhält von diesem Dividenden.

Der US-Quellenstaat würde dann diese Dividendensteuer einbehalten. Deutscher Investor ist ein Ausländer aus Sicht der USA. Die Einkommensteuer gilt auch, wenn deutsche Investoren in einen Fonds investieren, der ausländische Anteile enthält.

Die Länder selbst legen die Quellensteuer fest

Jeder Quellenstaat legt den Einkommensteuersatz für Kapitalerträge unabhängig fest. Dies ist der Prozentsatz der Dividenden, den die Inhaberländer behalten werden. Wie sich herausstellt, verzichten einige Länder bei ausländischen Investoren auf die Kapitalertragssteuer.

Ansonsten liegen die Sätze zwischen einem Prozent und über 30 Prozent. Beispielsweise erhalten Anleger, die US-Aktien besitzen und eine Dividende von 100 Euro erhalten, zunächst nur 70 Euro gutgeschrieben. Der US-Quellensteuersatz ist mit 30 Prozent relativ hoch.

Anleger können die Quellensteuer zurückzahlen lassen

Anleger können jedoch einen Teil der einbehaltenen Steuer zurückerstatten lassen. Dies ist immer dann der Fall, wenn zwischen dem jeweiligen Herkunftsland und dem Investorland ein sogenanntes Double Tax Avoidance Agreement (DBA) besteht.

Die Steuerbehörden beider Länder vereinbaren den maximalen Steuersatz, den ausländische Investoren für Kapitalgewinne zahlen müssen. Oft sind es 15 Prozent – was oftmals niedriger ist als der einbehaltene Steuersatz. Eine Übersicht über die Steuersätze finden Sie auf der Website der jeweiligen Steuerverwaltung.

Beispiel: Ein Anleger besitzt US-Aktien, die Dividenden von 100 USD auszhalen. Nach Abzug der Quellensteuer behält der Anleger 70 Prozent. Das doppele Besteuerungsabkommen zwischen den USA und Deutschland sieht jedoch vor, dass deutsche Privatanleger nicht mehr als 15 Prozent der Steuer zahlen müssen. Anstelle von 70 Euro werden einem Anleger daher in der Regel 85 Euro Dividenden auf dem Konto verbucht.

Was sollten Anleger beim Besitz einzelner Aktien beachten?

Es kann vorkommen, dass die Inhaber ausländischer Stückaktien automatisch Dividenden erhalten, einschließlich der Rückerstattung wie beispielsweise bei den US-Aktien.

Andernfalls müssen Anleger zunächst eine Rückerstattung beantragen. Für die Rückerstattung müssen sie ein dafür vorgesehenes Formular ausfüllen, das auf der Website der Steuerverwaltung zu finden ist. Der Körper überträgt die Informationen dann in seinen ursprünglichen Zustand.

Je nach Land kann die Rückerstattung einige Zeit in Anspruch nehmen. Nachbarländer Österreich und Schweiz erstatten Beträge innerhalb weniger Wochen. Andere Länder wie Italien haben seit Jahren den Ruf, zu hohe Quellensteuern einzutreiben.

Quellensteuer wird der Einkommensteuer gutgeschrieben

Darüber hinaus können Anleger den verbleibenden Betrag der nicht erstattungsfähigen Einkommensteuerrückerstattung im Vergleich zur endgültigen Einkommensteuer erhalten. In der Regel sind es 15 Prozent der Dividendeneinnahmen.

Die Depotbank kümmert sich automatisch um die Rückerstattung. Anleger können Anpassungen vornehmen, indem sie die relevanten Informationen aus dem jährlichen Steuerbericht der Bank in eine Steuererklärung übertragen. Suchen Sie nach dem Posten “Bemessene, aber noch nicht aufgelaufene Quellensteuer”.

Quellensteuer, die von Anlegern auf Bruttodividenden gezahlt wird

Die Staatskasse verbucht sie unter der Bedingung, dass kein Freigabeauftrag vorliegt oder der Freigabeauftrag erschöpft ist.

Tipp: Senden Sie Ihre Anteile aus Ländern mit Quellensteuerabzug auf das Depot und senden Sie keinen Antrag auf Befreiung. Nur dann wird die Quellensteuer berücksichtigt und nicht verschwendet.

