Smarter als der Index – Smart Beta-ETFs: was ist das eigentlich?

So genannte Smart Beta-ETFs sind aktuell gefragter denn je und werden über verschiedene Märkte beworben.

Anzumerken ist, dass ein solcher ETF das Ziel hat, dass er den Markt schlägt, oder in der Lage ist, den Markt mit einem deutlich geringeren Risiko nachzubilden. Das bedeutet, dass die Smart Beta-ETFs einen Index verfolgen, den sie nachbilden und zwar genau so, wie es bei allen anderen ETFs auch der Fall ist.

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Welche Vorteile bieten Smart Beta-ETFs?

Die Vorteile der so genannten Smart Beta-ETFs liegen darin, dass sie eine hohe Transparenz bieten und gleichzeitig die Kosten sehr gering gehalten werden können.

Ziel ist es, dass der Smart Beta-ETF versucht, ein Merkmal zu finden, dass am Markt nicht normal ist, bzw. dass entsprechendes Potential bietet.

Dies kann ein Unternehmen sein, das sich in der Vergangenheit besser entwickelt hat, als es beim gesamten Markt der Fall gewesen ist. Die Faktoren, die hierfür erfüllt werden müssen, sind vorher in jedem Fall zu definieren.

Der ETF gewichtet alle Aktien direkt im Vergleich zum gesamten Markt. Grundsätzlich wird darauf geachtet, dass alle Aktien, die in einem Markt wie z.B. der DAX abgebildet werden, in der gleichen Gewichtung auch im ETF gewichtet werden. Wenn der Wert XY zum Beispiel 10% im Leitindex DAX ausmacht und der ETF diesen Index nachbilden möchte, bedeutet dies, dass der Wert ebenfalls 10% im ETF ausmacht.

Der Index selbst legt damit fest, wie sich der ETF zusammensetzt und welche Aktien mit welcher Gewichtung gekauft werden. Dies führt dazu, dass ein Fondsmanager nicht in der Form gebraucht wird, wie es zum Beispiel bei einem Fonds der Fall ist.

Die Kosten für den Aufwand des Fondsmanagers sind damit deutlich niedriger, was dazu führt, dass die Kosten insgesamt deutlich geringer sind.

Bei einem Smart Beta ETF ist es das Ziel, dass eine andere Gewichtung der Titel erzielt wird, als es im Markt der Fall ist. Das bedeutet, dass entsprechend bestimmter Faktoren darauf geachtet wird, welche Aktien unterbewertet sind. Diese unterbewerteten Aktien werden dann deutlich übergewichtet und entsprechend stärker gekauft, als es bei den Aktien der Fall ist, die deutlich im Markt ein Übergewicht darstellen.

Das bedeutet, dass ein Wert XY, der im Markt derzeit untergewichtet ist, auch im ETF in jedem Fall untergewichtet ist. Es kann jedoch sein, dass die Gewichtung sich im Verlauf des Marktes deutlich ändert. Vermeidlich günstigere Unternehmen werden durch den Smart Beta ETF deutlich übergewichtet und haben auf lange Sicht durchaus die Chance, dass der Index geschlagen werden kann.

Welche Argumente sprechen für Smart Beta ETFs?

Es gibt viele Analysten, die davon ausgehen, dass mit einem Smart Beta ETF auf lange Sicht erfolgreich vorgegangen werden kann. Damit bilden historische Aktienentwicklungen die entsprechende Basis dafür, welche Renditen erzielt werden können.

Oftmals führt es dazu, dass Aktien, die bei den Tradern als unbeliebt eingestuft werden in jedem Fall deutlich höhere Renditen erzielt werden können, als es bei den Papieren der Fall ist, die von den Tradern favorisiert werden. Grundsätzlich können mit diesen Faktoren die Möglichkeiten der Smart Beta ETFs ausgelotet werden.

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