Förderung in Wien: VHS Wiener Volksbildungsfonds

Menschen mit Hauptwohnsitz in Wien, die ihre beruflichen Chancen verbessern wollen finden, neben waff (Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds) und AMS, noch eine dritte Anlaufstelle, die anfallende Kurskosten für eine Weiterbildung übernimmt.

Der VHS Wiener Volksbildungsfonds wird vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung finanziert und ergänzt das städtische Förderungsnetz.

An wen wendet sich der VHS Wiener Volksbildungsfonds?

Das Angebot richtet sich an Menschen aller Altersgruppen, wenn das

  • Haushaltseinkommen geringfügig über der Fördergrenze liegt,
  • Versorgungspflichten gegenüber Familienmitgliedern bestehen,
  • sie alleinerziehende Mütter oder Väter sind, oder als
  • Flüchtlinge erst kurze Zeit in Wien leben.

Voraussetzungen für eine Förderung durch den Volksbildungsfonds

Der Antragsteller, die Antragstellerin sollte finanziell bedürftig sein, das bedeutet, dass er oder sie sich einen Kurs ohne Förderung nicht leisten könnte.

Die geplante Aus- und Weiterbildung sollte außerdem dazu beitragen, eine soziale oder finanzielle Ausnahmesituation zu verbessern. Da es sich beim VHS Wiener Volksbildungsfonds um ein Zusatzangebot handelt, müssen, vor Inanspruchnahme, alle anderen Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden.

Welche Bildungsangebote werden gefördert?

Die Webseite des Wiener Volksbildungsfonds stellt eine Liste förderbarer Kurse zur Verfügung. Der Antragsteller sollte möglichst Bildungsangebote aussuchen, die zu einer Existenzgründung beitragen können. Das kann ein Deutschkurs ebenso sein, wie ein Vorbereitungskurs auf den Lehrabschluss oder einer Facharbeiterausbildung. Ziel der Förderung ist das Erreichen der finanziellen Selbstständigkeit sowie der Wiedereinstieg in den Beruf.

Die Förderhöhe

Richtet sich nach den Kurskosten und wird in Form eines Gutscheins vor Kursbeginn ausbezahlt. Der VHS Wiener Volksbildungsfonds finanziert den gesamten Beitrag.

Im Gegenzug dazu ist der Förderungsnehmer verpflichtet, den Besuch der Kurstermine nachzuweisen. Im Ausmaß von zumindest 80 %. Andernfalls kann es zu Rückforderungen seitens der VHS kommen. Fehlzeiten, die durch Erkrankung, Pflege, Betreuung oder den Antritt eines Arbeitsverhältnisses entstehen, sind davon ausgenommen.

Wer vergibt die Förderung?

Bevor die VHS-Direktion von ihrem Vorschlagsrecht gegenüber der Geschäftsführung Gebrauch macht, wird sie mit dem Antragsteller ein persönliches Beratungsgespräch im Kundenzentrum Ottakring führen.

Dabei wird geklärt, ob ein Förderanspruch besteht, der Ansuchende förderwürdig ist, das Einkommen eine Gewährung zulässt und ob andere Anlaufstellen, wie waff und AMS, für eine Kursförderung infrage kommen. Mitzubringen sind ein Lichtbildausweis, der aktuelle Meldezettel (Hauptwohnsitz Wien) und der Einkommensnachweis.

Gute Chancen auf Zuerkennung

haben Menschen, denen der Zugang zum Arbeitsmarkt, durch physische oder psychische Einschränkungen, erschwert ist.

AlleinerzieherInnen, die Versorgungspflichten gegenüber minderjährigen Kindern haben, pflegende Angehörige, aber auch Menschen, die aufgrund ihrer Lebenssituation, ihrer Herkunft oder ihres Geschlechts in Arbeitsverhältnissen Diskriminierung erfahren.

Der Weg zur Gewährung des Förderbetrags

Im Anschluss an das Beratungsgespräch verfassen die Mitarbeiter des Kundenzentrums VHS Ottakring ein Gesprächsprotokoll.

Der Antragsteller, die Antragstellerin unterschreibt eine Vereinbarung über die Rahmenbedingungen und bestätigen die Richtigkeit seiner Angaben. Im Fall einer Ablehnung lassen sich weitere Fördermöglichkeiten bei der Bildungsberatung Wien erfragen, Servicenummer 0800 20 79 59.

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