Wasserschaden Versicherung in Österreich – Anbieter, Kosten, Vorteile

Wasser ist zwar ein lebensnotwendiges Gut, aber nicht in allen Situationen hilfreich.

Vor allem gerade dann nicht, wenn es von der Decke tropft und die ganze Inneneinrichtung vernichtet. Für denjenigen, der einen solchen Schaden verursacht hat, kann die Instandsetzung sehr teuer werden. Deshalb ist es hier von großer Bedeutung, die entsprechenden richtigen Versicherungen abzuschließen.

Die verschiedenen Versicherungen

Die Hausratsversicherung

Mit Hilfe einer Hausratsversicherung ist der Inhalt der Wohnung oder des Hauses geschützt. Das umfasst dann u.a. die dort befindlichen Bodenbeläge, Möbel, Textilien oder elektronische Geräte.

Wichtig: Schaden dokumentieren und beheben

Diese Kosten werden von der Hausratsversicherung normalerweise nur dann übernommen, wenn ein Wasserschaden in Form von Leitungswasser in einer Mietwohnung oder einem Haus des Versicherungsnehmers entstanden ist. Dazu gehören Wasserschäden u.a. durch undichte Abwasserrohre oder normale Wasserrohe, durch leckgeschlagene Wasserleitungen, wie Wasserzuführungen zu der Waschmaschine oder der Spülmaschine oder Klima- und Heizungsanlagen.

Im Bereich der Hausratsversicherungen gibt es auch Anbieter, die Wasserschäden in der Wohnung durch undichte Aquarien oder undichte Wasserbetten übernehmen.

Die Wohngebäudeversicherung

Wenn Wasserschäden am Gebäude selbst entscheiden, wird dies von der Wohngebäudeversicherung abgedeckt. Deshalb sollte man für Schäden an Wänden oder Böden eine Wohngebäudeversicherung abschließen. Diese springt auch ein, wenn mit dem Gebäude fest verbundene oder verbaute Installationen, wie Heizungs- oder Toilettenanlagen beschädigt werden. Aber dies hat nur Gültigkeit, wenn das versicherte Gebäude auch sich in Nutzung befindet und nicht leer steht. Davon ausgenommen sind jedoch auch Häuser oder Rohbauten, die sich in Renovierung befinden. Hier wäre dann der Abschluss einer Bauleistungsversicherung sinnvoll.

Dabei übernimmt die Wohngebäudeversicherung auch die Folgeschäden durch die notwendigen Reparaturen sowie Renovierungen. Hierbei können gerade bei einem Rohrbruch sehr hohe Kosten entstehen, weil eine wasserführende Leitung wieder freizulegen, instandzusetzen und wieder verschlossen werden muss.

Der Abschluss einer Wohngebäudeversicherung liegt in den Händen des Besitzers einer Wohnung. Dabei ist zu beachten, dass Gebäudebestandsteile, die der Mieter oder auch der Wohnungsinhaber auf eigene Kosten eingebracht hat, über deren oder dessen Hausratsversicherung abgedeckt sind.

Eigens verursachter Wasserschaden in der weiteren Umgebung – Abdeckung durch Haftpflichtversicherung

Ein entstandener Wasserschaden ist häufig nicht nur auf die eigene Wohnung beschränkt, sondern es werden auch teilweise die Nachbarn in Mitleidenschaft gezogen. Hier kommt dann die private Haftpflichtversicherung für solche Schäden auf, die der Versicherungsnehmer gegenüber dritten Personen verursacht hat. Dazu gehören u.a. Wasserschäden durch einen geplatzten Schlauch von einer Waschmaschine, die dann in der darunter liegenden Wohnung durch das Durchsickern des Wassers entstanden sind. Hier übernimmt dann die Haftpflichtversicherung die Kosten für die Reparaturarbeiten bei den Nachbarn. Dabei ist jedoch Voraussetzung, dass die Wasseranschlüsse in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden und der Wasserschaden nicht durch Fahrlässigkeit entstanden ist.

Die Anbieter

Hierzu gehören zum großen Teil auch die etablierten Versicherungsgesellschaften, wie HUK-Coburg, Ergo, Allianz, Axa, Degenia, Interrisk oder Waldenburg, um nur einige zu nennen.

Wenn Wasserschaden in einer Mietwohnung aufgetreten ist, ist hier eine Mietminderung möglich?

Wasserschäden-Reparaturen können langwierig sein und häufig treten auch unangenehme Begleiterscheinungen auf. Wenn Böden und Wände durchnässt sind, besteht auch die Gefahr, dass sich Schimmelpilz bildet. Damit sich dieser nicht ausbreitet, ist es teilweise erforderlich, dass zum Teil über Wochen Trocknungsgeräte am Laufen sind, bis die Feuchtigkeit sich aus der Bausubstanz entfernt hat. Solche Begleitumstände erlauben auch dann eine entsprechende Mietminderung, wenn ein Wasserschaden vorliegt. Was dann von der Miete abgezogen werden kann, ist häufig eine Individuallösung. Auch können hier Mietvereine helfen.

Wasserschaden in einer Eigentumswohnung

Wenn es zu einem Wasserschaden in einer Eigentumswohnung kommt, ist zunächst einmal, je nach Schadensart, die Wohngebäude- oder die Hausratsversicherung des Besitzer dran. Dabei kommt die Gebäudeversicherung für die Schäden direkt am Haus selbst auf. Wenn die Eigentumswohnung selbst bewohnt wird, wird das beschädigte Inventar von der Hausratversicherung ersetzt.

Wenn benachbarte Wohnungen oder gemeinschaftlich genutzte Anlagen sowie Räume beschädigt wurden, wird es schwieriger. Dies muss dann im Einzelfall geklärt werden. Hier sollten dann die betroffenen Wohnungseigentümer ihre Versicherungen, die Hausverwaltung oder auch eventuell einen Fachanwalt kontaktieren.

Wenn ein Wasserschaden auftritt, die Verhaltensweise im Ernstfall

Bevor hier Sofortmaßnahmen ergriffen werden, sollte die betroffene Person den Wasserschaden und die damit verbundenen Folgen mit aussagekräftigen Fotos aus unterschiedlicher Perspektive dokumentieren. Dabei sollten die Aufnahmen über die feuchten Räume sowie die Detailaufnahmen der beschädigten Sachen und Gebäudebereiche erfolgen.

Wenn sich Leitungswasser im Keller oder in der Wohnung befindet, sollte man so schnell wie möglich schauen, dass die Wasserzufuhr abgestellt werden kann.

Die Schadensdokumentation

Hier benötigen die Versicherungen neben der Schadensmeldung eine genaue Dokumentation des Schadens durch Fotos (Detailaufnahmen) und die entsprechenden Anschaffungsbelege der beschädigten Gegenstände, wenn diese noch vorhanden sind.

Wenn der Hausrat von einem solchen Wasserschaden betroffen ist, ist für die Versicherung auch eine Auflistung der Gegenstände inklusive Kaufbelege erforderlich. Die beschädigten Gegenstände sollten dann solange aufbewahrt werden, bis dann die Erstattung durchgeführt worden ist. Wenn die Gegenstände, zum Beispiel wegen Schimmelbefall, vorher vernichtet werden müssen, sollte das mit der Versicherung im Einzelnen abgesprochen werden.

Häufig vergeben bei der Meldung die Versicherungen eine Schadennummer. Beim ganzen Schriftverkehr sollte diese Nummer angegeben werden, da dadurch auch eine Bearbeitung bei der Versicherung schnelle von statten geht.

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