Was ist Network Marketing – Viral Marketing, Event Marketing, Direktvertrieb, Online Business – MLM Marketing

Unter Network Marketing, auch bekannt als MLM Marketing oder Direktvertrieb, versteht man eine Marketingmethode, die unabhängige Verkäufer einsetzt. Das kann sowohl offline als auch über ein Online Business erfolgen. Der Verkäufer handelt dabei wie ein eigenständiger Unternehmer.

Wie funktioniert Network Marketing?

Unternehmen, die Network-Marketing betreiben, schaffen Stufen von Verkäufern. Diese werden durch ein Provisionsmodell dazu ermutigt weitere Verkäufer zu rekrutieren. Gelingt dies, erhält der erste Verkäufer nicht nur Provisionen für die von ihm verkauften Produkte, er wird auch an den Umsätzen der rekrutierten Verkäufer, seiner “Downline” beteiligt.

Der Verdienst eines Verkäufers hängt sowohl von seiner Fähigkeit des Anwerbens als auch von den erzielten Produktverkäufen ab. Bietet der Hersteller des Produktes ein stufenbasiertes MLM Marketing Modell an, lohnt sich ein früher Einstieg, weil dadurch schneller eine höhere Stufe erreicht wird und der Verkäufer an allen Umsätzen der Stufen unter ihm beteiligt wird.

Digitalisieren = Kunden multiplizieren

Durch das Internet ist Network Marketing deutlich attraktiver geworden. Während früher die Dame mit Produkten von Avon oder der Herr mit den Lebensversicherungen Klinken putzen mussten, kann der Verkäufer heute seine Produkte online vertreiben und eine Webseite oder Webinare für das Anwerben neuer Verkäufer einsetzen. Dieser Vorgang lässt sich fast vollständig automatisieren.

Ein Webinar-Raum ersetzt die altbekannte Tupper-Party, die oft im eigenen Wohnzimmer stattfand. Bei dieser Form des Event Marketing können sogar Personen, die in anderen Ländern leben mit eingebunden werden. Die Anzahl der Teilnehmer wird nicht mehr durch die eigenen vier Wände begrenzt.

Häufig wird das Webinar im Rahmen einer Launch-Strategie durch geschickt platzierte Werbeanzeigen angekündigt. Verläuft dieser Schritt erfolgreich, spricht man von Viral Marketing, weil sich die Botschaft wie ein Lauffeuer verbreitet.

Stockfoto-ID: 7555613 Copyright: iqoncept, Bigstockphoto.com

Virales Marketing
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Der Schlüssel zum Erfolg im Direktvertrieb

Vor allem die Idee schnell und ohne die Gründung eines eigenen Unternehmens Geld zu verdienen, zieht Menschen magisch zum Network Marketing hin.

Neueinsteiger sollten zuerst die wichtigsten Eckdaten des Network Marketing anbietenden Unternehmens prüfen. Wer ist der Geschäftsführer? Wieviel verdient er mit dem Verkauf der Produkte? Wieviel verdienen die Verkäufer auf den einzelnen Stufen?

Handelt es sich um ein neues Unternehmen, muss der Interessent so viel wie möglich über den Gründer herausfinden. Welche Erfolge kann er vorweisen? Mit welchen Methoden und Produkten hatte er bereits Erfolg? Steht sein Name in den bekannten Handelsregistern und ist das Impressum seiner Webseite vollständig? Besonders wirksam ist eine telefonische Kontaktaufnahme, bei der dem Gründer die Aufgabe zufällt alle Fragen möglichst umfassend zu beantworten.

Zusätzlich sollte der Hersteller des Produktes oder der rekrutierende Verkäufer ein qualitativ hochwertiges Mentoring und eine Verkaufsschulung anbieten. Das ist in beiderseitigem Interesse. Einerseits wird damit die Erfolgswahrscheinlichkeit des Neueinsteigers erhöht, andererseits erzielt das Unternehmen mehr Verkäufe wenn es seine Verkäufer trainiert. Vor allem Versicherungen arbeiten mit diesem Erfolgsmodell.

Große Unternehmen bieten persönliche Treffen oder Schulungen an, bei denen sich die Verkäufer kennenlernen und Tricks austauschen können. Hier werden oft Bündnisse geschlossen, bei denen beispielsweise Werbemaßnahmen zusammengelegt und intensiviert werden.

