Werkvertrag & Dienstleistungsvertrag – Unterschiede & Vorlagen – Muster, Österreich

Auf dem Markt gibt es unterschiedliche Arten der Verträge, welche zwischen zwei Personen abgeschlossen werden können.

Ein Bereich, in welchem täglich Verträge abgeschlossen werden, ist der Bereich des Arbeitsmarktes. Denn auf diesem Markt werden immer wieder Arbeitskräfte gesucht, welche dann mit einem Vertrag in einer bestimmten Firma angestellt und somit beschäfitgt werden.
In dem Bereich des Arbeitsmarktes kommt man immer und immer wieder in den Kontakt mir den beiden Begriffen des Dienstvertrags und des Werktvertrags.

Worum es sich bei diesen beiden Arten der Verträge jeweils handelt und vor allem, worin die Unterschiede dieser beiden Verträge bestehen, wird hier ganz einfach und vor allem genau erklärt.

Damit man nachvollziehen kann, wie sich die Unterschiede dieser beiden Verträge gestalten, muss man zunächst einmal wissen, worum es sich bei den beiden Verträgen im Einzelnen genau handelt. Bevor nun die Unterschiede erläutert und dargestellt werden, erhält man einen Überblick darüber, durch welche Merkmale sich die beiden Arten der Verträge auzeichnen.

Tipp: Für die genauen rechtlichen Details zum Thema Werkvertrag oder Dienstvertrag in Österreich sowie die Unterschiede bezüglich der Versicherung, Steuern und rechtlichen Aspekten kann ein Rechtsanwalt, die WKO Österreich oder ein Steuerberater mit Informationen weiterhelfen.

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Werkvertrag & Dienstvertrag in Österreich – Unterschied,  Ratgeber, Muster, Vorlage

Worum handelt es sich bei einem Dienstvertrag?

Der erste Vertrag, welcher in diesem Zusammenhang behandelt wird, ist der sogenannte Dienstvertrag.

Der Dienstvertrag ist ein Vertrag, welcher nicht nur sehr oft und in sehr vielen unterschiedlichen Bereichen des Arbeitsmarktes seine Anwendung findet, sondern dieser Vertrag basiert, wie es bei all den anderen möglichen und umfangreichen Verträgen auch der Fall ist, auf einer gesetzlichen Bestimmung.

So ergibt sich der Umstand, dass der Dienstvertrag durch den § 611 des BGB geregelt wird. Dieser Paragraph bietet die Grundlage für diesen Vertrag und definiert diesen.

So handelt es sich bei einem sogenannten Dienstvertrag um einen Vertrag, welcher immer dann vorliegt, wenn eine Partei einen bestimmten Pool von Aufgaben übernimmt. Das heißt, dass man sich für die Erbringung von bestimmten Leistungen verpflichtet und im Gegenzug für diese Leistungen entlohnt wird.

Wichtig: Lassen Sie sich beraten und informieren!

Man kann also im Grunde genommen sagen, dass ein Dienstvertrag immer genau dann vorliegt, wenn ein Arbeiter eine Leisung während seines Dienstes erbringt und sich der Chef dagegen dazu bereit erklärt dem Arbeiter den Lohn zu zahlen, welcher diesem zusteht.

Es ist in diesem Fall auf eine ganz bestimmte Tatsache zu achten, welche auf keinen Fall außen vor gelassen werden sollte. Denn wie es auch der Name dieses Vertrags es bereits andeutet, handelt es sich bei diesem Vertrag einfach nur um einen Dienst, welcher erbracht werden muss.

Solange der Arbeiter, welcher sich mit der Unterzeichnung des Vertrags zu der Erbringung dieser festgelegten und vertraglich vereinbarten Leistungen verpflichtet, die Leistungen gut und gemäß des Vertrags erbringen muss.

Es ist dabei vollkommen egal und nicht weiter erheblich, ob die Ergebniss, welche aus diesen Leistungen resultieren, zu dem Erfolg des Unternehmens beitragen oder nicht. Denn der Dienstvertrag verpflichtet nicht zu der Erbringungen von Leistungen, welche den Erfolg versprechen.

