Studiengebühren 2019 in Österreich – Steuerbonus, Änderungen & Petition

Die neue Regierung in Österreich sorgt derzeit für großen Wirbel in der Bevölkerung. Nachdem vor kurzem das Rauchverbot elegant umgegangen wurde, bzw. nur Teile davon umgesetzt wurden, gerät jetzt das Thema Studiengebühren in den Fokus der Medien.

Die neue türkis-blaue Regierung möchte Studiengebühren (wieder) einführen, die jedoch später einen Steuerbonus für Absolventen bedeuten. Die Höhe der Studiengebühren in Österreich soll/wird voraussichtlich bei 500 Euro pro Semester liegen.

Ziel dieses neuen Vorgehens ist es, dass z.B. Medizinabsolventen, die ursprünglich aus Deutschland stammen, in Österreich gehalten werden können. In der Bevölkerung sorgt das Vorgehen zunehmend für Unruhe und so gab es bereits erste Proteste.

Kommen die Studiengebühren 2019 in Österreich?

Aktuell soll es ab Herbst neue Zugangsbeschränkungen für einige Studien geben, auch das Thema der Uni-Finanzierung ist konstant aktuell.

Der Prozess der Änderung bei Studiengebühren in Österreich sei jedoch einer “von Jahren”, aktuell gibt es also keine Details zu Studiengebühren 2019 in Österreich. Geplant ist jedoch ein “Eignungsfeedback” im Rahmen der Zulassung für ein Studium. Aktuelle Details zum Thema gibt es beim Standard zum Nachlesen.

 

Wie sollen die neuen Studiengebühren in Österreich aussehen?

Es ist davon auszugehen, dass die geplanten Studiengebühren in Österreich in einer Form verankert werden sollen, wie es sie bisher noch nicht gegeben hat.

Studiengebühren in Österreich 2018 voraussichtlich bei 500 Euro/Semester

Anzumerken ist, dass sie gemäß der derzeitigen Planungen erst ab dem dritten Semester fällig werden. Somit will man Studenten und Studentinnen eine Chance geben, sich zunächst zu orientieren und nach dieser Phase erst mit den Gebühren zu beginnen.

Durch die Studiengebühren geht es aktuell nicht primär darum, dass die Universität, bzw. Hochschule finanziell unterstützt wird, sondern vor allem darum, dass die Studierenden nach Erreichen ihres Abschlusses im Land gehandelten werden. Es gibt Informationen darüber, dass die Gebühren bei einem Steuerausgleich wieder zurück geholt werden können.

Woher kommt die Idee mit dem Steuerbonus für Studiengebühren und Absolventen?

Es ist aktuell davon auszugehen, dass in den kommenden Jahren in Österreich z.B. Ärzte und Mediziner fehlen. Die neue Regierung möchte mit der Studiengebühr und dem entsprechenden Steuerbonus dazu beitragen, dass diese Lücke der Mediziner möglichst geschlossen wird.

Ziel ist es, durch den steuerlichen Vorteil dafür zu sorgen, dass Mediziner nach ihrer Ausbildung in Österreich im Land bleiben und hier eine Stelle annehmen.

Wie hoch werden die Studiengebühren in Österreich etwa ausfallen?

Es ist durchaus denkbar, dass die Studiengebühren in Österreich bei etwa 500 Euro je Semester angesetzt werden.

(siehe Quelle: https://derstandard.at/2000070372713/Tuerkis-Blau-will-Studiengebuehren-mit-Steuerbonus).

Die Pläne zu den Studiengebühren von ÖVP und FPÖ im Detail:

  • Geplante Studiengebühren könnten bei 500 Euro je Semester liegen
  • Studiengebühren werden in Österreich ab dem 3. Semester geplant, um eine Orientierungsphase zu ermöglichen
  • Studiengebühren sollen mit Steuerbonus für Berufsanfänger verrechnet werden
  • Berufsanfänger sollen durch das Modell im Land gehalten werden (z.B. Mediziner, an denen es in Austria mangelt)

Welche Kritik gibt es derzeit gegen die Studiengebühren in Österreich?

Es gibt bereits einige Parteien, die nicht davon angetan sind, wieder Studiengebühren in Österreich einzuführen. Ebenso gab es vor dem Parlament bereits einige Proteste gegen die Studiengebühren.

Viele Protestler gehen davon aus, dass Kinder aus Familien, denen es sozial schlechter geht und die weniger Geld zur Verfügung haben, kaum mehr eine Möglichkeit haben, ein Studium in Österreich zu absolvieren.

Studiengebühren in Österreich – welche Regelungen gibt es derzeit?

Wie vor kurzem im Internet in einem Artikel auf Salzburg24 bekanntgegeben wurde

(siehe Quelle: http://www.salzburg24.at/studiengebuehren-wer-derzeit-zahlen-muss/5159279) ist es denkbar, dass bei den Studiengebühren in Österreich einige Ausnahmeregelungen greifen könnten.