Als besonders attraktiv und gewinnbringend gelten Online-Kongresse, bei denen mehrere Verkäufer über ein bestimmtes Thema, etwa umweltfreundliche Kosmetik, referieren. Am Ende des Kongresses wird das Produkt angeboten, der Gewinn unter den Referenten aufgeteilt.

Für Einzelgänger ist Network Marketing nicht geeignet. Der Verkäufer muss sich ein Netzwerk mit untergeordneten Verkäufern aufbauen und dieses durch regelmäßige Kontaktaufnahme, Weitergeben von Tipps und ähnliche Maßnahmen pflegen. Auch zu den Käufern der Produkte muss er ein gutes Verhältnis haben, Vertrauen aufbauen und Fragen beantworten. Das garantiert langfristigen Erfolg sowie höheren Umsatz durch weitere Verkäufe, so genannte “Upsells”.

Pflege und Aufbau eines Network Marketing Teams

Ob jemand mit dem Direktvertrieb von Produkten Erfolg hat, hängt von drei Faktoren ab:

  • Dem Produkt und seinem Preis
  • Der Fähigkeit des Verkäufers andere Verkäufer zu rekrutieren
  • Der Unterstützung durch den Hersteller oder eines übergeordneten Verkäufers

Dem Kunden sollte zunächst ein günstiges Einstiegsprodukt angeboten werden, das anderswo in ähnlicher Form bereits erfolgreich verkauft wird. Die Verkaufschancen steigen deutlich, wenn der Verkäufer selbst vom Produkt überzeugt ist. In diesem Fall wird das Verkaufen fast zu einem Kinderspiel.

Für Neueinsteiger macht es Sinn, zunächst selbst ein paar Einheiten des Produktes zu verkaufen, um zu lernen wie die Kunden ticken und worauf sie ansprechen. Dieses Wissen kann später für Verkaufsschulungen genutzt werden.

Wie lange der Verkauf der Produkte dauert, hängt davon ab wieviel Zeit oder Geld der Verkäufer aufwendet und ob er vom Hersteller ausreichend geschult worden ist. Mit einem guten Mentor oder Verkaufstraining im Rücken sollte innerhalb weniger Wochen das erste Geld fließen.

Im zweiten Schritt verlagert sich die Tätigkeit vom Verkaufen auf den Aufbau eines schlagkräftigen Verkaufsteams. Das beim selbst verkaufen erworbene Wissen wird nun an die Mitglieder des Teams weitergegeben.

Wie in jedem Unternehmen gibt es auch in der Verkaufsstruktur eines Network Marketers echte Champions, die haufenweise Verkäufe erzielen und neue Verkäufer anwerben – und Nieten, die trotz aller Hilfestellung nicht einen erfolgreichen Verkauf zustande bringen. Aus diesem Grund muss die Herde nach einigen Monaten ausgedünnt werden. Der Leiter des Teams sollte sich auf seine erfolgreichsten Mitglieder konzentrieren und ihre Fähigkeiten weiter fördern. Das kann auch durch finanzielle Anreize geschehen. Die Nieten werden aussortiert, weil sie Zeit und Nerven kosten.

Je nach Erfahrung und Arbeitseinsatz kann ein erfolgreiches Team innerhalb einiger Monate oder eines Jahres aufgebaut werden.

Wo werden Network Marketing Produkte beworben?

Den Kern des Direktmarketing Geschäftsmodells bildet die Idee, dass ein Produkthersteller nicht tausende von Euro in Werbung und angestellte Verkäufer investieren muss.

Aus diesem Grund fällt den freiberuflichen Verkäufern die Aufgabe des Marketing zu. Auf welche Art und wo die Produkte beworben werden, hängt von den Richtlinien des Herstellers ab. Für den Start sollte eine Liste angefordert werden, die alle Beschränkungen bei der Werbung enthält.

Darf das Produkt auf eigenen Webseiten oder auf Facebook beworben werden? Darf es über E-Mail-Listen oder Viralmailer angepriesen werden? All diese Fragen müssen im Vorfeld abgeklärt sein.

