Was verdient ein Arzt in Österreich? – Gehalt, Verdienst, Lohn – Eigene Praxis

Der Beruf der Arztes ist wahrlich kein Zuckerschlecken. Denn so schnell, wie dieser in manchen Situationen reagieren und handeln und dabei den Kopf freihaben muss, ist dieser einem sehr großen Stress ausgesetzt.

Denn vor allem, wenn ein Arzt in einem Krankenhaus tätig ist, kann es immer wieder dazu kommen, dass ein Patient plötzlich Hilfe brauch oder, dass in der Notaufnahme ein Fall eingeliefert wird, welcher sich auf der Schwelle zwischen Leben und Tod befindet.

In diesen Fällen müssen die Ärzte den Schwestern sagen, was zu tun ist oder in vielen Fällen auch selbst Hand anlegen. In einer Praxis hingegen geht es in der Regel etwas entspannter zu und meist haben es die Ärzte dort nicht mit Notfällen zu tun.

Die Menschen kommen dort zu einer Untersuchung und lassen sich dann von dem Arzt behandeln oder von diesem weiterleiten. Wie bekannt ist, ist der Begriff des Arztes ein sehr großer und somit auch ein sehr weit dehnbarer Griff.

Wichtig: Rechtzeitig zur Ausbildung und Gehalt informieren!

Das liegt unter anderem an der Tatsache, dass es sehr viele unterschiedliche Bereiche der Medizin und somit auch sehr viele Gebiete gibt, auf welche sich die angehenden Ärzte während des Studiums festlegen und spezialisieren können.

Aus diesem Grund ist der Markt voller Ärzte, an welche sich die Menschen in den einzelnen Situationen wenden können. Von dem Allgemeinmediziner bis hin zu dem Fachmann für Kardiologie ist jeder spezielle Bereich von speziell spezialisierten Ärzten abgedeckt.

Je nachdem, in welchem Bereich die Ärzte jeweils arbeiten, haben diese einen mehr oder weniger stressigen Alltag. Was diese jedoch allesamt gemeinsam haben ist ein nicht schlechtes Gehalt, welches mit vielen interssanten und vor allem hohen Zuschlägen steigt. Dazu kommt die Tatsache, dass die Ärzte von dem beliebten und vor allem sehr begehrten 14. Monatsgehalt profitieren.

Wie berechnet sich die Höhe des Gehaltes eines Arztes?

Die Höhe des Gehaltes eines Facharztes berechnet sich immer unter der Berücksichtigung einiger wichtiger und ausschlaggebender Faktoren.

Es kann nie ganz genau gesagt werden, wie viel Geld ein einzelner Arzt erhält, da dies nicht nur vor Fachrichtung zu Fachrichtung, sondern auch von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz unterschiedlich sein kann. So gibt es einige Faktoren, welche bei der Berechnung des Gehalts eine große und entscheidende Rolle spielen.

  • Die Erfahrung in dem Beruf -> Einsteiger verdienen in der Regel deutlich weniger als Ärzte, welche bereits sehr viele Jahre Erfahrungen sammeln konnten oder inzwischen Chefarzt eines Krankenhauses sind
  • Die Art der Anstellung ist ein Faktor, welcher sich auf die Berechnung des Gehalts auswirkt
  • Der Arbeitsort ist auch für die Höhe des Gehalts ausschlaggebend. So können die Gehälter je nachdem, ob der Arzt in einem Krankenhaus, einer Gemeinschaftspraxis, in der Notaufnahme oder in einer eigenen selbstständigen Praxis arbeitet, variieren

Welche Faktoren können das Gehalt aufstocken?

Wie es bei den vielen anderen Berufsgruppen des Marktes auch der Fall ist, zeichnet sich der Beruf des Arztes durch die Tatsache aus, dass dieser ein sogenanntes Grundgehalt pro Monat erhält.