Der Artikel informiert darüber, dass die Studiengebühren in Österreich derzeit sehr komplex geregelt werden. Studiengebühren müssen aktuell nicht gezahlt werden, wenn die Studierenden aus dem EU bzw. EWR Raum kommen.

Auch bei einigen Drittstaaten ist es möglich, dass keine Studiengebühren gezahlt werden müssen, sofern die Studienzeiträume innerhalb der Mindeststudienzeit + 2 Semester liegen. Sollte das Studium länger laufen, gibt es derzeit einige Ausnahmeregelungen.

Aktuell ist davon auszugehen, dass etwa 15% der Studierenden in Österreich Gebühren bezahlen. Der Beitrag je Semester beläuft sich bei den meisten Studierenden auf 363,36 Euro an der Fachhochschule. Bei einigen Fachhochschulen, wie zum Beispiel FH Vorarlberg oder FH Oberösterreich wird darauf verzichtet, Gebühren zu erheben.

Studierende aus Drittstaaten zahlen die doppelten Studiengebühren. Es gibt einige Entwicklungsländer, bei denen Studierende keine Studiengebühren bezahlen müssen.

Studierende, die mindestens zwei Monate im Semester krank waren, oder schwanger waren, müssen keine Studienbeiträge für das entsprechende Semester zahlen. Wer ein Kind bis zum siebenten Geburtstag hat, muss ebenfalls keine Gebühren zahlen, auch wenn Betreuungspflichten wahrgenommen werden müssen, sind keine Studiengebühren zu zahlen. Sollten die Studierenden ein Auslandssemester wahrnehmen, müssen für diesen Zeitraum ebenfalls keine Studiengebühren bezahlt werden.

ÖH ruft zu Protesten auf – Studiengebühren sind nicht erwünscht!

Wie vor kurzem bekannt gegeben wurde (siehe Quelle: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20171214_OTS0200/studiengebuehren-oeh-erteilt-koalitionsplaenen-klare-absage) hat die österreichische Hochschüler/innenschaft, kurz ÖH zu Protesten gegen die neue Pläne zur Erhebung von Studiengebühren aufgerufen.

Nachdem in den Medien in Österreich berichtet wurde, dass die Parteien ÖVP und FPÖ an Plänen arbeiten, flächendeckend Studiengebühren in Österreich einzuführen, gibt es bereits erste Proteste dagegen. Die ÖH hat bekannt gegeben, dass das Vorhaben aus sozialer Sicht sowie aus studienrechtlicher Sicht ohne Verantwortung wäre und sie erteilt diesen Plänen eine klare Absage.

Laut Aussage der ÖH ist der Verwaltungsaufwand zur Einführung solcher Gebühren in Österreich mehr als enorm. Anzumerken ist, dass die unterschiedlichen Hochschultypen in Österreich 5 verschiedenen Bundesgesetzen unterstellt sind.

Eine einheitliche Regelung ist somit kaum durchführbar. Anzumerken ist ferner, dass zahlreiche Studierende ihr Studium womöglich abbrechen müssen, weil sie es schlichtweg nicht mehr finanzieren können.

Im Jahr 2001, als es bereits Studiengebühren in Österreich gegeben hatte, waren es mehr als 40.000 Studierende, die in Österreich ihr Studium abbrechen mussten, weil sie die Gebühren schlichtweg nicht mehr bezahlen konnten. Wer versucht, diese Zahlen auf die heutigen Verhältnisse umzurechnen, dürfte davon ausgehen, dass der finanzielle Druck noch größer ist und wieder tausende Studierende ihr Studium abbrechen müssten.

Die ÖH kündigte Proteste an und zwar bereits im Vorfeld der Angelobung der neuen Bundesregierung. Auch eine Kundgebung vor dem Palais Epstein ist geplant. Die ÖH ruft die Menschen dazu auf, sich den Protesten anzuschließen und gegen das neue Vorhaben der Studiengebühren vorzugehen.

Deutliche Kritik an den Studiengebühren in Österreich:

  • Studiengebühren führten 2001 dazu, dass mehr als 40.000 Studierende ihr Studium abbrechen mussten
  • Studiengebühren führen dazu, dass die soziale Herkunft eine Rolle spielt und nicht jeder ein Studium in Österreich absolvieren kann

Wie soll die Finanzierung des Hochschulsektors in Österreich gesichert werden ?

Die ÖH gab bekannt, dass sie solide Vorschläge für die Ausfinanzierung des Hochschulsektors in Österreich liefern möchte. Ziel ist es, dass Studierenden das Absolvieren eines Studiums in Österreich weiterhin ermöglicht wird und zwar unabhängig von ihrer sozialen Herkunft. Die Studiengebühren sind dazu laut Meinung der ÖH in jedem Fall der falsche Weg.

Petition gegen Studiengebühren in Österreich

Im Internet gibt es dazu inzwischen eine eigene Petition (siehe Quelle: https://www.openpetition.eu/at/petition/online/forderung-an-oevp-und-fpoe-gegen-die-einfuehrung-von-studiengebuehren) der sich Interessenten anschließen können. Inzwischen hat die Petition mehr als 6.400 Unterzeichner gefunden.