Ein Beispiel

Bei dem Thema der Verträge handelt es sich um ein recht komplexes und ein nicht sonderlich einfaches Thema. Aus diesem Grund kann man sich oft nicht sonderlich viel unter den Erklärungen der einzelnen Arten der Verträge vorstellen. Wenn dies auch bei dem Dienstvertrag der Fall ist, kann dieses folgende Beispiel dafür sorgen, dass man den Dienstvertrag besser verstehen und somit auch die Unterschiede zu dem Werkvertrag verstehen kann.

Bei dem Beispiel handelt es sich um folgendes:

Wenn ein Anwalt seinen Mandanten vor Gericht verteidigt, dann haben die beiden Parteien – sprich der Anwalt und sein Mandant – zuvor einen Vertrag abgeschlossen. Mit diesem Vertrag verpflichten sich diese beiden Parteien zu der Erbringung bestimmer Leistungen.

Der Anwalt, welcher den Mandanten verteidigt, übernimmt in diesem Fall die Aufgabe die juristische Tätigkeit zu erbringen. An diese Verpflichtung hält er sich, indem er mit seinem Mandanten vor Gericht geht und diesen vor diesem verteidigt.

Wie oben bereits erwähnt wurde, verpflichtet sich die eine Partei nur zu der Erbringung der Leistungen und nicht zu dem Erfolg. Aus diesem Grund verpflichtet sich der Anwalt in diesem Beispiel nicht dazu, dass er den Prozess gewinnt. Diese Versprechung kann dieser gar nicht machen und ist kein Teil des Dienstvertrags. Genau dieser Umstand ist typisch für einen Dienstvertrag. Dieser kann nie ein bestimmtes Ergebnis oder auch einen gewünschten Erfolg versprechen und festlegen.

Der Arbeitsvertrag

Wie man sich nun bereits schon denken kann, handelt es sich auch bei einem Arbeitsvertrag um einen Dienstvertrag. Allerdings muss man in diesem Zusammenhang darauf achten und im Hinterkopf behalten, dass das Prinzip bei einem Arbeitsvertrag zwar dasselbe, dabei aber weitaus konzentrierter und umfangreicher ist.

Denn für einen Arbeitsvertrag gelten in einem solchen Fall weitere Rechte und auch Pflichten, welche nicht nur von dem Arbeitnehmer, sondern auch von dem Arbeitgeber eingehalten und erfüllt werden müssen.

Worum handelt es sich bei einem Werkvertrag und durch welche Merkmale zeichnet sich dieser aus?

Auch auf den sogenannten Werkvertrag wird man bestimmt bereits gestoßen sein. In einem solchen Fall, handelt es sich um eine weitere ganz bestimmte und besondere Art des Vertrags. Denn in diesem Fall verpflichtet sich eine Partei dazu, ein Werk herzustellen, welches absolut keine Mängel aufweist.

Im Gegenzug verpflichtet sich die andere Partei, welche in diesen Vertrag involviert ist, das Werk abzunehmen, sofern dieses den vereinbarten Konditionen des Vertrags entspricht und diesen voll und ganz gerecht wird. Geregelt wird dies, wie es auch bei dem oben genannten Dienstvertrag der Fall ist, das BGB mit dem § 631.

Wie schon gesagt, garantiert der Arbeitnehmer in dem Dienstvertrag keinen Erfolg, was bei dem Werktvertrag deutlich anders ist. Denn bei einem Werkvertrag ist es wichtig, dass sich das Werk in einem vollkommen unversehrten und einwandfreien Zustand befindet. Das Ergebnis, welches einwandfrei erfolgen muss garantiert somit innerhalb des Werkvertrages den Erfolg der erbrachten Leistung.

Ein Beispiel

Auch in diesem Fall sorgt ein Beispiel für die Veranschaulichung dieser komplexen Angelegenheit.

In dem Beispiel geht es konkret um einen Bauunternehmer, welcher von einem Auftraggeber engagiert wird. Die Aufgabe, welche der Unternehmer für den Auftraggeber durchführen soll, besteht darin ein Einfamilienhaus zu bauen.

