Agenda Austria – Einstellungsförderung durch Entfall der Beiträge für Sozialversicherung gefordert

Da die Maßnahme der Kurzarbeit als Mittel gegen eine stark steigende Arbeitslosigkeit in Österreich als sinnvoll gilt, ist diese leider keine Unterstützung dabei, neue Jobs zu schaffen bzw. zu Neueinstellungen zu führen. Mit diesem Thema hat sich nun die Denkfabrika Agenda Austria beschäftigt.

Im Rahmen der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen bzw. einer Förderung neuer Jobs kam nun von der Agenda Austria der Vorschlag, eine Streichung der Sozialbeiträge (Sozialversicherung) für Unternehmen in Österreich zu ermöglichen. Diese Streichung soll befristet durchgeführt werden.

Aktuelle Zahlen zur Kurzarbeit in Österreich

  • Aktuell befinden sich ca 1,3 Millionen Menschen in Österreich in Kurzarbeit bzw. sind für das Kurzarbeit-Modell angemeldet.
  • Die Sozialpartner sprechen sich aktuell zusätzlich für eine Verlängerung der Kurzarbeit aus – aktuell ist diese mit sechs Monaten befristet.

Wie sieht der Vorschlag der Agenda Austria aus?

Die Denkfabrik schlägt eine Verlängerung in Kombination mit einer Reduktion der bisherigen Förderung vor. So könnte beispielsweise eine geringere Förderung der Arbeitskosten durch den Staat eine mögliche Lösung sein. Auch eine Begrenzung der möglichen Arbeitszeit-Reduktion auf beispielsweise 50 % (bisher bis zu 90 Prozent möglich) wird angedacht.

Keine Schaffung von neuen Jobs & Neueinstellungen in Unternehmen

Um Unternehmen in Österreich einen Anreiz zu geben, neue Jobs zu schaffen bzw. Neueinstellungen durchzuführen wird eine Subvention angedacht. Hierbei sollen beispielsweise bis zum Ende 2020 keine Sozialbeiträge für diese Mitarbeiter anfallen. Dies würde sowohl bestehenden als auch jungen Unternehmen unterstützen.

Wie hoch wären die Kosten für die Einstellungsförderung?

  • Wenn Österreich im April 2021 noch immer 765.000 Arbeitslose hätte, würde das vier Mrd. Euro kosten (Arbeitslosengeld und geringere Steuereinnahmen).
  • Eine Förderung durch die Streichung der SV-Beiträge würde sich bis Ende April 2021 auf 2,1 Mrd. Euro belaufen. Für die Dauer von einem Jahr würde das 4,1 Mrd. Euro weniger SV-Beiträge bedeuten.

Ergänzung: Info von der SVS (Sozialversicherung) in Österreich:

Machen Sie sich keine Sorgen, wir setzen bis auf Weiteres alle Mahnungen aus und stellen keine Anträge auf Exekutions- oder Insolvenzverfahren!

Dies bedeutet zwar etwas weniger Druck für Unternehmen, mit einer Einstellungsförderung bzw. einem Entfall der SVS Beiträge für neue Mitarbeiter bis Ende 2020 könnte aber ein gezielter Anreiz geschafft werden, neue Mitarbeiter einzustellen. Es bleibt abzuwarten, ob und in welcher Form es zu einer zusätzlichen Förderung für die Schaffung neuer Jobs und Neueinstellungen in Österreich kommt.

Quellen: APA, Agenda Austria

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