Selbständig machen in Österreich – Kosten, Anleitung, Tipps, Checkliste & Fragen, Businessplan

Wer in Österreich die Idee verfolgt, sich selbstständig zu machen, der findet im Internet zahlreiche Berichte und Anleitungen dazu. In Abhängigkeit davon, in welcher Branche man sich selbstständig machen möchte, sind es verschiedene Dinge, die zu beachten sind.

Ein konkreter Business Plan hilft dabei, den Weg in die Selbstständigkeit vorzubereiten und letztendlich zu realisieren. Viele Selbstständige fangen klein an, ohne Mitarbeiter und meist beginnt die Selbstständigkeit mit einer Idee, die neben einem Hauptberuf im Angestelltenverhältnis begonnen wird.

Zahlreiche Selbstständige profitieren davon, dass sie eine soziale Absicherung durch ihren Hauptberuf haben. Es dauert oft eine Weile, bis man die Risiken der Selbstständigkeit abschätzen kann und sich überlegt, Vollzeit in die Selbstständigkeit zu gehen.

Tipps zum Thema Businessplan gibt es auch im Ratgeber auf https://www.foerderportal.at/businessplan/ im Überblick.

Von der Idee zum Business Plan – wie plane ich die Selbstständigkeit?

Bis aus einer Idee ein ausgereifter Business Plan entwickelt werden kann, vergeht zum Teil eine Menge an Zeit. Der Business Plan hilft dabei, sich konkret mit seiner Idee auseinanderzusetzen und somit auch eine umfangreiche Marktanalyse sowie eine Risikoanalyse zu vollziehen.

Wichtig: Kundentermine fixieren und im persönlichen Gespräch überzeugen!

Wichtiger Hinweis: Viele Unternehmer unterschätzen zunächst die Risiken, die der Markt mit sich bringt!

Die eigene Idee sollte genau durchleuchtet werden. Dabei können die beiden folgenden Fragen helfen, in die richtige Richtung zu denken:

  • Will ich ein Produkt verkaufen?
  • Will ich eine Dienstleistung verkaufen?

In den meisten Fällen werden mit dem Weg in die Selbstständigkeit entweder Produkte oder aber auch Dienstleistungen verkauft. Das bedeutet, dass man zum Beispiel Produkte importiert und verkauft oder z.B. eigene Produkte fertigt und kauft. Wer eine Dienstleistung anbietet sollte ebenfalls genau überlegen, was er anbietet, welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen und wie er damit Geld verdienen kann.

Welche Kosten sind mit dem Start in die Selbstständigkeit verbunden?

Die Kosten, die mit dem Start in die Selbstständigkeit verbunden sind, können sehr verschieden sein.

Das bedeutet, dass es durchaus möglich ist, dass unterschiedliche Voraussetzungen zu erfüllen sind. Vorneweg sei gesagt, dass ein Gewerbeschein binnen weniger Minuten beim zuständigen Gewerbeamt oder Bürgerbüro ausgestellt werden kann. Die Kosten für den Gewerbeschein halten sich in Grenzen.

  • Kosten für den Gewerbeschein sind sehr gering
  • Kosten für Büromiete
  • Kosten für Lagerhallenmiete (je nach Gewerbe)
  • Kosten für Büroausstattung (Computer, Drucker, Monitor, Internet und Telefon)
  • Kosten für Arbeitsmaterialien oder z.B. Server, Maschinen, Papier

Zu beachten ist, ob für den Betrieb des eigenen Gewerbes ein Büro oder aber auch ein Lager erforderlich ist. Wenn dies der Fall ist, müssen zusätzliche Gelder mobilisiert werden, um den Betrieb beginnen zu können. Oftmals sind es die eigenen Rücklagen der Selbstständigen, die eingesetzt werden, um entsprechend alles vorzubereiten.

Eine umfangreiche Büroausstattung wie zum Beispiel Computer, Drucker, Telefon und Internetanschlüsse sind ebenfalls notwendig, um z.B. in das eigene Business zu starten.