Dieses Grundgehalt erhält dieser basierend auf seinem Vertrag, welcher in der Regel ein 40 Stunden Vertrag ist. Wie es nun aber oft der Fall ist, kommt es zu unvorhersehbaren Fällen, einer ungeplanten und längeren Operation, welche weit über den Feierabend des Arztes einhergeht oder auch zu Diensten in der Nacht und an Wochenenden.

Aus genau diesem Grund finden die wenigsten Ärtze das vertraglich festgelegte und vereinbarte Gehalt auf ihrem Konto wieder. In den meisten Fällen fällt die Zahl sehr viel höher aus. Denn es gibt für viele unterschiedliche Situationen gute und profitable Zuschläge. Diese erhalten die Ärzte in der Regel immer dann, wenn

  • sie Überstunden machen müssen
  • besonderen Gefahren ausgesetzt sind
  • ein sehr hohes Maß an Verantwortung übernehmen müssen
  • an Wochenenden, in der Nacht oder an Feiertagen arbeiten

Das Gehalt eines Allgemeinmediziners

Wer sich zu einem Hausarzt begibt, wenn er einen Schnupfen oder eine andere Beschwerde hat und sich von diesem untersuchen und gegebenenfalls an den jeweiligen Spezialisten weiterleiten lassen möchte, der begibt sich in der Regel zu einem sogenannten Allgemeinmediziner.

Dieser heißt so, weil sich dieser allgemein auskennt, dafür aber nicht speziell ein bestimmtes Gebiet genauer und tiefer behandeln kann. Es gibt aber durchaus Allgemeinmediziner, welche neben der Tätigkeit des Allgemeinmediziners auch eine Spezialisierung haben.

So können diese zusätzlich Urologen oder auch Kardiologen usw. sein. Wenn sich ein solcher Allgemeinmediziner mit seiner eigenen Praxis niederlässt und somit auf einer selbstständigen Basis die Patienten bei sich empfängt, der erhält ein Gehalt von circa 3.500 € netto im Monat. Dieser Durchschnittswert ist dabei auf 14 Monatsgehälter umgerechnet.

Das Gehalt der Fachärzte

Viele können sich sicher schon denken, worin nun genau der Unterschied zwischen einem Allgemeinmediziner und einem Facharzt liegt. Während ein Allgemeinmediziner das allgemeine Studium der Medizin erfolgreich abgeschlossen hat, folgen für den Facharzt auf diees Studium laufende Fortbildungen, bis die Fachärzte in ihrem gewählten Fach vollkommen ausgebildet sich und sich somit niederlassen können.

Ein niedergelassener Facharzt kann sich auf ein monatliches Gehalt von rund 5.500 € freuen. Diese selbstständigen Fachärtze gelten mit ihren Praxen dabei zu den sogenannten Spitzenverdienern der Ärzte.

Krankenhäuser und kleinere Praxen

Bezüglich des Gehaltes von Ärzten besteht ein sehr großer Unterschied darin, ob sich der Arzt mit einer eigenen Praxis niederlässt oder, ob dieser in einem Krankenhaus oder auch in einer kleineren Praxis als Arzt angestellt ist.

Denn in einem solchen Fall können sich diese Ärzte auf einen Lohn von 3.000 € netto monatlich freuen. Wenn Menschen an das Gehalt eines Arztes denken, dann stellen sich diese immer sehr hohe und teilweise sehr unrealistische Beträge vor. Dass ein Primararzt einen Höchstlohn von 9.000 € netto monatlich erreicht ist aus diesem Grund auch keinesfalls die Regel, sondern stellt eine der wenigen Ausnahmen dar.

Konktete Beispiele für das Gehalt des Arztes

Die obrigen Abschnitte bieten sehr viele Informationen und Zahlen auf einmal, sodass es mitunter nicht ganz einfach sein kann nachzuvollziehen, wie viel ein Arzt nun tatsächlich verdient. Aus diesem Grund gibt es hier jetzt einige konkrete Beispiele, an welchen man sich diesbezüglich orientieren kann.