Unser Tipp: Bleiben Sie auf dem Laufenden

Was sollten Fondsanleger beachten?

Diejenigen, die in den Fonds und nicht in einzelne Aktien investiert haben, sind weniger besorgt. Anleger, die Vermögen schaffen, werden beispielsweise von Fonds oder ETFs angezogen, die im Ausland gegründet wurden und Dividenden reinvestieren. Zum Beispiel entspricht der in Irland aufgelegte iShares ETF der Beschreibung.

In diesem Fall befindet sich der Investor zwischen dem Fonds und dem Ursprungsland. Anfänglich erwartet der Fonds Ertragsteuerrückerstattungen auf der Grundlage eines geltenden Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Irland und den Herkunftsländern. Der Fonds berücksichtigt Dividenden im Ausland einschließlich des Erstattungsanspruchs; der Wert des Fondsanteils für den Anleger steigt. Fonds wählen manchmal einen Wohnsitz, um so viel Einkommenssteuer wie möglich einzutreiben.

Beispiel: Ein in Irland aufgelegter Fonds hält nur US-Aktien. Von Dividenden in Höhe von 100 Euro werden 30 Prozent oder 30 Euro als Quellensteuer einbehalten. 15 Prozent der Bruttodividende, das sind 15 Euro, kann der Fonds gemäß dem Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung zwischen Irland und den Vereinigten Staaten wiederholen. Am Ende schreibt der Fonds dem Fondsvermögen US-Dividenden in Höhe von 85 € zu.

Bis 2017 galt: Steuerabzug gestatten

Bis 2017 mussten Anleger auf das sogenannte Ausschüttungseinkommen – die dem Fonds gutgeschriebenen Dividenden – eine jährliche Einkommensteuer entrichten. Sie können daher auf die Quellensteuer angerechnet werden.

Wie viel genau beruhte nun auf einem Doppelbesteuerungsumgehungsabkommen (DBA) zwischen Deutschland und dem jeweiligen Quellstaat. Und die Höhe des Einkommens, das der Ausschüttung entspricht, und die steuerpflichtige Steuer an der Quelle, die Anleger in der jährlichen Steuererklärung ihrer Bank gefunden haben.

BBeispiel: Für Dividenden in den USA von 100 Euro musste ein deutscher Investor tatsächlich eine Einkommenssteuer von 25 Prozent zuzüglich einer Solidaritätsprämie von insgesamt 26,38 Euro zahlen. Wir werden von der Kirchensteuer absehen. Dieser Betrag wurde nie automatisch abgezogen. Stattdessen wurden in der jährlichen Steuererklärung der Bank Dividenden in Höhe von 100 € als sogenannte ausschüttungsgleiche Erträge gebucht. Der Anleger hätte dies in der Steuererklärung im GAP-Antrag angeben müssen. Aus der Bescheinigung der Bank ging auch hervor, welcher Betrag der Einkommensteuer gutgeschrieben wurde – laut deutsch-amerikanischem DTT 15 Prozent.

Infolgedessen zahlte der Anleger 11,38 Euro Steuern (26,38-15) pro 100 Euro amerikanische Dividende. Da der irische Fonds 85 Euro als Dividende verleihen konnte, behält der Anleger eine Nettodividende von 85-11,38 = 73,62 Euro.

Ab 2018 neue Besteuerung von Geldern

Seit 2018 gilt die Reform der Investmentbesteuerung, deren Zweck ist, die Besteuerung verschiedener Arten von Fonds zu harmonisieren und einen Aufschub der Besteuerung bis zum Verkaufsdatum zu vermeiden. Der Quellensteuerabzug von der endgültigen Quellensteuer wird seitdem von im Ausland begebenen Sparkassen oder Bank abgezogen.

Ab 2018 müssen Anleger keine Steuern mehr auf tatsächliche Dividenden und die entsprechende Einkommensverteilung von Fonds zahlen.

Stattdessen gibt es eine Pauschale, die sich nach der Wertsteigerung des Fonds und dem sogenannten Basiszinssatz richtet, der sich an den Zeitreihen der Bundesbank orientiert (jeweils dieser Wert zu Jahresbeginn). Dieser einmalige Betrag ist eine neue Bewertungsgrundlage. Bei der Dividenden-Ausschüttung von Investmentfonds werden die Dividenden pauschal gutgeschrieben.

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