Richter Ausbildung in Österreich – Kosten, Dauer und Voraussetzungen

Der Beruf des Richters ist ein sehr interessanter und ein sehr umfassender, vor allem aber auch ein sehr abwechslungsreicher Beruf. Denn zwar kennt man sich mit dem Gesetz aus und weiß auch, was in diesem steht, doch wenn man sich letzten Endes in dem Gerichtssaal befindet, kommen immer und immer wieder neue und unbekannte Situationen auf den Richter zu.

So kommt es, dass der Alltag des Richters immer wieder für neue Situationen sorgt und dabei auch niemals langweilig wird. Was muss man tun, damit man in einem Gerichtssaal das Sagen hat und das Urteil sprechen darf?

Was sind genau die Pflichten eines Richters und wie sieht es im Allgemeinen mit dem Verdienst in diesem Beruf aus? All das sind Fragen, auf welcher dieser Artikel die passenden Antworten liefert.

Was genau macht ein Richter, bzw. worin besteht der Job eines Richters genau?

Grob weiß in der Regel jeder, was ein Richter macht und vor allem in welchen Bereichen dessen Aufgaben liegen. Für die meisten Menschen sieht es jedoch sehr einfach aus Richter zu sein, da diese augenscheinlich nur in dem Gerichtssaal sitzen, den Anwälten zuhören und am Ende des Verfahrens eine Entscheidung treffen.

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RichterIn – Verantwortungsvoller Beruf
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Was sich jedoch hinter dem Beruf des Richters verbirgt, und was dieser alles auf sich nehmen musste, um an die Stelle des Richters zu kommen, wissen die wenigsten.

Denn der Beruf des Richters ist alles andere als einfach und unkompliziert. Gerade, weil es jeden Tag zu neuen Überraschungen und Situationen kommen kann, ist der Beruf sehr anspruchsvoll, macht aber auch sehr viel Spaß.

Denn als Richter trifft man in der Regel Entscheidungen, welche die Leben der Menschen, welche sich auf der Bank des Angeklagten befinden, in einem sehr hohen Maß beeinflussen werden.

Damit liegt eine sehr große Verantwortung bei dem Richter. Dieser muss mit viel Bedacht und auch auf der Grundlage der Gesetze und natürlich auch basierend auf der Arbeit der Anwälte, eine Entscheidung treffen.

Das ist in einigen Fällen recht einfach und in anderen Fällen kann sich diese Entscheidung als sehr schwer herausstellen. Der Richter ist der Oberste in einem Gerichtssaal und leitet das Verfahren. Er bestimmt, wer wann redet und wer an der Reihe ist. Benimmt sich jemand im Gerichtssaal daneben, ist er auch dazu berechtigt Geldstrafen zu erteilen oder eine Pause einzulegen.

Der Richter kann unter gewissen Umständen die Verfahren auch um einen gewissen Zeitraum nach hinten verschieben. Der Richter hört sich alle Versionen und auch die Plädoyers der Anwälte an, berät sich mit seinen Beratern und kommt dann am Ende des Tages zu einer Entscheidung.

Da diese nicht immer einfach getroffen ist, ist es wichtig, dass man als Richter einige Voraussetzungen erfüllt und mit sich bringt, um gute, faire und richtige Entscheidungen treffen zu können. Auf die Voraussetzungen wird jedoch weiter unten eingegangen.

Wie sieht der Tagesablauf eines Richters aus?

Eine der schönen Dinge an dem Beruf des Richters ist die Tatsache, dass es sich bei diesem um eine Tätigkeit mit einem recht geregelten Tagesablauf handelt. Denn in der Regel finden die Termine in dem Gericht an den Vormittagen statt, sodass sich die Richter in der Regel bereits früh am Morgen in das Gebäude begeben, um dort eine oder auch mehrere Verhandlungen zu leiten.

Ob der Richter sich nur mit einem Verfahren oder auch mit mehreren Verfahren beschäftigt, kommt dabei immer ganz auf die Länge der einzelnen Verfahren an. Mit dem Ende des Vormittags endet in der Regel jedoch noch nicht die Arbeit des Richters. Denn auf die Verfahren folgt das Abarbeiten der Akten zu den einzelnen Fällen.

Der Eildienst

Zwar ist der Tagesablauf und somit auch der Arbeitsrhythmus eines Richter einigermaßen geregelt und wird dadurch durch einen recht festen Ablauf geprägt, doch auch in diesem Beruf gibt es einige Ausnahmen. Diese bestehen zum Beispiel in dem sogenannten Eildienst.

Bei diesem Eildienst handelt es sich um einen Dienst, welcher den Richter über ein bestimmtes Wochenende zum sogenannten Notbereitschaftsdienst einteilt. Dieser Eildienst ist dabei nicht in der Form von Gerichtsverfahren zu verstehen.

Denn in der Regel werden an Wochenenden und vor allem nicht plötzlich Gerichtsverfahren abgehalten. Doch dieser Dienst an den Wochenenden ist sehr wichtig, wenn zum Beispiel über das Wochenende eine dringende und unaufschiebbare psychatrische Einweisung oder auch eine Hausräumung erfolgen muss, welche nur mit einem richterlichen Beschluss möglich sind.

Welche Voraussetzungen muss man mitbringen, wenn man sich für den Beruf des Richters interessiert?

