Steuerreform: Wirtschaftsbund Steiermark fordert Entlastungspaket für klein- und mittlere Unternehmer

Anfang Mai sollen die Pläne der Regierung zur Steuerreform präsentiert werden – der Wirtschaftsbund Steiermark pocht auf eine Entlastung für Unternehmer.

„Österreich ist ein Spitzensteuerland, das vor allem den Faktor Arbeit belastet und unsere Unternehmer und Selbständigen hemmt.

Es braucht eine Entlastung für all jene, die tagtäglich aufstehen, hart arbeiten und für Wohlstand und eine florierende Wirtschaft in Österreich sorgen“, so Landesgruppenobmann Josef Herk zur geplanten Steuerreform, die Anfang Mai präsentiert werden soll.

„Die Pläne der Regierung zur Steuerreform gehen in die richtige Richtung, uns ist aber wichtig, dass gerade kleine und mittlere Unternehmer rasch entlastet werden“, ergänzt Direktor Jochen Pack.

Es gehört viel Mut und Ausdauer dazu, sich selbständig zu machen und das private Risiko zu tragen. Der Wirtschaftsbund Steiermark will den Weg für Unternehmer freischaufeln, den Bürokratie und unsinnige Abgaben versperren. Dazu gehören vor allem die Entlastung von Ein-Personen-Unternehmen und kleineren Betrieben.

Landesgruppenobmann Josef Herk betont: „Es sind unsere tausenden klein- und mittleren Unternehmer die Säulen, auf denen wir unseren Wohlstand aufgebaut haben. Familien, Unternehmer, Betriebe, die das Risiko in Kauf nehmen, und aus eigenem Antrieb Arbeitsplätze schaffen und Abgaben leisten. Diese müssen jetzt entlastet werden!“

Das Maßnahmenpaket zur Entlastung klein- und mittlerer Unternehmen im Überblick:

  • Anhebung der Wertgrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter auf 1.000 €
  • Steuerersparnis für jene, die von zu Hause arbeiten
  • Kleinunternehmergrenze auf 35.000 € anheben
  • Steuersenkung auch für Einzelunternehmer und Personenunternehmen
    Automatische Steuererklärung für Kleinunternehmer

Der Wirtschaftsbund Steiermark setzt parallel zu den 2020 geplanten Maßnahmen für Geringverdiener auch auf die Entlastung kleiner Unternehmer: Dazu zählen neben der Erleichterung der Steuerpauschalierung (bis 35.000 Euro statt bisher 30.000 Euro Umsatz) auch bessere Absetzmöglichkeiten: Geringfügige Wirtschaftsgüter sollen bis 1.000 Euro (bisher 400 Euro) sofort abgesetzt werden können. „

Die letzte Anhebung mit der Umrechnung von Schilling auf Euro war außerdem vor mehr als 20 Jahren. Es würden nicht nur eine bestimmte Branche, sondern alle Unternehmer davon profitieren, weil jeder betrieblich genutzte Smartphones, Drucker etc. benötigt“, so Direktor Jochen Pack.

Wer derzeit ein Arbeitszimmer von der Steuer absetzen will, muss dafür einen klar abgegrenzten Raum seiner Wohnung zweckwidmen. Für den Wirtschaftsbund Steiermark sollen künftig auch Arbeitsbereiche im Wohnzimmer oder in der Küche geltend gemacht werden können. „Das entspricht der Lebensrealität vieler Einzelunternehmer. Nur wenige können sich ein eigenes Büro in der Wohnung leisten und das klar vom Wohnbereich trennen“, so Pack.

Parallel dazu sollte auch der Gewinnfreibetrag für Einzelunternehmer steigen – auf 15 Prozent bis 50.000 Euro Jahresgewinn (statt 13 Prozent bis 30.000 Euro).

„Neben der Senkung der Köst muss es auch eine gleichwertige Entlastung und Ausgleich für unsere rund 400.000 Einzelunternehmer bzw. 30.000 Personengesellschaften geben. So bleibt auch für Selbstständige und Kleinunternehmer mehr Geld für Investitionen“, erwähnt Landesgruppenobmann Josef Herk abschließend.

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