Was verdient ein LehrerIn in Österreich? – Lehrer Gehalt

Ohne Lehrer wäre es unmöglich Schulen in Österreich auszubilden. Vor allem in den jungen Kinderjahren sind sie ein wichtiges Vorbild für ihre Schüler. Beim Beruf Lehrer handelt es sich in Österreich um einen anstrengenden und anspruchsvollen Beruf.

Aus diesem Grund denken viele, dass es ein entsprechendes Gehalt erforderlich sein wird. Allerdings gibt es je nach Ausbildung beziehungsweise Weiterbildung einige Unterschiede in Sachen Gehalt.

Ein großer Vorteil ist, dass Lehrer selbst in den Ferien Geld erhalten. Der Verdienst wird zudem über ein öffentlich-rechtliches Gehaltsschema geregelt.

Wie viel genau ein Lehrer in Österreich an Gehalt bezieht und warum es zu Abweichungen kommen kann, wird im folgenden Artikel erklärt.

Wie viel Gehalt erhält ein  Lehrer in Österreich?

Bevor es an die eigentliche Gehaltsfrage geht, sollte zunächst das durchschnittliche Gehalt in Österreich angesprochen werden.

Ein Lehrer, der in Österreich tätig ist, verdient im Schnitt etwa 51.000 € im Jahr.

Der Bruttoverdienst beläuft sich auf monatliche 3.650 €. Nicht hinzugerechnet wurden Zulagen wie Urlaubsgeld. Dieses beläuft sich in der Regel im Schnitt auf 2.880 €. Doch auch Weihnachtsgeld in Höhe von 2.850 € darf nicht vergessen werden. Im Großen und Ganzen ein gutes Gehalt.

Welches Gehalt bekommen LehrerInnen in Österreich?

Allerdings verdient nicht jeder Lehrer so viel Geld. Wie oben bereits erwähnt handelt es sich hierbei um einen Durchschnittswert. Die Realität sieht oft anders aus und kann je nach Gegebenheit abweichen. Diese können sowohl nach oben als auch nach unten variieren. Bei einem genaueren Blick lässt sich folgendes Bild erkennen:

=> Rund 25 Prozent der Lehrer innerhalb Österreichs verdienen weniger als 32.000 € pro Jahr. Dazu gehören auch viele Teilzeitkräfte.

=> Weitere 25 Prozent der Lehrer verdienen etwa 68.000 € im Jahr. In dieser Zielgruppe befinden sich auch Lehrkräfte, die schon länger im Beruf tätig sind. Dementsprechend erhöht sich das Gehalt je nach Dienstjahr.

=> Der Rest, um die 50 Prozent, verdient pro Jahr etwa 50.000 €.

Wovon hängt die Höhe des Gehalts für Lehrer in Österreich ab?

Wie oben bereits erwähnt bekommt nicht jeder Lehrer in Österreich das gleiche Gehalt. Hier kann es zu deutlichen Unterschieden kommen. Generell gibt es so etwas wie eine einheitliche Bezahlung nicht.

Die exakte Höhe des Gehalts hängt von mehreren Kriterien ab. Welche das sind, wird im Folgenden erwähnt.

  • Schultyp, an dem der Lehrer unterrichtet (Grundschule, Gymnasium, co.)
  • Individualität der Schule, an der unterrichtet wird
  • Dienstjahre
  • Anzahl an Unterrichtsstunden

Die oben genannten Punkte haben einen großen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. Denn zum Beispiel kann ein junger Lehrer nicht automatisch mehr verdienen als ein Lehrer, der bereits Jahrzehnte Berufserfahrung vorzuweisen hat.

Doch auch die Art und das Ansehen der Schule haben Einfluss. Darüber hinaus werden Lehrer an Oberschulen mehr gefordert als an Grundschulen.

Welche Schule zahlt gut oder schlecht?

Die genaue Höhe des Einkommens hängt immer noch vom Schultyp und anderen Faktoren ab. Am wenigsten verdienen insbesondere die Lehrer an einer Volksschule.

Dessen Einstiegsgehalt beträgt um die 2.500 € brutto pro Monat. Etwas besser haben es die Lehrer an einer Hauptschule. Dazu zählen auch NMS-Lehrer (neue Mittelschule). Das Gehalt startet bei etwa 2.700 € brutto pro Monat. Darüber hinaus gibt es sogenannte höhere Schulen in Langform (AHS-Lehrer.

Dort liegt das Gehalt brutto monatlich bei 2.800 €. Am meisten verdienen die Lehrer an allgemeinbildenden höheren Schulen wie der AHS oder BHS. Ihr erstes Gehalt beläuft sich auf 3.045 € brutto.

Genau aus diesem Grund lässt sich ein pauschales Gehalt von Lehrern in Österreich nicht sagen. Zudem kann ein Lehrer an der Mittelschule mehr verdienen als ein Lehrer auf einer höheren Schule, sofern er längere Berufserfahrung vorzuweisen hat. All diese Kriterien sollten bei der Ermittlung berücksichtigt werden.