Tipp: Wer jemanden kennt, der bereits ein Gewerbe in einem ähnlichen Bereich aufgebaut hat und hier erfolgreich aktiv ist, kann sich hier informieren, mit welchen Kosten in etwa zu rechnen sind.

Ferner sind z.B. Stammtische von Gründern oder Foren im Internet eine sehr beliebte Quelle der Information. Wer das eigene Business starten möchte, kann somit in jedem Fall sehr sicher alles richtig machen und die meisten Kosten berücksichtigen.

Wer den Kontakt zu Mitbewerbern oder zur direkten Konkurrenz sucht, sollte natürlich vorsichtig mit den Informationen sein, die er verteilt. Anzumerken ist, dass es daher eher ratsam ist, sich bedeckt zu halten und nicht so viele Infos über das eigene Business und über die eigene Idee zu verteilen.

Tipps für den Verkauf von Produkten

Wer Produkte verkaufen möchte, sollte zunächst den Markt analysieren. Die Marktanalyse kann folgende Fragen beantworten:

  • Gibt es mein Produkt schon auf dem Markt?
  • Sind Mitbewerber eventuell preisgünstiger als mein Produkt?
  • Wie hoch ist die Nachfrage nach dem Produkt?
  • Welche Vertriebswege kann ich für das Produkt in Anspruch nehmen?
  • Verkaufe ich das Produkt einmal oder müssen z.B. Nachfüllsets o.ä. nachgekauft werden?

Die Fragen können dabei helfen, einen Überblick über den Markt zu bekommen und auch zu verstehen, ob das Produkt überhaupt eine Chance auf dem Markt hat. Wer sein Produkt nicht selbst fertig, sondern es z.B. importieren möchte, der sollte genau wissen, mit welchen Margen er arbeiten kann. Das bedeutet, dass bekannt sein sollte, zu welchen Konditionen das Produkt in welcher Menge eingekauft werden kann und zu welchem Preis es wiederverkauft werden kann.

Wer ein Produkt selbst produzieren möchte, der sollte genau wissen, was ihn die Produktion kostet und ob er es zu einem angemessenen Preis auf dem Markt anbieten kann.

Grundsätzlich ist dabei auch zu berücksichtigen, welche Produkte Mitbewerber auf dem Markt anbieten und wie es hier mit den Kosten aussieht. Das bedeutet, dass die Mitbewerber durchaus in der Lage sein könnten, ähnliche Produkte oder sogar bessere Produkte zu günstigeren Preisen anzubieten. Zu erwähnen ist auch, dass Patente eine wichtige Rolle im Vertrieb eines Produktes darstellen können.

Tipps für das Anbieten von Dienstleistungen

Wer Dienstleistungen auf dem Markt anbieten möchte, muss zunächst wissen, ob es sich um freie Dienstleistungen handelt, die jeder anbieten darf, oder um Dienstleistungen, die mit bestimmten Voraussetzungen verbunden sind. Bestimmte Berufe, die man als selbstständige Person wahrnehmen kann, sind mit einem Studium oder anderen Voraussetzungen verknüpft.

Oftmals ist auch z.B. ein Meistertitel notwendig, damit man den Beruf ausüben kann.

In den meisten Fällen ist es daher wichtig, sich vorher genau zu informieren, welche Dinge zu beachten sind, wenn man sich für bestimmte Dienstleistungen entscheidet und diese auf dem Markt anbieten möchte.

Gleichzeitig sollte genau untersucht werden, wer diese Dienstleistungen bereits anbietet und welche Gewinne mit den Dienstleistungen erzielt werden können.

Es ist durchaus möglich, dass unterschiedliche Dienstleistungen angeboten werden, die zusammenhängend sind. Die nachfolgenden Fragen können dabei helfen, zu erkunden, ob die eigene Dienstleistung zu empfehlen ist und angeboten werden sollte:

  • Welche Zugangsvoraussetzungen sind mit der Dienstleistung verbunden?
  • Welche Materialien, Informationen oder welches Wissen benötige ich, um die Dienstleistung anzubieten?
  • Wer bietet die Dienstleistung bereits an?
  • Wir die Dienstleistung ortsgebunden erbracht oder kann sie z.B. auch digital bzw. über das Internet erbracht werden?
  • Welche Margen sind mit der Dienstleistung möglich?
  • Wie viel Zeit benötige ich für die Erbringung der Dienstleistung?
  • Wird via Stundensatz oder per Fixpreis mit der Dienstleistung abgerechnet?

