Sektsteuer 2019 in Österreich – Höhe, Details, Abschaffung

Was ist die Sektsteuer?

Die Steuer wird nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland erhoben. Sie ist ebenfalls unter dem Name Schaumweinsteuer bekannt. Die Sektsteuer ist ein Teil der Verbrauchersteuern. Sie wird nicht nur auf Schaumweine, sondern auch auf Spirituosen erhoben.

Die Höhe der Steuer richtet sich dabei zum einen auf die Größe der Flasche und zum anderen auch auf den Alkoholgehalt des Getränks.

Die Schaumweinsteuer besteht bereits seit 1902. Zu dieser Zeit sollten mit der Steuer die gestiegenen Rüstungsausgaben gedeckt werden. Dieser Plan funktionierte jedoch nicht, da die Einnahmen zu gering waren.

Was ist Gegenstand der Steuer?

Besteuert werden in erster Linie Schaumweine mit einem Korken oder eine Haltevorrichtung. Zudem fallen in die Steuer Weine aus frischen Trauben, Wermutwein und gegorene Weingetränke wie Apfelwein oder Met.

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Wichtig: Sekt ist besonders bei Feiern beliebt
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Die Zukunft der Sektsteuer in Österreich

Im Jahr 2005 wurde die Schaumweinsteuer bereits auf 0 % herabgesetzt. Schon im Jahr 2014 war die Steuer jedoch wieder da. Auf den Liter muss nun ein Euro Steuer gezahlt werden.

Davon ausgenommen ist der Prosecco Frizzante, da das Getränk nicht den Weinen zugeordnet wird, da der Flaschendruck geringer ist. Nun ist wieder die Diskussion aufgekommen, dass die Sektsteuer noch in diesem Jahr abgeschafft werden soll. Bereits für April wird gefordert, dass die Steuer nun endlich wieder abgeschafft wird.

Darum könnte die Sektsteuer abgeschafft werden

Die Wirtschaftskammer Wien ist der Meinung, dass die Schaumweinsteuer hauptsächlich als eine finanzielle Belastung für die Hersteller und Händler wahrgenommen wird.

Das wirtschaftliche Potenzial dieser Branche wird dadurch stark eingeschränkt.

Zugleich verdient der Staat an dieser Steuer auch nur sehr gering. Die Einnahmen werden nach allen Abzügen jährlich auf maximal 2,5 Millionen geschätzt. Damit ist die Steuer kaum gewinnbringend für den Staat.

Das Problem hinter der Sektsteuer

Jede Flasche Sekt erhöht sich durch die Sektsteuer um einen Euro. Für die Kunden wird dadurch der Kauf um rund 25 Prozent teurer. Demzufolge kaufen aber auch weniger Kunden Sekt. Somit verzeichnet der Handel einen Rückgang in dem Bereich um etwa 25 Prozent.

Auch die Hersteller, die ihren Sekt in Österreich produzieren, leiden unter der Steuer, weil die eigenen Einnahmen dadurch sinken.

Viele Hersteller mussten auch ihren Betrieb einstellen. Gleichzeitig müssen aber ausländische Hersteller diese Steuer nicht zahlen. Damit werden die heimischen Hersteller zusätzlich geschwächt.

Fazit

Alles in allem wird die Sektsteuer in Österreich stark angezweifelt. Sie wurde mehrmals abgeschafft und wieder zurückberufen. Nun wird aber gefordert, dass die Steuer nun endgültig abgeschafft wird, da sie keinerlei wirtschaftliche Vorteile bringt.

Zudem hat auch der Staat keinen großen Nutzen von der Steuer. Am meisten leiden unter der Sektsteuer jedoch die Händler, die Kunden und auch die Hersteller. Sie alle müssen die Steuer tragen und müssen dadurch erhebliche Kosten obendrauf zahlen.

Wie sich die Zukunft der Sektsteuer in Österreich verhält, ist bislang offen. Es bleibt jedoch zu hoffen, dass auch die Regierung sich für eine Abschaffung ausspricht. Eventuell ist schon in diesem Jahr mit einer endgültigen Entscheidung zu rechnen, wenn der Druck auf die Regierung weiter erhöht wird. Dann könnten sich die Hersteller endlich erholen.

Quellen:

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