Was verdient ein Zahnarzt in Österreich? – Gehalt, Eigene Praxis, Lohn

Wie viel verdienen Zahnärzte in Österreich?

Nahezu kein anderer Beruf auf dem Markt ist mit einer so großen Angst und Unbeliebtheit verbunden, wie es der Beruf des Zahnarztes ist.

Vielen Menschen ist es einfach unangenehm, wenn ein fremder Mensch in den Mund schaut, in diesem mit sehr gefährlich und alles andere als angenehm aussehenden Werkzeug hantiert und unter Umständen auch für Schmerzen oder zumindest ein unangehmes Gefühl in dem Mundbereich sorgt.

Aus genau diesen Gründen haben sehr viele Menschen Angst vor Zahnärzten und meiden diese aus diesem Grund. Der schlechte Ruf, welchen diese Berufsgruppe hat, hängt aber auf keinen Fall mit der Tatsache zusammen, dass diese schlecht oder inkompetent wären.

Es liegt in den meisten Fällen schlicht und ergreifend an der Angst der Patienten. Vor allem, wenn sich kleine Kinder zum ersten Mal zu einem Zahnarzt begeben oder auch, wenn Angstpatienten eine Zahnartztpraxis aufsuchen, kann dieser Besuch nicht nur für die Patienten selbst, sondern auch für den Zahnarzt eine große Herausforderung und eine damit einhergehende große Belastung bedeuten.

Der Zahnarzt macht in diesem Fall alles in seiner Macht stehende, um auf den Patienten einzugehen und diesem die Angst, so gut wie es geht, zu nehmen.

Aus diesem Grund besteht der Beruf des Zahnarztes nicht nur aus “Mund auf”, die Arbeit verrichten und “bitte spülen”, sondern der Alltag eines Zahnarztes ist weitaus umfassender und deutlich anstrengender. Aus diesem Grund ist auch das deutlich hohe Gehalt gerechtfertigt, über welches sich die praktizierenden Zahnärzte freuen dürfen.

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Wichtig: Eine umfangreiche Ausbildung!
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Zahnarzt und Psychologe

Aufgrund der vielen Angstpatienten, mit welchen es die Zahnärzte in ihren Praxen in der Regel zu tun bekommen, entscheiden sich die meisten Zahnärzte dafür nicht nur das Studium in der Zahnmedizin zu machen, sondern sehr viele entscheiden sich auch etwas tiefer in die Bereiche der Psychologie einzutauchen, um den Patienten somit etwas besser die Angst nehmen und auch besser auf diese eingehen zu können.

Einige Praxen bieten den Patienten sogar die Behandlung unter Hypnose an, was auch eine gut und vor allem grundlegende Ausbildung in diesem Bereich erfordert. Aufgrund dieser Fähigkeiten der Zahnärzte ist das Gehalt, welches diese erhalten, wie schon gesagt wurde, mehr als gerechtfertigt.

Welche Leistungen bietet ein Zahnarzt seinen Patienten, um das Gehalt erhalten zu können?

Der Zahnarzt macht weitaus mehr als einmal in den Mund zu sehen, gegen die Zähne zu klopfen und die fehlenden und vorhandenen Zähne einzeln aufzuzählen. Zu den vielen Aufgaben, welche ein Zahnarzt unter anderem erfüllen muss, gehört zunächst einmal die Diagnose.

Auf diese Diagnose, welche besagt, ob die Zähne des Patienten gut sind und ob und inwiefern dieser eine Behandlung benötigt, folgt dann die besagte Behandlung. Neben der Behandlung an und für sich kann der Zahnarzt mit der Technik und seinem Zubehör, über welches dieser verfügt, auch Erkrankungen am Zahn, sowie im Mund und im Kiefer vorbeugen.

Und wie viel verdient nun ein Zahnarzt in Österreich?

