Steiermark: Bildungsscheck einlösen für Lehrlinge und Lehrabsolventen

Inhalte und Voraussetzungen zum Erhalt des Bildungschecks für Lehrlinge und Lehrabsolventinnen in der Steiermark

Der Bildungscheck für Lehrlinge und Lehrabsolventinnen ist eine Förderung zur Unterstützung von Weiterbildungsmaßnahmen in der Steiermark. Sämtliche Lehrlinge und Lehrabsolventinnen können die Förderung beantragen, insofern sie das Höchstantragsalter von 25 Jahren nicht überschritten haben.

Die Förderungsmaßnahme gilt für alle Lehrlinge und Lehrabsolventen, welche bereits eine betriebliche Lehre absolviert haben oder aktuell eine solche absolvieren. Um die Förderungsmaßnahme zu erhalten, muss ein Förderungsantrag gestellt werden.

Zentrale Punkte des Bildungschecks

Der Bildungscheck für Lehrlinge und Lehrabsolventinnen ist eine spezifische Fördermaßnahme für alle Lehrlinge und Lehrabsolventen in der Steiermark. Alle Lehrlinge, welche aktuell eine Lehre absolvieren, sowie sämtliche Lehrabsolventen besitzen das Recht, die Förderungsmaßnahme in Anspruch zu nehmen.

Der Bildungscheck ist hierbei eine Weiterbildungsmaßnahme und fällt unter den Bereich des Zuschusses. Jedoch können nur Lehrlinge und Lehrabsolventen bis zum Höchstalter von 25 Jahren den Zuschuss beantragen. Das Ansuchen der Förderung ist bis einschließlich 31. Dezember 2020 möglich, insofern nicht vorzeitig eine Revision stattfindet.

Wichtig: Vorab für die jeweiligen Kurse vorbereiten und informieren

Zielgruppe der Förderung

Die Zielgruppe der Fördermaßnahme sind ausschließlich Lehrlinge und Lehrabsolventen in der Steiermark, welche aktuell eine Lehre betreiben oder diese bereits abgeschlossen haben.

Für beide Gruppen gilt ein Höchstalter von 25 Jahren. Ältere Lehrlinge bzw. Lehrabsolventen können den Bildungscheck nicht mehr in Anspruch nehmen. Müssen die Lehrlinge bzw. Lehrabsolventen jedoch ein Kind betreuen, sodass eine Betreuungspflicht vorliegt, erhöht sich die Altersgrenze der Person um zwei Jahre je Kind.

Ebenfalls wird der Präsenzdienst bzw. Zivildienst an die Altersgrenze angerechnet. Präsenz- und Zivildiener erhalten eine Erhöhung der Altersgrenze um die maximale Dauer ihres abgeleisteten Dienstes.

Förderungszweck und Ausschlussgrund des Bildungschecks

Der Bildungscheck zielt konkret auf Lehrlinge und Lehrabsolventen in der Steiermark ab. Er dient als Förderungsmaßnahme für eine berufsbezogene Höherqualifizierung, sodass sowohl eine herkömmliche Lehre sowie ein lehrbezogener Fachkurs als Förderungsgrund angegeben werden kann.

Der Antragssteller muss beim Ansuchen der Förderung die Lehre nicht zwingendermaßen gänzlich in der Steiermark absolviert haben, jedoch seinen Hauptwohnsitz im Ausmaß von mindestens einem Jahr in der Steiermark besitzen.

Mit dem Bildungscheck werden zahlreiche Bereiche gefördert. Er dient vor allem der Förderung von persönlichkeitsbezogenen Qualifizierungen bzw. den sogenannten Soft Skills.

Dies können beispielsweise Rhetorik, Präsentation sowie Kommunikations- und Teamfähigkeit sein. Auch lassen sich Schlüsselqualifikationen wie zum Beispiel Sprachen und Computerkenntnisse fördern. Generell erhält nur der Antragsteller die Chance auf den Erhalt der Förderung, sodass der Bildungscheck nicht auf eine andere Person übertragen werden kann.