Um ein einheitliches Branding zu erzielen, bieten viele Network Marketing Unternehmen eigene, auf Erfolg getestete Werbematerialien an, beispielsweise Prospekte oder eine Webseite im unternehmenseigenen Design.

Die Produkthersteller wollen nicht, dass freie Verkäufer den Ruf des Unternehmens schädigen, indem sie Dinge tun, die gegen ihren Verhaltenskodex verstoßen. Dazu zählen in der Regel der massenhafte Versand von Spam-Mails oder nicht der Wahrheit entsprechende Aussagen über das Produkt.

Die Risiken im MLM Marketing

Nicht verschwiegen werden darf, dass sich in der Network Marketing Branche schwarze Schafe tummeln. Unseriöse Anbieter werben mit nicht haltbaren Gewinnversprechen. Weil ihre Produkte mies oder schwer verkäuflich sind, verkaufen sie diese als teure Starter-Kits an ahnungslose Neueinsteiger.

Es gibt sogar Anbieter, die gar kein reales Produkt vorweisen können. Dazu zählen Herz- und Schenkkreise, die nur einen ideellen Wert verkaufen und auch Finanzdienstleister, die Geld einsammeln und versprechen es gewinnbringend zu investieren – ohne näher zu erklären wie und womit das geschehen soll.

Eine gute Faustregel ist, dass Unternehmen mit einstufigen Network Marketing Modellen in der Regel seriöser sind als solche mit vielen Stufen, auf denen die obersten Ränge Millionen verdienen können während die unteren Ränge fast die gesamte Arbeit erledigen müssen und dabei am wenigsten verdienen.

Bei Firmen mit mehrstufigen Provisionsmodellen kommt man um eine Analyse der Handelsbilanz nicht herum. Grundsätzlich sollte das Produkt die Haupteinnahmequelle sein. Dieses Produkt muss genug Gewinn abwerfen, damit alle Verkäufer auf allen Stufen bezahlt werden können, ohne dass der Hersteller dadurch in eine finanzielle Schieflage gerät.

Weitere Hinweise für Network Marketing Einsteiger

Die beste Möglichkeit sich vor den schwarzen Schafen zu schützen, ist sich ausreichend zu informieren. So bietet beispielsweise die Seite Gründerlexikon.de über diesen Link (https://www.gruenderlexikon.de/checkliste/informieren/gruendungsstrategie/multi-level-marketing/multi-level-marketing-firmen/) eine Liste mit seriösen Produktherstellern, die ihre Waren über Direktmarketing vertreiben lassen.

Zu beachten ist auch, dass Verkäufer im Network Marketing keine Angestellten sind, sondern Unternehmer.

Deshalb ist eine Gewerbeanmeldung unabdingbar. Zuständig ist, je nach Standort, die jeweilige Bezirksverwaltungsbehörde, das magistratische Bezirksamt oder das Magistrat. Weitere Hinweise zur Unternehmensgründung in Österreich liefert der Ratgeber auf Förderportal: https://www.foerderportal.at/unternehmen-gruenden/

Anfänger sollten keine Hersteller wählen, die den Kauf eines Starterpaketes oder das Bezahlen einer Mitgliedsgebühr fordern. Die Network Marketing Firmen wälzen mit diesem Trick das gesamte Verlustrisiko auf den Verkäufer ab.

Besser geeignet sind Anbieter wie Happy Life World (https://happylife-world.com), die den Vertrieb ihrer Produkte ohne Startgebühr erlauben. Happy Life World bietet zudem Verkaufsschulungen an, in denen Anfänger die notwendigen Strategien und Kniffe lernen.

Anders sieht es aus, wenn jemand bereits ein Netzwerk mit untergeordneten Verkäufern, zahlreichen Kunden und anderen Geschäftskontakten besitzt. Weil er seine Berufserfahrung mit einbringt und noch dazu das Verlustrisiko auf sich nimmt, ist er dazu berechtigt fürstliche Provisionen in wenigstens vierstelliger Höhe zu verlangen. Der Kauf eines Starterpaketes sollte sich mit einem einzigen Verkauf amortisieren.

Solche Bedingungen bieten nur die besten und größten Network Marketing Firmen. Etwas anderes würde ein erfahrener MLM Verkäufer niemals akzeptieren.

Quellenangaben:
arbeiterkammer.at
foerderportal.at
gruenderlexikon.de

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