Mit der Unterzeichnung dieses Vertrags, garantiert der Unternehmer der anderen Partei des Vertrags ein einwandfreies und makelloses Ergebnis. In diesem Fall handelt es sich bei diesem Ergebnis um das fertige Haus. Auch, wenn es sich bei dieser Art des Vertrages in gewisser Weise um einen Arbeitsvertrag handelt, kann dieser nicht als Dienstvertrag, sondern als Werkvertrag bezeichnet werden.

Dass das so ist, liegt an der Tatsache, dass nicht eine Leistung direkt, sondern ein Werk im Mittelpunkt des Vertrags steht. Zwar ist die Leistung des Unternehmers ein wichtiger Bestandteil des Vertrages, um den Auftrag ausführen und zu dem Endprodukt gelangen zu können, doch bei eben diesem Endprodukt handelt es sich um ein Werkt. Somit kann ein Arbeitsvertrag also auf der einen Seite ein Dienstvertrag und auf der anderen Seite auch ein Werkvertrag sein.

Die Definition des Begriffs des Werkes

Wenn man an ein Werk denkt, dann sieht man in der Regel immer einen körperlichen Gegenstand vor seinem inneren Auge. Wenn man sich aber mit dem Werkvertrag auseinandersetzt, dann muss es sich bei dem Werk, welches sich in dem Mittelpunkt des Werkvertrags befindet, nicht immer um einen solchen körperlichen Gegenstand.

Bei dem Werk, um welches es in dem Werkvertrag geht, kann es sich auch um ein virtuelles Werk handeln. Ein Beispiel für ein solches virtuelles Werk ist zum Beispiel ein Computerprogramm.

Aber auch eine Dienstleistung kann ein Werk sein, was sich auf den ersten Blick mit der Definition des Dienstvertrages beißt. Denn, wenn eine Dienstleistung, welche man durch einen Vertrag festlegt und vereinbart, handelt es sich bei diesem nur solange um einen Dienstvertrag, wie dieser keinen Erfolg zusichert. Sobald die Dienstleistung der anderen Partei des Vertrages einen Erfolg zusichert, handelt es sich um einen Werkvertrag.

Der Unterschied zwischen dem Dienstvertrag und dem Werkvertrag

Wie man während des Lesens bereits bemerkt haben sollte, sind sich die beiden Arten der Verträge sehr ähnlich, wodurch es mitunter ganz schön schwer fallen kann, diese voneinander abzugrenzen.

Dabei gibt es jedoch einen ganz bestimmten und fundamentalen Unterschied zwischen den beiden Verträgen, anhand wessen man diese voneinander Unterscheiden kann. Das Stichwort lautet in diesem Fall “Erfolg”.

Denn der Ersteller verpflichtet sich in dem Rahmen eines abgeschlossenen Werkvertrags zu einem Erfolg der Leistung. Anders gestaltet sich dieser Umstand bei dem Dienstvertrag. In diesem vereinbaren die beiden Parteien, welche in den Dienstvertrag verwickelt sind, nur eine Leistung, welche erbracht werden muss. Ein bestimmtes Ergebnis und ein bestimmter Erfolg kann dabei zwar gewünscht und auch möglich, aber auf keinen Fall garantiert sein.

Fazit:
Wie man also sehen kann, handelt es sich bei den beiden Arten der Verträge um recht ähnliche Verträge. So kann es mitunter ganz schön schwer und kompliziert sein, diese beiden Verträge zu unterscheiden. Der Arbeitsvertrag kann, aufgrund dieser beiden genannten und dargestellten Definitionen, zu beiden Arten der Verträgen zählen. Ob es sich um einen Dienstvertrag oder um einen Werkvertrag handelt kommt immer darauf an, ob das Stichwort des Erfolges in dem Vertrag zum Tragen kommt oder nicht.

INFO: Bei den Details zum Thema Werkvertrag oder Dienstvertrag handelt es sich um Regelungen in Deutschland. In unserem Überblick finden Sie Tipps für den Werkvertrag bzw. Dienstvertrag/Dienstleistungsvertrag in Österreich.

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