Da lediglich Lehrlinge und Lehrabsolventen den Bildungscheck beantragen können, dient er hauptsächlich der Förderung der Bildungsmaßnahmen während der Lehre bzw. des Besuchs eines Fachkurses.

Alle Antragstellungen müssen bis spätestens drei Monate nach Ende des Kurses eingereicht werden, um berücksichtig werden zu können. Zudem lassen sich weder Studiengebühren noch Prüfungsgebühren als Fördergrund angeben. Auch Kurse, welche unter die Kategorien Hobby und Freizeit fallen, sind von der Förderungsmaßnahme ausgeschlossen.

Höhe der Förderung

Obwohl der Bildungscheck für Lehrlinge und Lehrabsolventen sämtliche Lehrlinge und Lehrabsolventen in der Steiermark finanziell unterstützen soll, werden nicht in jedem Fall sämtliche anfallende Kosten gedeckt. Jeder Kurs- und Lehrlingsabsolvent erhält bis zu 50 Prozent der Kurskosten durch den Bildungscheck gefördert.

Dennoch erhalten die Antragssteller maximal 500 Euro für ihre Lehre, ihren Kurs oder ihren Lehrabschluss. Teurere Kurse werden bis maximal der Höchstgrenze gefördert. Jeder Lehrling bzw. Lehrabsolvent kann pro Lehre sowie abgeschlossener Lehre stets nur einen Antrag stellen.

Ein mehrmaliges Ansuchen des Bildungschecks für dieselbe Lehre ist nicht möglich. Stellen Interessenten den Antrag auf Erhalt des Bildungschecks, muss zum Zeitpunkt der Antragstellung das Lehrverhältnis noch aufrecht sein. Nur Lehrabsolventen können einen Lehrabschluss dem Antrag beilegen, um die Förderungsmaßnahme zu erhalten. Der Lehrabschluss muss erfolgreich sein sowie zu einer betrieblichen Lehre gehören.

Unterlagen für ein Ansuchen des Bildungschecks

Beim Ansuchen des Bildungschecks müssen alle Anträge vollständig ausgefüllt werden. Hierzu existiert ein spezifisches Antragsformular. Dieses ist sowohl über WIFI Seite der Steiermark (http://www.stmk.wifi.at/data/foerderungen/bildungsscheck_lehre.pdf) sowie der WKO Website (https://www.wko.at/service/foerderungen/steiermark-bildungsscheck-lehrlinge-lehrabsolventen.html) online im Word-Format zugänglich. Zusätzlich zum Antrag müssen die Ansuchenden die notwendigen Unterlagen beilegen.

Dies sind eine Kopie des Kurszeugnisses des jeweiligen Bildungsinstituts, eine Kopie des Lehrvertrags sowie eine Kopie des Lehrabschlusszeugnisses bzw. der Lehrabschlusszeugnisse, eine Kopie des Nachweises über die Ableistung des Zivil- oder Präsenzdienstes falls notwendig, bei betreuungspflichtigen Kindern eine Kopie der Geburtsurkunde bzw. der Geburtsurkunde aller Kinder sowie eine Kopie des Einzahlungsbelegs oder ein Nachweis des Telebankingvorgangs. Nur Anträge, welche sämtliche notwendigen Unterlagen beinhalten, können bearbeitet werden.

Der ausgefüllte Antrag mitsamt den notwendigen Unterlagen müssen innerhalb der dreimonatigen Antragsfrist beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung in der Abteilung 11 in Graz eingereicht werden. Erfüllen die Antragssteller die Förderungsvoraussetzungen und wurde der Antrag mitsamt Unterlagen pünktlich und im vollem Umfang eingereicht, erhalten die Betroffenen die Förderung auf ihrem angegebenen Konto ausgezahlt.

Zugleich besteht kein Rechtsanspruch auf die Gewährung der Förderung, wodurch kein automatischer Anspruch auf den Erhalt der Förderungsmaßnahmen vorhanden ist. Ebenfalls kann der Antrag auf den Erhalt des Bildungschecks solange angesucht werden, bis eine Änderung der Richtlinien bezüglich Erhalt der Förderung in Kraft tritt.

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