Studentenjobs in Österreich – Studentenjob finden, Arbeitszeit, Einkommensgrenze, Geringfügige Beschäftigung

Das Studium in Österreich ist eine gute Möglichkeit, um sich weiterzubilden. Jedes Jahr schließen etliche Jugendliche ihr Abitur ab und beginnen mit einem Studium. Allerdings ist das Studentenleben nicht nur immer Party.

Gerade während eines Studiums müssen sich die betroffenen Personen viel mit dem Thema Geld auseinandersetzen. Damit es während der Zeit zu keinen Problemen kommt, sollte man sich nach einem Studentenjob erkundigen.

Durch diesen lässt sich der ein oder andere Euro mehr verdienen. Insbesondere für das Erstsemester müssen Fragen in Sachen Wohnung und co. geklärt werden.

Welche verschiedenen Arten von Studentenjobs es gibt und worauf zu achten ist, wird im folgenden Artikel erklärt.

Was ist ein Studentenjob?

Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich hierbei um eine Arbeitsmöglichkeit für Studenten. Diese dient dazu die Haushaltskasse etwas aufzubessern, da Studierende es generell nicht immer leicht mit dem Geld haben. Hauptsächlich soll das Studium sowie das Lernen im Mittelpunkt stehen.

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Möglicher Studentenjob: Nachhilfe bei einem Nachhilfe-Institut geben
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Aufgrund der finanziellen Begrenzungen kann das Geld schneller in den Mittelpunkt rücken als gedacht. Sofern Studenten ihre Zeit nicht mit Lernen oder anderen Dingen verbringen, sind sie meist am arbeiten.

Es ist meist ein Teilzeitjob, um seine Kasse aufzubessern. Ein Vollzeitjob ist hier nicht möglich. Mittlerweile gibt es unterschiedliche Arten von Studentenjobs, auf die später genauer eingegangen wird.

Worauf muss beim Studentenjob geachtet werden?

Studentenjobs an sich sind mit weniger Aufwand verbunden. Allerdings ist es nur in den seltensten Fällen möglich einfach etwas anzunehmen und dann darauf los zu arbeiten. Das funktioniert bis zu einem gewissen Grad. Generell ist es möglich viel zu arbeiten, sofern keine Beihilfen anfallen. Sollten Beihilfen erhalten werden, gibt es folgende Dinge beim Studentenjob zu berücksichtigen.

1) Arbeitszeit

Für Studenten in Österreich ist es nicht sinnvoll länger als 20 Stunden in der Woche zu arbeiten. Ansonsten würde das zu sehr auf die Kosten des Studiums gehen. Deswegen dürfen alle Studierenden mit einem Nebenjob maximal 20 Stunden in der Woche aktiv für ein Unternehmen arbeiten.

Je mehr gearbeitet wird, desto höher wird der Beitrag zur Krankenkasse. Genau diese hohen Kosten gilt es als Student zu vermeiden. Jedoch gilt dieser Zeitraum in der vorlesungsfreien Freizeit. Das übliche Studentenmaß bei einem Nebenjob sind etwa 10 Stunden pro Woche. Die  Die Geringfügigkeitsgrenze 2019 in Österreich liegt bei € 446,81.

2) Einkommensgrenze

Der zweite Punkt befasst sich mit der Einkommensgrenze. Dieser ist enorm wichtig, wenn es um eine Studienbeihilfe oder ein Stipendium geht. Sollte der Student über 10.000,00 € im Jahr verdienen, dann müssen sämtliche Beiträge darüber als Beihilfe zurückgezahlt werden.

Im Prinzip hat man dann für umsonst gearbeitet, anstatt das Geld vom Staat zu akzeptieren. Zwar lassen sich mit einem Nebenjob wichtige Praxiserfahrung sammeln, jedoch ist es nicht der Sinn und Zweck viel während eines Studiums zu arbeiten. Der Fokus sollte nach wie vor auf das Lernen gerichtet sein.

3) steuerliche Absetzung

Der letzte Aspekt handelt sich um die steuerliche Absetzbarkeit. Während eines Studiums werden mitunter zahlreiche Gegenstände angeschafft. Diese lassen sich nutzen, um das versteuernde Jahreseinkommen zu drücken. Du den Kosten gehören unter anderem:

  • -> Fachliteratur
  • -> Büromaterial
  • -> Skripte
  • -> Studiengebühren
  • -> Fahrtspesen
  • -> Computer oder Laptop

Weitere Beispiele lassen sich beim zuständigen Steuerberater erfragen. Auf jeden Fall macht es Sinn all seine Einkäufe bezüglich des Studiums zu dokumentieren. So fällt die Auflistung für die Steuererklärung leichter.

Welche Arten von Studentenjobs gibt es?

