COVID-19 – Coronavirus SARS-CoV-2 – Schutzpaket für Beschäftigte im Handel – Maßnahmen – Österreich

Der Lebensmittelhandel und die Beschäftigten in diesem Bereich sind bereits seit Tagen an den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Aufgrund der Ausnahmesituation in Zeiten der COVID-19 – Coronavirus SARS-CoV-2 und der Notwendigkeit für die Versorgung in österreich gibt es schon länger Forderungen nach konkreten Maßnahmen, um diese Beschäftigten zu schützen und zu unterstützen.

Was sind die Herausforderungen?

Häufig werden neben dem Stress und der hohen Arbeitsbelastung auch Aggressionen von KundInnen genannt. Auch die permanente Sorge sich durch den Kontakt mit KundInnen mit COVID-19 – Coronavirus SARS-CoV-2 anzustecken ist für die MitarbeiterInnen eine zusätzliche Belastung.

  • Nun konnte die zuständige Gewerkschaft für Privatangestellte, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) sich mit ihren Forderungen für einen stärkeren Schutz der betroffenen ArbeitnehmerInnen durchsetzen. Im Rahmen der Sozialpartner wurde nun am 19. März 2020 in Österreich ein Schutzpaket für Beschäftigte im Handel vorgestellt.
  • Dies beeinhaltet beispielsweise kürzere Öffnungszeiten, einen Schutz für Risikogruppen sowie eine Verstärkung derf Hygienmaßnahmen. Wir geben einen kurzen Überblick über die Maßnahmen im Handel im Rahmen des beschlossenen Schutzpaketetes in Österreich.

Maßnahmen im Überblick – Schutzpaket Handel Coronavirus

  • 1.) Die Schließung erfolgt jetzt um spätestens 19 Uhr. Das Ziel ist hierbei eine Reduktion der Krankenstände wegen Überlastung und die bessere Einhaltung von Ruhezeit. Diese  Maßnahme gilt ab Montag, den 23. März 2020 und ist ein Bestandteil der Corona-Verordnung der Bundesregierung in Österreich.
  • 2. Freistellung von schwangeren ArbeitnehmerInnen und besonderer Schutz von gefährdeten ArbeitnehmerInnen
  • „Der Handel ist eine Frauenbranche, Schwangere brauchen besonderen Schutz“, sagt ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian: „Die Betriebe sind aufgefordert, dieser Verantwortung nachzukommen und Betroffene vom Dienst freizustellen.“
  • ArbeitnehmerInnen mit chronischen Krankheiten wie Diabetes, COPD, Krebserkrankungen, Herzkreislauferkrankungen etc. sollen nicht mehr in Bereichen mit direktem Kundenkontakt eingesetzt werden.

Abgabenfreie Behandlung von „Corona-Zulagen“

  • Aktuell kommt es vermehrt zur Bereitschaft von UnternehmerInnen, für ihre MitarbeiterInnen die aktuelle Höchstleistung sowie die Arbeitsbelastung durch zusätzliche Prämien und Zulagen zu vergelten.
  • Hier gilt nun eine Aufforderung durch die Sozialpartner an die Regierung in Österreich eine abgabenfreie Behandlung durchzuführen, damit die Corona-Zulagen netto und direkt ohne Abzüge bei den Beschäftigten ankommen kann.

Ziel: Einheitliche Standards für mehr Hygiene

  • Mögliche Maßnahmen sind beispielsweise Plexiglasscheiben an Kassen, Abstandshaltern sowie notwendiges Schutzmaterial wie Handschuhe und Desinfektionsmittel zur Verfügung zu stellen. Weiters ist eine öftere Reinigung empfehlenswert.
  • Das kontaktlose Bezahlen soll aktuell vermehrt durchgesetzt werden. Um die Beschäftigten im Handel zu schützen soll auch auf das Scannen von Kundenkarten an den Kassen verzichtet werden.

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