Diese Fragen sollen dabei helfen, den potentiellen Erfolg und auch die Risiken der Dienstleistung ins Auge zu fassen und zu erkennen, ob es sich lohnt, den Weg in die Selbstständigkeit in diesem Fall anzustreben.

Wie bleibe ich als Selbstständiger finanziell liquide? – Finanzplan

Wer den Schritt in die Selbstständigkeit plant und diesen dann auch bewusst gehen möchte, der muss auch seine Finanzen sauber planen. Das bedeutet, dass genau überlegt werden muss, mit welchen Kosten der Schritt in die Selbstständigkeit verbunden ist.

Grundsätzlich entscheiden sich Selbstständige häufig viel zu schnell dafür, ihr eigenes Business aufzubauen und dann zum Hauptberuf zu machen. Wer diesen Fehler macht, kann finanzielle Probleme bekommen und weiß am Ende gar nicht mehr, wo ihm der Kopf steht.

Eine solide Finanzplanung hilft in jedem Fall, in die Selbstständigkeit zu gehen und dafür zu sorgen, dass natürlich alles funktioniert, was man sich vorgenommen hat. Hierzu zählt auch, dass man sich als Selbstständiger sofern es möglich ist, ein eigenes Gehalt auszahlen muss. Dieses sollte getrennt von den Firmenkonten geführt werden. Die Firmenkonten müssen getrennt von den privaten Konten geführt werden.

Nur so ist es möglich, dass man sein Gewerbe im Griff hat und genau weiß, wie das eigene Gewerbe funktioniert. Dazu ist es wichtig, dass man regelmäßig eine eigene Bilanz zieht. Die Bilanzen zeigen, ob man unter dem Strich am Ende des Monats Geld verdient hat, oder ob es mit dem Gewerbe eher schlecht aussieht und man einfach nicht in sicheres Fahrwasser kommt.

  • Finanzplanung sollte im Voraus getätigt werden
  • Monatliche Bilanzen sorgen für finanzielle Sicherheit
  • Investoren müssen teilweise im Vorfeld kontaktiert werden
  • Banken müssen mit soliden Business Plänen überzeugt werden, wenn sie Kredite für das Unternehmen vergeben sollen

Unter Umständen kann es notwendig sein, dass man sich vor seiner Selbstständigkeit um einen Kredit, bzw. um ein Darlehen bei einer Bank bemühen muss. Wenn dies der Fall ist, sollte man genau überlegen, wie man die Bank mit einem fundierten Business Plan und mit konkreten Zahlen überzeugen kann.

Das bedeutet konkret, dass es notwendig ist, dass man alle Voraussetzungen der Bank erfüllt, um das notwendige Darlehen bei einer Bank zu erhalten. Neben Banken können auch private Investoren genutzt werden, um ein Darlehen auf die Beine zu stellen und um dafür zu sorgen, dass ein Kredit für das Unternehmen bereitgestellt werden können. Private Investoren erwarten natürlich auch etwas dafür, dass sie dem Unternehmen Gelder zur Verfügung stellen.

In der Regel sind es gewisse Renditevorstellungen oder Beteiligungen am Gewinn, die zu erfüllen sind. Ferner erwarten viele Investoren, dass sie zum Beispiel gleich am gesamten Unternehmen beteiligt werden, was natürlich unter Umständen möglich ist. Es kann von Vorteil sein, wenn ein Investor gefunden wird, der mit seinem Netzwerk das gesamte Unternehmen in Österreich unterstützen kann und dafür sorgt, dass dieses ordentlich gefördert wird und die Umsätze angekurbelt werden.