Wie oben bereits kurz angeschnitten gibt es für Studenten viele Möglichkeiten, um etwas Geld im Studium zu verdienen.

Im Grunde genommen ist es jedem selbst überlassen, ob er mit der Arbeit nur Geld verdienen möchte oder für später Berufserfahrung sammeln möchte. Für einen Nebenjob sprechen mehrere Gründe. Welche Arten es gibt und wie diese sich unterscheiden, wird im Folgenden erwähnt.

=> geringfügige Beschäftigung – Geringfügigkeitsgrenze 2019

Von diesem Fall wird gesprochen, wenn die betroffene Person die Geringfügigkeitsgrenze 2019 in Österreich von € 446,81.im Monat nicht übersteigt. Dabei handelt es sich um die aktuelle Geringfügigkeitsgrenze in Österreich. Meist werden diese Jobs in den folgenden Bereichen angeboten:

  • Supermarkt
  • Kneipen und Bars  – Gastronomie
  • Geschäfte

Hier liegt die Arbeitszeit bei etwa 10 Stunden in der Woche. Wer in diesem Verhältnis arbeitet sollte bedenken, dass er nur unfallversichert ist. Ab einem bestimmten Alter ist es nicht mehr möglich sich über seine Eltern versichern zu lassen.

Sollte das der Fall sein, muss man sich als Student selbst versichern. Deswegen sollten Studenten darauf achten, dass sie sich einen Arbeitgeber auswählen, der die Arbeit auch als geringfügig meldet.

=> studentische Hilfskraft oder Tutor

Der klassische Tutor oder die studentische Hilfskraft ist ein Klassiker. Dabei handelt es sich um eine Person, die an einer Hochschule studiert und gleichzeitig dort angestellt ist. Dessen Tätigkeiten werden auf unterschiedliche Wege eingesetzt.

Deswegen können sie unter anderem Professoren unter die Arme greifen oder als leitende Tutorien agieren.

Allerdings sollten sich Studenten vor dem Job überlegen, ob diese Art von Beschäftigung das richtige für einen ist. Schließlich muss man viel erklären und beibringen können. Wem das keinen Spaß macht, der sollte nach etwas anderem Ausschau halten. Die ausgeschriebenen Stellen sind meist sehr begehrt und man muss schnell sein. Viele davon sind maximal auf ein Jahr befristet.

=> Ferienjob

Ebenfalls sehr beliebt ist der Ferialjob in Österreich. Der ist auch bei Schülern beliebt vor allem während den Sommerferien. Hier geht es nicht um die Weiterbildung oder Sammlung von Berufserfahrung, sondern lediglich um Geld verdienen.

Hier wird man als Arbeitnehmer in den betrieblichen Ablauf integriert und ist an vorgegebene Zeiten gebunden.

Dabei handelt es sich in der Regel meist um einen Vollzeit-Job. Allerdings genießen Studenten hier jegliche Art von Versicherung und können ihre Haushaltskasse aufstocken.

=> Werkstudent

Werkstudenten sind beliebt bei Unternehmen und arbeiten etwa 20 Stunden in der Woche. Dabei wird öfters auf Studenten der höheren Semester zurückgegriffen.

Diese könne dadurch wertvolle Praxiserfahrung für ihren späteren Beruf sammeln.

Hier gilt ein gesonderter Vertrag. Die Bedingungen lassen sich mit dem Unternehmen individuell aushandeln und werden anschließend in einem Werkvertrag festgehalten.

=> Sonderfall: Ferien- und Pflichtpraktikum

Die letzte Möglichkeit ist ein Praktikum. Dieser darf aber mit keinem Ferialjob verwechselt werden. Diese sind in einigen Studiengängen vorgesehen und sollen Einblick in das zukünftige Berufsleben geben.

Dadurch wird zwar kein vollständiger Arbeitnehmer ersetzt, sondern mehr eine Führung durch das Unternehmen ermöglicht. So kann das theoretische Studium um viele Praxisstunden erweitert werden.

Studenten haben es nicht immer leicht. Das liegt vor allem am Geld. Dennoch gibt es unterschiedliche Mittel und Wege, um auch während des Studiums an Geld zu kommen. Sehr beliebt sind unter anderem geringfügige Beschäftigungen.

Diese betreffen meist Bereiche wie Kneipen und Supermärkte. Wer Glück hat, kann sogar in seiner eigenen Hochschule einen Nebenjob als Tutor finden. Allerdings muss man hier schnell sein. Darüber hinaus können noch Ferialjobs ausgeführt werden. Diese sollten nicht mit einem Ferialpraktikum verwechselt werden. Bei Einhaltung der oben genannten Punkte sollte dem Studium nichts mehr im Weg stehen.

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