Vergleich des Gehalts von Österreich zu anderen Ländern

Interessant wird es, wenn das Lehrergehalt in Österreich mit anderen internationalen Ländern verglichen wird.

Ein deutlich besseres Gehalt haben unter anderem die Luxemburger. Dessen Gehalt pro Jahr bezieht sich auf 109.000 € brutto. Nicht genau so viel aber trotzdem mehr als Österreich verdienen Lehrer in Dänemark. Mit 64.000 € im Jahr liegen sie etwas weiter vorne.

Relativ nahe am Gehalt von Österreich sind die Deutschen mit 60.000 €. Dahinter liegen die Finnen mit 54.000 €. Weit abgeschlagen an letzter Stelle steht Ungarn. Das Gehalt ist mit lediglich 9.000 € Jahresverdienst deutlich geringer als die anderen.

Zusammenfassung:

  • Platz 1: Luxemburg => 109.000 € / Jahr
  • Platz 2: Dänemark => 64.000 € / Jahr
  • Platz 3: Österreich / Deutschland => 51.000 € – 60.000 € / Jahr
  • Platz 4: Finnland => 54.000 € / Jahr
  • Platz 5: Ungarn => 9.000 € / Jahr

Hinweis: Innerhalb der EU befindet sich das Gehalt von Lehrern in Österreich unter den Top 5. Präziser gesagt an vierter Stelle.

Zulagen für Pädagogen

Zulagen sind ebenfalls entscheidend, wenn es um die Frage nach der Höhe des Gehalts geht. Diese werden dann fällig, sofern es sich neben der normalen Lehrertätigkeit um eine Spezialfunktion handelt. Auch mehr Verantwortung ist Grund für eine Zulage. Diese können wie folgt sein:

  • 1) Umfassendes Mentoring oder Spezialfunktionen, Bildungsberatung, Lerndesign, Heilpädagogik sowie Praxisschulunterricht zählen dazu. Die Zulage kann dabei bis zu 156 € brutto monatlich betragen.
  • 2) Außerdem gibt es Lehrkräfte, welche die Verwaltung unterstützen oder gar die Schulleitung im Krankenfall vertreten. Diese erhalten ebenfalls eine extra Zulage in Höhe zwischen 416 € und 748 € brutto.
  • 3) Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass ein Lehrer in Österreich die Funktion eines Abteilungsvorstandes ausübt. Hier können mit weiteren 727 € bis 883 € im Monat gerechnet werden.
  • 4) Nicht zu vergessen sind sie Zulagen für Fachvorstehung in Höhe von 312 € bis 468 @ brutto pro Monat.
  • 5) Im letzten Punkt können Lehrer nochmals mehr Geld für arbeitsintensive Fächer herausholen. Diese betreffen oft die Sekundarstufen 1 und 2. Die Zulage kann sich auf etwa 548,60 € brutto erstrecken.

Wie viel verdient ein Schuldirektor? – Direktoren Gehalt in Österreich

Der Schuldirektor ist dafür verantwortlich, dass alle Abläufe innerhalb einer Schule geregelt sind. Bei Problemen tritt er zum Vorschein und kümmert sich um diese. Außerdem ist es nicht selten, dass Lehrer nach jahrzenten Berufserfahrung den Schuldirektor anstreben.

Deswegen ist ach sein Gehalt interessant im Zusammenhang mit den Lehrern. Das Gehalt eines Direktors ist ebenfalls über eine Zulage geregelt. Jedoch richtet sich diese zwischen 623 € und 1.714 € brutto pro Monat. Vor allem nimmt der folgende Bereich großen Einfluss auf die Höhe

  • -> Größe der Schule

Je kleiner die Schule, umso geringer die Zulagen für den Schuldirektor. Schuldirektoren in Österreich müssen vor der Ausübung ihrer Tätigkeit eine Schulmanagementausbildung absolvieren. Unter anderem besteht bei ausreichen Vollzeitkräften die Möglichkeit sich zu befreien lassen. Dadurch kann der Fokus auf die Ausbildung gelegt werden.

Fazit

Das Gehalt in Österreich bei der Berufsgruppe Lehrer bewegt sich im Schnitt bei 51.000 € brutto pro Jahr. Hinzu kommen noch weitere Zulagen. Die genaue Höhe hängt von Faktoren wie Berufsdauer, Schultyp sowie Schwierigkeit ab. Je länger man schon Lehrer ist, desto höher wird das Gehalt.

Am besten werden höhere Schulen wie die AHS oder BHS bezahlt. Im internationalen Vergleich bewegt sich Österreich im Mittelfeld. In der EU hingegen auf Platz 4. Je nach genauer Tätigkeit und Zusatzfunktionen kann das Gehalt stark variieren. Übrigens gibt es wesentlich mehr weiblichere Lehrer and männliche in Österreich.

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