Wenn man sich für den Beruf des Richters interessiert, ist es wichtig, dass man in diesem Zusammenhang einigen sehr wichtigen Anforderungen gerecht wird und bestimmte Voraussetzungen erfüllt. Denn ohne diese Anforderungen und Voraussetzungen ist es zwar möglich den Beruf auszuüben, doch als Richter sollten einige gewisse Punkte erfüllt werden.

  • Man sollte sich immer dessen bewusst sein, dass man als Richter ein sehr hohes Maß an Verantwortung trägt und auch eine gewisse Macht hat. Diese muss man gut und klug einzusetzen wissen und darf diese auf keinen Fall misbrauchen und falsch einsetzen
  • Man sollte entscheidungsfreudig sein und sich nicht allzu schwer damit tun sich für ein Urteil zu entscheiden und auch hinter diesem zu stehen.
  • Sehr wichtig ist, dass man als Richter über ein sehr großes Rechtsempfinden verfügt. Denn nur so kann das Recht angewandt werden, sowie es vorgesehen ist
  • Die Richter müssen sich eine Meinung bilden können, ohne dabei subjektiv zu werden. Man muss seine eigenen Meinungen und auch Vorurteile vollkommen ausblenden können und ausschließlich auf objektiver Basis und nicht basierend auf der Sympathie die Entscheidungen treffen

Mit was für einem Gehalt kann man rechnen, wenn man als Richter tätig ist?

Was das Gehalt eines Richters angeht, so kann keine ganz genaue und einheitliche Aussage getroffen werden. Das Gehalt bewegt sich aber in der Regel in einem Spielraum welcher sich zwischen mindestens 2.780 und 3.080 Euro im Monat bewegt.

Wie wird man Richter?

Bevor man sich Richter nennen darf, liegt ein sehr langer Weg vor den Interessenten. Denn Richter müssen zunächst einmal ein Studium der Rechtswissenschaften (JUS Studium) abschließen.

Das heißt, dass diese das Studium zunächst einmal mit der Berufsbezeichnung des Anwalts verlassen. Auf dieses abgeschlossene Studium folgt dann das sogenannte Rechtspraktikum.

Erst, wenn dieses abgeschlossen ist, kann man sich in den Vorbereitungsdienst und dann zum Rechtsanwalt berufen werden. Das Rechtsstudium an und für sich nimmt dabei in der Regel 9 Jahre in Anspruch.

Das Rechtspraktikum hingegen dauert in der Regel mit mindestens 5 Monaten weniger als ein Jahr. Länger dauert dann wieder der Vorbereitungsdienst. Dieser nimmt in der Regel 4 Jahre in Anspruch.

Wie gestalten sich die Zukunftsaussichten für Richter?

Als Richter hat man in der Regel eine sehr sichere und feste Arbeit, sodass man sich in der Regel keine Sorgen darum machen muss, keinen Job mehr zu finden. Wenn man sich einmal die genauen Zahlen ansieht, ist sogar zu erkennen, dass es in diesem Berufsbild einen klaren Mangel gibt.

Das liegt an der Tatsache, dass sich nur eine sehr kleine Anzahl der Anwälte nach dem abgeschlossenen Jurastudium dazu entscheiden Richter zu werden. Bis vor einiger Zeit gab es sogar die Bestimmung, dass nur die Absolventen Richter werden konnten, welche ein perfekt abgeschlossenes Staatsexamen in der Tasche hatten. Diese Bestimmung gibt es heute nicht mehr, sodass auch ein durchschnittlicher Abschluss vollkommen ausreichend ist.

Der Beruf des Richters verlangt den Betroffenen einiges ab, das sich diese auch immer auf dem Laufenden halten müssen, was den Bereich der Gesetzesänderungen angeht.

Dadurch, dass diese die Exekutive des Gesetzes sind, müssen diese wissen, was aktuell ist und wovon sie reden. Die Karrierechancen gestalten sich als sehr gut. So kann man als Richter unter anderem zu dem Oberlandesgericht oder auch zu dem Obersten Gerichtshof wechseln.

Die Spezialisierung

Nicht nur als Anwalt kann man sich auf ein gewisses Gebiet des Rechts spezialisieren, sondern auch als Richter kann man sich für ein bestimmtes Gebiet ganz besonders interessieren. Dabei stehen den Richtern unterschiedliche Bereiche zur Auswahl, aus welchen diese wählen können.

Dabei handelt es sich nicht nur um das Arbeits- und Sozialrecht, sondern auch um das Zivilrecht, sowie das Familienrecht oder auch auf das Strafrecht. Denn, was man in der Regel um Fernseher zu sehen bekommt, ist nicht immer die Realität.

Es gibt natürlich sehr spannende Fälle, doch in der Regel sind die Fälle nicht so spektakulär, wie diese im Fernseher dargestellt werden. Oft müssen Richter auch einfach über Sorgerechtsfragen entscheiden und Fragen und Streite bezüglich des Unterhalts klären. Aus diesem Grund hat man es nicht den ganzen Tag mit Schwerverbrechern und Morden zu tun, sondern in der Regel geht es sehr viel ruhiger im Gerichtssaal zu, als dies die ganzen Sendungen im Fernseher darsstellen.

Fazit

Als Richter befindet man sich bereits an einem sehr hohen und vor allem einen sehr beachtlichen Punkt auf der Karriereleiter.

Diesen kann man aber immer noch ein weiters Stück nach oben klettern und sich, wenn man in dem was man tut gut ist, sogar bis hin in den Obersten Gerichtshof arbeiten und dort als Richter fungieren. Die Möglichkeiten sind viele, der Verdienst ist sehr gut und der Alltag ist spannend.

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