Vermögensschaden Haftpflichtversicherung in Österreich – Leistungen, Versicherungssumme, Beispiele für Schäden

Während sich Einzelpersonen mit der Haftpflichtversicherung vor zahlreichen finanziellen Folgen schützen können, verlangen Selbständige und Freiberufler häufig eine besondere Haftpflichtversicherung.

Eine dieser besonderen Arten von Versicherungen ist die Haftpflichtversicherung für finanzielle Verluste, die eine Berufsversicherung für natürliche Personen und juristische Personen darstellt.

Was ist eine Haftpflichtversicherung für Vermögensschäden

Wie der Name schon sagt, besteht die Hauptaufgabe des Versicherungsunternehmens darin, finanzielle Verluste zu regulieren. Die Haftpflichtversicherung für Sachschäden regelt die sogenannten realen finanziellen Schäden, wohingegen die private Haftpflichtversicherung oft nur „falsche“ finanzielle Verluste deckt.

Zudem ist die Deckung dort wesentlich geringer, als dies mithilfe einer Haftpflichtversicherung für finanzielle Schäden möglich ist. Ein realer finanzieller Verlust ist der durch einen Dritten verursachte verlorene finanzielle Gewinn.

Wichtig: Möglichst umfangreich gegen Vermögensschaden absichern!

Wer braucht eine Haftpflichtversicherung?

Die Haftpflichtversicherung für Vermögensschäden eignet sich insbesondere für Personen oder Unternehmen, die im Sektor der Dienstleistungen tätig sind und deren Tätigkeit und Geschäfte hauptsächlich in der Realisierung der finanziellen Interessen von Dritten besteht.

Dies gilt vor allem für Beratungs-, Bewertungs-, Prüfungs- und Aufsichtstätigkeiten. Berufe klassischer Natur, in denen eine Haftpflichtversicherung für Vermögensschäden sehr nützlich sein kann, ist beispielsweise:

  • Architekt
  • Arzt
  • Anwalt
  • Notar
  • Steuerberater
  • Finanzberater
  • IT-Service
  • Übersetzer

Diese Personen sollten sich zwangsläufig gegen die Haftung für finanzielle Verluste versichern, da im Falle eines Fehlers bei der Konsultation oder Überprüfung erhebliche Beträge für die betreffende Person entstehen können.

Was ist durch eine Haftpflichtversicherung geschützt?

Die Haftpflichtversicherung für Vermögensschäden deckt hauptsächlich Schäden ab, die für den Geschädigten finanzielle Unannehmlichkeiten bedeuten.

Wenn der Versicherer Dritten einen finanziellen Schaden zufügt, übernimmt der Versicherer einen wirtschaftlichen Schaden und entschädigt ihn. Ein solcher Schaden beruht in erster Linie auf dem falschen oder irrtümlichen Rat des Versicherten, dessen Absicht natürlich ausgeschlossen ist.

Wenn der Versicherte vorsätzlich einen Schaden angerichtet hat, wird die Haftpflichtversicherung für Vermögensschäden tatsächlich gegen den Geschädigten vorgehen, der Versicherungsnehmer wird jedoch in Anspruch genommen. Bevor der Schaden beigelegt wird, muss das Versicherungsunternehmen den genannten Sachverhalt jedoch prüfen. Die Regelung findet nur statt, wenn das Versicherungsunternehmen annimmt, dass der Geschädigte gesetzliche Anforderungen an den Versicherten hat. Die Versicherungssumme hängt von der vereinbarten vertraglichen Deckung ab.

Welche Versicherungssumme soll gewählt werden?

Bei jeder Versicherung für Vermögensschäden ist die Wahl des angemessenen Deckungsumfangs ein wichtiger Punkt.

Die Frage nach dem korrekten Deckungsbetrag kann jedoch nicht mit einem festen Satz beantwortet werden. Bei der Haftpflichtversicherung von Direktoren und leitenden Angestellten hängt dies jedoch davon ab, in welchem ​​Bereich die versicherte Person tätig ist und beispielsweise weniger oder mehr eine große Firma leitet.

Denn natürlich haben auch etwas größere Unternehmen ein höheres finanzielles Risiko, das mit höheren Umsätzen verbunden ist. Folglich ist die Betriebsgröße ein wesentlicher Faktor, auf dessen Grundlage die Abdeckung bestimmt werden soll. Es sei auch darauf hingewiesen, dass das Gesetz in einigen Berufen wie Rechtsanwälten und Ärzten in jedem Fall die Mindestdeckung vorsieht, die beispielsweise eine Million Euro beträgt.

Wer braucht welche Haftpflichtversicherung für Vermögensschäden?

Die Haftpflichtversicherung für die Haftpflichtversicherung erfordert zunächst Dienstleistungserbringer, deren Dienstleistungen darin bestehen, Dritte hinsichtlich ihrer finanziellen Interessen zu beraten.

Dazu gehören die Klassiker, Steuerberater, Unternehmensberater, Notare, Rechtsanwälte, Finanzberater. Der Abschluss einer Haftpflichtversicherung für Vermögensschäden wird jedoch auch für Vertreter folgender Berufe empfohlen.

  • Immobilienmakler
  • Ärzte
  • IT-Dienstleister
  • Übersetzer

Kurz gesagt, eine Haftpflichtversicherung sollte immer abgeschlossen werden, wenn eine falsche Beratung oder eine fehlerhafte Beurteilung zu finanziellen Schwierigkeiten für den Kunden führen kann.

Was ist eigentlich eine Haftpflichtversicherung für Vermögensschäden, was macht sie aus?