Der Arzt in dem Evangelischen Krankenhaus in Wien

Ein Arzt, welcher in dem evangelischen Krankenhaus in Wien angestellt ist, kann in etwa mit einem Lohn rechnen, welcher sich auf circa 5.200 € brutto im Monat beläuft.

In diesem Beispiel sind mitunter Sonderzahlungen enthalten, welche der Arzt für für den Nacht- und den Wochenenddienst, sowie auch für die Sonderklasse und die vier bis fünf Nachtdienste pro Monat erhält.

Der Turnusarzt im LKH Leoben

Ein Turnusarzt in dem LKH Leoben kann sich auf ein Gehalt freuen, welches sich auf eine Höhe von 3.080 € monatlich beläuft. In diesem Fall sind in dieser Summe bereits einige Faktoren eingerechnet.

  • Der Arzt hat zwei Jahre Erfahrung in dem Beruf
  • Der Arzt absolviert zwei Nachtdienste im Monat

Dem gegenüber steht zum Beispiel das LKH Judenburg – Knittelfeld. In diesem verdienen die Ärzte mit dem Gehalt von circa 3.050 € brutto im Monat knapp weniger.

Der Assistenzarzt in Schladming

Ein Assistenzarzt des Krankenhauses in Schladming kann mit einem Gehalt von knapp 2.900 € brutto pro Monat rechnen.

Was die Zahlen also im Durchschnitt sagen, kann gar nicht so genau bestimmt werden. Denn, wie die Beispiele auch sehr schön und gut verdeutlicht haben, können die Löhne von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz und auch von Stand zu Stand variieren.

In der Regel kann in dieser Beziehung jedoch gesagt werden, dass ein Arzt in Österreich im Durchschnitt zwischen 2.700 € und 4.600 € im Monat verdient. Berechnet man nun noch die vielen Zuschläge, können sich die Ärzte in der Regel auf einen durchschnittlichen Bruttojahreslohn in Höhe bis zu 94.000 € freuen.

Wieso ist es so schwer Angaben zu den Gehältern der Ärzte in Österreich zu machen?

Dass es mitunter ganz schön schwer ist Angaben zu den Gehältern der Ärzte zu machen liegt an der Tatsache, dass in ganz Österreich, ausschließlich 18% der Ärzte ihren Verdienst offen legen. Mit dieser geringen Anzahl ist es somit auch sehr schwer den Verdienst genauer zu bestimmen.

Das Bundesland als Einflussfaktor auf das Gehalt

Nicht nur die bereits genannten Faktoren haben einen Einfluss auf die Höhe des Gehaltes der Ärzte, sondern ein ganz wichtiger weiterer Faktore bestimmt zu einem sehr große Anteil die Höhe des Gehaltes der Ärzte. Mit diesem Faktor ist immer das jeweilige Bundesland gemeint.

Im folgenden gibt es nun zwei Beispiele, welche diese Unterschiede und das Ausmaß des Einflusses verdeutlichen.

Der Arzt der NÖ Holding

Dieser Arzt, welcher sich gerade in seiner Grundausbildung befindet, erhält einen Lohn, welcher auch auf eine Höhe von 4.047,96 € monatlich beläuft.

Der Assistenzarzt des AKH Wien

Der Arzt erhält in seiner Rolle als Assistenzarzt monatlich 6.440,18 € brutto. Als Facharzt steigt der Lohn dann auf stolze 7.510,18 € monatlich.

Wie schon erwähnt wurde, dürfen sich die Ärzte in bestimmten Situationen auf Zuschläge freuen. Diese erhalten die Ärzte vor allem wenn diese an Sonn- und Feiertagen oder auch an einem Wochenende arbeiten müssen. Vor allem gibt es aber in der zentralen Notaufnahme Zuschläge. Bei dieser handelt es sich um eine sogenannte Gefahrenzulage, welche zwischen 3,75 € bis 11 € pro Stunde betragen kann.

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