Ratgeber im Förderportal zum Thema Gründung in Österreich

Nebenberufliche Selbständigkeit – SVA, Steuern & Sonstiges

Viele der Angestellten träumen davon irgendwann neben ihrer Arbeit selbstständig zu werden. Die Gründung eines Unternehmens scheint mit vielen Vorteilen verbunden zu sein. Allerdings ist es vor allem eines: Arbeit. Wer sich nebenberuflich selbstständig machen will, der muss bereit sein mehr zu tun als sonst.

Denn auch hier gibt es den ein oder anderen Nachteil.

Gerade der Anfang ist sehr schwer und kann die Motivation in den Keller sinken lassen. Zudem gehört das Schreiben von eigenen Rechnungen und ähnlichem. Des Weiteren braucht es ein Gewerbe. Der folgende Artikel soll alle wichtigen Fragen zu den Themen SVA, Steuern und sonstigen erklären.

Warum wollen Menschen eine nebenberufliche Selbstständigkeit?

Im Grunde genommen hat jeder schon einmal eine Idee zu einem Produkt oder eine Dienstleistung gehabt. Diese in der Realität umzusetzen ist gar nicht so einfach. Ein Großteil der Menschen träumt zum Beispiel von einem eigenen Restaurant oder möchte selbst hergestellte Produkte über das Internet kaufen.

Mittlerweile gibt es unterschiedliche Möglichkeiten sich selbstständig zu machen. Vor allem für kleinere Projekte eignet sich die nebenberufliche Selbstständigkeit ideal dafür.

Der große Vorteil: Aufgrund des geringen Risikos können die innovativen Ideen auch neben dem Beruf entwickelt werden. Immer mehr Menschen greifen auf diese Art und Weise der Selbstständigkeit zurück.

Zudem soll die nebenberufliche Arbeit für manche ein Sprungbrett für später sein. Ein Teil davon möchte sein Einkommen aufbessern und andere spielen mit dem Gedanken irgendwann davon leben zu können. Jeder hat sein eigenes Motiv.

Wer ist für die nebenberufliche Selbstständigkeit geeignet?

Prinzipiell eignet sich nicht jeder Mensch dafür. Wer sich nämlich nebenberuflich selbstständig machen will, der muss dabei unterschiedliche Dinge beachten. Das Vorhaben sollte zunächst mit dem Arbeitgeber abgeklärt werden.

Speziell für diesen Fall gibt es so gut wie in jedem Arbeitsvertrag eine bestimmte Klausel dazu. Es macht also Sinn dem Arbeitgeber früher oder später Bescheid zu geben.

Wenn das Gewerbe erst einmal in die Gänge gekommen ist, darf es die Konkurrenz des Arbeitgebers nicht beeinträchtigen.

Wer im Bereich der Versicherungen tätig ist, kann nicht ohne weiteres einfach eine eigene Versicherung gründen. Wichtig ist dabei die Arbeitszeit. Flexibilität ist das A und O. Bei Schichtarbeit wird es schon schwieriger alles unter einem Hut zu bekommen.

Gewerbe anmelden für die nebenberufliche Selbstständigkeit

In Österreich aber auch in Deutschland muss jeder ein Gewerbe anmelden, der sich nebenberuflich selbstständig machen möchte. Die meisten sind bereits bei der Frage nach der Rechtsform überfragt. Beispielsweise gibt es folgende Optionen:

  • – Einzelunternehmer
  • – Freiberufler
  • – GmbH
  • – etc.

Es gibt eine ganze Menge an Rechtsformen. Für den Beginn macht vor allem der Kleinunternehmer Sinn. Dort werden alle Zahlungen der Umsatzsteuer befreit, die weniger als 17.500 € im Jahr betragen.

Wenn sich das Unternehmen gut entwickelt und mit Laufe der Zeit mehr Geld abwirft, dann ist die Änderung der Rechtsform zu jeder Zeit möglich. Bei manchen Tätigkeiten sind bestimmte Rechtsformen gar Pflicht. Vor jeder Gründung empfiehlt es sich darüber zu informieren.

