Streik im Bereich Pflege – 35 Stunden Woche & mehr Personal – Forderungen & Lohn Verhandlung 2019 – SWÖ-KV Verhandlungen 2019

Aktuell ist das Thema “Pflege” in Österreich wieder sehr aktuell, da die Lohnverhandlungen für die Löhne von mehr als 100.000 PflegerInnen, Tagesmüttern sowie BetreuerInnen im Bereich von Menschen mit Behinderung anstehen.

Sollte es keine Einigung zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeber Seite bei den Verhandlungen geben so sind laut aktuellen Informationen auch ein “Pflege Streik” bzw. Warnstreiks nicht ausgeschlossen.

Aktuell sieht es bei den Gesprächen nicht nach einer raschen Einigung aus, da Forderung der Gewerkschaft und Angebot der Arbeitgeber weit auseinander liegen. Vor allem die geforderte 35 Stunden Woche ist problematisch.

Risiko von einem Pflegenotstand in Österreich?

Das Thema ist in Österreich durchaus wichtig, da der Bedarf nach Pflegekräften/Pflege voraussichtlich bis zum Jahr 2050 auf bis zu 750.000 Pflegefälle ansteigen dürfte. Es kommt daher je nach verfügbaren Personal zu einem Pflegenotstand, so die Warnung/Befürchtung.

Aktuelle Forderungen im Bereich Pflege

6 Prozent mehr Lohn werden aktuell von der Gewerkschaft gefordert – Die Arbeitgeber bieten aktuell eine Lohnerhöhung von 2,5 % an.

Kommt die 35 Stunden Woche in der Pflege?

Eine wichtige Forderung durch die Gewerkschaft im Bereich Pflege ist die Reduktion der Arbeits auf 35 Stunden pro Woche. Dies soll laut aktueller Forderung bei vollem Lohn sowie Personalausgleich umgesetzt werden. Auch im Bereich “Urlaubsanspruch” liegen Forderungen vor – Hier möchte man eine sechste Urlaubswoche erhalten.

Die Arbeitgeber kritisieren die hohen Mehrkosten (gerechnet wird mit ca 10 %) der 35 Stundn Woche und die Verschärfung im Bereich Personalmangel durch eine solche Maßnahme.

Hintergrund: Bereits im vorherigen Jahr kam es zu langen Verhandlungen und einem Warnstreik. Auch aktuell gibt es eine “Streikfreigabe” durch den ÖGB, ein Pflege Streik in Österreich bzw. Warnstreiks in den Betrieben in der nächsten Woche sind daher möglich. Bereits durchgeführt wurde ein Protestmarsch sowie Betriebsversammlungen.

Quellen und weitere Informationen:

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