Studiengebühren in Österreich – Was müssen Berufstätige zahlen? – Toleranzsemester

In Österreich gibt es fortlaufend Änderungen was das Studiensystem und was die Studiengebühren angeht.

Das bedeutet konkret, dass entsprechend darauf geachtet werden muss, ob man zum Beispiel sein Studium in der Mindeststudiendauer inkl. Toleranzzeit absolviert, oder ob man darüber hinaus zusätzliche Semester an der Universität verbringt.

Derzeit ist davon auszugehen, dass ein Studium, dass von Berufstätigen ausgeübt wird und welches länger als die vorgegebene Mindeststudiendauer inkl. der Toleranzzeit dauert, dazu führt, dass Studiengebühren gezahlt werden müssen. Dies geht aus einem Urteil des Verfassungsgerichtshofs, kurz VfGH hervor.

Gebühren für das Studium

Das aktuelle Urteil wird von den Universitäten in Graz, Innsbruck sowie Wien jedoch unterschiedlich umgesetzt. Gültig ist das aktuelle Urteil bereits ab dem Wintersemester 2018 / 2019, welches im Oktober 2018 starten wird.

Zu diesem Zeitpunkt wird es für Langzeitstudenten, die berufstätig sind, nicht mehr wie bisher eine Befreiung der Studiengebühren geben. Das bedeutet, dass ab sofort dann Studiengebühren gezahlt werden müssen, wenn man bereits berufstätig ist und als Langzeitstudent eingestuft ist.

Wie hoch sind die Studiengebühren in Österreich?

In Österreich gibt es der Universität derzeit eine Befreiung von den Studiengebühren, wenn man sich in der Regelzeit des Studiums befindet. Zusätzlich bietet man den Studierenden in Österreich an, zwei weitere Semester ohne Studiengebühren zu studieren.

Die so genannten Toleranzsemester werden den Studierenden im Bachelor Studium sowie im Master Studium zur Verfügung gestellt.
Dabei ist anzumerken, dass die beiden Studiengänge nicht zu vermischen sind. Es stehen zwei Toleranzsemester im Bachelorstudium zur Verfügung und separat davon zwei Toleranzsemester im Masterstudium.

Somit kann man also während des gesamten Studiums inkl. Bachelor und Master auf 4 Toleranzsemester zurückgreifen.

Wer noch nach dem alten Diplomstudiengang in Österreich studiert, erhält je Studienabschnitt zwei Toleranzsemester zur Verfügung gestellt, in denen keine Gebühren gezahlt werden müssen.

Welche Optionen stehen mir zur Verfügung, um die Kosten zu verringern?

Wer als Berufstätiger ein Studium startet und dabei länger braucht, als es in der Mindeststudienzeit inklusive der Toleranzzeit angegeben ist, der muss jetzt Gebühren bezahlen. Die Universitäten bieten jedoch so genannte Studienabschlussstipendien an, auf die man sich bewerben kann. Diese liegen zum Teil sogar über den Gebühren, die sonst zu entrichten sind. Einen rechtlichen Anspruch auf diese Gebühren gibt es nicht, jedoch ist anzumerken, dass man sich separat darauf bewerben kann.

Die Universitäten in Wien, Graz sowie in Innsbruck haben eigene Regelungen ins Leben gerufen, die wahrgenommen werden können, wenn es darum geht, dass entsprechend das neue Gesetz umgesetzt werden soll. Die entsprechenden Stipendien können unter unterschiedlichen Bedingungen beantragt werden.

An der Universität in Wien ist es erforderlich, dass das Einkommen des Studierenden bei weniger als 15.000 Euro im Jahr liegt, damit man sich auf das Stipendium bewerben kann. Anzumerken ist dabei auch, dass im Studienjahr 2018/2019 mindestens 16 ECTS erbracht werden müssen. Sollte dies der Fall sein, kann man sich auf das Stipendium bewerben und je Semester 350 Euro erhalten.
An der Universität in Graz sowie als auch an der TU in Graz ist es möglich, dass je Semester 500 Euro beantragt werden können. Die Einkommensgrenze liegt hier bei 6.132,70 Euro bis 12.254,40 Euro. Es ist erforderlich, dass bereits mindestens zwei Drittel des jeweiligen Studiums absolviert wurden.

An der Universität in Innsbruck ist es möglich, dass die Studiengebühren in ihrer Höhe zurückerstattet werden können. Die Einkommensgrenze liegt hier bei maximal 20.000 Euro. Je Studienjahr ist es erforderlich, dass bis zu 16 ECTS erbracht werden müssen.

Derzeit sind die neuen Richtlinien noch nicht bei allen Universitäten umgesetzt, so dass davon auszugehen ist, dass entsprechende Informationen folgen.

Wie viele Studierende sind von den Gebühren betroffen?

Es ist davon auszugehen, dass ca. 20.000 bis 23.000 Studierende von den neuen Gebühren in Österreich betroffen sein werden.

Quellen:

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