Steuern und Versicherungen

Ein ganz heißes Thema sind die Steuern sowie die Versicherung. Eine nebenberufliche Selbstständigkeit muss beim Finanzamt gemeldet werden. Das geschieht bereits mit dem Anmelden des Gewerbes.

Da Arbeitnehmer eh über ihren Arbeitgeber versichert sind, müssen sie keine doppelten Beträge zahlen. Allerdings muss man sich über die eigene Krankenversicherung informieren. Sämtliche Einnahmen von der Selbstständigkeit haben Einfluss auf die Versicherungen.

Dabei ist es egal wie viel man verdient. Hier müssen selbst kleine Beträge angegeben werden. Ansonsten kommt es später zu einer Nachzahlungsforderung. Bei gewissen Risiken während der nebenberuflichen Arbeit kann sich eine zusätzliche Versicherung lohnen.

Interessant ist vor allem der Teil mit den Steuern. Bei einer Teilselbstständigkeit neben dem Beruf fallen wie bei einem normale Unternehmen Steuern an und zwar die gleichen. Jede natürliche Person ist dazu verpflichtet seine Einnahmen in der Einkommenssteuer abzuführen.

Jedoch ist das nur der Fall, wenn mit dem Betrieb Gewinne erwirtschaftet werden. Unabhängig davon muss noch die Gewerbesteuer gezahlt werden. Diese kann je nach Wohnort und Art des Betriebs unterschiedlich hoch ausfallen. Wer nicht als Kleinunternehmer gilt, muss bei jeder Dienstleistung bzw. Produkt eine Umsatzsteuer von 19 % erheben.

Letztendlich hängt vieles von der zuvor gewählten Rechtsform ab. Bei einer GmbH zum Beispiel muss statt der Einkommenssteuer eine Körperschaftssteuer gezahlt werden. Das Thema Steuern wird insbesondere zu Beginn viele Fragen aufwerfen. Eine individuelle Beratung macht daher in jedem Fall Sinn. Das Thema Steuern sollte keiner auf die leichte Schulter nehmen. Bei Fehlern werden hohe Nachzahlungen beim Finanzamt fällig.

Es gibt viele Punkte, die für eine nebenberufliche Selbstständigkeit sprechen. Der ein oder andere Nachteil sollte dabei nicht unerwähnt bleiben. Die Vor- und Nachteile werden im folgenden Abschnitt gegenübergestellt.

Vorteile

  • 1) geringes Risiko

Selbstständigkeit an sich ist alles andere als kein Risiko. Wer jedoch auf nebenberuflicher Basis versucht sich selbstständig zu machen, der kann davon profitieren. Denn man hat nach wie vor ein Arbeitsverhältnis und würde nicht ins kalte Wasser fallen, im Falle eines Fehlschlags. Die Idee kann neben der echten Arbeit getestet und verbessert werden. Die Hauptbeschäftigung agiert als eine Absicherung.

  • 2) Möglichkeit zur Investition

Des Weiteren kann das Einkommen aus der Hauptarbeit für die Selbstständigkeit verwendet werden. Denn gerade am Anfang sind fehlende Aufträge der Alltag und fallen durch die Absicherung nicht allzu sehr ins Gewicht. Selbst bei einer Fehlinvestition lernt man daraus es besser zu machen.

  • 3) kein Zeitdruck

Eine der wohl wichtigsten Vorteile ist der nicht vorhandene Zeitdruck. Die Selbstständigkeit wird nebenberuflich ausgeübt und nicht als Hauptjob. Dementsprechend müssen die Ergebnisse nicht erzwungen werden. Von der Idee bis zur Umsetzung kann man sich also Zeit lassen. Vollzeit Selbstständige können das nicht und müssen Kompromisse eingehen.

  • 4) mehr Einkommen

Der letzte Vorteil ist schließlich das erhöhte Einkommen. Wer die nebenberufliche Arbeit clever und gekonnt angeht, der wird damit den ein oder anderen Euro mehr dazu verdienen können. Im Grunde genommen ist die nebenberufliche Selbstständigkeit genau dafür da: Das Einkommen aufzustocken. Dadurch lässt sich ein zweites Standbein aufbauen, falls es mit der echten Arbeit mal nicht richtig funktionieren würde. Die Risiken sind dementsprechend geringer.