Die Verantwortung für finanzielle Verluste ist mit allen finanziellen Unzulänglichkeiten des Opfers verbunden.

Dazu gehören beispielsweise wirtschaftliche Misserfolge durch unangemessene Konsultationen, die in einer Vielzahl von Sektoren durchgeführt werden können.

Wenn Sie beispielsweise von einem IT-Diensteanbieter falsche Software empfehlen, kann dies auch zu finanziellen Schwierigkeiten führen, z. B. zu einem falschen Übersetzer oder zu einem falschen Rat eines Steuerberaters.

Einige Berufsgruppen, wie Ärzte und Rechtsanwälte, verlangen eine Haftpflichtversicherung für finanzielle Verluste gemäß den gesetzlichen Bestimmungen und einer Mindestdeckung.

Hinweis

Die Sachschadenversicherung haftet auch für Schäden, die vom Versicherten vorsätzlich verursacht wurden. In diesem Fall wird sich die Versicherungsgesellschaft jedoch nach Erledigung des Schadensfalles mit dem Versicherten in Verbindung setzen.

Wissenswertes zur Haftung für Vermögensschäden

Eine in Österreich immer wichtiger werdende Versicherung ist die Haftpflichtversicherung für Vermögensschäden.

Auch wenn das nur wenige wissen, aber jeder Autofahrer trägt grundsätzlich eine finanzielle Verantwortung. Denn in der gesetzlich vorgeschriebenen Kfz-Haftpflichtversicherung ist auch die Deckung für finanzielle Verluste geringer. Der Grund, zum Beispiel ein Autounfall und einer der Teilnehmer erleidet dadurch einen scheinbaren finanziellen Schaden, dann könnte dies ein Fall für die Haftpflichtversicherung sein.

Aber was ist ein finanzieller Verlust?

Daraus ergibt sich ein Anspruch auf die Haftung des Versicherten (oder seiner Versicherung), der keinen Sachschaden oder Personenschaden darstellt oder aus einem solchen Schaden nicht erlangt werden kann, sondern ein reiner finanzieller Schaden für den Antragsteller ist.

Absicherung gegen Ansprüche auf Schadenersatz durch Kunden

Ein Anwalt kann beispielsweise einen Termin vereinbaren oder der Steuerberater vergisst, Fristen oder Steuervergünstigungen einzureichen, und der daraus resultierende finanzielle Schaden kann nicht verhindert werden – Kunden fordern wahrscheinlich Schadensersatz an.

In der Praxis gibt es für einige Berufsgruppen ein separates Versicherungsprodukt – die Haftpflichtversicherung für Sachschäden. Dies gilt für angemessene Haftungsansprüche gegenüber den Versicherten – zum einen werden sie geprüft und bezahlt, zum anderen werden die Anforderungen auch ohne Begründung abgesichert (was auch eine Art Rechtsschutzversicherung ist, da die Versicherung ggf. ein potenzielles Rechtsrisiko birgt).

Natürlich tritt ein Sachschaden nicht sofort auf – Sachschäden treten erst einige Zeit nach dem rechtswidrigen Verhalten des Versicherten auf. Hierbei kommt das sogenannte „Verstoßprinzip“ zur Anwendung, das in der Regel durch eine langfristige Haftung sichergestellt wird (Details hierzu bitte beim Versicherer erfragen!).

Typische Beispiele für Schäden

Natürlich können sich viele Verbraucher zunächst nicht vorstellen, in welchem ​​Fall die Haftpflichtversicherung für Vermögensschäden greift.

Ein typisches Beispiel ist unter anderem, dass bei der Planung eines Einfamilienhauses der Architekt einen Berechnungsfehler begeht, was sich jedoch erst nach erheblichen Baufortschritten bemerkbar macht.

Wenn Teile des Gebäudes, das erstellt wurde, abgerissen oder repariert werden müssen, ist dies ein klassischer finanzieller Verlust, den der Architekt zu vertreten hat und der normalerweise eine Haftpflichtversicherung für finanzielle Verluste übernimmt.

Ein Steuerberater, der die steuerliche Erklärung seines Kunden zu diesem Zeitpunkt wiederholt vergisst, führt ebenfalls zu finanziellen Verlusten, da die Steuerbehörde eine zusätzliche Gebühr für die Verzögerung berechnet. In ähnlicher Weise greift die Versicherung beispielsweise im Bereich der IT. Wo ein Fehler bei einem IT-Dienstleister, der das Computersystem seines Kunden nicht ausreichend vor Viren und Trojanern geschützt hat, zu erheblichen finanziellen Verlusten führt. Alle diese und andere Beispiele zeigen deutlich, wie wichtig die Haftpflichtversicherung für verschiedene Berufsgruppen sein kann.

Leider ist der Markt für Haftpflichtschäden in Österreich immer noch unterentwickelt – obwohl in vielen Bereichen (z. B. IT, Internet) unbedingt eine Haftpflichtversicherung für finanzielle Schäden besteht.

Fragen Sie einfach ein paar Versicherungsunternehmen, wenn Sie keine Lösung für Ihre „Haftungslücke“ finden können, wenden Sie sich an die Handelskammer oder die Vertretung Ihrer Branche. Oft gibt es sehr lukrative Tarifverträge, die Ihnen oft keinen “einzigen Vertrag” in Bezug auf Reichweite des Schutzes und Preis bieten.

Achtung: Bei der klassischen Haftpflichtversicherung von Unternehmen ist ein Sachschaden in der Regel nicht versichert (es handelt sich zunächst um klassische Sach- und Personenschäden).

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