Rauchverbot: Kurz gegen Ausnahmewunsch der Wirtschaftskammer

Wien – Auch, wenn das Rauchen nachweislich schädlich ist und jedes Jahr Millionen von Menschen an den Folgen von Tabakkonsum frühzeitig aus dem Leben scheiden, scheint es auch in der heutigen Zeit noch genügend Menschen zu geben, die sich für die gesundheitsschädlichen Zigaretten entscheiden.

Bis jetzt durften Lokalitäten wie Bars oder Clubs immer selbst entscheiden, ob in der Räumlichkeit geraucht werden darf. Damit soll in Zukunft aber ein für alle Mal Schluss sein. Bereits vor einiger Zeit stand schon mal im Raum, dass in Lokalen und Restaurants Österreichs nicht mehr geraucht werden dürfe. Nun soll dieses Verbot aber auch endlich durchgesetzt werden, wie in diversen Medienberichten zu lesen ist.

Wirtschaftskammer wünsch sich eine Ausnahme-Regelung für Bars

Die Mitglieder der Wirtschaftskammer hatten dafür plädiert, dass es wenigstens für Nachtlokals wie Bars oder Clubs eine Ausnahmeregelung geben soll, immerhin bestimme auch der Tabakkonsum die Club- und Nachtszenen der Innenstadt.

Explizit ging es um Raucherbereiche wie Raucherräume, in denen separat Tabak konsumiert werden darf. Bei ÖVP-Spitzenkandidat Sebastian Kurz scheint dieser Vorschlag allerdings nicht auf viel Verständnis gestoßen zu sein. Er lehnte diese Forderung ab.

Raucherbot ab 1. November in der Gastronomie in Österreich

In der Praxis heißt das, dass ab 1. November in gastronomischen Lokalen nicht mehr geraucht werden darf. Diese Regelung wurde schon mal im Zuge einer heißen Diskussion geschlossen, dann aber von der ÖVP-FPÖ-Regierung wieder abgesagt. Nun soll das neue Gesetzt endgültig in Kraft treten.

Bei vielen Bürgern und Organisationen sei der Einwand der Wirtschaftskammer auf sehr großes Unverständnis gestoßen. Viele Menschen können einfach nicht verstehen, warum die Regelung nicht bei allen Bürgern gleichermaßen Anklang findet. Wie sich alles nach dem Startschuss am 1. November entwickelt wird, bleibt erstmal noch abzuwarten.

Auch, wenn diese Regelung im ersten Moment vielleicht vernünftig klingt, haben viele Restaurants und Lokale aber dann mit einer zurückgehenden Kundschaft zu kämpfen. Viele Raucher, die zuvor immer gern ein Lokal mit Raucherbereichen aufgesucht haben, werden sich ab 1. November wohl lieber im Freien vergnügen und keine geschlossenen Räume mehr aufsuchen. Sollten sich Restaurants, Bars oder auch Clubs an diese neue Regelung nicht halten, soll es laut aktuellen Angaben auch zu sehr hohen Strafen kommen. Lokale der Nachtszene müssten selbst dafür sorgen, dass das Gesetz nach bestem Wissen umgesetzt wird.

Kommentare

  1. Gerlinde Greinecker says:

    Ich finde es eine absolute Frechheit, dass der Staat über den Gaststättenbesitzer entscheidet, wie er sein Lokal führen muß bzw. welche Gäste er begrüssen darf und nicht …. Es muß im Ermessen des Wirtes liegen, zu entscheiden, will ich, dass meine Gäste rauchen können oder dürfen bzw. will ich beide sowohl Raucher, wie Nichtraucher begrüssen oder nicht ….
    Der Staat greift hier ein und schränkt die Freiheit des Bürgers bzw. der Menschen ein !
    Was kommt als nächstes …..

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