Oft machen Zahnärzte eher ein Geheimnis daraus, wie viel diese verdienen, weshalb es allgemein auch nicht so bekannt und vor allem nicht verbreitet ist, wie viel Zahnärzte verdienen. Was jedoch sicher ist und nahezu jeder weiß ist, dass es sich bei dem Beruf des Zahnarztes um einen sehr krisensicheren Beruf mit einer guten und angemessenen Bezahlung handelt.

Denn ein Zahnarzt wird immer gebraucht und kann für die Hygiene im Mundraum sorgen. Während sich ein Zahnarzt in der Ausbilung befindet, muss dieser eine Entscheidung treffen, welche seinen Beruf und damit auch das Gehalt, welches dieser nach dem Einstieg in den Beruf erhalten wird, prägen wird.

Denn er muss sich entscheiden, ob er entweder in einer großen Praxis mitwirken möchte oder, ob er sich lieber in einer eigenen Praxis selbstständig machen möchte.

Neben diesem großen und wichtigen Faktor, welche die Höhe des späteren Gehalts des Zahnarztes nicht gering beeinflussen wird, gibt es auch noch weitere Faktoren, welche einen Einfluss auf die Höhe des Gehalts des Zahnarztes haben.

Ein weiterer Punkt ist die individuelle Weiterbildung. Denn je nach dem wie gut der Zahnarzt sich weiterbildet und sich somit auf den neuesten Stand bringt, kannd dieser seinen Patienten die neuesten Techniken und Technologien bieten.

Wenn Kunden die Wahl zwischen einem Zahnarzt haben, welcher sich immer auf dem neusten Stand befindet und diesen somit immer das beste vom besten bieten kann und einem Zahnarzt, welcher seit Jahren auf demselben Stand ist und sich nicht weiterbildet, sondern an seinen alten Methoden festhält, werden sich die Kunden in der Regel für den weitergebildeten Zahnazt entscheiden. Diese Tatsache sorgt unter anderem dafür, dass eine sehr große Kluft zwischen den einzelnen Zahnmedizinern entsteht.

Die Entwicklung der Gehälter der Zahnärzte

In dem Laufe der vergangenen Jahren und auch der letzten Jahrzente gab es eine Entwicklung in dem Bereich der Gehälter der Zahnärzte, welche eine ganz bestimmte und für die Zahnärzte nicht besonders gute, geschweige denn positive Tendenz hat.

Während der 80er Jahre handelte es sich bei den Zahnärzten um eine sehr gut und vor allem äußerst hoch angesehene Berufsgruppe. Dies führte auch zu dem Umstand, dass die Gehälter dieser Berufsgruppe entsprechend hoch waren.

Der Zahnarzt war sogar einer der bestbezahltesten Berufe überhaupt. Dieser Umstand kann heute so nicht mehr unterschrieben werden. Denn das Jahreseinkommen der Zahnärzte erlebte in den darauffolgenden Jahren einen sehr rapiden Absturz. Zwar kann unter keinen Umständen gesagt werden, dass ein Zahnarzt wenig verdient oder, dass dieser nicht von seinem Gehalt gut leben könnte, doch wenn man den Zahnarzt einmal mit den anderen Fachärzten auf dem Markt vergleicht, dann zählt der Zahnarzt tatsächlich zu den am schlechtesten bezahlten Berufen unter den Fachärzten.

Dieses Phänomen beschränkt sich allerdings nicht nur auf Österreich. In nahezu allen europäischen Staaten handelt es sich bei dem Zahnarzt inzwischen um einen der am schlechtesten bezahlten Berufen in dem Bereich der Fachärzte. Anderen Berufen gegenüber ist das Gehalt trotzdem noch sehr hoch.

Die genauen Zahlen

Wie viel ein einzelner Zahnarzt verdient, kann natürlich nicht gesagt werden, doch durchschnittlich können sich die Zahnärzte in Österreich auf ein Jahresgehalt von 142.000 € netto freuen.

