Samstagsjob für Schüler und Studenten – Nebenjob, Praktikum, Gehalt, Arbeitszeit, Lohnsteuerausgleich für Ferialjob

Wer gerade mit dem Studium angefangen hat oder wer sein Taschengeld verbessern möchte, muss sich Wohl oder Übel einen Job suchen. Viele Studenten oder Schüler stehen vor dieser Herausforderung. Dieser Artikel beinhaltet viele nützliche Infos, die man unbedingt wissen muss, wenn man auf der Suche nach einem Nebenjob ist.

Ab wann darf man arbeiten?

Bis zum 15. Lebensjahr und bis zum Ende der Schulpflicht ist es Jugendlichen nicht erlaubt einer Arbeit nachzugehen, denn das würde unter Kinderarbeit fallen und ist somit verboten.

Was ist ein Ferialjob?

Der Ferialjob ist ein kurzes befristetes Arbeitsverhältnis, die SchülerInnen oder Studierende während der Ferien nachgehen können.

Details zum Thema Ferialjob 2019 in Österreich finden gibt es auf https://www.foerderportal.at/ferialjob/ zum Nachlesen.

Bevor man auf die Suche nach einem Ferialjob geht, sollte man sich gut überlegen, welche Voraussetzungen man mitbringt und welche Möglichkeiten man hat. Im Gastronomiebereich oder bei der Kinderbetreuung werden in der Regel einschlägige Erfahrungen verlangt oder es werden nur FerialjobberInnen eingestellt, welche älter als 18 Jahre alt sind.

Wichtig: Für Bewerbungsgespräche voll vorbereitet sein!

Wer im Sommer im Ausland arbeiten möchte, muss mindestens 16 Jahre alt sein und gewisse Grundkenntnisse, also zum Beispiel der jeweiligen Sprache mitbringen. Außerdem ist es ratsam, schon zu Schuljahresbeginn oder spätestens zu Jahresbeginn mit der Vorbereitung anzufangen.

Was ist ein Nebenjob?

Nebenjobs sind Tätigkeiten, welche Jugendliche neben dem Studium oder der Schule nachgehen können. Diese Beschäftigung zählt ebenfalls nicht zu den Vollzeitbeschäftigungen oder längerfristige Arbeitsverhältnisse.

Vielmehr zählt es zu einer kurzfristigen Anstellung, beispielsweise als Urlaubsvertretung oder als Aushilfe. In der Realität kann der Nebenjob alles Mögliche sein, beispielsweise: Wochenenddienste in der Gastronomie, Aushilfskraft im Handel, Standbetreuer bei Ausstellungen und vieles mehr.

Wenn die Entlohnung unterhalb 446,81 Euro monatlich liegen sollte, dann gilt das Arbeitsverhältnis als geringfügig. In solchen Fällen ist man durch den Arbeitgeber unfallversichert. Zudem kann man sich auf freiwilliger Basis kranken- bzw. pensionsversichern.

Man sollte unbedingt darauf achten, dass man angemeldet ist, das bedeutet, dass die Tätigkeit der Sozialversicherung gemeldet ist.

Praktikum, Volontariat oder Ferialarbeit?

Arbeit ist nicht gleich Arbeit. Das gilt vor allem, wenn es um die Unterscheidung zwischen Sommerjob, Praktikum, Volontariat oder Ferialarbeit geht. Denn hier gibt es wichtige Unterschiede, welche vor allem aus der Sicht der Sozialversicherung besonders wichtig sind.

Praktikum

Schülerinnen und Schüler absolvieren beim Praktikum eine im Rahmen des Lehrplanes vorgeschriebene Tätigkeit. Daher müssen die PraktikantInnen auch im diesem Sinne eingesetzt werden.

