Vorsorge-Gesetzesänderung trägt zu Novartis Sondergewinn bei

Der aus der Schweiz stammende Pharmakonzern Novartis profitiert scheinbar davon, dass das Vorsorge-Gesetz geändert wird. In der Schweiz wurde das Sozialsystem BVG geändert, was dazu führte, dass der Gewinn des aus Basel stammenden Konzerns Novartis deutlich gestiegen ist.

Die Änderung im Gesetz hat dazu geführt, dass die Vorsorgeverpflichtung in Höhe von 219 Millionen Schweizer Franken nicht mehr erforderlich ist. Das liegt daran, dass keine Haftung mehr für die Kader Pensionskassen mehr übernommen werden muss.

Stockfoto-ID: 168854591 Copyright: photogearch/Bigstockphoto.com

Gebäude von Novartis
Stockfoto-ID: 168854591 Copyright: photogearch/Bigstockphoto.com

Das Geschäft mit den Pensionskassen hat sich zum Ende des Jahres 2017 deutlich gewandelt. Die entsprechende Änderung des Gesetzes führt dazu, dass zahlreiche Konzerne neue Chancen darin sehen, hier Geld zu verdienen. Nicht nur Versicherungen, sondern auch Banken sind jetzt im Bereich der Vorsorge mit eigenen Stiftungen aktiv. Dies könne dazu führen, dass die so genannten 1e-Gelder neu eingeteilt werden, bzw. der Markt sich neu sortieren kann.

Was steckt hinter dem Novartis Konzern?

Die Novartis AG mit Sitz Basel in der Schweiz unweit der Grenze zu Deutschland ist seit 1996 unter dem heutigen Namen bekannt. Das Unternehmen ist für seine Biotechnologie und vor allem für seine pharmazeutischen Produkte bekannt. Es ist durch die Fusion der Unternehmen Ciba-Geigy AG sowie Sandoz entstanden. Bemessen am Umsatz ist Novartis aktuell eines der größten Pharmaunternehmen der Welt.

Die Rechtsform des Unternehmens ist eine Aktiengesellschaft, die unter der ISIN Nummer CH0012005267 geführt wird. Aktuell beschäftigt der Konzern rund 135.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Konzern schaffte im Jahr 2017 einen Umsatz in Höhe von rund 49 Milliarden US Dollar.

Wie entwickelt sich die Aktie der Novartis AG aus Basel?

Die Aktie der Novartis AG aus der Schweiz ist bei den Anlegern traditionell sehr gefragt. Das liegt daran, dass die Anleger hier ein sicheres Investment sehen und gleichzeitig auf eine attraktive Rendite in Form von regelmäßigen Dividendenzahlungen hoffen.

Mit aktuell 64 Euro (Stand Mai 2018) notiert die Aktie der Novartis AG aus der Schweiz etwas niedriger, als es z.B. vor einem Jahr mit rund 72 Euro der Fall gewesen ist. In den vergangenen 5 Jahren notierte die Aktie zu Spitzenzeiten im Jahr 2015 bei etwa 90 bis 95 Euro.

Im Jahr 2013 notierte der Kurs der Aktie zum Teil noch bei 55 Euro, in den darauf folgenden Jahren durchaus höher.

Die Analysten sehen die Kursziele der Aktie von Novartis deutlich höher, als es jetzt der Fall ist. Die Aktie hat derzeit ein Potential von etwa 10 bis 15%. Viele Analysten gehen davon aus, dass die Aktie problemlos auf 80 bis 85 Euro je Papier ansteigen könnte.

Welche Dividende zahlte Novartis für 2017 in Euro?

Die Dividende für das Geschäftsjahr 2017 lag bei 2,41 Euro und damit deutlich höher, als es in den Jahren zuvor der Fall gewesen ist. Novartis gilt als sicherer Dividendenzahler. Das Unternehmen hat die Dividende in den meisten der vergangenen Jahren gesteigert.

Für das Jahr 2018 ist die Prognose derzeit sehr positiv, so dass davon ausgegangen werden kann, dass auch für 2018 wieder eine attraktive Dividende gezahlt wird. Grundsätzlich zählt Novartis bei den Pharmaaktien zu den konservativen Werten, die in jedem Fall sehr gerne gehandelt werden und die sich sehen lassen können. Das Unternehmen dürfte auch in den kommenden Jahren gut aufgestellt sein.

Artikel gefällt? Bitte bewerte diesen Beitrag.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (5,00/5 - 1 Bewertungen)
Loading...

Deine Meinung ist uns wichtig

*