Zahnärzte in einer Klinik

Während das oben genannte durchschnittliche Einkommen für die Zahnärzte in Gemeinschaftspraxen oder auch eigenen und selbstständigen Praxen gilt, erhalten die Zahnärzte, welche in einer Klinik angestellt sind ein anderes Gehalt in einer anderen Höhe. Diese können monatlich mit einem Gehalt von rund 4.495,47 € profitieren.

Wer jedoch nicht nur angestellter Zahnarzt in einer Klinik, sondern stellvertretender Chefarzt in einer Zahnarztklinik ist, kann sich auf ganze 8.645,50 € brutto pro Monat freuen und zählt mit diesem Gehalt unter den Zahnärzten eindeutig zu den Spitzenverdienern.

Zahnärzte müssen nicht immer direkt an dem Patienten handeln und bei diesem im Mund handwerken, sondern diese können sich auch ganz bewusst für den Bereich der Forschung entscheiden. Wenn die Zahnärzte den Weg der Forschung einschlagen, können sich diese auch in diesem Fall auf gute und attraktive Gehälter freuen.

Bei einem Doktoranden, welcher gerade erst in diesen Beruf einsteigt und somit noch eine Erfahrung mit sich bringt, liegt das Einstiegsgehalt bei monatlich 3.400 € brutto. Wenn diese ein Jahr gearbeitet und in dieser Zeit Erfahrungen sammeln konnten steigt das Gehalt erheblich an. So können sich diese bereits nach einem Jahr Berufserfahrung auf ein Einkommen von 5.400 € brutto pro Monat freuen.

Wer als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Zahnmedizin tätig ist darf sich in diesem Fall auf ein Gehalt freuen, welches sehr schwanken kann. Der Spielraum für diesen Bereich des Berufs liegt zwischen 3.400 € und 6.300 € brutto monatlich.

Wie hoch das Gehalt dabei genau ausfällt liegt immer auch sehr stark an der Erfahrung, welche der Zahnarzt bereits in seinem Tätigkeitsfeld sammeln konnte.

Professoren gibt es nicht nur in den bereits genannten und aufgezeigten Bereichen dieses Berufes, sondern auch in der sogenannten und speziellen kieferbezogenen Medizin. Wer in diesem Bereich als Professor arbeitet, kann sich in diesem Fall auf ein durchschnittliches Monatsgehalt in der Höhe von 7.000 € brutto freuen Wie hoch das Gehalt dabei tatsächlich ausfällt kommt immer ganz darauf an, in welcher Besoldungsstufe sich der Professor befindet. So kann das Gehalt mal höher und mal geringer ausfallen.

Welche Pflichten müssen die Zahnärtze erfüllen?

Die Zahnärzte, welche in den vielen unterschiedlichen aufgezeigten und beschriebenen Bereichen tätig sein können, müssen nicht nur der Pflicht nachkommen, die Arbeit einwandfrei und vor allem zur Zufriedenheit des Patienten und der Wissenschaft durchzuführen, sondern diese müssen auch sicherstellen, dass sich diese in regelmäßigen Abständen weiterbilden und auf den neuesten Stand der Forschung bringen.

Je mehr die Zahnärzte dieser Pficht nachkommen desto höher kann auch das Gehalt ausfallen. Wenn ein Zahnarzt dieser Pflicht nicht nachkommen sollte, welche sogar gesetzlich vorgeschrieben ist, kann diese Verweigerung unter Umständen auch dazu führen, dass das Gehalt des Zahnarztes sogar verringert wird.

Durch diese Strafen sollen die Zahnärzte dazu angehalten werden an den Maßnahmen teilzunehmen und sich immer wieder fortzubilden. Nur so können diese den Patienten immer die beste Behandlung bieten. Wer an der Fortbildung teilgenommen hat, muss sich des schriftlich geben lassen.

Den Nachweis müssen die Zahnärzte dann an die Österreichische Zahnärztekammer schicken. So können sich diese dann auch unter Umständen auf eine Erhöhung des Gehaltes freuen. Es sollte von den Zahnärzten auf jeden Fall immer vermieden werden die Fortbildungen nicht wahrzunehmen.

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