Bei einem Pflichtpraktika steht der Ausbildungszweck im Vordergrund und nicht die Arbeitsleistung. Sollte der Praktikant oder die Praktikantin ein Entgelt über der Geringfügigkeitsgrenze von 446,81 Euro monatlich erhalten, wird der Arbeitgeber vollversichert. Außerdem ist bei einer geringfügigen Beschäftigung eine Unfallversicherung gegeben. Die notwendige Anmeldung erfolgt hierbei vom jeweiligen Arbeitgeber.

Volontariat

Personen, welche keine Arbeitsverpflichtung, ausschließlich zur Ausbildung und ohne Anspruch auf Entgelt in einem Betrieb tätig sind, werden als Volontäre bezeichnet. Vom Arbeitgeber müssen diese nur bei einer allgemeinen Unfallversicherungsanstalt angemeldet werden.

Ferialarbeiter

Ferialarbeiter sind Schülerinnen und Schüler, welche in den Ferien als Dienstnehmer gegen Entgelt arbeiten. Der Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, den Arbeitnehmer bei der Gebietskrankenkasse anzumelden. So kann der Versicherungsschutz garantiert werden und sichert zusätzlich arbeitsrechtliche Ansprüche.

Wie lange darf man arbeiten? – Arbeitszeit

Die gesetzliche Normalarbeitszeit beträgt für Jugendliche 40 Stunden pro Woche. Ein Jugendlicher darf höchstens acht Stunden pro Tag arbeiten.

Arbeit an Sonn- und Feiertagen sind für Jugendliche verboten. Eine Ausnahme ist aber beispielsweise das Gastgewerbe.

Überstunden sind nur dann zulässig, wenn der Jugendliche älter als 16 Jahre alt ist und auch nur für Vor- bzw. Abschlussarbeiten. Die Überstunden sind auf 30 Minuten täglich und drei Stunden pro Woche beschränkt. Für Überstunden wird ein Zuschlag von 50 Prozent fällig.

Der Jugendliche hat einen Anspruch auf eine Ruhepause von mindestens 30 Minuten, sofern die gesamte Arbeitszeit mehr als 4,5 Stunden beträgt. Zudem gilt, dass mindestens 12 Stunden Ruhezeit nach der Arbeit gewährleistet sein müssen.

Wie viel darf man nebenbei verdienen?  Samstajob Gehalt

Wie bei jedem anderen Nebenjob muss man darauf achten, dass man nicht zu viel verdient, damit der Anspruch auf Familienbeihilfe nicht gefährdet wird. Wer unter 18 Jahre alt ist, muss keine Verdienstgrenzen beachten, der Anspruch auf Familienbeihilfe bleibt auf jeden Fall erhalten.

Wer über 18 Jahre ist, darf pro Kalenderjahr maximal 10.000 Euro dazuverdienen. Monatliche Verdienstgrenzen gibt es keine, das bedeutet, der Jugendliche kann selbst bestimmen, wie viel sie/er im Monat verdient. Es ist aber wichtig, dass das Jahreseinkommen einen Betrag von 10.000 Euro nicht überschreitet.

Wer Studienbeihilfe, Studienzuschuss oder Selbsterhalterstipendium bezieht, darf höchstens 10.000 Euro pro Jahr dazuverdienen. Wer über diese Grenze kommt, muss damit rechnen, dass eine Kürzung der Unterstützung stattfindet.

Arbeiternehmerveranlagung für Ferialjobs – Lohnsteuerausgleich für Schüler/Studenten

Wenn man über das Jahr weniger als 11.000 Euro, ist man nicht dazu verpflichtet, Lohnsteuer zu zahlen.

Wer trotzdem Lohnsteuer bezahlt hat, kann diese binnen fünf Jahren mit der Arbeitnehmerveranlagung über das Finanzamt zurückholen.

Sollte das Einkommen aus einem Pflichtpraktikum bzw. Ferialjob unter der lohnsteuerpflichtigen Grenze liegen, kann man trotzdem einen Antrag auf Arbeiternehmerveranlagung stellen. Hierbei ist es möglich bis zu 440 Euro an Negativsteuer zurückzuholen, wenn man Sozialversicherung zahlt.

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