Nachteile

  • 1) kaum Freizeit

Geld kann nicht ohne Arbeit verdient werden. Das wird spätestens bei einer nebenberuflichen Selbstständigkeit klar. Auch wenn die zusätzliche Arbeit mehr Geld bedeuten kann, heißt es nicht, dass man dadurch mehr Freizeit bekommt. Ganz im Gegenteil. Vor allem die freie Zeit leidet darunter. Schließlich wird dort das Projekt verwaltet und stetig verbessert. Speziell in der Anfangsphase können Freunde und Familie darunter leiden. Für den späteren Erfolg ist es aber wichtig stets dranzubleiben. Ansonsten war die Arbeit für umsonst.

  • 2) mehr Bürokratie

Nicht unerwähnt bleiben werden sollte der Papierkram. Da ein Selbstständiger keinen Arbeitgeber hat, gibt es mehr bürokratische Sachen zu erledigen. Dazu gehören Dinge wie Steuern, Buchhaltung und Versicherungen. Voraussetzung für eine nebenberufliche Arbeit sind die Fähigkeit sich neues Wissen anzueignen und seine Arbeit zu kontrollieren. Manche Sachen können durch externe Hilfe besser bewältigt werden wie mithilfe eines Steuerberaters.

  • 3) kein richtiger Fokus

Oft vergessen wird der Fokus. Die Arbeit wird neben dem Hauptjob verrichtet. Nicht jeder bringt dabei seine ganze Aufmerksamkeit auf das Projekt. Hierbei gilt es eine gute Mischung zu finden. Denn Kunden wollen zu 100 % verstanden werden.

Wie erhält man eine bessere Motivation?

Wie oben bereits angeschnitten ist eine Selbstständigkeit neben dem Beruf mit viel Aufwand und Zeit verbunden. Ohne diese beiden Faktoren kann es nicht funktionieren. Außerdem ist es nicht einfach die Motivation stets hochzuhalten.

Nach der Arbeit will jeder nur noch entspannen und sich auf das Sofa werfen. Gleich am privaten Projekt zu arbeiten kann recht schwierig werden. Deswegen gilt es sich stets selbst zu motivieren. Gerade bei einem 1-Mann-Unternehmen ein nicht zu unterschätzender Faktor. Bei der Hauptarbeit wäre das kein Problem. Bei einer Selbstständigkeit hingegen zählt jede Minute.

Im besten Falle erinnert man sich immer wieder daran, welche Möglichkeiten dadurch erreicht werden können. Sei es finanzielle Unabhängigkeit oder der Einstieg in eine Vollzeit Selbstständigkeit. Schwächephasen sind normal und stellen keinen Grund zur Sorge dar. Wichtig ist nicht die Motivation zu verlieren und das Ziel stets im Auge zu behalten. Dann klappt es auch mit der nebenberuflichen Selbstständigkeit.

Die nebenberufliche Selbstständigkeit in Österreich wird immer beliebter und das aus mehreren Gründen. Finanzielle Freiheit, das eigene Geschäft oder einfach mehr Einkommen sind die häufigsten Ziele. Doch die Selbstständigkeit neben dem Beruf ist mit viel Arbeit verbunden.

Vor allem Themen wie Steuern, Buchhaltung und Versicherungen sind gefragter denn je. Das beginnt bereits mit der Wahl der Rechtsform. Meist reicht ein Einzelunternehmer für den Anfang aus. Die Rechtsform lässt sich auch später noch wechseln.

Nicht unterschätzt werden darf der Aufwand. Zu Beginn wird es noch keine großen Erfolge geben. Wer aber dranbleibt, wird früher oder später seine ersten Gewinne damit erzielen können.

Tipps und weitere Informationen zum Thema Selbstständig machen in Österreich

 

 

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